Der Frauenanteil unter Managern wird und wird nicht höher. Wie Frauen am Aufstieg in Top-Positionen gehindert werden, zeigt eine neue Studie des Sinus-Institutsvon Heide Oestreich
einfach nur peinlich diese Debatte, wenn eine Frau in ihrem Bereich/Beruf gut ist oder gar hervorsticht, wird das auch entsprechend gewürdigt. Das Problem ist eher dass man den Eintritt in eine Führungsposition eben nicht planen kann, und wenns dann "schief geht" werden schnell naive Gründe von naiven Personen hervorgeholt. Irgendwo müssen sich die "betroffenen" ja festhalten...
25.11.2009 15:50 Uhr
von Mensch:
Ein Großteil der Frauenbewegung ist doch eine Farce! Wenn man sich die Situation in unserem Land mal genauer ansieht und gesellschaftliche Normen überdenkt, wird man schnell feststellen, dass durch die ganzen guten Bemühungen der weiblichen Emanzipation Männer äußerst stark gelitten haben. So haben es Jungs erwiesenermaßen schwerer in der Schule. Darüber wird aber nur selten geredet, weil es sich für eine emanzipierte Gesellschaft nicht gehört. Auch Gewalttaten in Beziehungen gehen mindestens zur Hälfte von Frauen aus. Es gibt viele Frauen, die sehr gut darin sind, Männer emotional fertig zu machen. Schön zu beobachten auch in der Öffentlichkeit: heterosexuelles Paar streitet sich, Frau macht den Typen vor der ganzen Fußgängerzone nieder und er darf sich nicht wehren weil sich das angeblich nicht gehört. Ergebnis: Mann steht wie ein Idiot da. Gut zu sehen auch in Film und Fernsehen. Auch Sorgerrechtsurteile sind absolut ungerecht. Wer einem Jungen seinen Vater nimmt, missbraucht das Kind in seiner Entwicklung zu einem selbstbewussten Mann. Gut zu erkennen an den Klischee-Nerds in der Disko, die in ihrer Kindheit ausschließlich Kontakt zu Frauen hatten und denen die ganze Zeit eingeredet wurde, sie dürften nicht aggressiv sein, müssten immer Achtung vor der Frau haben auch wenn die das Maul mal richtig aufreißt und sollen ihr Geschlecht verleugnen. Diese Menschen haben es in ihrem Leben enorm schwer und können sich allesamt bei vorgestrigen Power-Emanzen bedanken. Frage mich ob Alice Schwarzer und Co Spaß an solchen verunmännlichten Männern haben.
Dass der Frauenanteil in Führungpositionen zu gering ist, steht außer Debatte. Auch, dass es dafür ein Bewusstsein braucht. Nur vergessen wir bei all den gutgemeinten Debatten, die Realität im Auge zu behalten. Fast jeder Selbstmörder ist ein Mann. Aus einer Scheidung gehen fast immer nur gebrochene Männer hervor. Mehr Mädchen machen Abitur. Mädchen sind besser in der Schule. Und so weiter und so fort. Auch schön: Mädels gehen nach dem Abi ein Jahr nach Australien. Jungs werden im Wehrdienst als Sklaven missbraucht. Das kanns doch nicht sein oder?
25.11.2009 13:12 Uhr
von Susi Sorglos:
Ob nun Alphamännlein oder Alphaweibchen: Sind doch eh' alles nur Aliens, Borg: «Ihr werdet assimiliert werden, Widerstand ist zwecklos.»
25.11.2009 12:41 Uhr
von DreckigerKapitalist:
@Nicolas """ Die Quote hat dort, wo sie eingesetzt wurde, bei den Grünen, bis heute nachhaltig gewirkt. Nirgendwo sind Frauen derartig gleichberechtigt eingebunden. """
Na und ?
Mich als Bürger interessiert eigentlich die Qualität der Ergebnisse von Politik und nicht so sehr die Geschlechtsteile der Betroffenen.
Immerhin haben wir ja jetzt eine EU-Außenministerin, die so aussieht, als ob sie für eine solche Qualität bürgt, oder vertu ich mich da ?
25.11.2009 11:09 Uhr
von Nicolas:
Sehr gut geschriebener Artikel, das muss man(n) zugeben. Wer die Zeiten von Emma, Courage und anderen feministischen Zeitschriften noch erlebt hat, der hatte Hoffnungen, dass sich gleiche Rechte durchsetzen. 'Bloss keine Quoten', warnten damals die Verantwortlichen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Schritt für Schritt würde sich die Gleichberechtigung ohne Quote viel besser durchsetzen, sagten sie. Denkste! Es war Lug und Betrug. Und der damalige Schwung der Emanzipation ist zum Rinnsaal verkommen, mit Alice Schwarzer und der noch alle 3 Monate erscheinenden Emma als fossilem 'Restbestand'. Heutige Frauen aus der Generation Shopping haben kaum noch Begriff vom damals Gemeinten, denn es ging ja nicht um individuelle Träume, sondern um Strukturveränderungen, die dann aber auch für individuelle Karrieren wichtig wären. Der Gedanke gleicher Rechte ist geblieben, der Gedanke, dafür auch zu kämpfen, ist weitgehend verschwunden. Und man(n) fragt sich, woran das liegt. Die Quote hat dort, wo sie eingesetzt wurde, bei den Grünen, bis heute nachhaltig gewirkt. Nirgendwo sind Frauen derartig gleichberechtigt eingebunden. Und die Partei 'Die Linke' zieht in NRW nach und besetzte die Kandidaten/innen für den nächsten Landtag nach dem Reißverschlußsystem. Also das System, wie es auch für Aufsichtsräte, Vorstände, Fernsehräte, Gewerkschaften usw. gesetzlich zu gelten hätte, übrigens auch bei Talkshows berücksichtigt werden sollte. Es ist widerwärtig, dort oft reine Männerrunden ertragen zu müssen, leider auch bei Will und Maischberger. Was für ein Hohn. Die Quatscherei, Gleichberechtigung würde sich ohne Quote durchsetzen, war verlogen.
25.11.2009 10:44 Uhr
von DreckigerKapitalist:
@Janna """ Wir sollten die Emanzipation als Emanzipation von den Gender-Normen an sich betrachten, und die gehen uns alle an! """
Das musste ja kommen. Eigentlich hat es sich in der Menschheitsgeschichte ganz gut bewährt, 2 Geschlechter mit klarem Profil zu haben. Aber die Mädels von heute wissen es natürlich besser.
Dafür müssen dann schon mal Opfer gebracht werden :
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&item=580
25.11.2009 10:40 Uhr
von DreckigerKapitalist:
Es ist aus wirtschaftlicher Sicht vollkommen unlogisch, aufgrund von Vorurteilen irgendjemanden zu benachteiligen. Und deshalb geschieht es nicht:
Wenn Frauen wirklich bei ANSONSTEN GLEICHEN BEDUNGUNGEN weniger Chancen hätten, müssete es Unternehmen geben, die das ausnutzen und z.B. vorwiegend Frauen als Ingenieure oder Führungskräfte einstellen. Diese Unternehmen würden entsprechend erforlgreich sein und im Wettbewerb gewinnen.
Das das nicht geschieht, stimmt die Annahme der 'Ansonsten gleichen Bedingungen' nicht.
Frauen sind wahrscheinlich weniger bereit, die *informellen* Voraussetzungen für Führungspositionen zu erfüllen, z.B. nach 18 Uhr an irgendwelchen blödsinnigen Meetings teilzunehmen, Präsenz und Sitzfleisch zu zeigen.
Das ist eine freie (und nach meiner Meinung vernünftige) Entscheidung, aber sie hat natürlich Folgen im Guten wie im Bösen.
Der Genderwahnsinn ist die übliche infantile Rosinenpickerei von Leuten, die zu feige sind, zu den Folgen Ihrer Prioritätensetzungen zu stehen und die erwarten, dass andere dafür aufkommen.
25.11.2009 10:24 Uhr
von Janna:
Es ist doch erstaunlich, was für Emotionen dieses Thema immer wieder provoziert (siehe Kommentare). Schade nur, dass diese Emotionen nicht etwas konstruktiver genutzt werden können.
Liebe Männer, liebe Frauen, wir leiden doch alle unter diesen Vorurteilen? Wer hat denn Lust, permanent an dem Parameter Männlichkeit/Weiblichkeit gemessen zu werden und sich den entsprechenden Konventionen gemäß verhalten zu müssen?
Wir sollten die Emanzipation als Emanzipation von den Gender-Normen an sich betrachten, und die gehen uns alle an!
Übrigens, das Bild der frustrierten Emanze ist nun wahrlich überstrapaziert und langweilig...
25.11.2009 10:00 Uhr
von dietah:
Macht, Macht, Macht. Das ist doch das Einzigste um was es in eurer sogenannten Emanzipation noch geht.
Ersten haben wir dringenderes zu tun.
Und zweitens, warum sollten sich die restlichen 99 % der Menschheit in irgendeiner Weise für solcherlei Dinge einsetzen?
Da die bisherigen weiblichen WunderkinderIn sich als genauso machtgeil, inkompetent und lernresistent wie ihre männlichen Pendants erwiesen haben.
Also die Fassade austauschen? Hmmm... JAAAAA... Nächste Woche! Eventuell.
25.11.2009 09:48 Uhr
von Markus Schmidt:
Alle paar monate dieselbe leier: frauen kriegen weniger geld, sind seltener führerinnen ... und das sei benachteilgung und müsse geändert werden.
Es ist aber nun einmal logisch, dass es in einer hierarchischen gesellschaft immer nur eine minderheit zum führer oder zur führerin bringen kann. Also ist es doch wurscht, ob mann oder frau führer ist, denn die große mehrheit der männer und frauen sind keine führer.
Und was das geld, den lohnarbeitslohn angeht kriegen auch die männer nicht alle dasselbe bezahlt. Wer meint, die heilige oder zumindest alternativlose marktwirtschaft bekomme es nicht einmal auf die reihe, gleiche lohnarbeit gleich (zwischen mann und frau, ausländer oder inländer usw. usf.) zu entlohnen sollte sich doch fragen, was dieses wirtschaftssystem überhaupt taugt. Und was es nützt dafür zu sorgen, dass frau x und herr y gleich bezahlt werden, ohne den lohnunterschied zwischen frau x und frau z zu lösen.
Wer marktwirtschaften will, darf sich nicht über die folgen beschweren - auch nicht darüber, dass dann evt. ein mann mehr kriegt. Und wer das führerprinzip vertritt darf sich nicht darüber beklagen am ende halt von einem mann geführt zu werden.
24.11.2009 17:07 Uhr
von vika:
Zu Herrn von Pseudoproblems Grundfragen:
kann man diesen Seximus in Reinform denn tatsächlich diskutieren?
Frauen in Assistenztätigkeiten und als hübsche Empfangsdamen, abends Selbstverwirklichung in der glücklichen Liebesbeziehung mit einem erfolgreichen Mann?
Geht's noch!?
24.11.2009 15:00 Uhr
von anke:
Ich gestehe: Ich habe Vorurteile. Nach reiflicher Prüfung der Umstände bin ich nämlich zu der Auffassung gelangt, Macht wäre zwar tatsächlich die "Fähigkeit von Individuen und Gruppen, auf das Verhalten und Denken sozialer Gruppen oder Personen – in ihrem Sinn und Interesse – einzuwirken", allerdings glaube ich dem Lexikon nicht, dass die Ausübung von Macht über Zwang erfolgen KANN. Meiner Meinung nach MUSS die Ausübung von Macht über Zwang erfolgen, zumindest dann, wenn das Wort IHREM vor den Worten SINN und INTERESSE sich auf die aktuell Mächtigen bezieht, nicht auf die anderen.
Die imaginären Forscherinnen des imaginären Consinus-Institutes haben denn auch lediglich drei Gruppen unter den von ihnen repräsentativ umgefragten imaginären Managerinnen ausgemacht: diejenige, die Männern die Machtkompetenz qua Y-Cromosom absprechen, diejenige, die Männer in Autetizitätskonflikte und die Führungsposition damit in die Bredouille geraten sieht und die, die Männern nachsagen, sie stünden sich selbst im Weg. (Wie sich das Männerbild der drei Gruppe unterscheidet, verschweigt die Höflichkeit der Forscherinnen, vielleicht sogar bewusst.) Eine Gruppe, die – etwa im Sinne der Selbstkritik – befindet, dass das personelle Ungleichgewicht womöglich etwas mit ihrer Person zu tun haben könnte, dass also nicht die Männer sondern die auf den Status Quo (weiblich) zugeschnittenen Ziele, Definitionen und Strukturen das Problem seien, gibt es bezeichnenderweise nicht. Nicht einmal in der Fantasie der Forscherinnen.
Und nun noch einmal mein Vorurteil. Es besagt, dass Führungskraft nur derjenige werden muss, der nicht selber arbeiten will. Das Führungsstreben wäre demnach der Versuch, den eigenen Vorteil zu maximieren, den eigenen Nachteil hingegen zu minimieren - und zwar durch "Umverteilung von oben nach unten". Wer es endlich geschafft hat, die Fäden in die Hand zu bekommen, wäre nach dieser Prämisse schön dumm, würde er die Ursache irgendwelcher Probleme in sich selber suchen. Würde er sie da nämlich finden, müsste er selbst aktiv werden - oft sogar zum eigenen Nachteil. Und wozu wäre man dann mächtig?
Schuld, so das einhellige Postulat der Mächtigen, sind die anderen. 'Sollen die doch was ändern an meiner Macht, wenn sie mir nicht dienen wollen'. Verantwortung, fürchte ich, geht irgendwie anders.
24.11.2009 14:20 Uhr
von Pseudoprobleme:
Nicht schlecht geschrieben.
Aber: Kann man denn wirklich durch eine Quotenregelung dieses Problem lösen? Ich glaube nicht. Grade in der Wirtschaft funktioniert Reglementierung kontraproduktiv.
Es geht in erster Linie um Kompetenzen und Erfahrung.
Dass bestimmte männliche Führungskreise konservativ eingestellt sind, ist kein Geheimnis. Andererseits steht es jeder Frau frei, sich selbstständig zu machen und - falls sich die Firma gut entwickelt - auch nur Frauen einzustellen. Das wäre aber idiotisch.
Außerdem ist die Grundfrage:
+ Muss denn in jeder Position in der BRD ein 1:1 Verhältnis zwischen den Geschlechtern herrschen? Muss das unbedingt bürokratisch geregelt werden? Wie hoch sind (jetzt schon) die Kosten für die Gender-Bürokratie?
+ Ist es denn nicht so, dass manche Stellen nur an Frauen vergeben werden wegen ihres Aussehens? (Assistenzstellen, Empfang usw.)
+ Sind denn viele sogenannte "GenderexpertInnen" nicht in Wahrheit verkrampfte Emanzen, die aufgrund überzogener Ansprüche nie eine glückliche Liebesbeziehung erleben durften?
Und zu Frau Merkel:
Sie sollte sich schämen für die gesellschaftlichen Zustände in diesem Land. Stattdessen wird eine Politik für ohnehin schon Reiche betrieben. Pfui Teufel.
Meiner Meinung nach ist sie machtgeil und charakterschwach. Sie könnte viel mehr für Gerechtigkeit eintreten, wenn sie nur wollte. Aber sie will ja nicht.
Leserkommentare
27.12.2009 18:21 Uhr
von conerich:
einfach nur peinlich diese Debatte, wenn eine Frau in ihrem Bereich/Beruf gut ist oder gar hervorsticht, wird das auch entsprechend gewürdigt. Das Problem ist eher dass man den Eintritt in eine Führungsposition eben nicht planen kann, und wenns dann "schief geht" werden schnell naive Gründe von naiven Personen hervorgeholt. Irgendwo müssen sich die "betroffenen" ja festhalten...
25.11.2009 15:50 Uhr
von Mensch:
Ein Großteil der Frauenbewegung ist doch eine Farce! Wenn man sich die Situation in unserem Land mal genauer ansieht und gesellschaftliche Normen überdenkt, wird man schnell feststellen, dass durch die ganzen guten Bemühungen der weiblichen Emanzipation Männer äußerst stark gelitten haben. So haben es Jungs erwiesenermaßen schwerer in der Schule. Darüber wird aber nur selten geredet, weil es sich für eine emanzipierte Gesellschaft nicht gehört. Auch Gewalttaten in Beziehungen gehen mindestens zur Hälfte von Frauen aus. Es gibt viele Frauen, die sehr gut darin sind, Männer emotional fertig zu machen. Schön zu beobachten auch in der Öffentlichkeit: heterosexuelles Paar streitet sich, Frau macht den Typen vor der ganzen Fußgängerzone nieder und er darf sich nicht wehren weil sich das angeblich nicht gehört. Ergebnis: Mann steht wie ein Idiot da. Gut zu sehen auch in Film und Fernsehen. Auch Sorgerrechtsurteile sind absolut ungerecht. Wer einem Jungen seinen Vater nimmt, missbraucht das Kind in seiner Entwicklung zu einem selbstbewussten Mann. Gut zu erkennen an den Klischee-Nerds in der Disko, die in ihrer Kindheit ausschließlich Kontakt zu Frauen hatten und denen die ganze Zeit eingeredet wurde, sie dürften nicht aggressiv sein, müssten immer Achtung vor der Frau haben auch wenn die das Maul mal richtig aufreißt und sollen ihr Geschlecht verleugnen. Diese Menschen haben es in ihrem Leben enorm schwer und können sich allesamt bei vorgestrigen Power-Emanzen bedanken. Frage mich ob Alice Schwarzer und Co Spaß an solchen verunmännlichten Männern haben.
Dass der Frauenanteil in Führungpositionen zu gering ist, steht außer Debatte. Auch, dass es dafür ein Bewusstsein braucht. Nur vergessen wir bei all den gutgemeinten Debatten, die Realität im Auge zu behalten. Fast jeder Selbstmörder ist ein Mann. Aus einer Scheidung gehen fast immer nur gebrochene Männer hervor. Mehr Mädchen machen Abitur. Mädchen sind besser in der Schule. Und so weiter und so fort. Auch schön: Mädels gehen nach dem Abi ein Jahr nach Australien. Jungs werden im Wehrdienst als Sklaven missbraucht. Das kanns doch nicht sein oder?
25.11.2009 13:12 Uhr
von Susi Sorglos:
Ob nun Alphamännlein oder Alphaweibchen: Sind doch eh' alles nur Aliens, Borg: «Ihr werdet assimiliert werden, Widerstand ist zwecklos.»
25.11.2009 12:41 Uhr
von DreckigerKapitalist:
@Nicolas
"""
Die Quote hat dort, wo sie eingesetzt wurde, bei den Grünen, bis heute nachhaltig gewirkt. Nirgendwo sind Frauen derartig gleichberechtigt eingebunden.
"""
Na und ?
Mich als Bürger interessiert eigentlich die Qualität der Ergebnisse von Politik und nicht so sehr die Geschlechtsteile der Betroffenen.
Immerhin haben wir ja jetzt eine EU-Außenministerin, die so aussieht, als ob sie für eine solche Qualität bürgt, oder vertu ich mich da ?
25.11.2009 11:09 Uhr
von Nicolas:
Sehr gut geschriebener Artikel, das muss man(n) zugeben. Wer die Zeiten von Emma, Courage und anderen feministischen Zeitschriften noch erlebt hat, der hatte Hoffnungen, dass sich gleiche Rechte durchsetzen. 'Bloss keine Quoten', warnten damals die Verantwortlichen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Schritt für Schritt würde sich die Gleichberechtigung ohne Quote viel besser durchsetzen, sagten sie. Denkste! Es war Lug und Betrug. Und der damalige Schwung der Emanzipation ist zum Rinnsaal verkommen, mit Alice Schwarzer und der noch alle 3 Monate erscheinenden Emma als fossilem 'Restbestand'. Heutige Frauen aus der Generation Shopping haben kaum noch Begriff vom damals Gemeinten, denn es ging ja nicht um individuelle Träume, sondern um Strukturveränderungen, die dann aber auch für individuelle Karrieren wichtig wären. Der Gedanke gleicher Rechte ist geblieben, der Gedanke, dafür auch zu kämpfen, ist weitgehend verschwunden. Und man(n) fragt sich, woran das liegt. Die Quote hat dort, wo sie eingesetzt wurde, bei den Grünen, bis heute nachhaltig gewirkt. Nirgendwo sind Frauen derartig gleichberechtigt eingebunden. Und die Partei 'Die Linke' zieht in NRW nach und besetzte die Kandidaten/innen für den nächsten Landtag nach dem Reißverschlußsystem. Also das System, wie es auch für Aufsichtsräte, Vorstände, Fernsehräte, Gewerkschaften usw. gesetzlich zu gelten hätte, übrigens auch bei Talkshows berücksichtigt werden sollte. Es ist widerwärtig, dort oft reine Männerrunden ertragen zu müssen, leider auch bei Will und Maischberger. Was für ein Hohn. Die Quatscherei, Gleichberechtigung würde sich ohne Quote durchsetzen, war verlogen.
25.11.2009 10:44 Uhr
von DreckigerKapitalist:
@Janna
"""
Wir sollten die Emanzipation als Emanzipation von den Gender-Normen an sich betrachten, und die gehen uns alle an!
"""
Das musste ja kommen. Eigentlich hat es sich in der Menschheitsgeschichte ganz gut bewährt, 2 Geschlechter mit klarem Profil zu haben. Aber die Mädels von heute wissen es natürlich besser.
Dafür müssen dann schon mal Opfer gebracht werden :
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&item=580
25.11.2009 10:40 Uhr
von DreckigerKapitalist:
Es ist aus wirtschaftlicher Sicht vollkommen unlogisch, aufgrund von Vorurteilen irgendjemanden zu benachteiligen. Und deshalb geschieht es nicht:
Wenn Frauen wirklich bei ANSONSTEN GLEICHEN BEDUNGUNGEN weniger Chancen hätten, müssete es Unternehmen geben, die das ausnutzen und z.B. vorwiegend Frauen als Ingenieure oder Führungskräfte einstellen. Diese Unternehmen würden entsprechend erforlgreich sein und im Wettbewerb gewinnen.
Das das nicht geschieht, stimmt die Annahme der 'Ansonsten gleichen Bedingungen' nicht.
Frauen sind wahrscheinlich weniger bereit, die *informellen* Voraussetzungen für Führungspositionen zu erfüllen, z.B. nach 18 Uhr an irgendwelchen blödsinnigen Meetings teilzunehmen, Präsenz und Sitzfleisch zu zeigen.
Das ist eine freie (und nach meiner Meinung vernünftige) Entscheidung, aber sie hat natürlich Folgen im Guten wie im Bösen.
Der Genderwahnsinn ist die übliche infantile Rosinenpickerei von Leuten, die zu feige sind, zu den Folgen Ihrer Prioritätensetzungen zu stehen und die erwarten, dass andere dafür aufkommen.
25.11.2009 10:24 Uhr
von Janna:
Es ist doch erstaunlich, was für Emotionen dieses Thema immer wieder provoziert (siehe Kommentare). Schade nur, dass diese Emotionen nicht etwas konstruktiver genutzt werden können.
Liebe Männer, liebe Frauen, wir leiden doch alle unter diesen Vorurteilen? Wer hat denn Lust, permanent an dem Parameter Männlichkeit/Weiblichkeit gemessen zu werden und sich den entsprechenden Konventionen gemäß verhalten zu müssen?
Wir sollten die Emanzipation als Emanzipation von den Gender-Normen an sich betrachten, und die gehen uns alle an!
Übrigens, das Bild der frustrierten Emanze ist nun wahrlich überstrapaziert und langweilig...
25.11.2009 10:00 Uhr
von dietah:
Macht, Macht, Macht.
Das ist doch das Einzigste um was es in eurer sogenannten Emanzipation noch geht.
Ersten haben wir dringenderes zu tun.
Und zweitens, warum sollten sich die restlichen 99 % der Menschheit in irgendeiner Weise für solcherlei Dinge einsetzen?
Da die bisherigen weiblichen WunderkinderIn sich als genauso machtgeil, inkompetent und lernresistent wie ihre männlichen Pendants erwiesen haben.
Also die Fassade austauschen? Hmmm... JAAAAA... Nächste Woche! Eventuell.
25.11.2009 09:48 Uhr
von Markus Schmidt:
Alle paar monate dieselbe leier: frauen kriegen weniger geld, sind seltener führerinnen ... und das sei benachteilgung und müsse geändert werden.
Es ist aber nun einmal logisch, dass es in einer hierarchischen gesellschaft immer nur eine minderheit zum führer oder zur führerin bringen kann. Also ist es doch wurscht, ob mann oder frau führer ist, denn die große mehrheit der männer und frauen sind keine führer.
Und was das geld, den lohnarbeitslohn angeht kriegen auch die männer nicht alle dasselbe bezahlt. Wer meint, die heilige oder zumindest alternativlose marktwirtschaft bekomme es nicht einmal auf die reihe, gleiche lohnarbeit gleich (zwischen mann und frau, ausländer oder inländer usw. usf.) zu entlohnen sollte sich doch fragen, was dieses wirtschaftssystem überhaupt taugt. Und was es nützt dafür zu sorgen, dass frau x und herr y gleich bezahlt werden, ohne den lohnunterschied zwischen frau x und frau z zu lösen.
Wer marktwirtschaften will, darf sich nicht über die folgen beschweren - auch nicht darüber, dass dann evt. ein mann mehr kriegt.
Und wer das führerprinzip vertritt darf sich nicht darüber beklagen am ende halt von einem mann geführt zu werden.
24.11.2009 17:07 Uhr
von vika:
Zu Herrn von Pseudoproblems Grundfragen:
kann man diesen Seximus in Reinform denn tatsächlich diskutieren?
Frauen in Assistenztätigkeiten und als hübsche Empfangsdamen, abends Selbstverwirklichung in der glücklichen Liebesbeziehung mit einem erfolgreichen Mann?
Geht's noch!?
24.11.2009 15:00 Uhr
von anke:
Ich gestehe: Ich habe Vorurteile. Nach reiflicher Prüfung der Umstände bin ich nämlich zu der Auffassung gelangt, Macht wäre zwar tatsächlich die "Fähigkeit von Individuen und Gruppen, auf das Verhalten und Denken sozialer Gruppen oder Personen – in ihrem Sinn und Interesse – einzuwirken", allerdings glaube ich dem Lexikon nicht, dass die Ausübung von Macht über Zwang erfolgen KANN. Meiner Meinung nach MUSS die Ausübung von Macht über Zwang erfolgen, zumindest dann, wenn das Wort IHREM vor den Worten SINN und INTERESSE sich auf die aktuell Mächtigen bezieht, nicht auf die anderen.
Die imaginären Forscherinnen des imaginären Consinus-Institutes haben denn auch lediglich drei Gruppen unter den von ihnen repräsentativ umgefragten imaginären Managerinnen ausgemacht: diejenige, die Männern die Machtkompetenz qua Y-Cromosom absprechen, diejenige, die Männer in Autetizitätskonflikte und die Führungsposition damit in die Bredouille geraten sieht und die, die Männern nachsagen, sie stünden sich selbst im Weg. (Wie sich das Männerbild der drei Gruppe unterscheidet, verschweigt die Höflichkeit der Forscherinnen, vielleicht sogar bewusst.) Eine Gruppe, die – etwa im Sinne der Selbstkritik – befindet, dass das personelle Ungleichgewicht womöglich etwas mit ihrer Person zu tun haben könnte, dass also nicht die Männer sondern die auf den Status Quo (weiblich) zugeschnittenen Ziele, Definitionen und Strukturen das Problem seien, gibt es bezeichnenderweise nicht. Nicht einmal in der Fantasie der Forscherinnen.
Und nun noch einmal mein Vorurteil. Es besagt, dass Führungskraft nur derjenige werden muss, der nicht selber arbeiten will. Das Führungsstreben wäre demnach der Versuch, den eigenen Vorteil zu maximieren, den eigenen Nachteil hingegen zu minimieren - und zwar durch "Umverteilung von oben nach unten". Wer es endlich geschafft hat, die Fäden in die Hand zu bekommen, wäre nach dieser Prämisse schön dumm, würde er die Ursache irgendwelcher Probleme in sich selber suchen. Würde er sie da nämlich finden, müsste er selbst aktiv werden - oft sogar zum eigenen Nachteil. Und wozu wäre man dann mächtig?
Schuld, so das einhellige Postulat der Mächtigen, sind die anderen. 'Sollen die doch was ändern an meiner Macht, wenn sie mir nicht dienen wollen'. Verantwortung, fürchte ich, geht irgendwie anders.
24.11.2009 14:20 Uhr
von Pseudoprobleme:
Nicht schlecht geschrieben.
Aber: Kann man denn wirklich durch eine Quotenregelung dieses Problem lösen? Ich glaube nicht. Grade in der Wirtschaft funktioniert Reglementierung kontraproduktiv.
Es geht in erster Linie um Kompetenzen und Erfahrung.
Dass bestimmte männliche Führungskreise konservativ eingestellt sind, ist kein Geheimnis. Andererseits steht es jeder Frau frei, sich selbstständig zu machen und - falls sich die Firma gut entwickelt - auch nur Frauen einzustellen. Das wäre aber idiotisch.
Außerdem ist die Grundfrage:
+ Muss denn in jeder Position in der BRD ein 1:1 Verhältnis zwischen den Geschlechtern herrschen? Muss das unbedingt bürokratisch geregelt werden? Wie hoch sind (jetzt schon) die Kosten für die Gender-Bürokratie?
+ Ist es denn nicht so, dass manche Stellen nur an Frauen vergeben werden wegen ihres Aussehens? (Assistenzstellen, Empfang usw.)
+ Sind denn viele sogenannte "GenderexpertInnen" nicht in Wahrheit verkrampfte Emanzen, die aufgrund überzogener Ansprüche nie eine glückliche Liebesbeziehung erleben durften?
Und zu Frau Merkel:
Sie sollte sich schämen für die gesellschaftlichen Zustände in diesem Land. Stattdessen wird eine Politik für ohnehin schon Reiche betrieben. Pfui Teufel.
Meiner Meinung nach ist sie machtgeil und charakterschwach. Sie könnte viel mehr für Gerechtigkeit eintreten, wenn sie nur wollte. Aber sie will ja nicht.
Ausspucken!