• 27.07.2010

Stuttgart kämpft gegen Hitze

Frische Luft für heiße Tage

In der schwäbischen Metropole gibt es bald Temperaturen wie in Italien. Die Stadt pflanzt Bäume und begrünt Dächer, um für Abkühlung zu sorgen.von Nadine Michel

  • 28.07.2010 12:23 Uhr

    von Ute Weiberle:

    Nach der Lektüre dieses Artikels könnte man meinen, Stuttgart sei eine Musterstadt in Sachen Ökologie und Stadtentwicklung. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade wegen der Kessellage Stuttgarts sind die Frischluftschneisen einerseits existentiell für das Leben der Menschen in der Stadt, andererseits aber stetigen Begehrlichkeiten ausgesetzt. So wird viel zu häufig von bestehenden Flächennutzungsplänen abgewichen und einer Ausnahme-Bebauung zugestimmt.
    Und damit nicht genug! In Stuttgart sollen in Kürze im Zuge der Bauarbeiten für den Durchgangsbahnhof Stuttgart 21 im Mittleren Schlossgarten mehr als 280 alte Bäume mit bis zu fünf Metern Stammumfang gefällt und damit eine wesentliche Frischluftschneise verkürzt werden. Ausgleichsmaßnahmen werden für die Zeit nach der Fertigstellung angekündigt, folglich für die Zeit zwischen 2020 und 2025. Aber schön, dass bis 2009 die Begrünung von Garagen gefördert wurde. Chapeau!

  • 28.07.2010 09:58 Uhr

    von Anja Wenke:

    leider wird in diesem Artikel nicht erwähnt, daß durch den Bau von Stuttgart 21 - gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung - ein großer Teil des grünen Schlossparks im Zentrum der Stadt zerstört und eine der wichtigsten Frischluftschneisen zugebaut werden soll.

    Sollte es tatsächlich zum Bau von Stuttgart 21 kommen, wird das Ziel einer Erwärmung um höchstens 2 Grad mit Sicherheit nicht erreicht werden und die Stuttgarter Bevölkerung wird im Sommer im Talkessel geschmort.

  • 28.07.2010 01:03 Uhr

    von planb:

    Vor kurzem kam im TV ein kurzer Bericht, nachdem Stuttgart die heisseste Stadt in der BRD ist (wegen Kessellage, Birkenkopf, Gleisanlagen etc.), positiv erwähnt wurde dagegen Jena. Stuttgart kam sehr schlecht weg, im Gegensatz zu diesem Artikel. Und es werden immer wieder Luftschenisen zugebaut z.B. in Gablenberg Richtung Buchwald.

  • 27.07.2010 19:27 Uhr

    von Ingrid K.:

    Ein guter Schritt in diese Richtung - noch dazu völlig kostenfrei - wäre, die 282 alten Bäume, die für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 im mittleren Schlossgarten fallen sollen, stehen zu lassen.

    Diese Bäume sind für uns Stuttgarter unersetzlich, denn sie mildern CO2- und Feinstaubbelastung an "Deutschlands schmutzigster Ecke", dem Neckartor, wenigstens einigermaßen ab.
    Es würde auch herzlich wenig nützen, neue Bäumchen irgendwo am Stadtrand zu pflanzen, denn bis diese so leistungsfähig sind wie die jetzigen Großbäume, vergehen gut und gerne 50 - 70 Jahre.

    Die bisher geplante Bebauung mit monströsen Betonklötzen hinter dem Bahnhof würde ein Übriges dazu tun, die ohnehin gefährdete Frischluftschneise, durch die nachts kühlere Luft von Stuttgart nach Bad Cannstatt fließen kann, vollends zu blockieren.

    Dachbegrünung und neue Bäume: wunderbar! Aber einerseits kräftig für Stadtbegrünung zu werben (im März 2011 ist Landtagswahl in B-W!) und andererseits einen großen Teil des mittleren Schlossgartens abzuholzen für ein Projekt, das die Mehrzahl der Stuttgart vehement ablehnt - das passt nicht zusammen und trägt nicht zur Glaubwürdigkeit der Landtagsabgeordneten bei.

    Gut, dass diese Art der Augenwischerei inzwischen schnell durchschaut wird und niemanden mehr überzeugt!

  • 27.07.2010 17:24 Uhr

    von Marie:

    In dem Artikel steht, dass die Stadt Stuttgart Bäume pflanzt. Das ist erstaunlich: hat sie sich doch als Ziel gesetzt, über 280 alte, gesunde Bäume noch in diesem Jahr zu fällen, im Zentrum der Innenstadt, dem Schlossgarten beim Bahnhof - wegen dem unsinnigen Stuttgart-21-Projekt, das hoffentlich noch rechtzeitig gestoppt wird. (passend dazu mein spamvermeidungswort "bahn"...)

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