• 23.09.2011

Twitterverbot bei den Grünen

"Zentralkomitee" entnetzt Mack

In Hessen hat ein Mitglied eines grünen Fraktionsvorstandes via Twitter politische Ansichten kundgetan. Deshalb musste er jetzt seinen Posten abgeben.von Felix Kartte und Jakob Schulz

  • 23.09.2011 22:18 Uhr

    von Rainer:

    Die Grünen haben nur Angst sie könnten von den Piraten "resozialisiert" werden und nicht anders rum. :-)

    Ich finde aber die Hilflosikeit der "etablierten" Parteien, gegenüber den Zielen der Piraten und deren Art Politik zu verstehen, eigentlich nicht wirklich lustig. Leider zeigt sie doch wie unglaublich weit sich unsere Politikerkaste schon von ihrem "Volk" entfernt hat.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht.

  • 23.09.2011 21:25 Uhr

    von Erdrandbewohner:

    Aus dem Stadtrat meiner Heimatstadt twittert seit etwa 2 Jahren ein CDU-Abgeordneter. Obwohl manche Tweets natürlich hin und wieder parteipolitisch gefärbt sind, macht er seine Sache sehr gut und erhält dafür sehr viel Lob.

    Ich bin entsetzt, wie rückständig manche (!) Grüne im Umgang mit dem Internet und seinen Möglichkeiten sind. Nicht nur in diesem Fall.

  • 23.09.2011 20:03 Uhr

    von Joschka:

    Kommunikationsfetisch der neoliberalen Lifestyle-Digitalen

    Irgendwie ist das schon beklemmend zu sehen, wie ein rechts-außen Grüner wie Daniel Mack, den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat, als einem unglaublich fortschrittlichen Kommunikations-Fetisch zu frönen. Kann es sein, dass hierdurch Substanzlosigkeit und die eigene ideologische Position hinter dem "aufgepimten" Profil verschwinden sollen? Kann es sein, dass es eine Affinität gibt zwischen neoliberalen Positionen und dem digitalen Lifestyle-Hipp? Wer digitale Kommunikation als Selbstzweck erachtet, sollte sich doch bitte auch fragen, wo die Grenze zum Fetisch und zur Sinnlosigkeit verläuft.
    Es wird sich an der Politik wohl nicht viel ändert, wenn alle lediglich anfangen zu twittern oder andere "web 2.0-Technologien" zu nutzen. Es schafft aber eine tolle Ablenkung, um von inhaltlichen Debatten und Herrschaftsstrukturen abzulenken. Aber hipp ist man dabei "auf jeden". Und wenn der Pop-Papst schon nicht begeistert, dann unterwerfen wir uns dem iGod. Der wird uns schon erlösen.

  • 23.09.2011 16:55 Uhr

    von ich:

    Mack ist selber Schuld.

    Er ist ein Selbstdarsteller und wer mal gelesen hat, was er so für Sachen twittert weiß, dass er in keinen Grünen Vorstand gehört und somit ist die Entscheidung gut und richtig!

  • 23.09.2011 16:16 Uhr

    von barbara:

    Vielleicht habe ich es gerade überlesen. Aber wenn man etwas über den "Grünen"-Twitter herasusgibt, sollte es schon die Mehrheitsmeinung widergeben, weil das suggeriert die adresse ja auch. Auf seinem privaten Account sollte jedeR Grüne natürlich auch seine private Meinung kundtun sollen, wenn er sie auch als solche klar kommuniziert.

  • 23.09.2011 14:59 Uhr

    von sauerkreatur:

    Hallo TAZ, die Aufmachung ist doch lächerlich. Wieder einmal nicht mehr als der Beleg, dass euer blinder Fleck GRÜN ist.
    Wieso eigentlich? Fragt doch mal den Frank S-H. oder so wo ihr eingetlich herkommt...
    *trauriges kopfschütteln

  • 23.09.2011 12:54 Uhr

    von AntiFun:

    Der hat einfach so seine Meinung kundgetan, ohne von oben sanktioniert worden zu sein? Unerhört!

  • 23.09.2011 12:44 Uhr

    von Name:

    "aber wir twittern doch auch" (bei Anne-Will wars echt lustig)

    ob eine Partei ein Medium benutzt oder verteufelt ist doch nicht so wichtig wie die Frage ist ob sie es versteht

  • 23.09.2011 12:30 Uhr

    von ent netzt:

    Die Piraten-Fossler-Fans und Digitalo Natives sind wie normale Politiker: Immer hinterher statt neue Ideen selber haben statt auf Google oder Facebook zu warten.

    Google hat die Gruppen/Circles eingeführt um nicht einen undefinierten Sack voll angeblicher "Freunde" wie bei Facebook zu haben. Kühlschränke haben ja auch Segmente.

    Die nächste Stufe ist natürlich, Eigene ROLLEN. Circles=Rollen/Schubladen für Fremde/Bekannte.
    Eigene Rollen wären von Anonym bis Parteichef. Und dann hätte es kein Problem mit den Grünen geben brauchen. Das aktuelle Problem ist, das man seinen Titel in seiner Beschreibung führen kann oder nicht aber immer mit dem Fraktionschefposten in Verbindung gebracht wird. Und das ist der Fehler.
    Wenn der Papst sein Lieblingsbier erklärt, ist das natürlich nicht das Lieblingsbier aller Christen oder Katholiken. Sondern seine private Meinung.
    Man müsste also Aussagen mit Rollen verknüpfen können. Und des Fraktionsgrünen Tweets wären dann zu 99% als "Private Meinung" gekennzeichnet gewesen und Parteitermine o.ä. hätte man als "offiziell" markieren können.

    Tja. Digitalo Natives, Fossler, digiges: Selber schuld.
    Nicht jeder hat 20 Sim-Karten oder 20 Twitter-Konten und auch keine Lust auf solch einen Sch**ss. 1 (Wo)Man 1 Konto 1 Karte usw.

    Aber lieber jammern statt was zu machen oder als Presse oder bezahlte Lobbyisten mal "Rollen"konzepte so laut einzufordern das Google und Facebook es als die neue Mondmission ("Wir müssen schneller als die Russen auf dem Mond sein") entwickeln.
    Die meisten Probleme hätte man im Voraus lösen können. Genau gafür gäbe es das Presserecht und die vielen Sonderrechte und Presserabatte.

    Lagerfeld will Postings als Fotograf oder Modeschöpfer oder Büchersammler oder Privatperson abgeben. Keine Plattform fördert das.
    Das man anonym auftreten können darf, sollte auch klar sein. Sowas muss man dann halt filtern oder Bürgen dafür finden die keine Angst haben müssen.

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