• 21.02.2010

Stuckrad-Barre ist zurück

Tod der Popliteratur

Besser, als Stuckrad-Barre weiterhin zu schmähen: seine Texte lesen. Es gibt zurzeit nur wenige so brillante Kulturjournalisten wie ihn. Ein Spaziergang am See.von Wiebke Porombka

  • 08.01.2012 22:37 Uhr

    von nicole:

    Wenn B. Stuckrad Barre denn wirklich so komplett untalentiert und langweilig ist, warum, so frage ich mich ernsthaft, beschäftigt ihr euch so ausgiebig mit ihm...... ihr seit lächerlich. schönen Tag noch.

  • 13.01.2011 23:31 Uhr

    von Jochen Krueger:

    ....B. Stuckrad-Barre oder Backrad-Sturre ist ein komplett untalentierter und zudem entsetzlich langweiliger Schreiber. (und Redner) Einziges herausragendes Merkmal seiner "Romane" ist eine ewig um sich selbst kreisende Wehleidigkeit sowie eine geradezu erstaunliche Unfähigkeit, irgendeinen Gedanken zu formulieren, den es nicht schon in der Bunten oder der Gala zu lesen gab (dort allerdings besser formuliert!).
    Ist ziemlich treffend die Beschreibung. Mann kann das derzeit gut in der Late-Night-Talkshow sehen, wo er nur dumm und peinlich ist. Der einzige Lichtblick war doch wohl Gysi.
    Schöne Grüße

  • 01.06.2010 17:56 Uhr

    von Christian Thomma:

    Den hofiert Ihr noch? Erst am Sonntag Abend konnte der Typ, der exklusiv für Springer schreibt, noch dafür erwärmen, Bücher zu verbrennen. Geht´s noch? Der Typ gehört weg! Und so was hofiert Ihr noch. Ist ja wohl unglaublich.

  • 01.03.2010 04:55 Uhr

    von Piet:

    Dieter Hildebrand, Udo Lindenberg?

    Sigmar Gabriel??


    Wow.
    Elektrisch.
    Echtes Dynamit.


    Kann's kaum erwarten,
    "mal wieder" BSB zu lesen.

  • 24.02.2010 16:16 Uhr

    von dafe:

    "knallgut zwischen Ironie und Kalauer eingetaktet" ?!?

    Nee, vielen Dank.

    Da hilft auch das helvetistische brush-up in Sachen "bescheidene Wahrhaftigkeit" nicht.

  • 22.02.2010 17:27 Uhr

    von Olivier Djappa:

    Was für ein Geseier! B. Stuckrad-Barre oder Backrad-Sturre ist ein komplett untalentierter und zudem entsetzlich langweiliger Schreiber. Einziges herausragendes Merkmal seiner "Romane" ist eine ewig um sich selbst kreisende Wehleidigkeit sowie eine geradezu erstaunliche Unfähigkeit, irgendeinen Gedanken zu formulieren, den es nicht schon in der Bunten oder der Gala zu lesen gab (dort allerdings besser formuliert!). Wurde diese Reportage etwa von einer Verehrerin des unbegabten Autors geschrieben oder was mag sonst den Mangel an Realitätssinn ausgelöst haben? Lieber mal wieder Joachim Lottmann lesen, liebe Freunde, das ist nämlich Literatur.

  • 22.02.2010 01:25 Uhr

    von filomena:

    schöner text vielleicht wirklich mal wieder: stuckrad-barre lesen

  • 21.02.2010 23:25 Uhr

    von Stefan:

    Eigentlich ist Stuckrad-Barre ein Paradebeispiel für das, wofür Pop schon immer gestanden hat: Das High and Low. Populäre Kunst, sei es die bildende oder die Kunst des Schreibens, ist immer davon bedroht, an ihrer Popularität zu zerbrechen. Nicht ohnehin hat diese Gattung überhaupt diesen Titel bekommen. Populär zu sein ist eine zeitlich begrenzte Angelegenheit, bei manchen Dingen oder Menschen dauert sie länger an, bei manchen eben kürzer. Stuckrad-Barre musste einfach die Erfahrung machen, dass er von der unteren Ebene mit atemberaubender Geschwindigkeit in die obere Ebene, dem High, befördert worden war. Und Aristoteles hat uns ja schon gelehrt, dass dort die Fallhöhe am größten ist.
    Ich finde es gut, dass er heute so offen und unverkrampft mit dem Thema umgeht. Was brächte es denn, noch weiter sich zu verteidigen, sich noch weiter zu rechtfertigen, wie es derzeit Helene Hegemann tun muss - mal weil sie so jung ist, mal weil sie ihr Buch collagiert hat? Wer in der Populärkultur ankommt, muss damit rechnen, dass er eines Tages wieder abreisen muss.
    Was den Umgang mit dem Pop als solchen angeht, muss man dann doch Mitleid mit Stuckrad-Barre, aber auch mit all den anderen Pop-Literaten haben. Denn sie sind es, die Innovationen einbringen, diese schließlich auch ausprobieren und solange experimentieren, bis sie das Andere, vielleicht sogar das Bessere gefunden haben. Diejenigen, die sich seit jeher den klassischen Künsten verschrieben haben, torpedieren dies unnötig. Denn sie sehen ihre eigene Stellung in Gefahr, wollen Konkurrenz bereits bei der Saat, nicht etwa erst beim Aufkeimen beseitigen. Und da all jene "Größen" des deutschen Kulturbetriebes mehr Macht besitzen als die Pop-Literaten, funktioniert dieser "Schutzmechanismus" noch immer gut. Nicht zuletzt hat dies ja Frank Schirrmacher eindrucksvoll bewiesen, als er sich und seine Freunde entblößt hat, indem er gegen die heutige mediale Welt wettert und dabei unschwer erkennen lässt, dass er ganz einfach mit dieser Welt überfordert ist, es aber nicht zugeben möchte. Gut dass Stuckrad-Barre so manchen Nachfolger gefunden hat, der sich genauso wenig wie er damals nicht von Schüssen vor den Bug einschüchtern lässt, sondern der daraus sogar noch gestärkt hervorgeht.

  • 21.02.2010 19:27 Uhr

    von Castro:

    Dass die jugendliche Version des Boulevardreporters in Form eines alten Knaben mit peinlichem Sinn für das Zeitgeistige (Testbildjacke) hier intellektuell aufgewertet werden soll, ist wohl der unfreiwillig komische, steigbügelhalterischer Versuch, den bereits eingeläuteten Niedergang des eigenen journalistischen Niveaus zu rechtfertigen. Dass sich der Artikel an die Oberflächlichkeit der Popliteratur hält (Beschreibung von Outfits! Adidas-Shop in Mitte! Hallo!!! Geht`s noch???), scheint angebracht, will man kühn behaupten, die Kritik an der recht unintellektuellen Popliteratur der 90er sei selbst nur unintellektuell gewesen oder noch unerträglicher legitimiert: Tristesse Royale sei ein "Situationistisches (jeder Penner benutzt mittlerweile dieses Wort) Theaterstück" gewesen (siehe Klappentext zu "Leben und Werk" (hört, hört!) des am klassistischen Schnöseltreffen im Hotel Adlon teilnehmenden Kollegen Christian Kracht.
    Es gab Zeiten, da wäre einem Boulevard-Reporter aus der SPRINGER-PRESSE(!) bei der taz wohl kaum in solcher Art das dunkelgrüne Mittelding aus Tasche und Beutel hinterhergetragen worden.
    Der Vergleich mit Joseph Rot trifft nur schwerlich zu, scheint aber in einem Punkt eher symptomatisch für die taz und ihren neuerdings gepflegten Revisionismus: Die Erinnerung an die Wandlung vom "Roten Joseph" zum Legitimisten der Reaktion.

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