Sich bei internationalen Transaktionen auf die Währung eines einzelnen Landes zu verlassen, ist riskant. Aber gibt es eine Alternative zum Dollar? Ja, meinen die Chinesen.von Eva Völpel
Das ist ja niedlich. In der Printausgabe steht in der Überschrift: "Nun diskutieren die Vereinten Nationen, ob der Dollar als globale Leitwährung ausgesorgt hat" Den Griff in die falsche Kiste hat die taz.de-Redaktion sich erspart, denn gemeint war nicht "ausgesorgt", sondern "ausgedient".
17.04.2009 02:13 Uhr
von Joachim Petrick:
Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges hat sich der US- $ zuerst als heimliche Leitwährung, dann ab 1944 nach den währungspolitischen Vereinbarungen in Bretton Woods offiziell als Leitwährung angeboten und unangefochten bis 1973 behauptet. Die Einführung des € in der EU als europäische Einheitswährung hat den US- $ möglicherweise zu Risiken und einer zunehmenden Verantwortungslosigkeit in seiner fortbestehenden Rolle als Welt- Leitwährung verführt. Das Ergebnis dieser Verantwortungslosigkeit des US- $ als Welt- Leitwährung ist dadurch gekennzeichnet, dass die FED seit 2006 die Veröffentlichung von Daten über ihre Geldmengenpolitik, ihre forcierte Geldmengenausweitung auf Veranlassung der US- Präsident George W. Busch- Administration eingestellt hat, um den Einblick auf die wahren Kosten des Iraque- Krieges, des Krieges gegen den Internationalen Terrorismus, der Finanzierung der weltweiten Armut als unheimlicher Wachstumsmarkt mit hohen Rendite Aussichten durch Subvention der Vermögen der wenigen Super- Reichen unter der Decke der Diskretion zu halten.
Woraus die US- Administration den Gewinn zu ziehen gedenkt, die ganze Welt an den Kosten ihrer global militärischen Interventionspolitik indirekt zu beteiligen, ob diese in Teilen willig koaliert oder nicht!?
Angesichts dieser weltpolitisch überforderten wie prekären Lage des US- $ ist die Frage nach einer neuen Welt- Leitwährung in Gestalt & Form von Sonderziehungsrechten (SZR) des IWF aus einem Währungskorb aus US-Dollar, Euro, Pfund Sterling, Yen, chinesischen Yuan nicht nur eine währungspoltische Frage an sich, sondern eine Frage von Krieg oder Frieden, von Entwicklung der Weltwirtschaft auf partnerschaftlicher basis aller Beteiligten , Wohlstand der Völker in ihren Regionen.
Heute erleben wir im Wege der Weltfinanzkrise eine währungspolitische Gemengelage, in der sich die Volkswirtschaften der Erde am US- $ als Welt- Leitwährung festhaltend, ohne Not organisieren, als wäre das überverschuldete britische Pfund Sterling 1944 in Bretton Woods erneut und immer wieder zur Welt- Leitwährung erkoren worden. Besser ein rasches Ende des US- $ als Welt- Leitwährung mit Schrecken, als ein US- $ Welt- Schrecken ohne Ende!? JP
Leserkommentare
18.04.2009 15:54 Uhr
von reblek:
Das ist ja niedlich. In der Printausgabe steht in der Überschrift: "Nun diskutieren die Vereinten Nationen, ob der Dollar als globale Leitwährung ausgesorgt hat" Den Griff in die falsche Kiste hat die taz.de-Redaktion sich erspart, denn gemeint war nicht "ausgesorgt", sondern "ausgedient".
17.04.2009 02:13 Uhr
von Joachim Petrick:
Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges hat sich der US- $ zuerst als heimliche Leitwährung, dann ab 1944 nach den währungspolitischen Vereinbarungen in Bretton Woods offiziell als Leitwährung angeboten und unangefochten bis 1973 behauptet.
Die Einführung des € in der EU als europäische Einheitswährung hat den US- $ möglicherweise zu Risiken und einer zunehmenden Verantwortungslosigkeit in seiner fortbestehenden Rolle als Welt- Leitwährung verführt.
Das Ergebnis dieser Verantwortungslosigkeit des US- $ als Welt- Leitwährung ist dadurch gekennzeichnet, dass die FED seit 2006 die Veröffentlichung von Daten über ihre Geldmengenpolitik, ihre forcierte Geldmengenausweitung auf Veranlassung der US- Präsident George W. Busch- Administration eingestellt hat, um den Einblick auf die wahren Kosten des Iraque- Krieges, des Krieges gegen den Internationalen Terrorismus, der Finanzierung der weltweiten Armut als unheimlicher Wachstumsmarkt mit hohen Rendite Aussichten durch Subvention der Vermögen der wenigen Super- Reichen unter der Decke der Diskretion zu halten.
Woraus die US- Administration den Gewinn zu ziehen gedenkt, die ganze Welt an den Kosten ihrer global militärischen Interventionspolitik indirekt zu beteiligen, ob diese in Teilen willig koaliert oder nicht!?
Angesichts dieser weltpolitisch überforderten wie prekären Lage des US- $ ist die Frage nach einer neuen Welt- Leitwährung in Gestalt & Form von Sonderziehungsrechten (SZR) des IWF aus einem Währungskorb aus US-Dollar, Euro, Pfund Sterling, Yen, chinesischen Yuan nicht nur eine währungspoltische Frage an sich, sondern eine Frage von Krieg oder Frieden, von Entwicklung der Weltwirtschaft auf partnerschaftlicher basis aller Beteiligten , Wohlstand der Völker in ihren Regionen.
Heute erleben wir im Wege der Weltfinanzkrise eine währungspolitische Gemengelage, in der sich die Volkswirtschaften der Erde am US- $ als Welt- Leitwährung festhaltend, ohne Not organisieren, als wäre das überverschuldete britische Pfund Sterling 1944 in Bretton Woods erneut und immer wieder zur Welt- Leitwährung erkoren worden.
Besser ein rasches Ende des US- $ als Welt- Leitwährung mit Schrecken, als ein US- $ Welt- Schrecken ohne Ende!?
JP