• 18.03.2010

Transsexuelle dürfen Dokumente ändern

In Österreich darf Frau auch Penis haben

Transsexuelle können sich in Österrreich jetzt auch ohne operative Eingriffe offiziell Frau nennen: Das Gericht gab der Beschwerde einer Wienerin nach.von Ralf Leonhard

  • 23.06.2010 11:26 Uhr

    von Athena:

    Was hat denn das mit Political Correctness zu tun?

    Meinen Sie denn, dass das Genital einzig und allein das Geschlecht eines Menschen bestimmt? Dann wäre das wohl der einzige Unterschied zwischen Männern und Frauen, oder? Ja, ich weiß auch, dass viele so denken, dass sich Männer und Frauen nur vom Körper unterscheiden, darunter sogar eine ganze Frauenbewegung, aber das ist nicht die Realität.

    Die Realität ist, dass das Gehirn JEDES Fötus, egal ob es männliche oder weibliche Chromosomen oder einen Penis oder eine Vulva hat, zunächst WEIBLICH ist.
    Im REGELFALL (!!!) BLEIBT das Gehirn bei einem Fötus mit Vulva weiblich, und bei einem Fötus mit Penis vermännlicht das Gehirn in seinen Strukturen, durch die Hormonspiegel, die durch die Hoden des Fötus erzeugt werden. Man weiß auch genau, in welchen Schwangerschaftswochen das pasiert.
    Und man weiss ebenfalls, dass es auch anders laufen kann, dass durch Hormonstörungen (z.b. urch Stress der Mutter verursacht) oder genetische Variationen (da sind schon 2 Gene genau bekannt) das Gehirn eines Fötus mit Vulva vermännlichen kann und eines Fötus mit Penis weiblich bleiben kann.
    So hat man auch bei Obduktionen und auch bei lebenden Menschen mittels Gehirnscan weibliche Gehirnstrukturen bei sogenannten "Mann-zu-Frau-Transsexuellen" (was dann ja eigentlich Intersexuelle sind) gefunden, und männliche Strukturen bei "Frau-zu-Mann Transsexuellen".
    http://gehirn.transident.ch/

    Das ist dann ganz einfach eine von vielen Formen von Intersexualität (körperlich kann sich alles geschlechtlich abweichend und gemischt entwickeln, wieso sollte das ausgerechnet beim Gehirn NICHT so sein? Ist ja nun mal auch ein Teil des Körpers, oder? ;o)), und hat überhaupt nichts mit verrückten Männern oder Frauen zu tun, und auch nicht mit Geschlechtidentitätsstörung, so wie Trassexualität leider offiziell die wissenschaftlichen Erkenntnisse gezielt verleugnend definiert ist (Oh, wenn das mal richtiggestellt werden würde, wären viel selbsternannten "Psycho-Experten" auf einmal keine Experten mehr...böse Sache das - und DIE sitzen am Hebel der Macht, um dieses Dogma zu verteidigen).

    Ich finde, wir Frauen sollten dazu stehen, dass wir anders sind, als die Männer (das mal an alle Frauen gesagt, die sich nur emanzipiert fühlen, wenn sie sich und der Welt einreden, dass sie sich abgesehen vom Körper nicht von Männern unterscheiden).
    Was ist auch denn daran schlecht? Wie haben ne Menge Fähigkeiten in verstärktem Aussmass als die Männer.

    Männer sind....anders. ;o) Naja, die meisten Frauen wissen das. :o)

    Übrigens auch ich habe (noch) einen Penis.

  • 19.03.2010 12:54 Uhr

    von Sehr schön:

    Eine sehr positiv stimmende Nachricht.

    Mir ist es doch egal, ob die Frau neben mir am Arbeitsplatz oder in der U-Bahn operiert ist oder nicht. Auch im Schwimmbad falle ich sicher nicht tot um.
    Das ist ihre Sache und ihre Gründe gehen mich nichts an und interessieren mich auch nicht.
    Es überfordert mein Ego sicher auch nicht sie mit dem Respekt zu behandeln, den ich jeder anderen Frau entgegen bringe.

    Es gibt für mich viel wichtigere Dinge auf der Welt als die Genitalien meiner Mitmenschen.

  • 19.03.2010 10:10 Uhr

    von gaijinette:

    Mal eine erfreuliche Meldung aus Österreich. Die Möglichkeit der gesetzlichen / behördlichen Nichtfestlegung [LINK] einer sexuellen Identifikation allerdings, wie vor wenigen Tagen aus Australien gemeldet, geht einen noch erfreulicheren Schritt weiter. Anmerkung: Der NAZI-BND zeigte sein mir zur genüge bekanntes Merkmal Menschenverachtung bereits 2008 (damals bei Focus, jetzt noch bei heise.de nachlesbar): In den Akten des BND wird ein leitender Beamter des Kanzleramtes als "kleine fette Schwuchtel" bezeichnet.

  • 19.03.2010 09:29 Uhr

    von Claudia Boppert:

    Lieber Ralf Leonhard,
    ihr Artikel beschreibt leider ihre Unkenntnis über Transsexualität. Erstmal ist das kein transsexueller Mann sondern eine transsexuelle Frau über die sie schreiben. Dann die Geschlechtsumwandlung gibt es nicht. Transsexuelle Menschen können ihren Vornamen, ihren Körper und den Personenstand verändern nicht aber ihr Geschlecht, siehe http://www.mut23.org/ Ihr Artikel beschreibt, dass die Transfrau ohne geschlechtsangleichende Operation nun zwar erstritten hat, ohne Operation als Frau formal anerkannt zu werden. Aber im wirklichen Leben wird sie mit Penis nie als Frau anerkannt werden. Sie wird mit ihren Penis von den meisten Menschen als psychisch kranker Mann der eine Frau sein will gesehen. Mal sehen ob sie bei dieser düsteren Perspektive wirklich glücklich wird.


    (Vielen Dank für die Hinweise, der Fehler lag bei uns in der Online-Redaktion. Ihre taz.de-Redaktion)

  • 19.03.2010 06:03 Uhr

    von atypixx:

    Schöne neue Welt.

  • 18.03.2010 20:39 Uhr

    von krank:

    Und wenn demnächst eine Frau keine Brüste hat, dann wird sie zwangsweise zum Mann ernannt.

    Wenn aber ein Fetter Kerl sogar Brüste bekommt, gilt er als Frau.

    Wie soll denn eine Behörde auf so eine schwammigen Basis Entscheidungen über grundlegende und eigentlich unveränderbare persönliche Merkmale fällen?

  • 18.03.2010 19:41 Uhr

    von Thomas Fluhr:

    Wurde Österreich wieder heim geholt? Oder warum steht das in der Rubrik Deutschland?

  • 18.03.2010 18:37 Uhr

    von Heinz:

    Also wenn es nach unseren Linken gehen würde MÜSSTE jede Frau in Deutschland einen Penis haben...wegen der Gleichberechtigung.

  • 18.03.2010 18:08 Uhr

    von Oertzen:

    Der Penis hat damit m.E.n. nichts zu tun.

    Auf die Hoden kommt es an. Sind die vorhanden, handelt es sich schlicht und ergreifend um einen biologischen Mann und nur dies ist für die Indentifikation auf dem Personalausweis und sonstigen Dokumenten wichtig.

    Wenn er/sie sich davon unabhängig als Frau fühlt, hat das nicht das Geringste mit seiner/ihrer biologischen Identifikation zu tun.

    Mal ehrlich, man kann es mit der P.C. echt übertreiben.

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