Während der Westen seine Blicke auf die Schweinegrippe konzentriert, wütet in Westafrika die schlimmste Epidemie seit 1996. Tausende sind bereits gestorben.von Dominic Johnson
Es ist traurig wie wenig Beachtung dieses Thema in den großen Zeitungen und auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen findet. Und über 5 Fälle von Schweinegrippe, die mit an grenzender Sicherheit nicht tödlich enden werden, wird so ein Aufstand gemacht. Gab es nicht sogar einen ARD-Brennpunkt dazu?
05.05.2009 07:24 Uhr
von chriwi:
Sind aber nur 6 Menschen in Amerika und Deutschland von einer Grippe betroffen, von der man nicht einmal weiß wie schlimm sie werden kann, drehen alle durch. Wirkliche Epidemien will keiner mehr sehen im Fernsehen.
04.05.2009 20:17 Uhr
von navajo joe:
Gut, dass hierzu endlich auch ein Artikel erscheint. Erwähnenswert wäre vielleicht noch die Übertragungsweise der Meningitis, primär durch Insekten. Dass statistisch messbar Insekten von der Klimaerwärmung profitieren, haben Expertinnen u. Experten ja schon desöfteren konstatiert und daher z. B. auch mehr Malariaerkrankungen in den kommenden Jahrzehnten vorausgesagt. Meningitis scheint auch so ein Fall. Auch bakterielle Krankheitserreger profitieren von der Klimaerwärmung. Die ist natürlich nicht die einzige Ursache, sollte aber vielleicht hier miterwähnt werden. So gesehen haben "wir" in Europa etc. hier so etwas wie eine zusätzlich moralische Verantwortung (die humanitäre Moral, die unseren Verfassungen, Gesetzen etc. quasi zugrundeliegt, vorausgesetzt), weil "wir" es nicht unwesentlich mitverursacht haben, jede/r umso mehr, je mehr er/sie klimapolitik (energiewende etc.) immer noch nicht ernst genug nimmt. Am 7. Juni ist Europaparlamentswahl. Auch da entsprechend abzustimmen ist, so gesehen, indirekt ein Beitrag gegen Malaria, Masern, Meningitis etc. "Global denken ..." gilt mehr denn je.
04.05.2009 18:53 Uhr
von Adam Potocki:
Sicher ist diese Epidemie ohne Aufmerksamkeit im Westen, es sind doch schließlich weder Israel noch die USA irgendwie daran beteiligt.
04.05.2009 18:13 Uhr
von Schulz:
Auch in Deutschland ist Meningitis / Hirnhautentzuendung toetlich. ... hinterlaesst Schaeden, wenn keine sofortige Behandlung im Krankenhaus stationaer ausgefuehrt wird, wie die Qualitaet und der Erfolg sind, haengt dann immer noch von mehreren unterschiedlichen Bedingungen ab.
04.05.2009 18:00 Uhr
von Anamnesis:
Wenn der Vergleich, den Jimmy Carter da ausgehandelt hat, einen Umfang von 75 Mio. Dollar hat, wieso werden dann nur 30 Mio. ans Krankenhaus und 35 Mio. an die Betroffenen gezahlt? Wer steckt sich denn die restlichen 10 Mio. ein?
Zum anderen ist es erstaunlich, dass die taz nicht mit diesem Thema ihre erste Seite ziert, an Stelle der übertriebenen Panikmache rund um die schlimme schlimme Schweinegrippe. ;)
04.05.2009 17:39 Uhr
von Nadja B.:
Für solche Artikel außerhalb der Mainstream-Berichterstattung liebe ich die taz (und Dominic Johnson)!
Leserkommentare
05.05.2009 20:48 Uhr
von Sebastian C.:
Es ist traurig wie wenig Beachtung dieses Thema in den großen Zeitungen und auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen findet. Und über 5 Fälle von Schweinegrippe, die mit an grenzender Sicherheit nicht tödlich enden werden, wird so ein Aufstand gemacht. Gab es nicht sogar einen ARD-Brennpunkt dazu?
05.05.2009 07:24 Uhr
von chriwi:
Sind aber nur 6 Menschen in Amerika und Deutschland von einer Grippe betroffen, von der man nicht einmal weiß wie schlimm sie werden kann, drehen alle durch. Wirkliche Epidemien will keiner mehr sehen im Fernsehen.
04.05.2009 20:17 Uhr
von navajo joe:
Gut, dass hierzu endlich auch ein Artikel erscheint. Erwähnenswert wäre vielleicht noch die Übertragungsweise der Meningitis, primär durch Insekten. Dass statistisch messbar Insekten von der Klimaerwärmung profitieren, haben Expertinnen u. Experten ja schon desöfteren konstatiert und daher z. B. auch mehr Malariaerkrankungen in den kommenden Jahrzehnten vorausgesagt. Meningitis scheint auch so ein Fall. Auch bakterielle Krankheitserreger profitieren von der Klimaerwärmung. Die ist natürlich nicht die einzige Ursache, sollte aber vielleicht hier miterwähnt werden. So gesehen haben "wir" in Europa etc. hier so etwas wie eine zusätzlich moralische Verantwortung (die humanitäre Moral, die unseren Verfassungen, Gesetzen etc. quasi zugrundeliegt, vorausgesetzt), weil "wir" es nicht unwesentlich mitverursacht haben, jede/r umso mehr, je mehr er/sie klimapolitik (energiewende etc.) immer noch nicht ernst genug nimmt. Am 7. Juni ist Europaparlamentswahl. Auch da entsprechend abzustimmen ist, so gesehen, indirekt ein Beitrag gegen Malaria, Masern, Meningitis etc. "Global denken ..." gilt mehr denn je.
04.05.2009 18:53 Uhr
von Adam Potocki:
Sicher ist diese Epidemie ohne Aufmerksamkeit im Westen, es sind doch schließlich weder Israel noch die USA irgendwie daran beteiligt.
04.05.2009 18:13 Uhr
von Schulz:
Auch in Deutschland ist Meningitis / Hirnhautentzuendung toetlich.
... hinterlaesst Schaeden, wenn keine sofortige Behandlung im Krankenhaus stationaer ausgefuehrt wird, wie die Qualitaet und der Erfolg sind, haengt dann immer noch von mehreren unterschiedlichen Bedingungen ab.
04.05.2009 18:00 Uhr
von Anamnesis:
Wenn der Vergleich, den Jimmy Carter da ausgehandelt hat, einen Umfang von 75 Mio. Dollar hat, wieso werden dann nur 30 Mio. ans Krankenhaus und 35 Mio. an die Betroffenen gezahlt? Wer steckt sich denn die restlichen 10 Mio. ein?
Zum anderen ist es erstaunlich, dass die taz nicht mit diesem Thema ihre erste Seite ziert, an Stelle der übertriebenen Panikmache rund um die schlimme schlimme Schweinegrippe. ;)
04.05.2009 17:39 Uhr
von Nadja B.:
Für solche Artikel außerhalb der Mainstream-Berichterstattung liebe ich die taz (und Dominic Johnson)!