Mit hauchdünner Mehrheit kriegt Obama seine Gesundheitsreform durchs Parlament – nach einem Jahr Geschacher. Vor ihm waren schon sieben Präsidenten daran gescheitert.von Dorothea Hahn
Weil ich selbstständig in Deutschland bin, ist es meine Pflicht, privat Krankenversichert zu sein. Also, ich habe überhaupt kein recht auf öffentliche Krankenkassen.
Nun ist es genauso für alle in den US, nicht nur selbstständigen. Klipp uns klar gesagt: die gesammelte Gelder des Solidaritätsprinzips Amerikas dienst ausschließlich die vorher "böse Gesundheitsfirmen".
Wieso erwartet man den Mut einer "Nachbesserung" dieses Gesetzes, wo der Mut bisher fehlt?
23.03.2010 15:38 Uhr
von Kommentator:
@sebastian: hallo, schön Sie wieder hier vorzufinden. Was machen Sie eigentlich zwischenzeitlich, wenn Sie gerade nicht den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, z.bsp. den mit der Bombardierung des Tanklastzuges und den vielen Toden Zivilisten, als für die Betroffenen selbstverdient und gerecht zu kommentieren? Da kann man sich bei Ihnen ja nur wünschen, gesund zu sein und keiner Randgruppe anzugehören. Und mit den vielen verblendeten Amerikanern, ja ein wenig mehr noch auftragsorientierte Presse, gebetsmühlenhaft im Aufguss mit Angst und viel Panikmache und Unsachlichkeit garniert und Sie schlagen sich als Betroffener beizeiten unablässig die Faust ins eigene Gesicht oder in die des anderen, je nach Gemütslage.
23.03.2010 12:05 Uhr
von max:
mensch herr bovier,
verwenden sie eigentlich ihre gesamte zeit darauf, das internet mit kommentaren zu allem zuzumüllen, das ihnen nicht passt? sie schreiben ja überall, immer in verteidigung von so tollen menschen wie eva hermann oder guido westerwelle. eigentlich müsste ihnen klar sein, dass die taz nicht viel schreibt oder kommentiert, was ihnen gefällt, aber nach dem motto "viel feind viel ehr" trollen sie hier durch die gegend. bischen traurig. das abstimmungsverhalten der us-abgeodneten zur gesundheitsreform als feige zu bezeichnen sagt viel über sie aus und wenig über diese abgeordneten.
23.03.2010 07:57 Uhr
von vic:
@ Daniel Was du in Frage stellst nennt sich Solidarsystem. Da jeder Mensch als Nichtraucher, Nichttrinker und relativ gesund geboren wird, müsste also dafür gesorgt werden, dass regelmäßig kontrolliert wird ob sich daran etwes geändert hat. Wie oft, denkst du, sollten diese Kontrollen stattfinden? Oder liegt die Beweislast beim Versicherten? Wer raucht, trinkt, frisst und faul ist fliegt raus - ist es das, was du dir vorstellst? Ich wünsch dir Gesundheit.
23.03.2010 07:35 Uhr
von claudia:
@ Hans: >>"Gängelung"? Warum zum Geier trollst du dich überhaupt hier rum, wenn du nichts außer feuchtwarmen neoliberalen Lügen beiträgst?<< cool bleiben, die Propaganda ist allgegenwärtig. Dagegen helfen Argumente.
@ Daniel: >>>>Vergleichen wir beispielsweise einen Raucher, der jeden Tag Alkohol trinkt, sich ungesund ernährt, keinen Sport treibt und zudem noch wenig schläft mit jemanden, bei dem all dies nicht der Fall ist, so stellen wir fest, dass der Erstgenannte ein mindestens doppelt so hohes Krankheitsrisiko hat, wahrscheinlich sogar noch viel höher. In einem staatlichen Gesundheitssysten wird der ungesund lebende Mensch von den anderen finanziert. Soll das etwas gerecht sein?<< Ich habe mit meinem Beitrag auch schon die Behandlung von komplizierten Knochenbrüchen bei Skifahreren finanziert, obwohl ich selber nicht ski fahre. Und die Behandlung von Motorradfahren, die irgendwo aus der Kurve gebrettert sind. Und den Darmkrebs von Leuten, die zuviel Gegrilltes gefuttert haben. Und den Hautkrebs von Leuten, die exzessives „Sonnenbaden” für den richtigen way of life halten. Und fahrlässige Haushaltsunfälle. Die komplette Liste wäre zu lang, um sie hier herein zu stellen. Versicherung ist immer „ungerecht". Bei einer Haftpflicht zahlt man eventuell für Leute mit, die fahrlässig irgendwelche Schäden anrichten.
@ noevil: >>Die Einzigen, die ein langes Gesicht machen, werden die Versicherungsgesellschaften sein, denen damit endlich Zügel angelegt werden.<< Und die werden Einiges in Propaganda investieren, um die Sache wieder rückgängig machen zu können..
22.03.2010 21:24 Uhr
von Hannah:
@Joachim Bovier
ok mal angenommen wir haben einen Menschen, der sich gesund ernährt nicht trinkt nicht raucht... Dieser Mensch geht in den Winterferien Ski fahren, leider stürzt er und bricht sich beide Beine. Dieser Mensch kostet das Gesundheitssystem sicher auch einiges, oder noch schlimmer er kommt unter eine Lawine und fällt deshalb in ein Koma, man sieht also auch mit gesunder Lebensweise kann man nicht alle Gefahren abwenden, Abgesehen davon dass ich mir sicher bin, dass sich viele Krankheiten nicht so einfach abwenden lassen. Und gerade diejenigen, die oft krank sind, Alte, chronisch Kranke... haben oft nicht unbedingt so viel Geld. Gerade chronisch Kranke können oft nicht mehr arbeiten und sind dann auf ein solches solidarisches Gesundheitssyystem angewiesen.
22.03.2010 18:59 Uhr
von Ali:
Sebastian sagt:" Dafür wird er bei der nächsten Wahl abgestraft werden."
Naja, nur weil für dich das Wort Rückgrat ein Fremdwort ist, bedeutet das nicht, dass jeder so denkt und handelt wie du.
Obama hat sich als Staatsdiener wählen lassen, dessen Ziel es in erster Linie ist und sein sollte, Verbesserungen für das Volk durchzusetzen und nicht an die nächste Wahl zu denken. Daher hat er trotz des Risikos, an Ansehen und bei den Kongresswahlen zu verlieren, alles dafür getan, dass zumindest der Weg für eine Chancengleichheit im Gesundheitssystem geebnet ist. Daran sollten sich mal Profilneurosen-Merkel und -Westerwelle ein Beispiel nehmen, denn denen ist das Wohl der Menschen mehr als egal.
Es ist ziemlich armselig, dass du Ehrlichkeit und Integrität in der Politik nicht als etwas Wünschenswertes betrachtest, sondern den Dauerwahlkampf der Politiker auch noch zu einem demokratischen Gut stilisierst, das man anstreben sollte und nicht das Einhalten von Versprechen.
Aber einer, der womöglich durch die private Krankenversicherung seines Daddys abgesichert ist und jederzeit zum Arzt gehen kann, ohne jede Behandlung aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen, schert sich natürlich einen Dreck um Menschen, die nicht versichtert werden, weil sie eine Vorerkrankung haben oder aus der Versicherung geschmissen werden, weil sie tatsächlich Leistungen in Anspruch nehmen müssen.
@Joachim Bovier: In welcher Mission sind Sie eigentlich unterwegs, dass Sie in mindestens drei Foren haargenau dieselben Scheinweisheiten über die User ergießen?
22.03.2010 17:59 Uhr
von Bernd:
@ Joachim Bovier
Was soll der Blödsinn? Jeder kann nachlesen, welcher Abgeordnete wie gestimmt hat:
@hans Ich hab doch nur das wiedergegeben was die Amerikaner zu dem Thema denken. Und wieso soll ich hier verschwinden? Bist du schon so links verblendet das du keine Kritik mehr vertragen kannst und andere Meinungen nicht mehr akzeptierst? Mir schwant böses wenn die Sozialisten an die Macht kommen, dann war es das mit freier Meinungsäußerung.
22.03.2010 15:23 Uhr
von Daniel:
Es wird immer so getan, als seien Krankheiten Schicksalsschläge, gegen die man nichts tun könne. Natürlich gibt es viele Krankheiten, wo dies wirklich der Fall ist, speziell solche, die von Geburt an vorhanden sind. Die meisten Krankheiten entstehen jedoch aufgrund einer falschen Lebensweise. Vergleichen wir beispielsweise einen Raucher, der jeden Tag Alkohol trinkt, sich ungesund ernährt, keinen Sport treibt und zudem noch wenig schläft mit jemanden, bei dem all dies nicht der Fall ist, so stellen wir fest, dass der Erstgeannte ein mindestens doppelt so hohes Krankheitsrisiko hat, wahrscheinlich sogar noch viel höher. In einem staatlichen Gesundheitssysten wird der ungesund lebende Mensch von den anderen finanziert. Soll das etwas gerecht sein? Und woher soll das Geld für die staatliche Versicherung denn kommen? Man muss es den anderen Leuten erst an anderer Stelle wegnehmen.
22.03.2010 15:20 Uhr
von Kay:
Die Obama Ersatzkasse.
22.03.2010 13:35 Uhr
von noevil:
Ich denke, bis zur "Abstrafung" Obamas durch die amerikanischen Wähler wird noch ein wenig Zeit durch das Land gehen. Ich hoffe, er wird sie nutzen, den Wählern klar zu machen, dass sozial nicht mit sozialistisch gleichzusetzen ist. Ich hoffe, dass die Reform - gründlich vorbereitet - möglichst bald in die Tat umgesetzt werden kann, sodass die Bürger die Vorteile eines derartigen Sicherungssystems endlich überhaupt einmal kennen lernen können. Dann werden sie es mit Sicherheit auch zu schätzen wissen. Die Einzigen, die ein langes Gesicht machen, werden die Versicherungsgesellschaften sein, denen damit endlich Zügel angelegt werden.
22.03.2010 13:14 Uhr
von Joachim Bovier:
Präsident Obama hat mit dem Durchwinken seiner Gesundheitsreform, diese Nacht im Repräsentantenhaus, formell einen Sieg errungen. Das ist nicht zu bestreiten, genauso wie vorhersehbar ist, dass er ihm bei den Herbstwahlen auf die Füße fallen wird. 219 bei 216 notwendigen Stimmen: Aber was ist das für eine Mehrheit und unter welchen Umständen wurde sie herbeigeführt? Sie beruht auf den Stimmen von Abgeordneten, die feige eine namentliche Abstimmung verweigern und sich hinter einem elektronischen Wahlverfahren verstecken, das es ihnen ermöglicht, in Washington mit dem Präsidenten zu stimmen und sich im Wahlkreis als Abtreibungsgegner und Widerständler gegen das Gesetz hinzustellen. Täuschung, Lug und Betrug des Wählers waren schon immer Kennzeichen obrigkeitsstaatlicher Allmachtsfantasien - ein Pyrrhussieg, denn der Wähler wird das alles nicht vergessen, Obama wird seine Demokratische Partei am Ende für lange Jahre so kaputt gemacht haben, wie es bisher nur Lyndon B. Johnson mit seinem Nachgeben gegenüber Bürgerrechtsbewegung gelang.
22.03.2010 13:05 Uhr
von hans:
@Sebastian
"Gängelung"? Warum zum Geier trollst du dich überhaupt hier rum, wenn du nichts außer feuchtwarmen neoliberalen Lügen beiträgst?
22.03.2010 12:43 Uhr
von Fares:
Der 22.03.2010 Obama schreibt Geschichte!!! Der schwarze Otto von Bismarck quasi, schön dass wir dabei sein können, wenn die ABIturtehmen von morgen geschaffen werden. Also Hand aufs Herz Leute, Obama wird wiedergewählt, das ist FAKT, dafür verwette ich meinen jungen Abiturientenar***, außerdem haben Menschen endlich eine Versicherung, die vorher nicht einmal Knete für eine Knochenbruchbehandlung hatten... Der angebliche "Kommunist" Obama ist in Wirklichkeit jemand, der bewegt, der Zeilen macht, jemand den viele Kritisieren, jetzt, doch später wird man an den 22.03.2010 schauen und denken, Obama schrieb Geschichte!!
22.03.2010 11:26 Uhr
von UWe:
Verstehe ich nicht, das ist doch der Hit diese Gesundheitsreform wo liegt das Problem?
22.03.2010 11:20 Uhr
von Mirko:
Lieber das, als Menschen sinnlos dahinsiechen zu lassen in dem Wissen, dass ihnen ohne irgendeinen unangemessen hohen Aufwand hätte geholfen werden können.
Vielleicht einfach mal selbst mit notleiden Menschen in Kontakt treten, dann erwärmt sich auch das kalte Herz wieder..
22.03.2010 11:19 Uhr
von AlexsZander:
Mit der Zeit werden auch die bis jetzigen Gegner erkennen, dass diese Gesundheitsreform ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung war, ob dass schon zur nächsten Wahl sein wird, wird die Zeit zeigen. Selbst aber mit ausschließlichem Blick auf die nächsten Wahlen war Barack Obamas Entscheidung so viel Energie in die Gesundheitsreform zu investieren richtig: Wäre er gescheitert, hätte er sein Versprechen nicht halten können, dann hätte sich dies weit negativer auf seine Umfragewerte ausgewirkt als eine unpopuläre Reform.
22.03.2010 10:50 Uhr
von Daniel Preissler:
tja, Sebastian, Demokratie ist eben nicht jedermanns Sache und ureigenes Bedürfnis.
22.03.2010 10:45 Uhr
von hi sebi:
fein ds du mit deiner preexisting condition vorbeischaust , aber wie konnte sich ebenjene so lange und so oft und so heftig über wasser halten?
22.03.2010 10:31 Uhr
von K.O.:
Wenn man sich manche Argumente der GegnerInnen anschaut, kann man nur hoffen, dass sich in den USA irgendwann wieder die Vernunft einstellt. Ist ja wahnsinnig wie Paranoid einige sind in ihrer Angst der Sozialismus käme mit dieser Reform in die USA. Wenn eine Krankenversicherung für alle schon Sozialismus ist, dann kann man nur hoffen dass die manche AmerikanerInnen endlich ihren Sozialistenhass der McCarthy Ära hinter sich lassen. Vor allem wenn der so dumm und platt ist. Mit der Zeit werden die AmerikanerInnen die Vorteile der Krankenversicherung (und der Pflicht zur Versicherung) einsehen. Vielleicht wirkt diese ja auch aus Türöffner für weitere Reformen (Bildungssystem, Steuersystem usw.). Dann allerdings hätten die Konservativen zurecht angst. Denn dann würde Amerika sich nachhaltig zum positiven verändern. Die Cow-Boy-Zeiten sind vorbei und die Globalisierung kann man nur solidarisch verarbeiten. Die Kriege von Bush waren wesentlich teurer und er wurde wiedergewählt. Selbst wenn Obama es nicht schaffen würde hat er schon mehr geschafft als die vielen Präsidenten vor ihm!
22.03.2010 10:18 Uhr
von Johannes:
@Sebastian: Im Gegenteil: wäre er hier gescheitert hätter bei der nächsten Wahl gar nicht mehr antreten brauchen. Er hat erst jetzt überhaupt eine Chance wiedergewählt zu werden. Diese "Gängelung" ist von der Hauptwählergruppe von Obama mehr als gewünscht.
22.03.2010 10:08 Uhr
von Flo:
Wow super!
Ich freu mich für die Amis!
Bin gespannt wie das Volk reagiert, wenn es merkt das es jetzt zum Arzt kann...
Respekt an Obama!
22.03.2010 09:36 Uhr
von Sebastian:
Dafür wird er bei der nächsten Wahl abgestraft werden. Diese Gängelung werden die US-amerikanischen Bürger nicht einfach so hinnehmen.
Leserkommentare
23.03.2010 18:06 Uhr
von davidly:
Ich kann aus Erfahrung etwas zum Thema beitragen:
Weil ich selbstständig in Deutschland bin, ist es meine Pflicht, privat Krankenversichert zu sein. Also, ich habe überhaupt kein recht auf öffentliche Krankenkassen.
Nun ist es genauso für alle in den US, nicht nur selbstständigen. Klipp uns klar gesagt: die gesammelte Gelder des Solidaritätsprinzips Amerikas dienst ausschließlich die vorher "böse Gesundheitsfirmen".
Wieso erwartet man den Mut einer "Nachbesserung" dieses Gesetzes, wo der Mut bisher fehlt?
23.03.2010 15:38 Uhr
von Kommentator:
@sebastian: hallo, schön Sie wieder hier vorzufinden.
Was machen Sie eigentlich zwischenzeitlich, wenn Sie gerade nicht den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan,
z.bsp. den mit der Bombardierung des Tanklastzuges und den vielen Toden Zivilisten, als für die Betroffenen selbstverdient und gerecht zu kommentieren? Da kann man sich bei Ihnen ja nur wünschen, gesund zu sein und keiner Randgruppe anzugehören. Und mit den vielen verblendeten Amerikanern, ja ein wenig mehr noch auftragsorientierte Presse, gebetsmühlenhaft im Aufguss mit Angst und viel Panikmache und Unsachlichkeit garniert und Sie schlagen sich als Betroffener beizeiten unablässig die Faust ins eigene Gesicht oder in die des anderen, je nach Gemütslage.
23.03.2010 12:05 Uhr
von max:
mensch herr bovier,
verwenden sie eigentlich ihre gesamte zeit darauf, das internet mit kommentaren zu allem zuzumüllen, das ihnen nicht passt?
sie schreiben ja überall, immer in verteidigung von so tollen menschen wie eva hermann oder guido westerwelle. eigentlich müsste ihnen klar sein, dass die taz nicht viel schreibt oder kommentiert, was ihnen gefällt, aber nach dem motto "viel feind viel ehr" trollen sie hier durch die gegend. bischen traurig.
das abstimmungsverhalten der us-abgeodneten zur gesundheitsreform als feige zu bezeichnen sagt viel über sie aus und wenig über diese abgeordneten.
23.03.2010 07:57 Uhr
von vic:
@ Daniel
Was du in Frage stellst nennt sich Solidarsystem.
Da jeder Mensch als Nichtraucher, Nichttrinker und relativ gesund geboren wird, müsste also dafür gesorgt werden, dass regelmäßig kontrolliert wird ob sich daran etwes geändert hat. Wie oft, denkst du, sollten diese Kontrollen stattfinden? Oder liegt die Beweislast beim Versicherten?
Wer raucht, trinkt, frisst und faul ist fliegt raus - ist es das, was du dir vorstellst?
Ich wünsch dir Gesundheit.
23.03.2010 07:35 Uhr
von claudia:
@ Hans:
>>"Gängelung"? Warum zum Geier trollst du dich überhaupt hier rum, wenn du nichts außer feuchtwarmen neoliberalen Lügen beiträgst?<<
cool bleiben, die Propaganda ist allgegenwärtig. Dagegen helfen Argumente.
@ Daniel:
>>>>Vergleichen wir beispielsweise einen Raucher, der jeden Tag Alkohol trinkt, sich ungesund ernährt, keinen Sport treibt und zudem noch wenig schläft mit jemanden, bei dem all dies nicht der Fall ist, so stellen wir fest, dass der Erstgenannte ein mindestens doppelt so hohes Krankheitsrisiko hat, wahrscheinlich sogar noch viel höher. In einem staatlichen Gesundheitssysten wird der ungesund lebende Mensch von den anderen finanziert. Soll das etwas gerecht sein?<<
Ich habe mit meinem Beitrag auch schon die Behandlung von komplizierten Knochenbrüchen bei Skifahreren finanziert, obwohl ich selber nicht ski fahre. Und die Behandlung von Motorradfahren, die irgendwo aus der Kurve gebrettert sind. Und den Darmkrebs von Leuten, die zuviel Gegrilltes gefuttert haben. Und den Hautkrebs von Leuten, die exzessives „Sonnenbaden” für den richtigen way of life halten. Und fahrlässige Haushaltsunfälle. Die komplette Liste wäre zu lang, um sie hier herein zu stellen.
Versicherung ist immer „ungerecht". Bei einer Haftpflicht zahlt man eventuell für Leute mit, die fahrlässig irgendwelche Schäden anrichten.
@ noevil:
>>Die Einzigen, die ein langes Gesicht machen, werden die Versicherungsgesellschaften sein, denen damit endlich Zügel angelegt werden.<<
Und die werden Einiges in Propaganda investieren, um die Sache wieder rückgängig machen zu können..
22.03.2010 21:24 Uhr
von Hannah:
@Joachim Bovier
ok mal angenommen wir haben einen Menschen, der sich gesund ernährt nicht trinkt nicht raucht...
Dieser Mensch geht in den Winterferien Ski fahren, leider stürzt er und bricht sich beide Beine. Dieser Mensch kostet das Gesundheitssystem sicher auch einiges, oder noch schlimmer er kommt unter eine Lawine und fällt deshalb in ein Koma, man sieht also auch mit gesunder Lebensweise kann man nicht alle Gefahren abwenden, Abgesehen davon dass ich mir sicher bin, dass sich viele Krankheiten nicht so einfach abwenden lassen. Und gerade diejenigen, die oft krank sind, Alte, chronisch Kranke... haben oft nicht unbedingt so viel Geld. Gerade chronisch Kranke können oft nicht mehr arbeiten und sind dann auf ein solches solidarisches Gesundheitssyystem angewiesen.
22.03.2010 18:59 Uhr
von Ali:
Sebastian sagt:" Dafür wird er bei der nächsten Wahl abgestraft werden."
Naja, nur weil für dich das Wort Rückgrat ein Fremdwort ist, bedeutet das nicht, dass jeder so denkt und handelt wie du.
Obama hat sich als Staatsdiener wählen lassen, dessen Ziel es in erster Linie ist und sein sollte, Verbesserungen für das Volk durchzusetzen und nicht an die nächste Wahl zu denken. Daher hat er trotz des Risikos, an Ansehen und bei den Kongresswahlen zu verlieren, alles dafür getan, dass zumindest der Weg für eine Chancengleichheit im Gesundheitssystem geebnet ist. Daran sollten sich mal Profilneurosen-Merkel und -Westerwelle ein Beispiel nehmen, denn denen ist das Wohl der Menschen mehr als egal.
Es ist ziemlich armselig, dass du Ehrlichkeit und Integrität in der Politik nicht als etwas Wünschenswertes betrachtest, sondern den Dauerwahlkampf der Politiker auch noch zu einem demokratischen Gut stilisierst, das man anstreben sollte und nicht das Einhalten von Versprechen.
Aber einer, der womöglich durch die private Krankenversicherung seines Daddys abgesichert ist und jederzeit zum Arzt gehen kann, ohne jede Behandlung aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen, schert sich natürlich einen Dreck um Menschen, die nicht versichtert werden, weil sie eine Vorerkrankung haben oder aus der Versicherung geschmissen werden, weil sie tatsächlich Leistungen in Anspruch nehmen müssen.
@Joachim Bovier: In welcher Mission sind Sie eigentlich unterwegs, dass Sie in mindestens drei Foren haargenau dieselben Scheinweisheiten über die User ergießen?
22.03.2010 17:59 Uhr
von Bernd:
@ Joachim Bovier
Was soll der Blödsinn? Jeder kann nachlesen, welcher Abgeordnete wie gestimmt hat:
http://politics.nytimes.com/congress/votes/111/house/2/165
22.03.2010 16:01 Uhr
von Sebastian:
@hans
Ich hab doch nur das wiedergegeben was die Amerikaner zu dem Thema denken. Und wieso soll ich hier verschwinden? Bist du schon so links verblendet das du keine Kritik mehr vertragen kannst und andere Meinungen nicht mehr akzeptierst? Mir schwant böses wenn die Sozialisten an die Macht kommen, dann war es das mit freier Meinungsäußerung.
22.03.2010 15:23 Uhr
von Daniel:
Es wird immer so getan, als seien Krankheiten Schicksalsschläge, gegen die man nichts tun könne. Natürlich gibt es viele Krankheiten, wo dies wirklich der Fall ist, speziell solche, die von Geburt an vorhanden sind. Die meisten Krankheiten entstehen jedoch aufgrund einer falschen Lebensweise. Vergleichen wir beispielsweise einen Raucher, der jeden Tag Alkohol trinkt, sich ungesund ernährt, keinen Sport treibt und zudem noch wenig schläft mit jemanden, bei dem all dies nicht der Fall ist, so stellen wir fest, dass der Erstgeannte ein mindestens doppelt so hohes Krankheitsrisiko hat, wahrscheinlich sogar noch viel höher. In einem staatlichen Gesundheitssysten wird der ungesund lebende Mensch von den anderen finanziert. Soll das etwas gerecht sein?
Und woher soll das Geld für die staatliche Versicherung denn kommen? Man muss es den anderen Leuten erst an anderer Stelle wegnehmen.
22.03.2010 15:20 Uhr
von Kay:
Die Obama Ersatzkasse.
22.03.2010 13:35 Uhr
von noevil:
Ich denke, bis zur "Abstrafung" Obamas durch die amerikanischen Wähler wird noch ein wenig Zeit durch das Land gehen. Ich hoffe, er wird sie nutzen, den Wählern klar zu machen, dass sozial nicht mit sozialistisch gleichzusetzen ist. Ich hoffe, dass die Reform - gründlich vorbereitet - möglichst bald in die Tat umgesetzt werden kann, sodass die Bürger die Vorteile eines derartigen Sicherungssystems endlich überhaupt einmal kennen lernen können. Dann werden sie es mit Sicherheit auch zu schätzen wissen. Die Einzigen, die ein langes Gesicht machen, werden die Versicherungsgesellschaften sein, denen damit endlich Zügel angelegt werden.
22.03.2010 13:14 Uhr
von Joachim Bovier:
Präsident Obama hat mit dem Durchwinken seiner Gesundheitsreform, diese Nacht im Repräsentantenhaus, formell einen Sieg errungen. Das ist nicht zu bestreiten, genauso wie vorhersehbar ist, dass er ihm bei den Herbstwahlen auf die Füße fallen wird.
219 bei 216 notwendigen Stimmen: Aber was ist das für eine Mehrheit und unter welchen Umständen wurde sie herbeigeführt? Sie beruht auf den Stimmen von Abgeordneten, die feige eine namentliche Abstimmung verweigern und sich hinter einem elektronischen Wahlverfahren verstecken, das es ihnen ermöglicht, in Washington mit dem Präsidenten zu stimmen und sich im Wahlkreis als Abtreibungsgegner und Widerständler gegen das Gesetz hinzustellen. Täuschung, Lug und Betrug des Wählers waren schon immer Kennzeichen obrigkeitsstaatlicher Allmachtsfantasien - ein Pyrrhussieg, denn der Wähler wird das alles nicht vergessen, Obama wird seine Demokratische Partei am Ende für lange Jahre so kaputt gemacht haben, wie es bisher nur Lyndon B. Johnson mit seinem Nachgeben gegenüber Bürgerrechtsbewegung gelang.
22.03.2010 13:05 Uhr
von hans:
@Sebastian
"Gängelung"? Warum zum Geier trollst du dich überhaupt hier rum, wenn du nichts außer feuchtwarmen neoliberalen Lügen beiträgst?
22.03.2010 12:43 Uhr
von Fares:
Der 22.03.2010 Obama schreibt Geschichte!!! Der schwarze Otto von Bismarck quasi, schön dass wir dabei sein können, wenn die ABIturtehmen von morgen geschaffen werden. Also Hand aufs Herz Leute, Obama wird wiedergewählt, das ist FAKT, dafür verwette ich meinen jungen Abiturientenar***, außerdem haben Menschen endlich eine Versicherung, die vorher nicht einmal Knete für eine Knochenbruchbehandlung hatten... Der angebliche "Kommunist" Obama ist in Wirklichkeit jemand, der bewegt, der Zeilen macht, jemand den viele Kritisieren, jetzt, doch später wird man an den 22.03.2010 schauen und denken, Obama schrieb Geschichte!!
22.03.2010 11:26 Uhr
von UWe:
Verstehe ich nicht, das ist doch der Hit diese Gesundheitsreform wo liegt das Problem?
22.03.2010 11:20 Uhr
von Mirko:
Lieber das, als Menschen sinnlos dahinsiechen zu lassen in dem Wissen, dass ihnen ohne irgendeinen unangemessen hohen Aufwand hätte geholfen werden können.
Vielleicht einfach mal selbst mit notleiden Menschen in Kontakt treten, dann erwärmt sich auch das kalte Herz wieder..
22.03.2010 11:19 Uhr
von AlexsZander:
Mit der Zeit werden auch die bis jetzigen Gegner erkennen, dass diese Gesundheitsreform ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung war, ob dass schon zur nächsten Wahl sein wird, wird die Zeit zeigen.
Selbst aber mit ausschließlichem Blick auf die nächsten Wahlen war Barack Obamas Entscheidung so viel Energie in die Gesundheitsreform zu investieren richtig: Wäre er gescheitert, hätte er sein Versprechen nicht halten können, dann hätte sich dies weit negativer auf seine Umfragewerte ausgewirkt als eine unpopuläre Reform.
22.03.2010 10:50 Uhr
von Daniel Preissler:
tja, Sebastian, Demokratie ist eben nicht jedermanns Sache und ureigenes Bedürfnis.
22.03.2010 10:45 Uhr
von hi sebi:
fein ds du mit deiner preexisting condition vorbeischaust , aber wie konnte sich ebenjene so lange und so oft und so heftig über wasser halten?
22.03.2010 10:31 Uhr
von K.O.:
Wenn man sich manche Argumente der GegnerInnen anschaut, kann man nur hoffen, dass sich in den USA irgendwann wieder die Vernunft einstellt. Ist ja wahnsinnig wie Paranoid einige sind in ihrer Angst der Sozialismus käme mit dieser Reform in die USA. Wenn eine Krankenversicherung für alle schon Sozialismus ist, dann kann man nur hoffen dass die manche AmerikanerInnen endlich ihren Sozialistenhass der McCarthy Ära hinter sich lassen. Vor allem wenn der so dumm und platt ist. Mit der Zeit werden die AmerikanerInnen die Vorteile der Krankenversicherung (und der Pflicht zur Versicherung) einsehen. Vielleicht wirkt diese ja auch aus Türöffner für weitere Reformen (Bildungssystem, Steuersystem usw.). Dann allerdings hätten die Konservativen zurecht angst. Denn dann würde Amerika sich nachhaltig zum positiven verändern. Die Cow-Boy-Zeiten sind vorbei und die Globalisierung kann man nur solidarisch verarbeiten. Die Kriege von Bush waren wesentlich teurer und er wurde wiedergewählt. Selbst wenn Obama es nicht schaffen würde hat er schon mehr geschafft als die vielen Präsidenten vor ihm!
22.03.2010 10:18 Uhr
von Johannes:
@Sebastian:
Im Gegenteil: wäre er hier gescheitert hätter bei der nächsten Wahl gar nicht mehr antreten brauchen. Er hat erst jetzt überhaupt eine Chance wiedergewählt zu werden. Diese "Gängelung" ist von der Hauptwählergruppe von Obama mehr als gewünscht.
22.03.2010 10:08 Uhr
von Flo:
Wow super!
Ich freu mich für die Amis!
Bin gespannt wie das Volk reagiert, wenn es merkt das es jetzt zum Arzt kann...
Respekt an Obama!
22.03.2010 09:36 Uhr
von Sebastian:
Dafür wird er bei der nächsten Wahl abgestraft werden. Diese Gängelung werden die US-amerikanischen Bürger nicht einfach so hinnehmen.