• 23.07.2010

Studie über K-Gruppen

Große Bizarre Kulturrevolution

Die antiautoritäre Bewegung überließ sich in den 1970ern den maoistischen Gruppen. Unter ihrem Einfluss wurde ein ungeschminkter Nationalismus vertreten.von Felix Baum

  • 27.07.2010 12:28 Uhr

    von Fandorin:

    @Hena

    Die undogmatische Linke kneift leider auch wenn es darum geht unter den eigenen Teppich zu schauen. Ich finde dieses Buch war schon lange überfällig. Lieber Kritik aus dem eigenen Lager als die Lesart kaltkriegerischer Antikommunisten.

  • 27.07.2010 12:24 Uhr

    von Richard Fährmann:

    @von Holger B.:

    "Wer ist denn Jens Benicke, der sich anmaßt, über eine Zeit, eine Bewegung, über Menschen und Organisationen zu urteilen, die den Versuch unternahmen, 14 Jahre nach dem KPD-Verbot eine neue revolutionäre Partei in der BRD aufzubauen?"

    Wieso, wer bist du denn Holger?

    Schön. Eine "Revolutionäre Bewegung" die einem diktatorischem Massenmörder namens Mao unterstellt ist. Darf man diesbezüglich auch nichts gegen die "nationalrevolutionäre" NPD sagen, die "nur" den Versuch unternahm nach NSDAP und SRP Verbot eine neue verfassungsfeindliche Partei aufzubauen?

    "Wir kämpften für eine andere Gesellschaft. Wir unterstützten die Befreiungskämpfe der unterdrückten Völker in Vietnam und Kambodscha, in Afrika und Lateinamerika - aber auch in Palästina, womit dieser Herr Benicke wohl auch seine Probleme hat."

    Kambodscha? Ihr habt also quasi für Pol Pot und die roten Khmer gekämpft? Das damit Herr Benicke ein Problem hat, kann ich ihm nicht verdenken. Gut das dass mit eurer "anderen Gesellschaft" nicht geklappt hat. Eine andere Gesellschaft ist nicht automatisch eine bessere! Wenn du lieber einen steingewordenen Kommmunismus mit übermenschlichen Antlitz haben willst, dann besuch mal Nordkorea oder Weißrussland. Nimm dir aber schön viel zu essen mit!

  • 25.07.2010 12:57 Uhr

    von Holger B.:

    Wer ist denn Jens Benicke, der sich anmaßt, über eine Zeit, eine Bewegung, über Menschen und Organisationen zu urteilen, die den Versuch unternahmen, 14 Jahre nach dem KPD-Verbot eine neue revolutionäre Partei in der BRD aufzubauen? Ich bezweifle, ob sich dieser Herr Benicke jemals mit den Programmen der marxistisch-leninistischen Organsiationen der siebziger Jahre auseinandergesetzt hat. Ob er jemals die Reden und Aufsätze, die Programme der Thälmann-KPD gelesen (und verstanden) hat?

    Wir kämpften für eine andere Gesellschaft. Wir unterstützten die Befreiungskämpfe der unterdrückten Völker in Vietnam und Kambodscha, in Afrika und Lateinamerika - aber auch in Palästina, womit dieser Herr Benicke wohl auch seine Probleme hat.

    Und wer bei der Forderung nach einem unabhängigen, vereinten und SOZIALISTISCHEN Deutschland an die "Rückgabe der Ostgebiete" denkt, dem muss man unterstellen, dass er kein Interesse an der Aufarbeitung der 70er Jahre hat, sondern nur Kohle machen will (bei einem Ladenpreis von 20 Euro bleibt für den Autor schon noch 'was übrig).

    Herr Baum, ich kann ja verstehen, dass Sie ein Buch, dass Ihnen als Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos überlassen wurde, rezensieren müssen. Aber hätten Sie sich dafür nicht eine andere Zeitung suchen können?

    Holger B.
    (kommunistischer Student der 70er Jahre)


  • 24.07.2010 13:59 Uhr

    von Richard Fährmann:

    Ich bin in der DDR geboren und finde es ziemlich absurd das Leute die auf individuelle Freiheit geschworen haben und den Spießer verflucht haben dieses System hofierten. Ähnlich absurd ist die Lobhudelei für Mao, Lenin und Milosovic. Nicht alles was sich antkapitalistisch gebärdet muß deswegen rosa verfärbt werden. Man muß seine Helden nicht unbedingt in undemokratischen Regimen suchen.

  • 23.07.2010 18:37 Uhr

    von hena:

    das ist doch nicht zu fassen.
    Da wird allein die nationalistische und antizionistische richtung in den K-Gruppen
    behandelt.
    Es gab dort durchaus kritische Positionen zu
    beiden themenbereichen
    und-
    die antiautoritäre Linke hat nur überlebt, weil sich
    aus ihr konkrete Organisationen mit durchaus
    erfolgreicher Politik entwickelten.
    Dass DKP und die nationalistische MLPD ÜBERLEBT HABEN,
    hat seine Ursachen in der altkommunistischen tradition
    in deutschland.
    Beide Organisationen haben realpolitisch nichts mehr zu sagen.
    Besonders die DKP mit ihren 2 Linien kämpft ums Überleben.
    Was aber entstanden ist. ist die undogmatische Linke
    in der Partei der Linken - die fundamentalisten kommen aus der alten DDR und haben nur wenige anhänger

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