• 05.11.2008

Streitgespräch zur Antisemitismusdebatte

"So viel Hass wie nie"

Eine Erklärung gegen Antisemitismus im Bundestag eskaliert zum Streit. Anetta Kahane und Hans-Peter Uhl (CSU) im Streitgespräch über die Vergangenheitsbewältigung der Parteien.

  • 04.04.2011 19:03 Uhr

    von Lichtgestalt:

    Frau Kahane pöbelt hier gegen die Linkspartei & meint, in der DDR habe es mehr Antisemitismus gegeben als im Westen. Auch gilt ihr heute der Osten antisemitischer als der Westen. Das Gegenteil ist der Fall, wie sämtliche Befragungen seit 1990 beweisen.

    Ganz abgesehen davon: Frau Kahane will mit ihrem DDR-Hass wohl ihre "victorianische" Vergangenheit als Zuträgerin der "Firma Mielke" kompensieren...IM-Deckname: Victoria.

    Tja...

  • 04.04.2011 18:59 Uhr

    von Pas Materski:

    ausarbeiten, aufarbeiten,
    tut es für uns, befreit die masse mit wissen.
    es gibt nix zu verschleiern.
    ich könnt grad ma 12 sein,
    also was wollt ihr mir erzählen?

  • 04.04.2011 18:59 Uhr

    von Schurik:

    "... die Hauptopfergruppe des Naziregimes Juden waren"
    Jedes mal wenn ich sowas lese will ich fragen: sind denn die Juden bessere Menschen? 55.000.000 Menschen sind gestorben, allein in Soviet Union gab es 17 Millionen getöteten Zivilpersonen ohne jetzt die Soldaten hinzuzurechnen, aber die Hauptopfer sind natürlich die Juden und die böse DDR hat es den Leuten verschwiegen. Vielleicht haben die doofen Kommunisten einfach angenommen das jedes Menschenleben gleichwert ist und die Nationalität spielt einfach keine Rolle? Gut dass es für unsere Politiker nicht gilt! Die haben ja schließlich die Vergangenheit zu bewältigen. Außerdem eignet sich das Thema prima zur Beschuldigung der anderen Partei: -Ihr habt eure Vergangenheit nicht so doll verarbeitet wie ich.

  • 04.04.2011 18:59 Uhr

    von knt:

    Das man sich in der Linken nicht damit beschäftigt - das man nicht darüber diskutiert und es nicht aufarbeitet ist schlicht weg falsch. Es vergeht kein Monat in dem nicht über die DDR-Verhältnisse diskutiert wird. Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ist essenzieller Bestandteil der linken Parteikultur - für viele sogar das bestimmende "Lebensthema".

    Gab es Antisemitismus in der DDR? Natürlich gab es die, genauso wie es sie auf andere Art auch in der BRD gab und heute noch immer noch gibt. Allerdings muss man auch sagen, das der Osten bei der Entnazifizierung doch gründlicher war als der Westen. Mit Ausnahme der NVA war als Faschist kaum möglich einflussreiche Positionen zu erreichen. Einen Herrn Quandt & Söhne z.B. hätte sich die DDR zum Beispiel nicht durch die Lappen gehen lassen!

    Das Juden aber vom DDR-Staat besonders diskriminiert wurden, weil sie Juden waren stimmt so auch nicht. Es ist vielmehr so, dass diese Menschen besonders diskriminiert wurden weil sie keine Kommunisten waren, weil sie Anhänger einer Religion waren, weil sie Kontakte ins kapitalistische Ausland pflegten und weil sie - ganz platt gesagt - zur DDR in Opposition standen. Ob Juden, Christen oder Buddhisten war der Staatsmacht dabei ziemlich egal. In diesem Sinne ist es meiner Meinung nach falsch der DDR einen besonderen antisemitischen Stempel aufzudrücken.

    Auch das die Juden als "Hauptopfergruppe" (Allein das ist schon ein schreckliches Wort! Als ob der Nicht-Jude im KZ weniger gelitten - weniger Opfer wäre!!) der Nationalsozialisten verschwiegen wurden - wie Frau Kahane das nahelegt - ist schlicht weg falsch.

    Es ist eher so, das neben den Juden die anderen Opfergruppen - die Kommunisten, die Roma, die Behinderten und Disidenten aller Art auch als Opfer dargestellt wurden - wogegen diese "Nebenopfergruppen" in der BRD-Schule kaum Beachtung fanden. Da ich 7-Jahre DDR-Schule und 6-Jahre BRD-Schule hinter mir habe, kann ich das mit gutem Gewissen aus eigener Erfahrung schildern.

    Als Kind war ich mehrmals in verschiedenen KZ-Gedenkstätten, in denen mir sehr eindringlich - im Nachhinein würde ich sogar sagen sehr brutal - dargelegt wurde was es gehießen hat Opfer der NS-Diktatur zu sein. Mir persönlich Antisemitismus vorzuwerfen würde ich also als Beleidigung und Verleumdung meines guten Rufes auffassen.

  • 11.02.2011 17:49 Uhr

    von Lichtgestalt:

    Frau Kahane pöbelt hier gegen die Linkspartei & meint, in der DDR habe es mehr Antisemitismus gegeben als im Westen. Auch gilt ihr heute der Osten antisemitischer als der Westen. Das Gegenteil ist der Fall, wie sämtliche Befragungen seit 1990 beweisen.

    Ganz abgesehen davon: Frau Kahane will mit ihrem DDR-Hass wohl ihre "victorianische" Vergangenheit als Zuträgerin der "Firma Mielke" kompensieren...IM-Deckname: Victoria.

    Tja...

  • 11.02.2011 17:48 Uhr

    von Pas Materski:

    ausarbeiten, aufarbeiten,
    tut es für uns, befreit die masse mit wissen.
    es gibt nix zu verschleiern.
    ich könnt grad ma 12 sein,
    also was wollt ihr mir erzählen?

  • 11.02.2011 17:48 Uhr

    von knt:

    Das man sich in der Linken nicht damit beschäftigt - das man nicht darüber diskutiert und es nicht aufarbeitet ist schlicht weg falsch. Es vergeht kein Monat in dem nicht über die DDR-Verhältnisse diskutiert wird. Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ist essenzieller Bestandteil der linken Parteikultur - für viele sogar das bestimmende "Lebensthema".

    Gab es Antisemitismus in der DDR? Natürlich gab es die, genauso wie es sie auf andere Art auch in der BRD gab und heute noch immer noch gibt. Allerdings muss man auch sagen, das der Osten bei der Entnazifizierung doch gründlicher war als der Westen. Mit Ausnahme der NVA war als Faschist kaum möglich einflussreiche Positionen zu erreichen. Einen Herrn Quandt & Söhne z.B. hätte sich die DDR zum Beispiel nicht durch die Lappen gehen lassen!

    Das Juden aber vom DDR-Staat besonders diskriminiert wurden, weil sie Juden waren stimmt so auch nicht. Es ist vielmehr so, dass diese Menschen besonders diskriminiert wurden weil sie keine Kommunisten waren, weil sie Anhänger einer Religion waren, weil sie Kontakte ins kapitalistische Ausland pflegten und weil sie - ganz platt gesagt - zur DDR in Opposition standen. Ob Juden, Christen oder Buddhisten war der Staatsmacht dabei ziemlich egal. In diesem Sinne ist es meiner Meinung nach falsch der DDR einen besonderen antisemitischen Stempel aufzudrücken.

    Auch das die Juden als "Hauptopfergruppe" (Allein das ist schon ein schreckliches Wort! Als ob der Nicht-Jude im KZ weniger gelitten - weniger Opfer wäre!!) der Nationalsozialisten verschwiegen wurden - wie Frau Kahane das nahelegt - ist schlicht weg falsch.

    Es ist eher so, das neben den Juden die anderen Opfergruppen - die Kommunisten, die Roma, die Behinderten und Disidenten aller Art auch als Opfer dargestellt wurden - wogegen diese "Nebenopfergruppen" in der BRD-Schule kaum Beachtung fanden. Da ich 7-Jahre DDR-Schule und 6-Jahre BRD-Schule hinter mir habe, kann ich das mit gutem Gewissen aus eigener Erfahrung schildern.

    Als Kind war ich mehrmals in verschiedenen KZ-Gedenkstätten, in denen mir sehr eindringlich - im Nachhinein würde ich sogar sagen sehr brutal - dargelegt wurde was es gehießen hat Opfer der NS-Diktatur zu sein. Mir persönlich Antisemitismus vorzuwerfen würde ich also als Beleidigung und Verleumdung meines guten Rufes auffassen.

  • 13.01.2009 11:30 Uhr

    von Lichtgestalt:

    Frau Kahane pöbelt hier gegen die Linkspartei & meint, in der DDR habe es mehr Antisemitismus gegeben als im Westen. Auch gilt ihr heute der Osten antisemitischer als der Westen. Das Gegenteil ist der Fall, wie sämtliche Befragungen seit 1990 beweisen.

    Ganz abgesehen davon: Frau Kahane will mit ihrem DDR-Hass wohl ihre "victorianische" Vergangenheit als Zuträgerin der "Firma Mielke" kompensieren...IM-Deckname: Victoria.

    Tja...

  • 04.11.2008 22:13 Uhr

    von Pas Materski:

    ausarbeiten, aufarbeiten,
    tut es für uns, befreit die masse mit wissen.
    es gibt nix zu verschleiern.
    ich könnt grad ma 12 sein,
    also was wollt ihr mir erzählen?

  • 04.11.2008 18:12 Uhr

    von Schurik:

    "... die Hauptopfergruppe des Naziregimes Juden waren"
    Jedes mal wenn ich sowas lese will ich fragen: sind denn die Juden bessere Menschen? 55.000.000 Menschen sind gestorben, allein in Soviet Union gab es 17 Millionen getöteten Zivilpersonen ohne jetzt die Soldaten hinzuzurechnen, aber die Hauptopfer sind natürlich die Juden und die böse DDR hat es den Leuten verschwiegen. Vielleicht haben die doofen Kommunisten einfach angenommen das jedes Menschenleben gleichwert ist und die Nationalität spielt einfach keine Rolle? Gut dass es für unsere Politiker nicht gilt! Die haben ja schließlich die Vergangenheit zu bewältigen. Außerdem eignet sich das Thema prima zur Beschuldigung der anderen Partei: -Ihr habt eure Vergangenheit nicht so doll verarbeitet wie ich.

  • 04.11.2008 17:43 Uhr

    von knt:

    Das man sich in der Linken nicht damit beschäftigt - das man nicht darüber diskutiert und es nicht aufarbeitet ist schlicht weg falsch. Es vergeht kein Monat in dem nicht über die DDR-Verhältnisse diskutiert wird. Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ist essenzieller Bestandteil der linken Parteikultur - für viele sogar das bestimmende "Lebensthema".

    Gab es Antisemitismus in der DDR? Natürlich gab es die, genauso wie es sie auf andere Art auch in der BRD gab und heute noch immer noch gibt. Allerdings muss man auch sagen, das der Osten bei der Entnazifizierung doch gründlicher war als der Westen. Mit Ausnahme der NVA war als Faschist kaum möglich einflussreiche Positionen zu erreichen. Einen Herrn Quandt & Söhne z.B. hätte sich die DDR zum Beispiel nicht durch die Lappen gehen lassen!

    Das Juden aber vom DDR-Staat besonders diskriminiert wurden, weil sie Juden waren stimmt so auch nicht. Es ist vielmehr so, dass diese Menschen besonders diskriminiert wurden weil sie keine Kommunisten waren, weil sie Anhänger einer Religion waren, weil sie Kontakte ins kapitalistische Ausland pflegten und weil sie - ganz platt gesagt - zur DDR in Opposition standen. Ob Juden, Christen oder Buddhisten war der Staatsmacht dabei ziemlich egal. In diesem Sinne ist es meiner Meinung nach falsch der DDR einen besonderen antisemitischen Stempel aufzudrücken.

    Auch das die Juden als "Hauptopfergruppe" (Allein das ist schon ein schreckliches Wort! Als ob der Nicht-Jude im KZ weniger gelitten - weniger Opfer wäre!!) der Nationalsozialisten verschwiegen wurden - wie Frau Kahane das nahelegt - ist schlicht weg falsch.

    Es ist eher so, das neben den Juden die anderen Opfergruppen - die Kommunisten, die Roma, die Behinderten und Disidenten aller Art auch als Opfer dargestellt wurden - wogegen diese "Nebenopfergruppen" in der BRD-Schule kaum Beachtung fanden. Da ich 7-Jahre DDR-Schule und 6-Jahre BRD-Schule hinter mir habe, kann ich das mit gutem Gewissen aus eigener Erfahrung schildern.

    Als Kind war ich mehrmals in verschiedenen KZ-Gedenkstätten, in denen mir sehr eindringlich - im Nachhinein würde ich sogar sagen sehr brutal - dargelegt wurde was es gehießen hat Opfer der NS-Diktatur zu sein. Mir persönlich Antisemitismus vorzuwerfen würde ich also als Beleidigung und Verleumdung meines guten Rufes auffassen.

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