Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Under 25 – Jugendinitiativen in der Großen Seen Region

Fachgespräch und anschließend Verleihung des ÖNZ-Friedenspreises. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Ökumenischen Netz Zentralafrika.

Spätestens seit den politischen Unruhen in Burundi 2015 und im Zuge der sich zuspitzenden Krise in der Demokratischen Republik Kongo seit 2016 spielen junge Demokratiebewegungen in der Großen Seen Region eine zentrale Rolle. Auch kirchliche Initiativen bieten jungen Menschen eine Plattform, sich mit Konflikten in der Region auseinanderzusetzen und Lösungsmuster zu entwickeln.

In Burundi, der DR Kongo und Ruanda ist die Mehrheit der Bevölkerung unter 25 Jahre alt und leidet enorm unter den sich verschärfenden Konflikten. Doch diese Generation organisiert sich auf vielfältige Weise und fordert von ihren Regierungen in aller Deutlichkeit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Angesichts der unterschiedlichen politischen Kontexte in der DR Kongo, Burundi und Ruanda gehen die Strategien, Zusammensetzungen und Handlungsmöglichkeiten der jungen Menschen allerdings häufig auseinander.

In einer Fachkonferenz diskutieren wir über die Situation, die Erwartungen und Perspektiven der Jugend in der Region der Großen Seen, mit Beiträgen von Vertreter/innen kirchlicher Organisationen und Demokratiebewegungen sowie Akademiker/innen aus der Großen Seen Region, internationalen Expert/innen und Vertreter/innen der deutschen und belgischen Politik.

Welche Möglichkeiten bieten sich den jungen Menschen und welche Potentiale entfalten ihre Initiativen und Bewegungen in Zivilgesellschaft und Politik ihrer Länder? Macht es Sinn, von „der Jugend” zu sprechen, oder ist diese genauso gespalten wie die politische Elite? Welche Strategien der Einflussnahme von jungen Menschen haben sich bewährt? Welche Rolle spielen Exil und Diaspora im Kontext sich verengender Handlungsräume in den Ländern der Großen Seen für Jugendbewegungen? Wie könnten Strategien internationalen Engagements aussehen, die die Forderungen der jungen Menschen ernst nehmen?

Mit: Donatella Rostagno, Congo Research Group, Brüssel Fred Bauma, La Lucha, DR Kongo Rebecca Kabuo, La Lucha, DR Kongo Freddy Sabimbona, Troupe Lampyre, Burundi Liesse Horimbere, APRED, Burundi Christian Kambale, CBCA, DR Kongo Nene Morisho, Pole Institut Goma, DR Kongo Georg Schmidt, Afrikabeauftragter des Auswärtigen Amtes Steven de Pourcq, Koordinator für die DR Kongo, belgisches Außenministerium Kris Berwouts, unabhängiger Analyst, Belgien NN, Vereinte Nationen

Sprache: Französisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Ökumenischen Netz Zentralafrika

Information: Kontakt in der Heinrich-Böll-Stiftung: Beate Adolf, adolf@boell.de, +4930-28534340 Kontakt im Ökumenischen Netz Zentralafrika: Gesine Ames, office@oenz.de, +4930-48625700