• 03.09.2010

"Stuttgart 21"-Abriss

Gespräche, aber kein Baustopp

Am kommenden Freitag beginnen Gespräche zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts. Die Gegner fordern solange einen Abrissstopp. Doch die Auftragsvergabe läuft.von Nadine Michel

  • 05.10.2010 15:24 Uhr

    von Mark Harder:

    Ich würde den Bahnhof lassen, wo er ist, und stattdessen Stuttgart verlegen. Z.B. nach Vaihingen/Enz, an die Neue Messe oder neben die Neubaustrecke Richtung Ulm - aber nur, wenn dort keine Bäume gefällt werden müssen. Evtl. wäre das billiger, der Nesenbachkanal flösse weiterhin an Ort und Stelle und Stuttgarts architektonische Perle - diese bezaubernde Gleisfläche hinter Bonatzens Meisterwerk - bliebe erhalten.

  • 09.09.2010 16:47 Uhr

    von Stefan:

    Die Schwaben blamieren sich mal wieder auf Kosten des Steuerzahlers vor der gesamten Republik. Warum schließt man nicht einfach die bestehende Schnellbahnstrecke ab Vaihingen/Enz westlich an Stuttgart vorbei entlang der Autobahn an den Flughafenbahnhof an und macht diesen damit in Verbindung mit der Neubaustrecke nach Ulm zum wichtigsten Durchgangsbahnhof, wie es in anderen Städten wir Frankfurt am Main längst der Fall ist? Dazu bräuchte man weder den denkmalgeschützten Kopfbahnhof zu drehen, tieferzulegen oder abzureißen noch die halbe Stadt für Jahrzehnte aufzubrechen und das denkmalgeschützte Schmuckstück könnte als Dreh- und Angelpunkt für den Regionalverkehr und gelegentlich verkehrende Fernverkehrszüge erhalten bleiben.

  • 04.09.2010 23:46 Uhr

    von Werner Winkler:

    Der Kompromiss wäre relativ einfach zu haben: Abrissstopp und Neuplanung eines zweiten Bahnhofs für Stuttgart zwischen Neuer Messe und Flughafen - dort wäre er auch am richtigen Platz und genau auf der Strecke in zwischen Ulm und Straßburg. Und wer von dort in die City will, nimmt die bereits existierende S-Bahn. Das gesparte Geld für den Umbau des alten Hauptbahnhofs und die vielen Tunnel steckt man in die Neubaustrecke nach Ulm und fertig ist das Ganze. Dauert zwar nochmal fünf Jahre Planung - aber dafür protestiert nicht irgendwann die halbe Stadt.

  • 04.09.2010 16:05 Uhr

    von Dr. Treno:

    Die Vorarbeiten der DB für Stuttgart 21 sind bereits Monate HINTER dem Zeitplan, weshalb es derzeit auch keinerlei Grund gibt, den Nordflügel abzureißen.
    http://www.vcd-bw.de/presse/2010/34-2010/index.html
    Hinzu kommt, dass erst mal der Nessenbach-Kanal unter dem jetzigen Hbf verlegt werden muss, bevor man in der Grube bauen kann. DIESE Ausschreibung ist erst vor kurzem GESCHEITERT, weshalb es auch hier zu Verzögerungen kommen wird. Die gesamten Zeitpläne sind bereits Makulatur, siehe Stuttgarter Zeitung vom 4.7.2010:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2545556_0_3811_-stuttgart-21-baubeginn-rueckt-in-weite-ferne.html

  • 04.09.2010 11:08 Uhr

    von alcibiades:

    Ich will ja keiner von denen sein, die sich nur übe Rechtschreibfehler aufregen und den eigentlichen Artikel gar nicht zu Ende lesen. Deshlabnun muss ich sagen, dass das in Stuttgart eine Riesensauerei ist und der Protest dagegen hoffentlich der erste Schritt zum Sturz von Angela Merkel. Deshlabnun könnte man sagen, es geht ja nur um Kommunalpolitik. Ich aber sage darauf, bei der Kommunalpolitik fängt es an, deshlabnun wird am Ende die Merkel gestürzt, deshlabnun sie ein Beispiel für eine völlig dekadente Politikerkaste ist, die glaubt, man hätte das schon alles im Griff und könne deshlabnun den lästigen Wähler wegrationalisieren. Ich bin deshlabnun schon gespannt, was sie sagt, kurz bevor wir sie deshlabnun guillotinieren.

  • 04.09.2010 07:58 Uhr

    von Anna:

    Die Demonstrationen bewirken eine weitaus größere Verzögerung als ein Baustopp von sagen wir erst mal einer Woche. Da die Demos auch noch mindestens bis zu den Landtagswahlen im März 2011 weitergehen werden, bekommen die Bauherren sowieso Probleme mit der Planung. Gibt es eigentlich irgendein Großprojekt, wo die Planung eingehalten wurden? Das ist für mich kein glaubwürdiges Argument, dass man keinen Baustopp machen könne, weil alles so nahtlos durchgetaktet ist. Bei der ganzen Fehlplanung bisher und einer geschätzten Bauzeit von 10 bis 20 Jahren, Kosten von geschätzten 7 bis 11 Tausend Millionen können ein paar Wochen nun wirklich nichts ausmachen. Wurde z.B. der Widerstand der Bevölkerung mit in der Planung einbezogen? Übrigens, was soll ein Bahnhof, der später von der Bevölkerung abgelehnt wird?

  • 04.09.2010 00:37 Uhr

    von ausländer:

    Gespräche am "RundenTisch" drehen sich meistens im Kreise...Hoffen wir, dass es keine Farce ist, bzw. wenn, dass der Protest noch stärker weiter gehen wird!!!
    Interessanterweise äußerte sich diese Woche im SWFunk die Kulturbürgermeisterin (CDU) der Stadt Stuttgart und meinte, ein Baustopp sei in gewisser Weise wichig, um die Gespräche zu starten, ABER sie halte auf der anderen Seite auch ein sofortiges Beenden der Demonstrationen für absolut notwendig... Dies ist ein aufschlußreicher Beleg für das Demokratieverständnis der CDU - atemberaubend!

  • 03.09.2010 23:32 Uhr

    von Rainer Müller:

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    Genau, Herr Pfeifer: es gibt nur hop oder top bei diesem Projekt. Und Gangolf Stocker kann ich nur uneingeschränkt unterstützen: Sondierungsgespräche am Freitag nur, wenn ab Montag der Bagger ruht. Ich bin Torwächter und schau mir das am Montag genau an. Bis zum Beweis des Gegenteils gilt Gangolf Stockers Einschätzung: Herr Grube ist ein Trickser und Täuscher.
    Frau Merkel: wie lange wollen Sie sich das Treiben dieses Herrn noch anschauen? Wie lange wollen Sie an einer Neubaustrecke festhalten, deren Kosten-Nutzen-Faktor bei max. 1 liegt bzw. bei 0,6, wenn man berechtigterweise die nicht (und niemals existierenden) leichten Güterzüge herausrechnet? Dies ist eine verbrecherische Veruntreuung von Steuergeldern!

  • 03.09.2010 18:31 Uhr

    von reblek:

    "Die Gegner fordern solange einen Abrissstopp." Nein, die fordern ganz gewiss nicht nur solange, sondern auch über die Gespräche hinaus einen Abrissstopp. Gemeint ist sicher, dass während der Gespräche der Abriss ruhen soll.

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