• 27.11.2008

Studentenzeitschrift der Humboldt-Uni

Geld nur für genehme Berichterstattung

Die "UnAufgefordert" ist in Gefahr. Das zuständige Studierendenparlament will ihr den Geldhahn zudrehen. Grund sind divergierende Ansichten über Genderfragen, Demokratie und die Aufgabe von Journalismus.von Nina Apin

  • 26.12.2008 02:14 Uhr

    von war-mal-Unaufler:

    die UnAUF wird es immer geben, schon im letzten Jahrtausend gab es diese irrsinnigen und stumpfsinnigen Grabenkaempfe und wir haben immer gewonnen - weil wir einfach naeher an der realitaet sind, schneller ticken und einfallsreicher sind als diese Minderheiten-Parlamentarier.

    UnAUF forever

  • 02.12.2008 16:14 Uhr

    von Gesa:

    Dass das zum ersten Mal passiert, stimmt leider nicht - denselben Streit haben wir auch schon ausgefochten. Wir standen auch einige Zeit ohne Haushalt da und mussten eine Not-Unaufgefordert machen. Und ich wette: Auch diesmal kriegt der Refrat die Unauf nicht klein!

  • 02.12.2008 12:36 Uhr

    von Katrin:

    Hoffentlich bekommt Ihr das hin am 17.12.

    Katrin, Mitbegründerin

  • 28.11.2008 21:27 Uhr

    von Sascha:

    also dann mal los:
    - manche mögen den antrag der "unauf" aus den im artikel geschilderten gründen abgelehnt haben. andere vielleicht auch einfach nur, weil die redaktion in ihrem antrag veränderte etat-rahmenbedingungen nicht beachtet hat. obwohl sie wohl deutlich darüber informiert war.

    - das stupa hat in der vergangenheit durchaus auch außerplanmäßige finanzlöcher der "unauf" gestopft, das sollte bitte nicht vergessen werden.

    - der "ReferentInnenrat" ist nicht einfach "ein untergremium des stupa", sondern entspricht an der hu dem, was an andern unis "asta" heißt.

    - und dass die überschrift des artikels gerade angesichts des themas eher peinlich ist, wurde ja schon erwähnt. beim binnen-i oder der offeneren unterstrich-schreibweise mag ja mancher bedenken hinsichtlich der lesbarkeit haben (auch wenn ich persönlich die nicht gelten lasse), aber bei geschlechtsneutralen formulierungen mittels substantivierter verlaufsformen kann davon wohl kaum die rede sein.

  • 28.11.2008 00:03 Uhr

    von Margarete von der UnAuf:

    Klar wird in der UnAuf gegendert und zwar ziemlich gründlich. Allein schon deswegen, weil wir so viele Frauen in der Redaktion sind und da drauf Wert legen. Ganz einfach.

    Übrigens zum Thema "Verständnis von Meinungsvielfalt": Es geht ja noch nicht mal um Meinungen bezüglich Geschlechtergerechtigkeit etc. Es ist doch um Himmels Willen nicht so, dass wir ne Redaktion aus lauter anti-grünen sexistischen Faschos wären, die antiemanzipatorische Propaganda schreiben.
    Sondern es geht echt nur um die Frage, wie viel sich Journalisten erlauben können, ohne vorher ihre Herausgeber um Erlaubnis gefragt zu haben.
    Und da waren die Dinge, die die UnAuf in letzter Zeit gebracht hat, auch wieder nicht so schlimm, dass man einer engagierten Gruppe von jungen Jornalisten die finanziellen Grundlagen ihrer Arbeit entziehen dürfte.
    Sollte der Refrat denn mal tatsächlich seine vier Seiten im Heft nutzen wollen, hätten wir ja nen Vergleich, was gegenderten und nicht-gegenderten Journalismus betrifft. Aber die schreiben ja nichts; da ist es einfach, bei unseren Artikeln überall den Finger drauf zu halten.

    Sollte die UnAuf vom Stupa gekillt werden, gründe ich ne neue Studierendenzeitung. Aber ich hoffe, das wird nicht nötig sein.

  • 27.11.2008 20:01 Uhr

    von Noch-HU-ler:

    Ja, bei der UnAuf wird gegendert. Zumindest in journalistisch vertretbarem Maß, um die Lesbarkeit zu gewährleisten.

    Ansonsten stimme ich vollkommen mit "Ex HU ler" überein. Es ist einfach nur noch traurig.

  • 27.11.2008 19:44 Uhr

    von Christian:

    Schon komisch, dass in den Sitzungen des StuPas scheinbar mehr über die Benutzung des Binnen Is und der Genderung von Wörtern diskutiert wird, anstatt sich um andere studentische Probleme zu kümmern.
    Man hört, dass wichtige Anträge abgelehnt werden, weil ihre Formulierung "gendertechnisch" nicht o.k. ist.

  • 27.11.2008 16:53 Uhr

    von weisser:

    apropos gender, werte taz: "Studentenzeitschrift"?! = Studierendenzeitschrift!

  • 27.11.2008 16:49 Uhr

    von weisser:

    schon komisch, dass ausgerechnet sog. linke nachwuchspolitiker ein medienorgan als parlmentarisches sprachrohr betrachten. man fühlt sich an längst vergangene zeiten erinnert...

    meines erachtens wird in der unaufgefordert gegendert, was sagt die redaktion dazu?

  • 27.11.2008 15:34 Uhr

    von Ex-HU ler:

    Gelinde gesagt ist es eine Sauerei, was da seit Jahren veranstaltet wird. Anstatt man auf Seiten des Stupa froh ist, eine so engagierte Zeitung unterstützen zu können, legt man dem Projekt Steine in den Weg. Und weil man es selbst nicht gebacken bekommt, eine ordentliche Publikation auf die Beine zu stellen, entert man ein erfolgreiches Projekt. Nach dem Motto: Wir setzen euch die Pistole auf die Brust – entweder ihr schwenkt auf unsere politischen Linie oder wir killen euch. Russland lässt grüßen. Ein schönes Verständnis von Meinungsvielfalt ist das. Das Stupa erweist sich damit nebenbei einen Bärendienst (denn die Zeitung ist nicht nur mit externen Preisen ausgezeichnet, sondern auch bei den Studierenden und Lehrenden ziemlich beliebt), von seriösem Verhalten einer gewählten studentischen Vertretung ganz zu schweigen (allerdings gewählt von nur knapp 7 Prozent der Studierenden, vielleicht sollte man sich auf Seiten des Stupa mal Gedanken machen, warum das so ist).

    Jede andere Uni wäre stolz so eine Zeitung zu haben! Man kann der Redaktion nur großen Respekt zollen, dass sie bei diesem stümperhaften Herausgeber nicht schon lange hingeschmissen hat!

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