Einst trat hier Martin Luther King auf. Nun versuchte die ultrarechte Tea-Party-Bewegung Washingtons Lincoln-Memorial zu okkupieren. Es gelang ihr nur teilweise.von Dorothea Hahn
Gut zusammengefasst. Hinzuzufügen ist vielleicht an der Stelle noch, dass ein gern eingesetztes politisches Machtmittel die "Angst des Volkes" ist.
Die Angst des Volkes vor der Regierung ist bekannt und stark verpönt. Die aufoktroyierte Angst des Volkes vor Veränderung, Verschlechterung(ob monetär oder gesellschaftlich) oder gar den eigenen Mitmenschen ist meiner Ansicht nach genau so zu ächten. Warum besitzt selbst in den abgelegensten Dörfern der USA fast jeder eine Waffe? Aus Angst vor dem Russen nicht mehr wirklich. Streunende Hunde - nicht wirklich! Es ist eine simple Angst vor dem unsichbaren Feind, der hinter jeder Ecke lauern könnte...
Sind diese Ängste implantiert, ist die Masse des Volkes lenkbar und freut sich natürlich auch über den "mutigen Schreihals", der sie vertritt.
Auch wir in Deutschland sind mit diesem "Fluch der Angst" belegt. Und es funktioniert auch bei uns fast schon so gut wie in den Staaten. Nur treten unsere Schreihälse etwas seriöser aber nicht so volksnah auf. Terror geht immer gut. Angst davor, dass die Glühlampe ausgeht, das Auto nichts mehr zu Essen und der Gasherd nichts mehr zu Atmen bekommt ist auch weit verbreitet. Angst vor den bösen Russen, den Islamisten, dem neuen Osteuropäer und den durch HartzIV-Empfänger bedingten Niedergang der fiskalen- und gesellschaftlichen Säulen und Werten unseres doch einst so prunkvollen Deutschlands - das findet jeder, der nur die Ohren spitzt täglich und massenhaft. Wir leben es aber hinter vorgehaltener Hand - aus Angst, die Meinung könnte sich negativ auf einen selbst Auswirken.
31.08.2010 12:38 Uhr
von Ketzerschnecke:
Sehr seltsam ist, daß die Sensibilität zum Thema Rassismus/Rechtsextremismus sehr hoch ist wenn es um Deutschland geht (historisch gesehen auch völlig verständlich) , aber viel weniger wenns um die USA geht.
Man findet doch viel mehr Apologeten für die Klerikalrassisten drüben als für die NPD oder dergl. hier. Dabei sind die Ideologien gar nicht so sehr verschieden.
Liegt es am Ende daran daß die rechten Amerikaner immer mit ihrem "Gott" oder "Jesus"-Hirngespinst ins Feld ziehen während die deutschen Rechten nur tumbe Nationalparolen draufhaben und es kaum mal schaffen Odin zu bemühen ?
30.08.2010 16:44 Uhr
von Mac-Lennox:
Wenn sich schon so viele Kommentare am Begriff Rassismus stören, dann benutze ich ihn einfach nicht, weil er in einem Fall tatsächlich nicht angebracht ist. Die ultrakonservativen Kräfte der USA setzen Obama mit Hitler gleich, weil dieser für alle eine Gesundheitsversorgung einführen möchte, auch wenn sie nicht mit jener in der BRD vergleichbar ist. Unter denen, die keine Versicherung haben oder in letzter Zeit verloren, befinden sich Menschen aller Hautfarben. Die Ultrakonservativen setzen dagegen den Glauben an Gott, der bekanntlich prima hilft bei Zahnschmerzen, Blinddarmentzündungen und Schlaganfällen.
Meines Erachtens protestierten auf Seiten Becks die vorwiegend weiße Mittelschicht Amerikas - weswegen ich noch niemandem Rassismus vorwerfe - gegen die Angst des sozialen Abstiegs. Oder was soll sonst der Appell an "amerikanische Werte" bedeuten? Schließlich kommt erst das Fressen und dann die Moral.
30.08.2010 15:32 Uhr
von davidly:
Also, mal ehrlich: weder hat die Journalistin das Wortwahl ausgesucht, noch war es ihre Entscheidung, in eine bedauerlicherweise die Schlagzeile ohne Anführungszeichen anzufertigen.
Schöne daran ist aber, dass es "outet" diejenigen, die den Artikel nicht gelesen haben.
30.08.2010 14:30 Uhr
von Silberfisch:
@Goldfalter: Wer politische und andere Kritik nicht äussern kann, ohne dabei rassistisch zu sein, der muss das eben lernen. Es gibt sowas wie eine Verpflichtung zur Erkenntnis. Macht auch viel mehr Spaß als ständige Schuldumkehr (frei nach dem Motto "was ich nicht rassistisch finde, ist nicht rassistisch, und wer es doch findet, der ist verkehrt" . Nur Mut, es gibt eine politische Haltung jenseits des Abwehrreflexes. Schönen Tag!
30.08.2010 13:30 Uhr
von kotelette:
Wenn man den Sendungen von Glenn Beck folgt und seiner "Tafel", dann sollte darüber wesentlich kritischer berichtet werden.
Die Werte und Anschauungen sind sowas von abgedreht und ultra-religiös; amerikanische Spezialchristen-religiös.
Wenn das das Amerika der Zukunft ist, gute Nacht!
30.08.2010 13:13 Uhr
von Anton:
Grundsätzlich: Liest eigentlich jemand die Artikel hier, bevor er oder sie hier kommentiert?
@Klaus: Undercover-Rassimus ist vielleicht nicht der beste Begriff um diese Form von Rassismus zu beschreiben, aber dennoch ist Alltagsrassismus wie der Beschriebene ein ernstzunehmendes Problem. Rassismus fängt nicht erst bei sarrazinesken Ausfällen an. Ich würde Ihnen empfehlen sich Stuart Hall zu Gemüte zu führen.
30.08.2010 13:13 Uhr
von Thorben:
Sehen wir es mal realistisch: Die Welt und (leider) sehr viele Amerikaner schauen auf den freiheitlichen und demokratischen Staatenverbund USA und finden in diesem "großen Bruder" so etwas wie viele in ihrem heimischen Fußballclub. Befriedigung. Und jeder von ihnen kann ja auch stolz auf die Staaten sein, weil sie alle so toll mit gewirkt haben und alle diese Freiheit erkämpft haben. Mit Verlaub: wer es wirklich realistisch sieht, der wird entdecken, daß die USA nichts weiter als ein totalitäres Regime ist, was demokratische Ansätze als Spielwiese und Glücklichmacher für den Einzelnen bereit hält. Ohne Afrika und Europa keine USA, ohne Europa und China keine Technologie, Weltwissen und weltweite Zusammenhänge werden ja auch ungern vermittelt oder nur an Ausgewählte. Die Leute von der Tea-Party-Bewegung sind einfach nur arme mitläufer, die einen Karate-Ken mit Hut brauchen, um einen Lebenssinn für sich zu finden. Nur: wir brauchen nicht weit über das Wasser zu schauen, denn bei uns gibt es auch diese "Es geht uns doch gut und wir haben das ja alles selbst erkämpft"-Vertreter.
Ewig gestrige gibt es überall, nur Amerika kann es mal wieder am besten präsentieren.
30.08.2010 12:58 Uhr
von Stefan:
Rassismus ist, was die TAZ betreibt: Eine Veranstaltung wird nicht nach ihren Inhalten beurteilt, sondern nach der Teilnehmeranzahl der verschiedender Rassenzugehörigkeiten. Der Gipfel ist der Vorwurf, dass vom Islam keine Rede gewesen sei? Vielleicht mag das daran liegen, dass die Grundwerte des Islam den freiheitlichen Grundwerten Amerikas diametral entgegengesetzt verortet sind. Auch wenn Obama der Welt gerne Glauben machen möchte, dass die amerikanische Verfassung und die Bill Of Rights direkt aus dem Koran abgeschrieben seien. Am Ende des Artikels wird das Thema Kampf gegen Homophobie angesprochen. Vielleicht hätte man sich noch einmal erinnern sollen, wie die beiden letzten Präsi-Kandidaten zu dem Thema rechte der Homosexuellen standen und stehen. Da hat Obama gegen McCain aber sehr schlecht abgeschnitten. Aber wen interessiert das schon, wenn man etwas "gegen rechts" schreiben darf.
30.08.2010 12:38 Uhr
von KAY:
Faschistische Ideologien hatten und haben immer noch verschleierte Gesichter. Hauptsächlich geht es da nur um das Ziel. Die Wissenschaft hat die Aufgabe, diese theoretisch und praktisch zu analysieren und die wahren Gesichter aufs Tageslicht zu bringen. Mittlerweile zum Sozialwissenschaftler(als Genuntersucher wird doch vielfältiger) umgewandelter Sarrazin hat recht(!), die Deutschen werden immer oberflächlicher und dümmer; das sieht man besonders auf diese mehrheitliche Kommentare, die man an anderen Stellen mit anderen Themen gleich identifizieren kann. Die Menschen erst unter Joch ausbeuten, große Mühe geben und fördern, dass diese Gruppen unter Elend unterentwickelt bleiben und danach darüber lästern: das ist aber eine schöne Geschäft! Marx hat doch wieder Recht. Die Debatte auf unseren globalen Erde spitzt sich zu!... Viel Spaß!...
30.08.2010 11:56 Uhr
von Ya Mossa:
Mensch Leute, um was geht es euch eigentlich? Weil Ihr inhaltlich nichts zu entgegnen habt stört Ihr euch an falscher Wortwahl. Wenn Ihr rassistisch nicht mehr hören könnt, ersetzt es doch einfach durch bigott, sozial ignorant und kriegsverherrlichend. Die Leute bleiben die gleichen, Ihr Schlaumeier!
30.08.2010 11:29 Uhr
von Peterchen:
Schwarze gut, Weiße böse ... blablabla Divide et impera!
Enttäuschend das die taz da mitmacht.
30.08.2010 08:16 Uhr
von Zazaz:
Was die Taz verschweigt:
1. Auf der Veranstaltung von Beck waren mehrere hunderttausend, auf der von Sharpton vielleicht 3.000 Leute.
2. Auf der Veranstaltung von Beck wie auch auf den anderen Veranstaltungen der Tea Party gab es nicht einen rassistischen Zwischenfall, nicht einmal einen dummen Spruch. Dennoch kommt -reflexartig- der Vorwurf des Rassismus, der -ohne jede tatsächliche Grundlage- als rein politisches Kampfmittel gebraucht wird.
Es gibt schwarze Aktivisten (Lloyd Marcus) und Kandidaten (Allen West) der Tea Party.
30.08.2010 02:35 Uhr
von jan :
Was bedeutet dies fuer Deutschland und fuer die Welt: Je mehr die U.S. Amerikaner sich streiten - um so weniger kann die USA weiterhin den "Global Leader" spielen. Je verueckter die Tea Party wird - wird der Streit innerhalb der USA erhitzter und vermindert die Macht der USA ueber alle andere Nationen. Obama ist der Gorbachov der USA, und Glen Beck is der Jeltsin. (Tea Party ist teilweise "republican" aber auch gefuehrt von Ayn-Rand-Libertarians. Siehe New Yorker Magazine ueber die Koch-Brothers!)
29.08.2010 21:57 Uhr
von Lars:
Schöner Artikel, der nicht wertet sondern es dem Leser überlässt. Toll geschrieben, viel Dank dafür! *flattr*
29.08.2010 21:42 Uhr
von Goldfalter:
Schon wieder das Wort "Rassismus". Auweiha, der Terminus ist so ausgelutscht, scheint aber bei soziologisch angehauchten Redakteuren hochbeliebt zu sein, um angebliche Ultrarecht zu diffamieren. Irgendwann traut sich keiner mehr überhaupt noch Kritik an politischen Zuständen zu äußern,um nicht als "rechter Rassist" geoutet zu werden.
29.08.2010 20:53 Uhr
von Klaus:
Achso, wenn man keine Rassismus findet dann sagt man einfach es ist undercover Rassismus, genial.
Leserkommentare
31.08.2010 14:56 Uhr
von Thorben:
@ u.a. Mac-Lennox:
Gut zusammengefasst. Hinzuzufügen ist vielleicht an der Stelle noch, dass ein gern eingesetztes politisches Machtmittel die "Angst des Volkes" ist.
Die Angst des Volkes vor der Regierung ist bekannt und stark verpönt.
Die aufoktroyierte Angst des Volkes vor Veränderung, Verschlechterung(ob monetär oder gesellschaftlich) oder gar den eigenen Mitmenschen ist meiner Ansicht nach genau so zu ächten. Warum besitzt selbst in den abgelegensten Dörfern der USA fast jeder eine Waffe? Aus Angst vor dem Russen nicht mehr wirklich. Streunende Hunde - nicht wirklich! Es ist eine simple Angst vor dem unsichbaren Feind, der hinter jeder Ecke lauern könnte...
Sind diese Ängste implantiert, ist die Masse des Volkes lenkbar und freut sich natürlich auch über den "mutigen Schreihals", der sie vertritt.
Auch wir in Deutschland sind mit diesem "Fluch der Angst" belegt. Und es funktioniert auch bei uns fast schon so gut wie in den Staaten. Nur treten unsere Schreihälse etwas seriöser aber nicht so volksnah auf. Terror geht immer gut. Angst davor, dass die Glühlampe ausgeht, das Auto nichts mehr zu Essen und der Gasherd nichts mehr zu Atmen bekommt ist auch weit verbreitet. Angst vor den bösen Russen, den Islamisten, dem neuen Osteuropäer und den durch HartzIV-Empfänger bedingten Niedergang der fiskalen- und gesellschaftlichen Säulen und Werten unseres doch einst so prunkvollen Deutschlands - das findet jeder, der nur die Ohren spitzt täglich und massenhaft. Wir leben es aber hinter vorgehaltener Hand - aus Angst, die Meinung könnte sich negativ auf einen selbst Auswirken.
31.08.2010 12:38 Uhr
von Ketzerschnecke:
Sehr seltsam ist, daß die Sensibilität zum Thema Rassismus/Rechtsextremismus sehr hoch ist wenn es um Deutschland geht (historisch gesehen auch völlig verständlich) , aber viel weniger wenns um die USA geht.
Man findet doch viel mehr Apologeten für die Klerikalrassisten drüben als für die NPD oder dergl. hier. Dabei sind die Ideologien gar nicht so sehr verschieden.
Liegt es am Ende daran daß die rechten Amerikaner immer mit ihrem "Gott" oder "Jesus"-Hirngespinst ins Feld ziehen während die deutschen Rechten nur tumbe Nationalparolen draufhaben und es kaum mal schaffen Odin zu bemühen ?
30.08.2010 16:44 Uhr
von Mac-Lennox:
Wenn sich schon so viele Kommentare am Begriff Rassismus stören, dann benutze ich ihn einfach nicht, weil er in einem Fall tatsächlich nicht angebracht ist. Die ultrakonservativen Kräfte der USA setzen Obama mit Hitler gleich, weil dieser für alle eine Gesundheitsversorgung einführen möchte, auch wenn sie nicht mit jener in der BRD vergleichbar ist. Unter denen, die keine Versicherung haben oder in letzter Zeit verloren, befinden sich Menschen aller Hautfarben. Die Ultrakonservativen setzen dagegen den Glauben an Gott, der bekanntlich prima hilft bei Zahnschmerzen, Blinddarmentzündungen und Schlaganfällen.
Meines Erachtens protestierten auf Seiten Becks die vorwiegend weiße Mittelschicht Amerikas - weswegen ich noch niemandem Rassismus vorwerfe - gegen die Angst des sozialen Abstiegs. Oder was soll sonst der Appell an "amerikanische Werte" bedeuten? Schließlich kommt erst das Fressen und dann die Moral.
30.08.2010 15:32 Uhr
von davidly:
Also, mal ehrlich: weder hat die Journalistin das Wortwahl ausgesucht, noch war es ihre Entscheidung, in eine bedauerlicherweise die Schlagzeile ohne Anführungszeichen anzufertigen.
Schöne daran ist aber, dass es "outet" diejenigen, die den Artikel nicht gelesen haben.
30.08.2010 14:30 Uhr
von Silberfisch:
@Goldfalter: Wer politische und andere Kritik nicht äussern kann, ohne dabei rassistisch zu sein, der muss das eben lernen. Es gibt sowas wie eine Verpflichtung zur Erkenntnis. Macht auch viel mehr Spaß als ständige Schuldumkehr (frei nach dem Motto "was ich nicht rassistisch finde, ist nicht rassistisch, und wer es doch findet, der ist verkehrt" .
Nur Mut, es gibt eine politische Haltung jenseits des Abwehrreflexes.
Schönen Tag!
30.08.2010 13:30 Uhr
von kotelette:
Wenn man den Sendungen von Glenn Beck folgt und seiner "Tafel", dann sollte darüber wesentlich kritischer berichtet werden.
Die Werte und Anschauungen sind sowas von abgedreht und ultra-religiös; amerikanische Spezialchristen-religiös.
Wenn das das Amerika der Zukunft ist, gute Nacht!
30.08.2010 13:13 Uhr
von Anton:
Grundsätzlich: Liest eigentlich jemand die Artikel hier, bevor er oder sie hier kommentiert?
@Klaus: Undercover-Rassimus ist vielleicht nicht der beste Begriff um diese Form von Rassismus zu beschreiben, aber dennoch ist Alltagsrassismus wie der Beschriebene ein ernstzunehmendes Problem. Rassismus fängt nicht erst bei sarrazinesken Ausfällen an. Ich würde Ihnen empfehlen sich Stuart Hall zu Gemüte zu führen.
30.08.2010 13:13 Uhr
von Thorben:
Sehen wir es mal realistisch: Die Welt und (leider) sehr viele Amerikaner schauen auf den freiheitlichen und demokratischen Staatenverbund USA und finden in diesem "großen Bruder" so etwas wie viele in ihrem heimischen Fußballclub. Befriedigung. Und jeder von ihnen kann ja auch stolz auf die Staaten sein, weil sie alle so toll mit gewirkt haben und alle diese Freiheit erkämpft haben.
Mit Verlaub: wer es wirklich realistisch sieht, der wird entdecken, daß die USA nichts weiter als ein totalitäres Regime ist, was demokratische Ansätze als Spielwiese und Glücklichmacher für den Einzelnen bereit hält. Ohne Afrika und Europa keine USA, ohne Europa und China keine Technologie, Weltwissen und weltweite Zusammenhänge werden ja auch ungern vermittelt oder nur an Ausgewählte.
Die Leute von der Tea-Party-Bewegung sind einfach nur arme mitläufer, die einen Karate-Ken mit Hut brauchen, um einen Lebenssinn für sich zu finden.
Nur: wir brauchen nicht weit über das Wasser zu schauen, denn bei uns gibt es auch diese "Es geht uns doch gut und wir haben das ja alles selbst erkämpft"-Vertreter.
Ewig gestrige gibt es überall, nur Amerika kann es mal wieder am besten präsentieren.
30.08.2010 12:58 Uhr
von Stefan:
Rassismus ist, was die TAZ betreibt: Eine Veranstaltung wird nicht nach ihren Inhalten beurteilt, sondern nach der Teilnehmeranzahl der verschiedender Rassenzugehörigkeiten. Der Gipfel ist der Vorwurf, dass vom Islam keine Rede gewesen sei? Vielleicht mag das daran liegen, dass die Grundwerte des Islam den freiheitlichen Grundwerten Amerikas diametral entgegengesetzt verortet sind. Auch wenn Obama der Welt gerne Glauben machen möchte, dass die amerikanische Verfassung und die Bill Of Rights direkt aus dem Koran abgeschrieben seien.
Am Ende des Artikels wird das Thema Kampf gegen Homophobie angesprochen. Vielleicht hätte man sich noch einmal erinnern sollen, wie die beiden letzten Präsi-Kandidaten zu dem Thema rechte der Homosexuellen standen und stehen. Da hat Obama gegen McCain aber sehr schlecht abgeschnitten.
Aber wen interessiert das schon, wenn man etwas "gegen rechts" schreiben darf.
30.08.2010 12:38 Uhr
von KAY:
Faschistische Ideologien hatten und haben immer noch verschleierte Gesichter. Hauptsächlich geht es da nur um das Ziel. Die Wissenschaft hat die Aufgabe, diese theoretisch und praktisch zu analysieren und die wahren Gesichter aufs Tageslicht zu bringen.
Mittlerweile zum Sozialwissenschaftler(als Genuntersucher wird doch vielfältiger) umgewandelter Sarrazin hat recht(!), die Deutschen werden immer oberflächlicher und dümmer; das sieht man besonders auf diese mehrheitliche Kommentare, die man an anderen Stellen mit anderen Themen gleich identifizieren kann.
Die Menschen erst unter Joch ausbeuten, große Mühe geben und fördern, dass diese Gruppen unter Elend unterentwickelt bleiben und danach darüber lästern: das ist aber eine schöne Geschäft! Marx hat doch wieder Recht. Die Debatte auf unseren globalen Erde spitzt sich zu!... Viel Spaß!...
30.08.2010 11:56 Uhr
von Ya Mossa:
Mensch Leute,
um was geht es euch eigentlich? Weil Ihr inhaltlich nichts zu entgegnen habt stört Ihr euch an falscher Wortwahl.
Wenn Ihr rassistisch nicht mehr hören könnt, ersetzt es doch einfach durch bigott, sozial ignorant und kriegsverherrlichend.
Die Leute bleiben die gleichen, Ihr Schlaumeier!
30.08.2010 11:29 Uhr
von Peterchen:
Schwarze gut, Weiße böse ...
blablabla
Divide et impera!
Enttäuschend das die taz da mitmacht.
30.08.2010 08:16 Uhr
von Zazaz:
Was die Taz verschweigt:
1. Auf der Veranstaltung von Beck waren mehrere hunderttausend, auf der von Sharpton vielleicht 3.000 Leute.
2. Auf der Veranstaltung von Beck wie auch auf den anderen Veranstaltungen der Tea Party gab es nicht einen rassistischen Zwischenfall, nicht einmal einen dummen Spruch. Dennoch kommt -reflexartig- der Vorwurf des Rassismus, der -ohne jede tatsächliche Grundlage- als rein politisches Kampfmittel gebraucht wird.
Es gibt schwarze Aktivisten (Lloyd Marcus) und Kandidaten (Allen West) der Tea Party.
30.08.2010 02:35 Uhr
von jan :
Was bedeutet dies fuer Deutschland und fuer die Welt: Je mehr die U.S. Amerikaner sich streiten - um so weniger kann die USA weiterhin den "Global Leader" spielen. Je verueckter die Tea Party wird - wird der Streit innerhalb der USA erhitzter und vermindert die Macht der USA ueber alle andere Nationen. Obama ist der Gorbachov der USA, und Glen Beck is der Jeltsin. (Tea Party ist teilweise "republican" aber auch gefuehrt von Ayn-Rand-Libertarians. Siehe New Yorker Magazine ueber die Koch-Brothers!)
29.08.2010 21:57 Uhr
von Lars:
Schöner Artikel, der nicht wertet sondern es dem Leser überlässt. Toll geschrieben, viel Dank dafür! *flattr*
29.08.2010 21:42 Uhr
von Goldfalter:
Schon wieder das Wort "Rassismus". Auweiha, der Terminus ist so ausgelutscht, scheint aber bei soziologisch angehauchten Redakteuren hochbeliebt zu sein, um angebliche Ultrarecht zu diffamieren. Irgendwann traut sich keiner mehr überhaupt noch Kritik an politischen Zuständen zu äußern,um nicht als "rechter Rassist" geoutet zu werden.
29.08.2010 20:53 Uhr
von Klaus:
Achso, wenn man keine Rassismus findet dann sagt man einfach es ist undercover Rassismus, genial.