Teilnehmerinnen der Islamkonferenz
"Es ist nicht gottgewollt zu leiden"
Hamideh Mohagheghi und Armina Omerika gehören der neuen Islamkonferenz an. Ein Gespräch über Gleichberechtigung und Schnaps, Partisaninnen und Mädchen, die mit 18 heiraten wollen.von Sabine Am Orde
Leserkommentare
14.05.2010 11:46 Uhr
von mehrdad:
@Mustafa:
islamophobie ist eine erfindung der unmenschlichen hisb uh tahir radikalen und chomeinis.
kein normaler mensch sollte diesen kunstbegriff jemals verwenden.
sorge vor totalitäre ideologien ist keine phobie, sondern bürgerpflicht.
erst wenn es einen islamischen "leben des brians" gibt, ohne dass die macher mit todesfatwahs belegt werden, kann man euch muslimen das märchen vom friedlichen und liberalen islam abkaufen.
14.05.2010 10:14 Uhr
von Fritz Katzfuß:
Historisch-kristische Methode versus Fundamentalismus, Feminsitsiche Theologie kann man alles wunderbar studieren, bei den Kommenatren dann weiter. Bloss morgen, wo finde ich morgen die Leserkommentare dazu?
14.05.2010 10:03 Uhr
von Fritz Katzfuß:
Großes Lob, ja Lob, für dieses Interview. Nach meiner Erfahrung hat die Taz solche Klasse Interviews mittlerweile geradezu als Alleinstellungsmerkmal im Blätterwald.
Werde es im Religionsunterricht verwenden.
13.05.2010 21:42 Uhr
von Merline:
Es kann gar nicht gottgewollt sein zu leiden, wenn Gott eine regulative Idee ist, wie Immanuel Kant herausgefunden hat, und wenn diese regulative Idee gesund ist und die Gedanken auf gesunde Weise reguliert.
Wenn die mit Gott bezeichnete regulative Idee introjektiv oder traumatisch bedingt krank ist und Masochismus produziert, bedarf es der Therapie.
Vielleicht hilft auch schon ein Ritual wie dieses, das Menschen entwickelt haben, die als Säuglinge per sog. Taufe zwangsverchristet worden sind:
http://www.youtube.com/watch?v=ba0Ci0aZX70
Mit etwas Phantasie lässt sich das Ritual gewiss auch auf andere Verstrickungen übertragen.
13.05.2010 21:33 Uhr
von karin bryant:
hier geht es nicht darum ob Muslimas mit ihrer Religion 'gluecklich' sind, dass sie freiwillig die Burka oder Kopftuch tragen. Hier geht es ganz schlicht um die Probleme in der Gesellschaft die durch Moslems ins Land gebracht wurden und dass viele Moslems sich weigern zu akzeptieren dass sie nicht in ein islamisches Land eingewandert sind sondern dass D ein christlich-gepraegtes Land mit Werten die mit Islam inkompatibel sind.
13.05.2010 19:30 Uhr
von Ali:
Respekt vor diesen Frauen, die Themen wie "Kopftuch" und "Alkohol" trotzdem individuell auslegen, obwohl alle Rechtsschulen (auch die schiitischen Richtungen) einen Konsens (!) darin haben: Kopftuch gilt als "Pflicht" (arab. Wagjib) und Alkohol als defintiv verboten (arab. haram). Wer individuell das, was als Pflicht oder als definitiv verboten gilt der Willkür überlässt, sollte sich fragen, ob er vom "Islam" redet oder einem Konstrukt, den er/sie sich zurecht gebogen hat. Gut, dass sie wenigstens in der einen oder anderen Frage - wenn auch auf arrogante Weise - die Überzeugung anderer Muslime erwähnen, die es - Gott sei Dank - auch gibt.
13.05.2010 19:11 Uhr
von Gerdi:
Es ist ein Problem der journalistischen Herstellung von Perspektive, dass auch in diesem (an sich guten, lesenswerten Interview) Identitätsfragen von Migranten auf Kultusfragen reduziert werden.
Die meisten Deutschen wollen aus vernünftigen Motiven (und üblen historischen Erfahrungen) nichts oder wenig mit Kulten zu tun haben. Es sollte schon, um abwertende Diskriminierung zu vermeiden, auch Menschen aus anderen Kulturkreisen die gleiche Vernünftigkeit und Distanz zu Kulten zugebilligt werden.
Ich kenne einige Leute aus dem Iran und auch aus dem ehem. Jugoslawien. Die einen sind vor der Khomeini-Tyrannei (explitzit vor dem aufgezwungenen Islam) geflohen, die anderen haben zu Kulten und Kultgemeinschaften keinerlei Bezug.
Da die taz traditionell für eine Basis da sein will, sollte primär die Basis (auch der Migranten) zu Wort kommen, und sei es, durch ad-hoc-Straßeninterviews. Bei irgendwelchen "Vertretern" oder Funktionären besteht doch immer die Gefahr, dass diese sich ohne echtes Mandat und ohne echte Basisbindung wichtig machen, um Staatsgelder oder Spenden von Ölmagnaten zu kassieren.
Ein nach Art von Wahlen echt unabhängige und geheime Befragung sämtlicher Migranten nach ihren Problemen und Selbstdefinitionen hat es meines Wissens nie gegeben und daher sollten ihnen auch keine kultischen Definitionen übergestülpt werden, insbesondere dort nicht, wo diese schon in den Ursprungsländern aufgezwungen worden waren.
13.05.2010 15:48 Uhr
von Mustafa:
Oh danke taz als wenn die Islamophobie nicht schon schlimm genug wäre. Langsam reichts, ihr solltet mal eine Muslima intervieen die den Islam richtig lebt und glücklich damit ist. Das wird euch Islamophoben nicht gefallen aber es gibt sehr viele davon.
13.05.2010 13:44 Uhr
von Lulu:
ein sehr schönes interview, vielen dank!
13.05.2010 12:32 Uhr
von Mahmut G.:
hier stellt die taz zwei damen vor; beide teilnehmerinnen der islamkonferenz des innenministeriums der brd... immer wieder stellen sich mir mehrere fragen:
a. wenn ISLAM nicht gleich islam ist, wieso sprechen plötzlich gruppenvertreter - denn frau hamideh mohagheghi stammt aus dem iran und ist schia - zum thema bzw. über DEN islam!?
b. wäre es da nicht besser, ehrlicher und aufrichtig über islam als religiöses konstrukt und als gegenspieler das kulturelle leben oder das kulturelle erbe aus islamisch geprägten kulturkreisen häufig missverstanden als islam zu sprechen?
c. da es DEN islam anscheinend nicht gibt, wieso versucht die bundesregierung unbedingt eine ansprechperson in islam-angelegenheiten zu kreieren!?
d. ist es nicht für die zukunft der hiesigen, unseren gesellschaft besser, wenn wir uns über das bereicherungspotenzial dieser religion austauschen und dann lösungsansätze für unsere gemeinsamen probleme erarbeiten?
e. liebe medien, ich weiss good news are bad news, daher ist es einfacher eben 'mal klischees zu bedienen und diesen artikel zu betiteln mit "es ist nicht gott gewollt zu leiden". wenn das traditionell, kulturelle leben im iran die frauen benachteiligt, ist eine angelegenheit der iraner und hat in der islamkonferenz nichts verloren. auch die thematik der zwangsehe ist ein kulturproblem, keine religiöse!
ich für mich denke, die bundesregierung muss lernen aufzuhören alles und jeden kontrollieren zu wollen. lass mir meine freiheit, so zu sein wie ich will, aber lass uns gemeinsam über die zukunft dieses landes nachdenken, gleichberechtigt! denn 1. der islam ist keine neue erscheinung für dieses land und 2. muslime egal welcher schule sie angehören sind ein fester bestandteil dieser gesellschaft und keine menschen non grata...
13.05.2010 11:57 Uhr
von Marius:
Interessante Einblicke von zwei sehr vernüftigen Frauen.
Dankeschön!
13.05.2010 11:47 Uhr
von Scream Queen:
Irgendwie scheint sich bei der taz die Überzeugung durchgesetzt zu haben, die Regeln der Schlechtschreibreform erschöpften sich darin, das ß prinzipiell duch ein Doppel-S zu ersetzen (falsch) und alles auseinander zu schreiben, was früher zusammengeschrieben wurde (noch falscher). Mit dieser Überschrift schießt Ihr allerdings den sprichwörtlichen Vogel ab: "Es ist nicht Gott gewollt"? Ich glaub, ich spinne.
13.05.2010 11:44 Uhr
von Mert:
"Diese Aussage im Koran, dass Frauen, übrigens auch Männer, sich bedecken sollen, kann man unterschiedlich interpretieren."
Nur wer den Koran wörtlich nimmt ist ein Muslim, da kann man nichts interpretieren.