• 07.09.2010

Studie über Finanzkompetenz

Viele Junge wissen wenig über Geld

Gerade in unteren Einkommensgruppen ist bei jungen Menschen wenig über staatliche Hilfen zur Altersvorsorge oder strategische Vermögensplanung bekannt.von Heike Holdinghausen

  • 15.09.2010 14:07 Uhr

    von Walter Gerhartz:

    Zum Thema EURO und es gäbe keine Inflation und erhebliche Kaufkraftverluste seit 2002:


    Solange die Staaten und die EU den "Otto Normalbürger" zur Erhebung der Inflationsstatistik immer wieder neu als politisches Gestaltungsobjekt betrachten, wird dem Bürger eine scheinbar niegrige Inflation vorgegaukelt. Die wahre Inflation seit 2002 beträgt zur Zeit ca. 70 - 75 %.
    Die Daten hierzu sind unter dem Link http://www.finanzwissen.de/privatanleger/05-vermoegen-schulden-zins/05-6-geld-geldmenge-inflation.html nachzulesen.

    Nicht nur das uns die Unwahrheit mitgeteilt wird, versucht man auf Politebene den Otto-Normalbürger mit Lügen die Sicht zu vernebeln. Ein Weiterso kann nur durch einen politischen und wirtschaftlichen Schnitt unterbrochen werden.

  • 08.09.2010 12:15 Uhr

    von Andreas Suttor:

    Natürlich möchte der Sparkassen- und Giroverband da helfend tätig werden - um die eigenen, meist nur mit mäßiger Rendite, dafür aber hoher Provision ausgestatteten Produkte an die jungen Kunden zu bringen. Geldanlagen bringen nur Geld, wenn man ordentlich Geld einschießt - was bei jungen Leuten eher nicht der Fall ist. Finanzkompetenz ist, nicht mehr auszugeben als man einnimmt - und sich ansonsten nicht um diesen Quatsch zu kümmern. Es gibt Wichtigeres im Leben.

  • 08.09.2010 10:39 Uhr

    von karakoram:

    Würde man den Menschen Finanzkompetenz vermitteln, wüssten sie auch, dass unser Finanzsystem erst für Leute funktioniert, die Zinsgewinne (!) von mehr als ca. 17000 € (natürlich ein stark ungefähre Zahl) pro Jahr haben. Erlöst man weniger, zahlt man unterm Strich durch die hohe Zinslast auf sämtlichen Verbraucherpreisen drauf, während die Gewinnler mit dem "gut angelegten Geld" noch mehr Kohle generieren. Strategische Vermögensplanung sähe demnach so aus wie das Finale von "Fight Club": Alle Banken in die Luft jagen...

    Zum Thema "Wie Geld funktioniert" hier mal ein heißer Tip:

    http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ&feature=related

    DAS sollte man junge Menschen lehren - was ich im Übrigen aller staatlichen Indoktrination zum Trotz in meinem Politikunterricht tue.

  • 08.09.2010 10:33 Uhr

    von stip:

    Ein Grund, den ich mir gut vorstellen koennte fuer die Unwissenheit: junge Menschen, die derart wenig verdienen, erhalten ihr Geld meist als Form eines Stipendiums, BafOGs, Geschenk von den Eltern oder sonstigen "Beihilfen zum Lebensunterhalt". In diesem Fall ist es relativ egal, ob man weiss, welche Schmankerl der Staat fuer seine brav Steuern zahlenden Kinder hat, als Empfaenger eines nicht steuerpflichtigen Einkommens kann man das naemlich alles knicken. Guenstigere Krankenversicherung? Is nicht, nur die privaten nehmen einen noch zu bezahlbarem Tarif. Riester? Wohnungsfoerderung? Nicht fuer Steuerschmarotzer. Werbungskosten, Umzugskosten usw. koennen von der, nah? - STEUER abgesetzt werden. Juhu! Wer dann von 1000 Euro seine Miete, die Sozialversicherung, die Altersvorsorge, evtl. die Studiengebuehren, den Notgroschen und, ach ja, das ein oder andere Stueck Brot finanzieren soll, hat zum Schluss verstaendlicherweise einfach keinen Bock mehr auf Handelsblatt lesen.

  • 08.09.2010 08:29 Uhr

    von henry:

    Ich bekomme jedesmal Existenzangst wenn ich meinen Rentenbescheid sehe. Mit Inflationsabzug werde ich wohl in die Alterarmut fallen. Trotz erfolgreich abgeschlossenen Studium habe ich nahezu keine Möglichkeit in die private Altersversorgung einzuzahlen. Ich würde mich lieber aus dem staatlichen Rentensystem verabschieden und die horrenden Abschläge für die Rentenversicherung selbst anlegen. Mir ist zwar klar das das Rentensystem auf dem Solidaritätsgedanken basiert, aber wenn die Solidarität dazu führt, dass ich mich selbst in die Abhänigkeit begebe, würde ich lieber darauf verzichten.

  • 08.09.2010 08:25 Uhr

    von speedyem:

    Liebe taz, mal ehrlich: was wollt ihr den Leser/innen genau mit dem Beitrag sagen? Grundsätzlich habe ich mir die Frage gestellt, was denn eigentlich "Finanzkompetenz" ist und vor allem was ein "selbstverständlicher Umgang mit Geld" genau meint? Aber nicht nur begrifflich ist der Beitrag unterstes Niveau, auch von der Auseinandersetzung mit den Zielen der Studie.
    Im Fokus des Sparkassen- und Giroverbandes steht logischerweise die bessere Verwertung von Geld, da diese davon leben! Doch für die "jungen Erwachsenen" ist mit Geld vielfach schlicht und einfach die Frage nach dem Überleben in einer Welt angesagt die durch das Kapital regiert wird. Wenn unklar ist, wie ich das Monatsende um die Runden kommen soll, ist schlicht und einfach weder an Sparen i.e.S. noch an (staatliche?) Altersvorsorge zu denken!
    Sorry, aber unter Journalismus verstehe ich etwas anders!

  • 08.09.2010 02:23 Uhr

    von vic:

    Staatliche Hilfen?
    Der "Staat" hilft nur denen, die nicht auf Hilfe angewiesen sind.

  • 07.09.2010 20:14 Uhr

    von Intrepid Ibex:

    Bei dem was die Jgend verdient lohnt es sich kaum darüber Gedanken zu machen.Kein Geld --> keine Gedanken.

  • 07.09.2010 19:28 Uhr

    von knus horlanski:

    finanzkompetenz? lol. wofür brauche ich die denn -dafür dass ich mir im alter täglich 200g verschimmeltes brot und ein paar wurstpellen mehr leisten kann als andere?

  • 07.09.2010 18:53 Uhr

    von Daniel:

    Was mir an dieser Stelle fehlt wäre ein Hinweis wie ich als betroffener junger Mensch ein solches Wissen erlangen kann. Gibt es zum Beispiel empfelenswerte Literatur?

  • 07.09.2010 18:32 Uhr

    von Wolfgang:

    Es gibt so viele Punkte, in denen heutige junge Menschen nicht ausgebildet werden, um ihr Leben zu meistern.
    Das hier angesprochene Geld ist ein Punkt. Versicherungen gehören gleich mit dazu. Welche sind wichtig, welche unnütz?
    Aber auch: Was bedeutet Ehe? Was ist wichtig bei der Partnerwahl? Was muss man tun, um eine Ehe zu erhalten?
    Wie geht man mit dem Internet um? Wie vermeidet man Spuren? Was darf man auf keinen Fall im Internet hinterlassen?
    Warum ist Schule und Ausbildung wichtig? Was bedeutet es, von Hartz4 zu leben? Warum heißt "Null Bock" lebenslange Armut?
    Wie erkennt man Sekten, die einen der Familie, den Freunden und der Gesellschaft entfremden wollen? Wie schwer ist es, einen Rückweg daraus zu finden?
    Wohin führen Drogen oder Alkoholismus? Wie schwer ist es, davon weg zu kommen?
    Warum ist Zigarettenkonsum nicht cool? Wie schwer ist es, davon weg zu kommen? Wieviel kostet das im Jahr?
    Die Liste ließe sich beliebig erweitern.

  • 07.09.2010 18:31 Uhr

    von franziska.qu:

    Ha, ha, ha. Glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass die Menschen in den Einkommensbereichen von unter 1.000 Euro (was eigentlich? Brutto oder Netto?) wirklich noch etwas für ihre Altersversorgung oder gar (staun!) Vermögensplanung zurücklegen können?
    Da wurde bei der Studie "Finanzkompetenz junger Erwachsener" offensichtlich übersehen, dass 1000,- € Lohn seit der Währungsumstellung nicht den Wert von früher 2000,-DM haben!!! 2000,-DM war (zumindest Netto) ein sehr guter Lohn, 2000,- DM Brutto waren nicht viel. Aber da seit der Währungsreform (angeblich) nichts teurer geworden ist und die Umrechnung ja völlig reel erfolgte (zumindest der Löhne)hat sich im Lohn/Preisverhältnis ja scheinbar in der Wahrnehmung der Autoren dieser Studie nichts geändert. Oh, bevor ich's vergesse, in der Wahrnehmung der Menschen schon. Die Menschen im Lande bilden sich doch tatsächlich ein, dass ein Kaffe für 2,-€ nicht 2,-DM sondern umgerechnet 4,-DM kostet. Aber alles nur "gefühlt", immer mehr Menschen, gerade in den Niedrigstlohngruppen (eben unter 1000,-€) kommen mit dem arbeitend verdienten Gehalt nicht mehr zurecht und konsumieren auf Pump. Gefühlt aber nur, eh klar.
    Also, irreführend und lächerlich diese Studio. Gibt's sonst irgendwo noch eine Studie?

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