Die Umweltministerien von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz genehmigen die Verwertung von Pflanzen aus mit dem Genmais NK 603 kontaminiertem Saatgut in Biogasanlagen.von Ingo Arzt
Herr Dr.Langelüddeke,als ehemaligem Bayer-Konzern Manager und ausgewiesenem Pro-Gentechfreak,unterlief hier "nur" ein Rechenfehler,den er ja berichtigte. Ansonsten beschimpft er im transgen-forum auf meist rüde Art und Weise jeden Gentechkritiker der nicht seine Meinung teilt,als dumm("Grütze im Hirn"),der nur die zu erwartenden Segnungen der Agro-Gentechnik behindern wolle.Risiken kann er dabei absolut keine erkennen.
21.05.2009 00:33 Uhr
von Anni:
Peter, bitte lerne doch erst einmal Dreisatz rechnen, ehe Du Dich mit falsch geschätzten Ergebnissen ans Philosophieren über den "gesunden Menschenverstand" machst...
21.05.2009 00:25 Uhr
von Bettina Klose:
Die Rechtslage ist doch offenbar eindeutig: Bei feststellbarer gentechnischer Verunreinigung darf das Saatgut nicht ausgebracht werden. Also: Nachweis führen und das Zeug auf Kosten der Lieferanten wieder entfernen. Ich finde es auffällig, daß unsere Politiker immer wieder Ausnahmen vom geltenden Recht machen wollen zugunsten der Gentech-Mafia
Und dann ist da ja auch noch das Problem, daß Monsanto rechtzeitig bei zur Ernte kommen und feststellen kann, daß dort die patentrechtlich geschützte Sorte NK 603 wächst ohne daß dafür Lizenzgebühr entrichtet wurde und folglich die Ernte einkassieren oder Schadensersatz fordern kann...
20.05.2009 18:15 Uhr
von Peter Langelüddeke:
Sorry, mir ist in meinem Kommentar ein Fehler unterlaufen. 0,1 % von 80.000 Pflanzen sind nicht 8, sondern 80 Pflanzen. Bleiben dann immer noch 79.920 konventionelle übrig. Das ändert aber nichts an der Beurteilung.
Im übrigen hieß es in anderen Meldungen, der unerwünschte Gehalt transgener Saatkörner liege bei weniger als 0,1, aber mehr als 0,03 %. Das wären dann weniger als 80, aber mehr als 24 Pflanzen pro Hektar.
20.05.2009 16:53 Uhr
von susi:
Die Genmafia ist verdammt clever und manipuliert uns mit den faffiniertesten Mitteln - wie zum Beispiel Prozent-Peter in seinem Kommentar unten. Ob diese Prozentrechnung wirklich stimmt? Und gar die biologische Schlussfolgerung? Oder will uns Genosse Prozent-Peter für dumm verkaufen?
20.05.2009 14:41 Uhr
von Rainer fricke:
Es muss unbedingt bei der "Nulltoleranz" für Genmais in Deutschland (und möglichst in ganz Europa) bleiben, weil sonst die "Patentbesitzer" die Bauern, deren Felder mit dem genmanipuliertem Mais "kontaminiert" sind, wegen illegaler Nutzung des Patents verklagen können. Das hört sich irrwitzig an, ist aber in Kanada "state of the judge-art".
20.05.2009 10:25 Uhr
von Peter Langelüddeke:
Ich weiß nicht soll ich mich amüsieren oder soll ich mein Haupt verhüllen über diese Diskussion. Da wird eine „Kontamination“ von 0,1 % festgestellt. Was heißt das aber in der Praxis? Pro Hektar rechnet man mit 80.000 Maispflanzen. Bei 0,1 % macht das nach Adam Riese also 8 Pflanzen, die irgendwo im Feld zwischen 79.992 anderen Pflanzen stehen. Wenn diese 8 zusammen mit den anderen blühen, bleibt der Pollen garantiert irgendwo bei den übrigen Pflanzen hängen. Aber da ist Gentechnik im Spiel, und da spielt gesunder Menschenverstand keine Rolle: Selbst der Biogas-Fachverband will die Pflanzen – noch einmal: 79.992 konventionelle plus 8 unkonventionelle – nicht haben. Haben die guten Leute Angst, daß das Methan nachher nach Gentechnik riecht?
20.05.2009 09:43 Uhr
von Antonietta:
Die wirtschaftliche Nutzung der Gentechnologie ist an die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen oder Organismen gebunden und hier entsteht ein großes Gefahrenpotential. Es fehlen jegliche Vorstellung und Risikoanalyse darüber, was unter Freilandbedingungen eintreten kann. Der einmal freigesetzte gentechnisch veränderte Organismus kann nie wieder eingefangen werden und seine Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Biotops sind nicht einmal abschätzbar.
Die Flächen mit den drei wichtigsten gentechnisch modifizierten Sorten Soja, Mais und Raps sind deutlich gewachsen. Demgegenüber ist die insektenresistente Baumwolle in den Vereinigten Staaten rückläufig. Bei den genannten vier Pflanzenarten ist der Anteil der gentechnisch erzeugten Sorten am gesamten Saatgut auf knapp ein Viertel gestiegen. Fast schon ein Drittel der Sojabohnen werden weltweit mit biotechnologisch hergestelltem Ausgangsmaterial erzeugt.
20.05.2009 07:17 Uhr
von Karl Kraus:
Es gibt einen Trick der Genpflanzenfirmen, die Toleranzschwelle für GVOs zu eröhen: Sie kontaminieren absichtlich große Mengen normaler Ernten, wo immer sie können, damit man anschließend behaupten kann, er gebe eh keine Möglichkeit, o,o% Verunreinigung sicherzustellen, da sich ja ganz unabsichtlich der Kram schon ausgebreitet habe. So kann man immerhin noch ein bisschen die konventionellen Ernten aufblähen mit kleinen Mengen verbotener Pflanzen. Das läppert sich und ist eine prima Möglichkeit, mit illegalen Substanzen dennoch Geld zu verdienen. Zudem kann ab dem Moment, in dem BW eine 0,1%-Grenze durchdrückt, kein normaler Bauer mehr gegen die Genmafia klagen. Das erzeugt wiederum Freiräume für GVOs, und danach werden wohl auch die Biobauern nicht mehr klagen können, weil es ein weiteres Gesetz geben wird.
Leserkommentare
21.05.2009 20:00 Uhr
von Klaus:
Herr Dr.Langelüddeke,als ehemaligem Bayer-Konzern Manager und ausgewiesenem Pro-Gentechfreak,unterlief hier "nur" ein Rechenfehler,den er ja berichtigte.
Ansonsten beschimpft er im transgen-forum auf meist rüde Art und Weise jeden Gentechkritiker der nicht seine Meinung teilt,als dumm("Grütze im Hirn"),der nur die zu erwartenden Segnungen der Agro-Gentechnik behindern wolle.Risiken kann er dabei absolut keine erkennen.
21.05.2009 00:33 Uhr
von Anni:
Peter, bitte lerne doch erst einmal Dreisatz rechnen, ehe Du Dich mit falsch geschätzten Ergebnissen ans Philosophieren über den "gesunden Menschenverstand" machst...
21.05.2009 00:25 Uhr
von Bettina Klose:
Die Rechtslage ist doch offenbar eindeutig: Bei feststellbarer gentechnischer Verunreinigung darf das Saatgut nicht ausgebracht werden. Also: Nachweis führen und das Zeug auf Kosten der Lieferanten wieder entfernen.
Ich finde es auffällig, daß unsere Politiker immer wieder Ausnahmen vom geltenden Recht machen wollen zugunsten der Gentech-Mafia
Und dann ist da ja auch noch das Problem, daß Monsanto rechtzeitig bei zur Ernte kommen und feststellen kann, daß dort die patentrechtlich geschützte Sorte NK 603 wächst ohne daß dafür Lizenzgebühr entrichtet wurde und folglich die Ernte einkassieren oder Schadensersatz fordern kann...
20.05.2009 18:15 Uhr
von Peter Langelüddeke:
Sorry, mir ist in meinem Kommentar ein Fehler unterlaufen. 0,1 % von 80.000 Pflanzen sind nicht 8, sondern 80 Pflanzen. Bleiben dann immer noch 79.920 konventionelle übrig. Das ändert aber nichts an der Beurteilung.
Im übrigen hieß es in anderen Meldungen, der unerwünschte Gehalt transgener Saatkörner liege bei weniger als 0,1, aber mehr als 0,03 %. Das wären dann weniger als 80, aber mehr als 24 Pflanzen pro Hektar.
20.05.2009 16:53 Uhr
von susi:
Die Genmafia ist verdammt clever und manipuliert uns mit den faffiniertesten Mitteln - wie zum Beispiel Prozent-Peter in seinem Kommentar unten. Ob diese Prozentrechnung wirklich stimmt? Und gar die biologische Schlussfolgerung? Oder will uns Genosse Prozent-Peter für dumm verkaufen?
20.05.2009 14:41 Uhr
von Rainer fricke:
Es muss unbedingt bei der "Nulltoleranz" für Genmais in Deutschland (und möglichst in ganz Europa) bleiben, weil sonst die "Patentbesitzer" die Bauern, deren Felder mit dem genmanipuliertem Mais "kontaminiert" sind, wegen illegaler Nutzung des Patents verklagen können. Das hört sich irrwitzig an, ist aber in Kanada "state of the judge-art".
20.05.2009 10:25 Uhr
von Peter Langelüddeke:
Ich weiß nicht soll ich mich amüsieren oder soll ich mein Haupt verhüllen über diese Diskussion. Da wird eine „Kontamination“ von 0,1 % festgestellt. Was heißt das aber in der Praxis? Pro Hektar rechnet man mit 80.000 Maispflanzen. Bei 0,1 % macht das nach Adam Riese also 8 Pflanzen, die irgendwo im Feld zwischen 79.992 anderen Pflanzen stehen. Wenn diese 8 zusammen mit den anderen blühen, bleibt der Pollen garantiert irgendwo bei den übrigen Pflanzen hängen. Aber da ist Gentechnik im Spiel, und da spielt gesunder Menschenverstand keine Rolle: Selbst der Biogas-Fachverband will die Pflanzen – noch einmal: 79.992 konventionelle plus 8 unkonventionelle – nicht haben. Haben die guten Leute Angst, daß das Methan nachher nach Gentechnik riecht?
20.05.2009 09:43 Uhr
von Antonietta:
Die wirtschaftliche Nutzung der Gentechnologie ist an die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen oder Organismen gebunden und hier entsteht ein großes Gefahrenpotential. Es fehlen jegliche Vorstellung und Risikoanalyse darüber, was unter Freilandbedingungen eintreten kann. Der einmal freigesetzte gentechnisch veränderte Organismus kann nie wieder eingefangen werden und seine Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Biotops sind nicht einmal abschätzbar.
Die Flächen mit den drei wichtigsten gentechnisch modifizierten Sorten Soja, Mais und Raps sind deutlich gewachsen. Demgegenüber ist die insektenresistente Baumwolle in den Vereinigten Staaten rückläufig. Bei den genannten vier Pflanzenarten ist der Anteil der gentechnisch erzeugten Sorten am gesamten Saatgut auf knapp ein Viertel gestiegen. Fast schon ein Drittel der Sojabohnen werden weltweit mit biotechnologisch hergestelltem Ausgangsmaterial erzeugt.
20.05.2009 07:17 Uhr
von Karl Kraus:
Es gibt einen Trick der Genpflanzenfirmen, die Toleranzschwelle für GVOs zu eröhen: Sie kontaminieren absichtlich große Mengen normaler Ernten, wo immer sie können, damit man anschließend behaupten kann, er gebe eh keine Möglichkeit, o,o% Verunreinigung sicherzustellen, da sich ja ganz unabsichtlich der Kram schon ausgebreitet habe. So kann man immerhin noch ein bisschen die konventionellen Ernten aufblähen mit kleinen Mengen verbotener Pflanzen. Das läppert sich und ist eine prima Möglichkeit, mit illegalen Substanzen dennoch Geld zu verdienen. Zudem kann ab dem Moment, in dem BW eine 0,1%-Grenze durchdrückt, kein normaler Bauer mehr gegen die Genmafia klagen. Das erzeugt wiederum Freiräume für GVOs, und danach werden wohl auch die Biobauern nicht mehr klagen können, weil es ein weiteres Gesetz geben wird.