Trubel in Indien um "Slumdog Millionaire"
Aschenputtel-Story
In Indien protestieren rechte Hindus gegen "Slumdog Millionaire", dem auch von anderen Seiten ein verzerrtes Indienbild vorgeworfen wird. Dabei erzählt der Film ein surreales Märchen.von Sascha Zastiral
Leserkommentare
08.03.2009 04:54 Uhr
von Henning H. F.:
Ein sehr gut gemachter, sehr dynamischer, wunderbar vertonter, spannender Film, der das moderne Indien in all seiner erschreckenden Gegensätzlichkeit von Arm und Reich zeigt. Hervorragende Schauspieler, ein toller Schnitt, wunderbare Bilder, die einen nicht mehr loslassen.
Wer die Kritik an den brutalen Polizisten und die realistische Sicht der erschreckenden sozialen Gegensätze als "antiindisch" ansieht, hat nicht verstanden, dass dieser Film ein sehr bewegendes, modernes Märchen erzählt, das uns die indische Realität trotz aller Widrigkeiten auch auf eine sehr menschliche und sympathische Weise näher bringt. Ein Film, dem es gelingt (ohne die üblichen Indien-Clichés zu bedienen, die ironisch hinterfragt werden), neugierig auf das Land, seine Menschen, seine Kultur zu machen.
Unbedingt zu empfehlen.
27.01.2009 19:48 Uhr
von Noorjahan:
Die indischen Hindu-Fanatiker können sich aufregen und poltern, das wahre Bild Indiens bleibt, wie "Slumdog Millionaire" es beschreibt, oder der Booker-Preisträger Arvind Adiga in seinem Buch "The White Tiger".
Die Inder sollen ihre Überempfindlichkeit ablegen, sonst unterscheiden sie sich bald nicht mehr von radikalen Islamisten.
27.01.2009 10:54 Uhr
von Felix:
Super Film, kann man nicht anders sagen. Würd ich mir einfach mal angucken!