"Stuttgart 21"-Gegner über Grubes Offerte
"Ohne Baustopp kein Gespräch"
Was Matthias von Hermann, "Stuttgart 21"-Gegner, vom Dialogangebot der Bahn hält. Und warum er weiter protestiert, obwohl der Abriss des alten Bahnhofs schon begonnen hat. von Nadine Michel
Leserkommentare
31.08.2010 14:45 Uhr
von Manfred Heeb:
Liebe Stuttgarter macht weiter mit euren Demos, hoffentlich gehen die Verantwortlichen auf die Forderung des Baustops ein, natürlich müßen auch die Gelder für Stuttgart 21 dann gestoppt werden.
Baustop und Investitionsstop sind das Gebot der Stunde.
Die freiwerdenden Gelder könnten sinnvoller in den ländlichen Räuem investiert werden, statt sie den verwöhnten Großstädtern, mit einer best ausgebauten Infrastruktur und einem fast rundum die Uhr ÖPNV in den Rachen zu werfen.
Wer keine Bahn will, braucht auch keine!
Herr Mapus und Herr Grube sollten statt Stuttgart 21 lieber die Bodensse S-Bahn realisieren, alle schienengleichen Bahnübergänge beseitigen, in den ländlichen Räumen den Halbstundentakt einführen und alle Strecken um Stuttgart herrum so ausbauen, dass auch die Menschen in den Regionen eine spürbare Verbesserung des Bahnverkehrs erhalten.
Im übrigen geht Stuttgart 21 voll zu Lasten der Steuerzahler im ländlichen Raum, er subventioniert eine übersättigte Stadtgesellschaft, ergo keine Gelder mehr für die Ballungsräume zur Verfügung stellen, stattdessen die Städte und Gemeinden in den Regionen fördern.ar hier eingeben
29.08.2010 20:07 Uhr
von Rainbowwarrior88:
Ich war am Freitag einer von ca.50.000 BürgerInnen, die bei der Demo und der anschliessenden Menschenkette um den Landtag präsent waren. Und das, obwohl ich ca.120 km von Stuttgart entfernt lebe. Ich kann Matthias von Hermann nur größtenteils in seinen Aussagen unterstützen, denn wie hier seitens der Politik und der mit ihr verflochtenen Wirtschaft mit den legitimen Interessen der Bevölkerung (u.a.nach einem sofortigen Moratorium bzw. verbindlichen Bürgerentscheid) umgegangen wird ist mehr als fragwürdig, um nicht zu sagen zutiefst un-demokratisch! Weil-es geht schon länger nicht mehr "nur" um Stuttgart, sondern darum, das "mehr Demokratie m a c h e n (!)" in der ganzen BRD stattfindet. "Stuttgart21" ist überflüssig. Aber "Stuttgart21" ist überall.
Es hat nur woanders andere Bezeichnungen,
z.B. AKW-Laufzeitverlängerung,Gesundheits-"reform", Kriegseinsatz in Afghanistan,Elbphilharmonie und Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg...etwa in dieser Reihenfolge. Alles Projekte, die die Welt nicht braucht und vor allem keine Akzeptanz bei der Bevölkerung haben.