Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Über das Nein hinaus/Der Anfang von Etwas

Veranstaltungsprogramm zur künstlerischen Forschung im Archiv der DDR-Opposition

Seit dem 4. November widmet sich das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm "Wildes Wiederholen: Material von unten" der Erfahrung des gemeinsamen widerständigen Lebens in der späten DDR. Diese Zeit war geprägt durch eine von jeder utopischen Zukunft gelösten Gegenwärtigkeit.

Sie wird im Archiv der DDR-Opposition aufbewahrt, das von Protagonist/innen der Bürgerbewegungen gegründet worden ist. Das Archiv vermittelt ein komplexes Bild von Alltagswiderstand und dissidenter Kulturproduktion, von oppositionellen Frauen-, Friedens- und Umweltgruppen, lesbischen und schwulen Initiativen.

Die beteiligten Künstler/innen und Autor/innen des von Suza Husse und Elske Rosenfeld kuratierten Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekts gehen der Aktualität dieser wenig gehörten Geschichte/n nach und setzen sie mit aktuellen Begriffen und Praktiken des Politischen in Dialog.

Am 16. Dezember endet das Projekt mit einem Ausstellungsgespräch, einem Runden Tisch und einer Performance.

Eine Veranstaltung von District Berlin und dem Archiv der DDR-Opposition/Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung.

Sprache: Deutsch mit Flüsterübersetzung ins Englische

Ort: Campus für Demokratie/ehem. Stasizentrale, Ruschestraße 103, 10365 Berlin-Lichtenberg

Link zum Gesamtprogramm. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Bitte beachten Sie, dass die Räume des Archivs der DDR-Opposition und des Hauses 22 derzeit nicht barrierefrei zugänglich sind.

Weitere Informationen: Roman Schmidt, Referent für Zeitgeschichte E-Mail schmidt@boell.de, Telefon 030-285 34 -234

Programm:

16.00 Ausstellungsgespräch: "A Vocabulary of Revolutionary Gestures" Ort: Archiv der DDR-Opposition Elske Rosenfeld arbeitet immer wieder mit von Klaus Freymuth, Filmemacher und Mitglied des Neuen Forums, gefilmten Sequenzen eines Treffens des Zentralen Runden Tischs der DDR aus dem Dezember 1989. In der neu geschaffenen Videoarbeit werden die Protagonist/innen dabei beobachtet, wie sie 1990 mit der Aufgabe ringen, einen Wahlspot für die Bundestagswahl 1990 zu erstellen.

Mit:

18.00 Runder Tisch: "Über das Nein hinaus/Der Anfang von Etwas" Ort: Archiv der DDR-Opposition Ein Gespräch über die Erfahrungen der Revolution von 1989/90, über ihre politischen und (sub-)kulturellen Formen, ihre radikal demokratischen Praktiken, und über ihr Nachleben und ihre Wiederaneignung heute.

Mit:

20.00 Performance "BRONXX" Ort: Haus 22 Henrike Naumann reflektiert in ihrer Arbeit die Geschichte rechtsextremer Gewalt im Spannungsfeld von Jugend- und Subkulturen. Basierend auf autobiografischen Verwicklungen ist die Performance, die sie im Rahmen des Projekts entwickelt, der Versuch, ein alternatives Kommunikationssystem zum Sprechen über Stasi und Opposition zu entwickeln.

Mit: