• 28.02.2010

Tippfehler als Geschäftsmodell

Klenvieh mahct auch Misst

Wer sich beim Surfen verschreibt, landet oft auf Seiten mit viel Werbung – es kann aber auch gefährlich werden. Mit "Typosquatting" lässt sich viel Geld verdienen, Google verdient mächtig mit.von Christoph Gurk

  • 11.03.2010 19:52 Uhr

    von büroprofi:

    Es stimmt, dass Google von einem versehentlich falschen Seitenaufruf noch keinen Vorteil hat. Erst wenn eine dortige Werbung angeklickt wird klingelt bei Google auch die Kasse!

  • 01.03.2010 20:32 Uhr

    von HUbert:

    Bei einigen Seiten ist es auch vollkommen egal ob man die richtige Adresse eintippt oder sich verschreibt, da sowohl das original als auch die "Fälschungen" google-adwords verwenden

  • 01.03.2010 16:06 Uhr

    von Hans:

    "Ein Fauxpas [foˈpa] ist ein Verstoß gegen ungeschriebene, aber allgemein bekannte und akzeptierte soziale Verhaltensregeln der Etikette, der Höflichkeit und der Umgangsformen."

  • 01.03.2010 13:59 Uhr

    von rgb_freak:

    wenn eine firma diese tippfehler seiten nicht aktzeptieren will, muss sie diese domains halt kaufen/übernehmen. kann doch google nichts dafür, wenn man eine domain besitzt, die tippfehler anfällig ist.

  • 01.03.2010 13:55 Uhr

    von Dr. Harald Wenk:

    Der Grundsatz aus der Überschrift: Alles Große ist eine Anhäufung von Kleinigkeiten (Nietzsche), ontlogisch durch den Atomismus fundiert, die Quasi-Allmacht der Statistik, bringt, weil man es mit dem "Großen" zu tun hat, politisch und wirtschaftlich oft zur ohnmächtigen Verzweifelung.
    Die "Professionaliserung" besteht oft darin, den Kampf gegen diese Windmühlen aufzugeben und sich dem Versuch, den Effekt irgendwie auszutzen,
    anzuschliessen. Allerdings nicht in Richtung "Bauernfängerei", der @Boris eine Art moralischen Blankoscheck erteilt.

    Sonder wie die sozialen Netzwerke, die die naiv moralisch bewegte Kindersele nach Vertippen in Richtung Eltern aktivieren. Die können auch auf die Tippfehler aufmerksam machen.
    Wenn sogar eine Heide Simonis, durch Verrat aus den eigenen SPD Reihen im "Großen", zuvor aus dem Ministerpräsidentamt entfernt, in einem UNICEF Hilfswerk zurücktreten muss und die Parteien, die mit dem Effekt ihren Wahlen recht dubios gewinnen, den Netzwerken "im Großen" ziemlich eiskalt finanziell erpessen oder kaltstellen, ist diese Pädagogik der Netzwerke doppelt aufbereitenswert.

    Der zweite Effket, dass oft ins Richtige umgeleitet wird und öfter eben nicht, macht die Umleitung in bewusst ausgenutzte "Fälschungen" noch tückischer.


    Wie in Blitzpartien mehr Fehler, auch inhaltliche, als in Turnierpartien gemacht werden, aber extremen Übungseffekt haben, ist die Explosion der öffentlichen Diskussionen mit Fehlern durch Senkung von Hemmschwellen zu begrüssen. Damit der "gesunde Menschenverstand" in wirklich großen Zahlen auch zum Tragen kommt.

  • 01.03.2010 13:53 Uhr

    von Korkie:

    Ich hab gehört das Google schon so böse ist das die auch schon (automatisch) Geld verdienen wenn man sich auf seinem College-Block verschreibt.
    Das ist kein Scherz. Also lernt lieber die deutsche Rechtschreibung.

  • 01.03.2010 10:15 Uhr

    von Uli Radespiel:

    Als von solchen Anzeigen betroffene Firma, kann man entsprechend in Google AdWords ausschalten, dass Anzeigen nicht auf solchen "Linkfarmen" laufen.

  • 01.03.2010 09:56 Uhr

    von Boris:

    Wo ist das Problem? Wenn die Leute zu dumm sind die Adresse richtig einzugeben (oder zu faul sind sich einfach Lesezeichen einzurichten) sehe ich nicht, warum es einem nicht erlaubt sein sollte das auszunutzen.

  • 01.03.2010 09:04 Uhr

    von Götz:

    Zitat: »[…] jedes mal wenn ein abgelenktes Opfer im Netz falsch abbiegt, klingelt die Kasse beim Besitzer.«

    Klingt dramatischer als es ist, denn es klingelt eben nicht automatisch die Kasse, wenn man eine »falsche« Seite besucht, sondern erst, wenn man dann auf dieser »falschen« Seite auf einen Werbebanner oder -text klickt.

    Nebenbei ist das Problem auch nicht der mangelnden Lesefähigkeit des Browsers zuzuschieben, wie der Artikel suggeriert, denn ein Browser kann nicht wissen, was ein Tippfehler und was Absicht ist. Vielleicht hat ja jemand eine Satirezeitschrift unter »biild.de« am laufen? Eine automatische Korrektur wäre deutlich schlimmer als das jetzige Verhalten.

  • 01.03.2010 08:56 Uhr

    von jonas:

    Das Verhalten des Browsers ist korrekt, denn wenn der Benutzer einen Domain-Namen eingibt, der existiert, dann muss der browser diesen auch nutzen. Wäre ja noch schöner, wenn ich als Inhaber eines Namens auch die Gewalt über andere Namen bekommen würde.

  • 01.03.2010 08:33 Uhr

    von Thomas:

    Also ein paar Sachen muss man doch klar stellen: Es sind leider nicht nur Schreibfehlerseiten sondern auch viele Domains die von Domainhändlern nicht genutzt sondern nur geparkt sind zeigen solche Werbung an. Lästig ist es für einen wie mich der gerne so eine Domain hätte um damit was vernünftiges zu machen.

    Etwas was ich hin und wieder mache wenn ich auf so eine Seite klicke: Auf jeden Werbelink klicken. Am besten mehrfach und wenn's da eine Suche gibt erst recht noch öfter. Da schwingt bei mir die kleine Hoffnung mit dass es Google irgendwann mal als Klickbetrug ansieht, die Domain oder gar den Werber komplett aus den AdSense Programm nimmt :)

  • 01.03.2010 06:51 Uhr

    von Chris:

    Ich bin beeindruckt, wie man aus verschriebenen Internetadressen auch noch Vorwürfe gegen Google machen kann...

    Alles was recht ist, aber es gibt im IT und Datenschutz Bereich hunderte an Entwicklungen, die mir mehr Sorgen machen als Google. Teilweise hat man den Eindruck, dass die Redaktion nur dann mit einem Artikel über das Internet zufrieden ist, wenn dabei, egal wie unlogisch, Google schuld ist.

    Was sollte Google machen? Jede Seite die Werbung zeigen will überprüfen und entscheiden ob die Seite nicht zu "böse" für Werbung ist? Ich bin mir relativ sicher, dass dann die TAZ die erste wäre wie wegen Zensur schreien würde.

  • 01.03.2010 01:47 Uhr

    von fidibert:

    Augen auf, beim Datenkauf! Wer beim Tippen unsicher ist, kann auch die Suchleiste, gleich rechts neben der Adressleiste, benutzen. So erhält man mit einem Klick mehr eine Auswahl der wahrscheinlichsten Adressen.

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