• 06.09.2010

Trittin über längere AKW-Laufzeiten

"Rolle rückwärts"

Neuere Meiler werden noch Jahrzehnte laufen, meint Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, trotzdem die Bevölkerung dagegen sei. Die Energiepolitik der Union hält er für eine Kampfansage.von Hannes Koch

  • 07.09.2010 11:48 Uhr

    von Clemens Kießig:

    @reblek:

    Ja die Alpenländer (übrigens auch die Alemannen und früher die Böhmen). Kafka, Brod, Stifter, Keller, Dürrenmatt, Frisch und andere Schriftsteller aus diesen Gegenden gebrauchen die Konstruktion mit großer Selbstverständlichkeit. Trotzdem: Im Schriftdeutsch ist das Wort keine Konjunktion, obwohl es in manchen Regionen so gebraucht wird ;-) Trittin ist ja wohl ein echter Preuße, noch dazu sollte er als Mann, der viel in der Öffentlichkeit redet, ein Grundmaß an grammatischer Bildung besitzen. Das hat er sicher so nicht gesagt;-)

  • 07.09.2010 11:47 Uhr

    von Mato:

    Na ja, der Jürgen Trittin kann schön formulieren und fabulieren.
    Es reicht doch, wenn die Grünen einfach in Saarland und Hamburg der CDU sagen: "Wir steigen aus, wenn die das in Berlin durchziehen."
    Oder ist der Atomstieg das dann doch nicht wert?

  • 07.09.2010 11:05 Uhr

    von kotelette:

    was ich eigtl am enttäuschendsten finde ist, dass trittin nicht nur nicht gorleben/asse/morseleben den todesstoss via gutachten o.ä. verpasst hat, sondern auch die suche nach geeigneteren standorten nicht entscheidend vorrangebracht hat.

    zudem nur eine pseudo-zusammenarbeit mit den schweizern und totschweigen der möglichkeiten gerade in ton-schichten bei ulm z.b.

    das wäre wirklich ein schritt zu einer machbaren endlösung geworden.

    da kam dann die feigheit durch und es wurde weitergemacht wie bisher.

  • 07.09.2010 09:00 Uhr

    von Markus Schöning:

    Die Frage, die sich Jürgen Trittin gefallen lassen muss, ist, warum er den Atomausstieg seinerzeit als amtierender Bundesumweltminister nicht durchgesetzt hat?! Ihm standen doch damals alle Optionen offen, anstatt eines Konsensklopapieres besser die Sicherheitsanforderungen an Atomkraftwerke so hoch zu setzen, dass jegliche Nachrüstungen in diesem Bereich zum ökonomischen Atomausstieg hätten führen können.
    Denn es war damals schon klar, dass der Energiekonsens von einer schwarz-gelben Koalition aufgebrochen werden wird.
    Und ebenso unverständlich ist, warum Trittin als Bundesumweltminister wider besseren Wissens in dem Konsensklopapier die Eignungshöffigkeit des Standortes Gorleben geschrieben hat. Er hätte als zuständiger Minister das Endlager-Projekt Gorleben beenden können. Stattdessen eine zehnjährige Verschiebung des Themas, das uns just in diesem Herbst einholen wird.
    CDU und FDP heute das Einknicken vor der Atomlobby vorzuhalten, wie er es damals auch gemacht hat, ist -gelinde gesagt- unredlich.

  • 07.09.2010 08:24 Uhr

    von Hannelore:

    "Rolle rückwärts" sind die Ideen der Grünen zum Thema Zuwanderung und verglichen mit dem Thema Atomkraftwerke ist das Thema Migration viel wichtiger für die Bewohner dieses Landes wie die Resonanz auf Sarrazins Buch zeigt.

  • 07.09.2010 08:01 Uhr

    von reblek:

    "Neuere Meiler werden noch Jahrzehnte laufen, meint Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, trotzdem die Bevölkerung dagegen sei." - Auch schön: "trotzdem", obwohl "obwohl" gemeint ist. Die bayerische Umgangssprache in der taz, das nenne ich Völkerverständigung.

  • 07.09.2010 07:46 Uhr

    von Atom:

    Vielen Dank für die Erwähnung der Kohlekraft in dieser von Ideologie geprägten Diskussion.

    Ich komme immer nicht umhin, die gesamte Empörung lächerlich zu finden, nachdem die Prioritäten offensichtlich so liegen, dass Unmengen von CO2-Ausstoß mit unabsehbaren Folgen für das Klima gegenüber der ach so bösen Atomkraft vernachlässigt werden dürfen.

    Oder kann mir jemand erklären, warum wir zukünftigen Generationen zwar zumuten dürfen, in einem ruinierten Klima zu leben, aber nicht, dass sie alle 20 Jahre ein paar Fässer durch die Gegend rollen müssen?

    (überspitzte Formulierung beabsichtigt ;) )

  • 06.09.2010 22:56 Uhr

    von Swanni:

    Ehrlich gesagt sind mir die AKWs heutzutage ziemlich egal. Vor 30 Jahren hab ich auch dagegen demonstriert, zB in Brokdorf, aber inzwischen glaube ich, dass ein GAU ziemlich unwahrscheinlich ist und es dringendere Probleme gibt.

  • 06.09.2010 21:43 Uhr

    von Bert Plikert:

    Die Meinung des Dosenpfandministers interessiert nun wirklich niemanden.

  • 06.09.2010 19:44 Uhr

    von Jens Schulle:

    CDU und FDP, goldene Zeiten für E.ON und RWE! Und der Müll? ...egal, erstmal wird gefeiert, Prost!

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