• 10.09.2008

Teilchenbeschleuniger in Betrieb

Größte Maschine der Welt startet

Am Kernforschungszentrum CERN in Genf beginnt eine neue Ära der Grundlagenforschung: Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt ging am Mittwochvormittag in Betrieb.von Bernward Janzing

  • 12.09.2008 15:15 Uhr

    von Werner Hahn:

    Teilchen-Physik kann auch Anschauungswissen sein

    In der Teilchenphysik kann Naturerkenntnis weniger Natur-Anschauung sein. Erfahrungswissen sollte auch Anschauungswissen sein. Goethes Spruch als Motto wählend - „ Wäre die Natur in ihren leblosen Anfängen nicht so gründlich stereometrisch, wie wollte sie zuletzt zum unberechenbaren und unermesslichen Leben gelangen“ – wurde ein sog. Licht-Materie/Antimaterie-Energie-Urformmodell (L-M/A-E-Urform-Modell) entwickelt. Anders als die Idee der Mathematisierung des Wissens (Welt der Teilchen-Physik mit Formeln und Gleichungen, Hochtechnisierung) geht es hier um eine anders geartete Naturanschauung. In DIE ZEIT-Community ist ein Artikel hierzu erschienen: „Gottes-Teilchen: LHC-Antworten auf Fragen nach Ursprung, Aufbau und Evolution der Welt? - Warum die unanschauliche Teilchen-Physik der Anschauung bedarf.“ Die „Physikalischen Blätter“ lobten: (…) Demonstration einer übergreifenden Hypothese, gewonnen als experimenteller und theoretischer Forschungsertrag: Symmetrie als umgreifendes, leitendes, strukturierendes, verursachendes Element der Evolution, als die Idee hinter Natur und Kultur.“ (…) „Symmetrie als Ariadnefaden durch Natur und Kunst als ´Ursache, Quelle und Triebkraft evolutionärer Dynamik´.“ (Prof. Dr. Siegfried Großmann.)

  • 10.09.2008 14:42 Uhr

    von Knud Jahnke:

    Liebe Vorschreiber! Das CERN versucht, durch Grundlagenforschung das Wissen um unsere Welt zu erweitern und ist damit genauso sinnvoll oder unsinnig, wie Philosophie, Theater, Opern oder Literatur. Sie alle versuchen unseren Ort im physischen und sozialen Universum zu verstehen.

    Der LHC ist an großtechnischen Projekten eines der sinnvolleren in dieser Richtung: Im schlechtesten Fall ist der Verständniszuwachs gering, im besten sehr groß. Zu Schaden kommt dabei niemand (diese Weltuntergangsschwurbelei ist sehr medienwirksam aber echt nur Murks) - höchstens den Resourcenverbrauch würde ich als negativ ansehen. Dadurch, dass man den LHC nicht baut, würden die Ungleichheiten in der Welt nicht getilgt. Dies ist in meinen Augen nämlich eine politische und keine finanzielle Frage. Geld ist genug da, wie man 2 Billionen (?) Dollar für Rüstungsausgaben im letzten Jahr gesehen hat.

    Das CERN und andere Grundlagenforschung zeichnen sich gerade dadurch aus, das sie zweckfrei ist. Der LHC dient nicht der wirtschaftlichen Verwertbarkeit von Großkonzernen oder der Machterweiterung von Staaten. Dies finde ich in unserer Zeit etwas besonderes und positiv bemerkenswertes.

    Zu Herrn Szewczyk: Wer mit "Teilchenbeschleuniger = Kernkraft" argumentiert hat schon verloren. Das ist schlichtweg Blödsinn und diskreditiert den sinnvollen Kampf gegen die unverantwortliche Nutzung der Kernenergie.

  • 10.09.2008 12:06 Uhr

    von Tadeusz Szewczyk:

    Schön, dass die einstmals atomkritische TAZ hier das letzte Spielzeug der Atomyphysiker vertätschelt. Atomenergie ist ja per se "absolut sicher" wenn man die Veranwtortlichen fragt, aber das hat die TAZ wohl gern vergessen.
    Wie wäre es einfach mal die Kritiker zu Wort kommen lassen bevor der nächste GAU den ganze Planeten bedroht?
    http://lhc-concern.info/?page_id=11
    http://www.stern.de/wissenschaft/natur/619485.html

    Das LHC war sehr darauf bedacht jegliche Zweifel an der Sicherheit zu beseitigen, samt ganzen Wikipedia-Einträgen. Hier dokumentiert:
    http://onreact.com/lhc-sicherheit-geloescht.html

  • 10.09.2008 11:03 Uhr

    von michaelbolz:

    Ganz Frau Klockes Meinung.
    Außerdem: wissen wollen, "was die Welt im Innersten zusammenhält", dem steht der Zauberlehrling gegenüber: "Die Geister die ich rief..."
    Wir werden sehen, was dabei für die Menschheit "herausspringt".
    Wir pokern eben lieber statt Schach zu spielen.

  • 10.09.2008 08:40 Uhr

    von Sascha Klocke:

    Solche Projekte mögen ja schön und gut und interessant sein, aber gibt es wirklich nichts besseres, auf das wir unsere Milliarden verwenden können?
    Statt uns um die Armen zu kümmern, schießen wir Teilchen in der Gegend herum und krauchen durch den Weltraum... aber vielleicht wächst ja wirklich ein schwarzes Loch und verschlingt uns alle für unseren Hochmut;)

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