• 04.02.2009

Traumatisierter Bundeswehrsoldat

Der Kriegszitterer

Siegfried Zepter, früherer Oberstleutnant, kam traumatisiert aus Bosnien zurück. Er prozessierte durch drei Instanzen gegen die Bundeswehr - und verlor.von Ute Scheub

  • 05.02.2009 14:13 Uhr

    von Gabriele Mueller:

    Seit fast 30 Jahren arbeite ich mit traumatisierten Frauen und Kindern. Seit 2006 haben wir in Ostbosnien auch begonnen, mit kriegstraumatisierten Veteranen zu arbeiten - Maennern, die sich diesen Krieg beileibe nicht ausgesucht hatten.
    Die Erfahrungen sind bisher sehr positiv, allerdings gibt es wenig Bereitschaft, diese Arbeit staatlicherseits zu finanzieren. Maenner sollen eben "Helden" sein und nicht traumatisiert.
    Wer sich fuer das Projekt interessiert:

    http://www.betterplace.org/projects/587

    Gabriele Mueller, Projektleitung SEKA, Gorazde, Bosnien-Herzegowina

  • 05.02.2009 13:13 Uhr

    von B. Falter:

    Für alle die sich gerne über ein Hilfsprojekt informieren möchten, das seit 1997 in Kroatien und nun Bosnien tätig ist, die können dies auf der
    der Hompage www.seka-hh.de.

  • 04.02.2009 23:21 Uhr

    von S.Hoffmann:

    Die Schlagzeile könnte auch lauten: Jetzt auch deutsche Soldaten kriegstraumatisiert!
    Es ist schon seltsam,
    1) dass Kriegstraumata hierzulande ein Tabuthema sind, wo doch vor nicht allzu langer Zeit fast die ganze Bevölkerung traumatisiert war - und manche Menschen es noch heute sind.
    2) dass unser Verteidigungsminister auf die Verdreifachung der (offziell bekannten) Fälle von PTBS nur stotternd reagieren kann: "Im Vergleich zu anderen Ländern sieht es bei uns noch ganz vernünftig aus." Vernünftig? Die Wortwahl lässt seine Einstellung zu psychischen Erkrankungen gut erkennen.
    3) dass es erst einen TV-Spielfilm geben muss, damit die Medien das Thema überhaupt aufgreifen.
    4) dass damit aber der Blick noch nicht über den Tellerrand reicht: Natürlich ist es dramatisch, dass deutsche Soldaten diesen Belastungen ausgesetzt werden. Und sie müssen Hilfe von höchster Stelle bekommen.
    Aber wieviele Millionen Menschen sind täglich der Todesangst ausgesetzt und leiden unter Traumata? Wie entwickeln sich Gesellschaften, in denen jeder einzelne traumatisiert ist? Welche Zukunftschancen haben Kinder, die nie Frieden kennen lernen?
    Die deutschen Medien sollten das Verhältnis wahren und im Zusammenhang mit dem Thema Trauma auch anderen wichtigen Fragen nachgehen. Es ist doch wirklich eine gute Gelegenheit.

  • 04.02.2009 01:49 Uhr

    von vic:

    Wer sich auch noch freiwillig zur Armee meldet, ist für die Konsequenzen selbst verantwortlich.
    Niemand wurde dazu gezwungen. Ich kämpfe nicht für´s "Vaterland", und ich will auch nicht, dass es sonst jemand tut.
    Sagt NEIN. So einfach ist das.

  • 04.02.2009 00:14 Uhr

    von rob:

    gut dasss der mann die kraft hat sich durchzubeissen. meine hochachtung.

  • 03.02.2009 18:57 Uhr

    von Juergen Kluth:

    Dann ist das gar kein Adventure Urlaub?
    Und auch nicht Level 3 der Holo-Suit-Version von "Silent Enemy"?

    Oder findet Level 3 hier, zu Hause statt.

    Vielleicht hat Verteidigungsminister Jung ja auch Traumata - oder er spielt nur die Offline Version des Spiels.

  • 03.02.2009 18:56 Uhr

    von Timm:

    Warriors, BBC

  • 03.02.2009 18:23 Uhr

    von Claudia:

    Als der Film am Montag Abend ausgestrahlt wurde hatte ich mehrmals Gänsehaut ohne Ende. Ich fand ihn absolut realitätsnah, der Hauptdarsteller hat die Emotionen so glaubwürdig rüber gebracht, wow. Und nun dieser Tatsachen-Bericht hier... 1982 komponierte und textete ich bereits: I want peace for the whole world, we want peace for the whole world, saying no, no to rearmament. Wie kann es Krieg geben, wo wir doch alle uns nach Frieden sehnen. Haben wir nicht von allem auch genug für alle Menschen? Bin ich zu naiv? Zu optimistisch denkend?

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