• 03.02.2010

Studiobesuch bei K.I.Z.

Fick-Rap ist langweilig

Damit das Kerngeschäft mit minderjährigen Fans weiter läuft, sind die Rap-Texte von K.I.Z. harmloser geworden. Doch beängstigt sie, von Grundschullehrern gemocht zu werden.von Laura Ewert

  • 04.03.2010 13:07 Uhr

    von Mein Name:

    Danke Nashir...

    Nichts gegen KIZ und konsorten. Die mögen vielleicht Humor haben. Meiner ist es nicht und der vieler anderer auch nicht... Drauf geschissen, manche lachen sich einen Ast bei KIZ. Meine Wenigkeit findet das weder ausgesprochen "kreativ" (was für ein banales Wort es doch geworden ist...) noch besonders lustig oder erheiternd. Jedem das seine und die Jungs machen das Ihre; das allein rechne ich ihnen an. Hut ab und macht weiter Jungs!

    Diskussion beendet.

  • 08.02.2010 13:03 Uhr

    von Floda Nashir:

    (Hiphop ist doof.)

    Ob man das sexualisierte Geprotze nun in Selbstironie verpackt oder nicht, ändert doch am stets präsenten Männlickeitswahn nichts, unter dem eben wirklich erstaunlich viele Frauen leiden. Und ich finds nicht witzig, weil mich das Thema nicht interessiert; und weil ich diese Art Spaß-muss-sein-Humor einfach eklig finde.

    (Mein Schwanz hat Normallänge.)

  • 06.02.2010 15:44 Uhr

    von a-bit:

    Der Artikel ist sehr gut. Die Kommentaren hier zum Teil weniger.

    Auch ich höre KIZ schon seit längerem und bin absolut begeistert von ihrem Witz, ihrer Fähigkeit zur übergeschnappten, clownesken Überzeichnung und - man kann es wirklich so sagen - ihrer zum Teil wirklich absolut genialen Kreativität.

    Da wo sie Frauen gegenüber verbal, vermeintlich über die Stränge schlagen, machen sie sich gleichzeitig über den Männlichkeitswahn ihrer Geschlechtsgenossen der Hip Hop Szene und deren Geprotze im allgemeinen lächerlich.

    Und das in einer Art, die weitab von jeder ernstzunehmenden machohaften Erstarrung bzw. pseudohafter Pose entfernt ist.
    Im Gegensatz übrigens zu den im Geiste doch eher schlicht geratenen Protagonisten der Hip Hop Szene wie Bushido, die - ihrem überbordenden medialen Geltungsdrang entsprechend - von den Medien, genau DIE Aufmerksamkeit kriegen, die eigentlich KIZ verdient hätten.

    Der Song " das System" ist im Übrigen ein sehr gutes Beispiel ihrer Umkehrung des Männlichkeitsanspruches als solches.
    Ein Song, in dem es um die vermeintlich zu mickrig geratenen Penisse der Jungs von KIZ geht.
    Wer das als Mann nicht urkomisch findet, hat entweder ein zu kleines Genital, unter dem er leidet und weswegen er andere unterdrücken muß oder er hat schlicht und ergreifend keinen Humor.

    Bei KIZ kriegt einfach JEDER mal sein Fett weg.

    Und so muß es im Grunde auch sein.

  • 05.02.2010 18:20 Uhr

    von Rieke:

    Ich bin K.I.Z Fan mit Leib und Seele und ich weiß, dass viele 16 Jährige die Musik nur wegen der Kraftausdrücke hören.
    Dazu muss ich aber sagen, dass ich auch schon aufgeklärte 10. Klässler getroffen habe, die ihre Neigung zu K.I.Z der politschen Äußerungen und der gewitzten Texte wegen bekennen.
    Ich finde den Artikel sehr gelungen, da ich schon auf vielen Konzerten war und viel über K.I.Z weiß/gelesen habe.
    Der Artikel ist sehr zutreffend.

  • 04.02.2010 13:22 Uhr

    von Christian Steifen:

    User "dam" hat leider das Thema verfehlt und wirft nur mit undifferenzierten Plattitüden um sich. Note 5

  • 03.02.2010 13:05 Uhr

    von atypixx:

    "Wie wird der noch genannt?" "Hurensohn, Hurensohn" erschallt es dann aus tausend Kehlen. Es sind solche Verbalangriffe gegen Politik oder Wirtschaft, die selbst Nicht-HipHop Fans verzücken.

    Wie arm.

  • 03.02.2010 12:02 Uhr

    von madame-nes:

    Toller Artikel, der den Nagel auf den Kopf trifft! Ich war selber sehr kritisch gegenüber KIZ. Nach dem Konzertbesuch und anschließendem Gespräch, wurde ich eines besseren belehrt. Die Zuhörerschaft kann ja mitunter als 'kindlich' und 'dümmlich' bezeichnet werden, was aber nicht auf die Gruppe selbst zutrifft.

    Sie gehören zu den wenigen Bands, die gegenwärtige Phänomene kritisieren. Das bisschen Fotze kann man dann ertragen, sogar als Frau.

    Intelligente Jungs machen knall harte Musik, ohne dabei einen auf Gangster zu machen. Und bei der übersexualisierten Masse an Jugendlichen erscheinen diverse Perversitäten, wie der Tropfen auf den heißen Stein.

    :-)

  • 03.02.2010 11:52 Uhr

    von kalapagos:

    Wie abgelutscht ist das eigentlich?

    Kriegen die es im Jahr 2010 IMMER noch nicht hin, mit der Politik kritisch ins Gericht zu gehen und gegen rechts zu sein ohne gleichzeitig frauenfeindliche Klischees bedienen zu müssen?

    Das ist nicht cool, sondern echt armselig.

  • 03.02.2010 05:28 Uhr

    von arribert:

    Der Produzent ist übrigens der Kopf der Berliner Punklegende "Terrorgruppe", die auch immer geschickt Politik, Provokation und Ansprache Jugendlicher vermischt hat. Siehe das Lied "Der Rhein ist tot", in dem der Untergang der Kelly-Family und die darauf folgende Verseuchung des Rheines besungen wurde.

  • 02.02.2010 19:08 Uhr

    von JakoB:

    Ja, HipHop hat Zukunft, möchte man nach der Lektüre dieses Artikels dem_r taz-Schreiber_in zurufen, die vor ein paar Wochen ebendiesen für tot erklärt hat. Und das ist gut so! Nur HipHop kann diese Direktheit aufbringen, wie sie heute K.I.Z. haben, früher in etwa Advanced Chemistry. Nur er kann die Politik das fürchten lehren. Und das ist heutzutage bitternötig.

  • 02.02.2010 18:11 Uhr

    von dam:

    Oh gott. Die taz mal wieder von ihrer chauvinistischen Seite und damit ihrer ekelhaftesten.
    Pornorap, Sex und Gewalt, ja auch Vergewaltigung liegt doch alles so nahe beieinander, Hass, Gewalt, Nichtaufklärung, falsche Offenheit.. ach was red ich, scheint doch eh keinen Zweck zu haben - was für eine schreckliche Welt - solche Sachen sind der Grund warum ich Angst hab auf die Straße zu gehen.

    Und ja ganz besonders, wenn so etwas von Frauen kommt. Von "intellektuellen", ach so liberalen und weltläufigen, ach so nicht-prüden, gutsituierten Bildungsbürgerin, die keine Ahnung haben wie es im Prekariat läuft und groß daher schwafeln können um zu gefallen und für cool zu gelten (geht nach hinten los, ich schwöre es ihnen), weil sie niemals nie davon betroffen sein werden.

    Sie müssen nicht mit Leuten mit solchem Gedankengut, ja mit solchen Ideen von Macht und Potenz und Humor umgehen.
    Geschweige denn Angst vor ihnen haben.
    Ihre Töchter laufen nicht ständig Gefahr vergewaltigt, sexuell ausgebeutet, belästigt und mindestens reduziert zu werden und zwar so, dass jeder drumherum es auch noch toll und normal findet.

    Sich und ihre Töchter, Freundinnen, Schwestern sehen sie nicht in gewaltgeladenen Beziehungen langsam untergehen, an sexuellen Missbrauchserfahrungen zerbrechen, stigmatisiert und begrapscht, jeden Tag, schon viel zu viele, viel zu oft und lange.

    Nein, sie reden so daher bloß aus dem einen Grund und ich unterstelle ihnen dabei keine böse Absicht, sondern pure Naivität und Ignoranz:
    um zu gefallen und Täteridentifizierung zwecks eigener Aufwertung.
    Aber das bringt sie selbst nicht weit und sie sollten sich überlegen, was sie damit anrichten könnten.
    Es gibt Menschen und insbesondere Frauen unter dem Elfenbeintürmen, für sie ist so etwas blanker Hohn und eine glatte Unverschämtheit.

  • 02.02.2010 17:25 Uhr

    von yeaaaaaaaaaaar:

    yeaaaaaaaaar

  • 02.02.2010 17:17 Uhr

    von Lothar Georg Kopp:

    "Ich ficke, Du fickst, er, sie, es ficken" formulierte schon Reich-Ranicki mit 90 Jahren! Genauso so hört sich der RAP der "KIZ`ler" an. Grauenhaft. Insofern: toller Kommentar! Treffend!

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