• 09.11.2008

USA erwartet Kurswechsel wie 1932

Hoffen auf Obamas "New Deal"

Amerika befindet sich 2008 in einer ähnlichen Situation wie 1932, als Roosevelt gewählt wurde. Dessen New Deal ist ein Referenzpunkt für die Erwartungen an Obama.von Sebastian Moll

  • 12.11.2008 18:44 Uhr

    von Joachim Petrick:

    Wie in allen Familien hat auch dieser zündende Vergleich von Franklin Delano Roosevelt und Barack Hussein Obama ein Ach unterm Dach. Roosevelt hatte, staatlich hochverschuldet, historisch sein ideologisch hoch aufgerichtes Gegenüber in Uncle “Josef Stalin“, in dem nebulös brachial verbrecherischen Gesellschaftsentwurf der Staatlichen Ein- Parteien Despotie der UdSSR.
    Sowohl in der UdSSR als auch in den USA waren die Finanzen staatlich weg mit unbekannter Adresse auf Reisen, z. B. in die Schweiz?!

    Das Ergebnis dieser fiskalischen Roosevelt Misere war die Flucht in die Finanzierung von Aufrüstung, selbst über Henry Ford Werke im NS- Reich hin zum Krieg per staatlicher Schuldenaufnahme „Military New Deal“, wie diesen seit Nine Eleven forciert George W. Bush einfallsreich entgrenzt adaptiert.

    Der USA- Staat hat sich damals erst nach 1945/53 als Gläubiger per Nachkriegskonjunktur auf Kosten vieler ziviler und uniformierter Opfer saniert
    .
    Barack Obama hat zum Glück kein vergleichbares Gegenüber.
    Das Geld ist auch noch da, wenn auch nicht in Amerika, nur woanders, nicht nur in Steueroasen wie der Schweiz, Vatikanstaat, Bahamas, Insel Jersey, sondern in der EU, China, Russland, Indien, Brasilien als horrendes Handels- und Leistungsbilanzüberschuss in Gestalt gigantischer Devisen Reserven.?
    Ist unser Glück gegenüber 1932/36 kaum zu fassen!? Machen wir was draus!?
    tschüs
    JP

  • 10.11.2008 14:50 Uhr

    von snowie:

    Der Auszug aus Roosevelts Rede ist echt faszinierend. Dass er das überlebt hat, sowohl physisch, als auch politisch, ist schon erstaunlich. Schon Obama wurde ja wegen viel harmloserer Sätze als "socialist" und "communist" etc. beschimpft (für die meisten US citizens sind das nämlich Schimpfwörter). Hoffentlich lässt er sich von Fox News und anderen Machtblöcken nicht allzu sehr blockieren.

    Die Idee mit dem civil service finde ich aber fragwürdig. Wenn das auf Niedriglohnarbeit hinausläuft, zerstört es mittel- und langfristig viele bessere Arbeitsplätze, so ähnlich wie viele Praktikumsstellen. Wenn damit aber 'normal' bezahlte staatliche Beschäftigung gemeint ist (was ich aber nicht vermute), wäre es okay, z.B. verbunden mit Ausbildungsplätzen und Arbeitsplätzen in der Solar- und Windenergiebranche. Die Herstellung und dann die Installation von Solaranlagen auf vielen Mio Gebäuden könnte eine enormen Konjunkturschub geben, z.B. angefangen in den counties der Bundesstaaten die mehrheitlich Obama gewählt haben oder demokratische Senatoren etc.
    z.B. an der Südostspitze Floridas, im Norden u. Südwesten von New Mexico u.s.w. Auch an Land und in Küstengewässern Zehntausende Windräder zu errichten wäre nicht schlecht.

    Was höhere Steuern für Extremreiche angeht, fällt mir die Forbes-Liste von 2008 ein, (je in US Dollar) B. Gates: ca. 57 Milliarden, W. Buffett: ca. 50 Mrd, Larry Ellison: 27 Mrd, diverse WalMart GroßaktionärInnen: jeweils mehr als 20 Mrd. u.s.w.
    Und das ist nur die Spitze der Spitze der Spitze der Kapital-Berge.

    Preisfrage: Was macht man sinnigerweise, wenn man eine extrem löchrige Straße hat, an deren Rand aber einige große und sehr große Schotterhaufen? Antwort: In der DDR hätte man die Schotterhaufen versteckt, da es sie nicht geben darf (und alle hätten sich privat ein bisschen davon 'was weggenommen), aber in normalen kapitalistischen Ländern (z.B. auf Anraten des IWF) vergrößert man oft die Löcher noch, und erhöht damit die Schotterhaufen, weil dies ja dringend gebraucht werden (die gnädigen "Arbeitsplätzesicherer"), logisch, oder?

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