Kann Israel jüdisch sein und demokratisch zugleich? Wer spricht für die Juden in Deutschland? Wie weit darf Israelkritik gehen? Iris Hefets und Stephan Kramer im Streitgespräch.von Ines Pohl / Daniel Bax / Stefan Reinecke
Ich fand den Artikel sehr interessant. Zum einen da eine solche Disskussion auch immer wieder neue Fragen aufwirft. Was ich dazu sagen kann, dass es beide Ansichten über einen Staat geben müssen darf. Sei dies jetzt über Israel oder ein anderes Land. Ich glaube das wichtige Streitpunkte in Israel, wie im Artikel erwähnt, aus der Idee kommen jüdisch und demokratisch zu sein. Was sicher kein leichtes Unterfangen ist. Jedoch hat es bis jetzt noch kein Stadt beides zu 100% zu adapptieren. Was für mich die Frage aufwirft; Schafft es Israel? Ich weis nur, dass jeder Stadt sich für eine Ausrichtung entscheiden musste. Entweder ist es ein religiöser Staat oder ein demokratischer mit einer relgigiösgeprägten Kultur.
06.08.2010 12:29 Uhr
von Huhn:
Alle reden so leicht und locker über die Besatzung... Wenige denken auch nur einen Moment daran in welcher Weise Anschläge von beiden Seiten durchgeführt werden: die Palästinenser schießen mit Raketen ohne Sprengköpfen. Die Israelis fahren mit Panzern vor. Die Palästinenser werfen Steine. Die Israelis werfen Phosphorbomben. Die Palästinenser sind nicht für den Krieg ausgebildet. Die Israelis haben mit den Amerikanern die am besten gerüstete und ausgebildete Armee.
Eine Frage noch: was ist daran schlimm antiZIONISTISCH zu sein?
03.08.2010 02:43 Uhr
von David Serebrjanik:
Zitat: "Sondern so, wie die Holländer Deutsch lernen. Aber wir Israelis verachten die arabische Kultur, ohne viel von ihr zu wissen. Dafür bewundern die meisten die deutsche Kultur, die sie vernichtet hat. Das ist verrückt."
Erlauben Sie die Frage: Was ist es für ein Schwachsinn mit den deutsprechenden Holländern? Ich habe mal in Amsterdam auf Deutsch nach dem Weg gefragt und wurde einfach überhört, und zwar sichtlich absichtlich überhört. Und: Wieviele Deutsche können wirklich gut holländisch? Zahlen bitte. Und: wenn die Holländer anfangen würden, Duetschland zu beschießen und Terroranschläge auszuführen, wie würde dann der Demokratische Staat Deutschland wohl reagieren?
Desweiteren: Was haben Beethoven, Mozart, Goethe, Schiller, Kant, und viele anderen Großen der Deutschen Kultur mit der Vernichtung der Juden im Nazdeutschland zu tun? Was ist das schon wieder für ein idiotischer Vergleich?
30.07.2010 00:04 Uhr
von altermedia Leser:
echt luschtig , da muss man altermedia lesen um wieder bei der taz zu landen
15.07.2010 17:46 Uhr
von Pontius Pilatus:
"Mein Eindruck ist, dass Israel mit dieser Regierung auf dem Weg in einen Staat ist, in dem ultraorthodoxe und ultranationalistische Kräfte immer mehr an Einfluss gewinnen."
Nicht nur in Israel. Auch in den USA, Russland, Iran und anderen Ländern gewinnen diese Kräfte immer mehr Einfluss. Ich habe den Eindruck, auch hier in Westeuropa.
In Deutschland werden Pfarrer, Bischöffe und andere Geistliche vom Staat bezahlt, die sich erdreisten sich auch in die Leben der Nicht-Gläubigen einzumischen. Die "rechte Gesinnung" erfreut sich immer größeren Zulaufs in vielen gesellschaftlichen Bereichen.
14.07.2010 12:53 Uhr
von @hemberger:
herr hemberger, ihre unterstellungen kann ich nur unverschämt nennen. beschäftigen sie sich doch bitte mal mit ihrem eigenen balken im auge. ich komme aus einer sogenannten "opferfamilie" und kenne persönlich menschen, die im gazastreifen ausharren müssen. ich bin selbst schon von rechtsradikalen vermöbelt worden und habe anzeigen erstattet wegen antisemitischen umtrieben im www. was treibt sie eigentlich an, außer andere zu diskreditieren im gewand des gutmenschentums? ehrlich gesagt: behalten sie es lieber für sich, ich möchte es gar nicht wissen .... suz.
(liebe redaktion, ich darf mich ja wohl wehren?)
14.07.2010 01:36 Uhr
von Sturm:
Danke fuer diesen Beitrag.
Das Gespraech zeigt gut, das es vielleicht falsch ist zu glauben, in diesem Konflikt koennte man einfach definieren was gut und was boese ist.
Ich kann gut nachvollziehen, das es eine Gratwanderung ist, Israel aus juedischer Sicht zu kritisieren, weil Antisemitismus Realitaet ist, nicht nur in der extremen Rechten.
Persoenlich kann ich nur davon sprechen, was bei mir ablief, als ich mich als Deutscher in London mit Juden anfreundete - teils Briten, teils Exil-Israelis.
Nette Leute, aber sobald das Thema Israel auftauchte, ein zweiseitiges Problem: Einerseits merkte ich, wie sehr meine Israel-Kritik von dem deutschen Schuldkomplex gepraegt war, d.h. dem Verlangen, auch, und trotz allem, endlich mal Recht zu haben (und dies sehe ich durchaus auch praesent im "Antizionismus" der Linken), andererseits in den von mir nicht genuegend wahrgenommenen Sensibilitaeten von Leuten, die einfach mit der Realitaet von einem militaerischen Konflikt leben.
Meine Rat an alle, die schlaue Dinge sagen zum Thema "Israel und seine Politik" , ist, mal mit Israelis und Juden anderer Nationalitaeten zu diskutieren.
Natuerlich ist vieles an Israels Politik voellig unakzeptabel - auf der anderen Seite hat Hamas sehr zur Eskalation des Konflikts beigetragen, was der sogenannten Linken oft entgeht. Hier im UK war ich auf Demonstrationen gegen den Gaza-Krieg vor 1 1/2 Jahren : eine Menge antizionistisches Bla Bla, doch kein Wort der Kritik an HaMAS, die den Angriff durch ihre Raketenattacken provoziert haben. Natuerlich wat die israelische Reaktion voellig unangemessen - trotzdem ist es eine andere Situation in einem Land, das mitten im Wahlkampf 50-100 Raketenattacken pro Tag erdulden muss - auch wenn es nur Amateurraketen sind ohne Sprengkopf.
Um darauf zurueckzukommen, was meine israelischen/juedischen Freunde hier sagen: Ich hoere oft eine Muedigkeit heraus, einem ablehnenden Reflex "Israel" gegenueber, der allzu selbstgerehct endlich einen Boesewicht als Projektionsflaehce gefunden hat. Ich kenne einige Israelis, die sich selber eigentlich als links verorten, und in den 90ern aus politischen Gruenden nach UK emigrert sind, doch hier und im Laufe der Zeit nach "rechts" rutschen, weil sie einfach von den Anti-Israel Reflexen die Nase voll haben.
Das ist sehr schade: In der Diskussion sollten wir nie vergessen dass Identitaeten sich aendern koennen, und das "der andere" - sei er/sie jetzt Palestinenser oder Israeli oder Deutscher - vielleicht mit unerwarteten Dimensionen und Entwicklungspotentialen aufwarten kann.
13.07.2010 20:39 Uhr
von @suzette:
"... vielleicht haben sie es immernoch nicht mitbekommen: israel stellt eine besatzungsmacht dar. kritik ist in diesem kontext richtig."
Meine Frage, warum Iris Hefets, Sie und manch andere Zeitgenossen, im rechtsextremen Antisemitismus unbedingt eine legitime Kritik an Israel erkennen wollen, haben Sie bezeichnenderweise weder inhaltlich zurückgewiesen, noch beantwortet.
Statt dessen reagieren Sie auf meine Fragen mit einem kruden Mix aus einseitig-moralinsaurer Pseudoempörung und vorgestanzt-ressentimentbehafteten Leersätzen.
Nun, Sie wissen sicher am Besten, warum Sie konkrete Inhalte meiden und statt dessen nur ausweichend und ablenkend reagieren.
"... es geht um nichts geringeres als um gerechtigkeit."
Genau diesen Eindruck habe ich weder bei Frau Hefets, noch bei Ihnen, Susette.
Denn es geht Ihnen erkennbar einzig und allein um das willkürliche Ausagieren eines quasi als Monstranz vor sich hergetragenen, pauschalen, selbstgerechten und völlig faktenresistenten antiisraelischen Ressentiments.
Die Palästinenser scheinen Ihnen (und anderen) dabei herzlich gleichgültig zu sein. Sie dienen Ihnen wohl lediglich als ein Mittel zum Zweck.
Und dieser Zweck ist ganz offenkundig das ritualhafte Ausagieren des antiisraelischen Ressentiments, nicht jedoch das ehrliche und empathische Streben nach mehr Gerechtigkeit auf der Welt.
12.07.2010 10:10 Uhr
von suzette:
herr hemberger, vielleicht haben sie es immernoch nicht mitbekommen: israel stellt eine besatzungsmacht dar. kritik ist in diesem kontext richtig. mich in die antizionistische ecke drücken zu wollen, ist reine zeitverschwendung. es geht hier nicht um ihren guten glauben und auch nicht um meinen. es geht um nichts geringeres als um gerechtigkeit. iris hefets gehört zur "stimme für einen gerechten frieden im nahen osten", schon vergessen? offenbar sind sie fixiert auf aussagen, die ihr weltbild zementieren. ihr gutes recht, tut hier bloß nichts zur sache.
12.07.2010 06:05 Uhr
von vic:
"Wie weit darf Israelkritik gehen?"
So weit wie nötig!
09.07.2010 21:21 Uhr
von Thomas Hemberger:
@suzette
Aus welcher Perspektive ist denn Ihrer Ansicht die Aussage zutreffend, dass der Antisemitismus der hiesigen rechtsextremen Szene eine legitime Kritik an Israel darstellt?
Aus der "antizionistischen" Perspektive?
08.07.2010 23:42 Uhr
von Exilantin:
@ Otto Max:
was ist so komisch dabei? Exilanten aud Südafrika, Kuba, Spanien damals usw. über die Politik ihrer Herkunftsländer gesprochen haben. Warum darf Frau Hefets es nicht? Es gibt anscheinend in Berlin eine immer großere werdende israelische Exil-Szene. Betrachten Sie mal dieses Phänomen, statt den einzelnen Menschen zu kritisieren. Wollen Sie, dass Ihre Kinder zur Armee gehen? in Frieden leben? oder in einer Kultur, die die Opferung des Lebens pflegt? http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.2408.html
08.07.2010 21:15 Uhr
von Alex:
Respekt den Diskutanten sowie der TAZ als Plattform: Ein wirklich gutes Streitgespräch!
08.07.2010 10:27 Uhr
von suzette:
@max das interview wurde spät an prominente stelle gesetzt. davon abgesehen: ich teile deine meinung, erstaunlich konstruktiv das interview. wie kommt es aber zu diesem beinah vollständigen gesinnungswechsel des herrn kramer? wozu war ein kommentar wie "feiger hass" eigentlich gut? ich hoffe, es handelt sich jetzt bei dem bemühen um eine (längst überfällige) langfristige auseinanderseztung des zentralrats mit (jüdischen) kritikerInnen der israelpolitik nicht um eine reine image-kampagnie. aller skepsis zum trotz, verdient kramers gesprächsbereitschaft anerkennung: das ist ein schritt in die richtige richtung, hoffen wir, dass ihnen noch viele weitere folgen werden.
@ th. hemberger alles eine frage der perspektive, betont sehe ich den satz: "Es ist immer falsch, legitime Kritik zu unterdrücken." wohl wahr!
@m. otto c'est la vie!
07.07.2010 14:18 Uhr
von Max Otto:
Tja, eine Israelkritikerin, die aus Israel ausgewandert ist und ein Deutscher, der aus Gründer des Karrierismus zum Judentum konvertiert ist, sprechen über Politik und Zukunft Israels... Komisch...
07.07.2010 00:34 Uhr
von Thomas Hemberger:
"Wenn man Kritik an Israel nur der rechten Szene überlässt, wird es gefährlich. Es ist immer falsch, legitime Kritik zu unterdrücken."
Solche Sätze finde ich doch sehr selbstentlarvend.
Frau Hefets sieht also im Antisemitismus der "rechten Szene" eine "legitime Kritik" an Israel, die man den Rechtsextremen nicht allein überlassen dürfe, und die leider fälschlicherweise unterdrückt sei.
Und kaum wer in unserer Bundesrepublik scheint sich an solchen Ungeheurlichkeiten aus dem Mund von Frau Hefets auch nur im Geringsten zu stören.
Dies stimmt mich dann doch sehr besorgt und nachdenklich. Weniger in Bezug auf die Frau Hefets, sondern vor allem in Bezug auf uns Deutsche!
06.07.2010 21:38 Uhr
von H. Paul:
Ja ja - Israel und der arabische Judenhass haben eine Ursache - Israel
Deshalb gab es ja auch schon 1929 ein Massaker an Juden in Hebron. Angestiftet wurde das Ganze von einem entfernten Verwandten von Herrn Arafat - Amin al-Husaini - das ist dieselbe Person die Bosnier für die SS-Mörder anwarb. http://www.youtube.com/watch?v=OCAVJo7qX6s
Die Nachfolger dieses Herren regieren heute in Gaza und Westjordanland und haben - wie sie täglich erklären - keinerlei Interesse an einer friedlichen Koexistenz mit Israel oder überhaupt mit einem Nicht-Muslim. Wie soll es da Frieden geben? Die hören erst auf mit morden wenn sie so zerstört am Boden liegen wie Deutschland nach W II.
06.07.2010 20:25 Uhr
von nicolaus:
Wer, Frau Hefets, ist denn jemals in ein Land gekommen, das "seines" war ? Jede Nationenbildung der letzten 200 Jahre hatte leider ihre Opfer hervorgebracht - warum aber schlagen Sie und andere "Antizionisten" stets so besonders auf Israel ein ? Sehen sie nicht, wie Sie durch ihre antiisraelische Propaganda islamischen Faschisten und Neonazis in die Hände arbeiten ? Sie betreiben die totale Delegitimierung Israels - warum fordern Sie nicht etwa die "weißen" Australier auf den Kontinent zu verlassen ? Bearbeiten Sie Ihren Selbsthass lieber beim Psychoanalytiker anstatt weiterhin gegen Israel zu hetzen, in einer Zeit, in der eine jüdische Tanzgruppe (!) von Muslimen mit Steinen beworfen wird, in der Juden den Davidstern im Alltag verstecken, in der die Kommentarfunktion der online-Foren beim Thema Israel nach kürzester Zeit geschlossen werden müssen, weil die Leser förmlich ausrasten. Heute müssen pro-israelische Demonstranten jederzeit mit massiven Angriffen auf der Straße rechnen und stehen einer oft schwer unterscheidbaren Phalanx von „Friedensbewegten“, Islamisten, linken Antizionisten oder Neonazis gegenüber. Israel wird zum Weltschurkenstaat Nr. 1 hochstilisiert, obwohl es in den letzten 60 Jahren Konflikte gab, die unvergleichlich mehr Opfer gefordert haben als der gesamte Palästina-Konflikt auf allen Seiten.Wie leben denn Millionen von Muslimen, die nicht unter der "israelischen Knute" stöhnen, sondern unter dem ganz normalen Terror ihrer korrupten und gößenwahnsinnigen Führer vegetieren müssen ?
06.07.2010 13:21 Uhr
von max:
einige tage nach dem erscheinen des artikels bin ich doch sehr erstaunt, wie ein interview mit den beiden personen, deren artikel zum thema israel in der taz wirklich hohe wellen geschlagen haben, so wenige kommentare nach sich zieht. vielleicht haben beide einfach mit zu wenig schaum vor dem mund gesprochen und nun fällt das übliche gebashe der üblichen verdächtigen aus, oder woran kann's liegen? weiterhin erfreut über dieses interview max
06.07.2010 00:45 Uhr
von Peter Maas:
Guter Artikel. Ich halte die Diskussion für sehr wichtig, denn der Nahe Osten braucht Vernunft und Pragmatismus. Ich möchte die taz übrigens ausdrücklich für ihre Artikelreihe über Israel loben. Die taz ist eine gute Gesprächsplattform.
05.07.2010 17:59 Uhr
von Schura:
Israelkritikerin Iris Hefets hat Israel aus politischen Gründen verlassen und lebt in Berlin. Israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer schloss aus Potest ihre Kanzlei in Tel - Aviv und übersiedelte nach Deutschland. Die Tendenz steigt. Jüdische Israelkritik als Grund für Aufenthaltserlaubnis? Hat sich Deutschland langsam zum Israelkritik - Mekka entwickelt?
04.07.2010 00:33 Uhr
von max:
danke für das interview, das war erstaunlich konstruktiv.
03.07.2010 02:49 Uhr
von Alex B.:
"Man kann den israelischen Soldaten dort nicht einfach pure Mordlust vorwerfen. Sie waren einem Mob ausgesetzt, der, mit Eisenstangen und Messern bewaffnet, versucht hat, sie zu lynchen."
Den Besatzungen der Schiffe kann man natürlich pure Mordlust vorwerfen - kollektiv und in ihrer Gesamtheit. Wenn das alles so klar und schwarz-weiß wäre, hätte man auch eine internationalen Untersuchung zugestimmt. Da hätte man auch international klären können, wie man eigentlich einen bewaffneten Lynchmob mit Kopfschüssen aus nächster Nähe und Schüssen in den Rücken überwältigen kann.
"Mein Eindruck ist, dass Israel mit dieser Regierung auf dem Weg in einen Staat ist, in dem ultraorthodoxe und ultranationalistische Kräfte immer mehr an Einfluss gewinnen."
Leider allzu wahr. Diese unheilvolle Entwicklung sehe ich auch. Es wäre sehr erfreulich, wenn Herr Kramer mehr Kraft auf solche vernünftigen Analysen verwenden würde, statt auf Hetzereien und Rundumschläge, wie sie bisher den Großteil seiner öffentlichen Auftritte ausmachen (siehe Artikel "Feiger Hass").
03.07.2010 00:14 Uhr
von Martin:
Frau Hefes spricht viele Wahrheiten aus und Herr Kramer kam dann auch nicht umhin, die groteske Medienveranstaltung eines von allen Seiten bedrohten Staates in Zweifel zu ziehen. Bis an die Zähne bewaffnet, auch mit Massenvernichtungsmitteln, mit einer Vielzahl von Atombomben. Und mit dem Ritual von Suff und Sex und Auschwitz, immer wieder.
02.07.2010 19:24 Uhr
von ned flanders:
In der Opferrolle ist die Gleichsetzung Israel-Judentum jederzeit erwünscht, aber wenn's gerade mal passt, sind es zwei unter keinen Umständen zu vermischende Begriffe? Ja, klar. Und wer einen Moslem beleidigt, beleidigt alle Moslems, doch jeder Ehrenmord hat nichts mit dem Islam zu tun. Beide Argumentationen, die meinen Intellekt beleidigen, da ich mich für dumm verkauft fühle.
02.07.2010 19:15 Uhr
von Peter:
"Als wir zum Beispiel eine Anzeige gegen den Angriff auf Gaza verfasst haben, gab es Leute, die sie kostenlos veröffentlichen wollten. Das waren dunkelbraune Gruppen, deshalb haben wir entschieden Nein gesagt. Natürlich wollen Nazis uns benutzen."
Nazis die Israel unterstützen? Machen sie sich bitte nicht lächerlich.
PS: Ich sehe viele Nazis die mit Palituch rumlaufen...
Leserkommentare
26.10.2010 17:00 Uhr
von Florian:
Ich fand den Artikel sehr interessant. Zum einen da eine solche Disskussion auch immer wieder neue Fragen aufwirft.
Was ich dazu sagen kann, dass es beide Ansichten über einen Staat geben müssen darf. Sei dies jetzt über Israel oder ein anderes Land.
Ich glaube das wichtige Streitpunkte in Israel, wie im Artikel erwähnt, aus der Idee kommen jüdisch und demokratisch zu sein. Was sicher kein leichtes Unterfangen ist. Jedoch hat es bis jetzt noch kein Stadt beides zu 100% zu adapptieren. Was für mich die Frage aufwirft; Schafft es Israel? Ich weis nur, dass jeder Stadt sich für eine Ausrichtung entscheiden musste. Entweder ist es ein religiöser Staat oder ein demokratischer mit einer relgigiösgeprägten Kultur.
06.08.2010 12:29 Uhr
von Huhn:
Alle reden so leicht und locker über die Besatzung... Wenige denken auch nur einen Moment daran in welcher Weise Anschläge von beiden Seiten durchgeführt werden:
die Palästinenser schießen mit Raketen ohne Sprengköpfen.
Die Israelis fahren mit Panzern vor.
Die Palästinenser werfen Steine.
Die Israelis werfen Phosphorbomben.
Die Palästinenser sind nicht für den Krieg ausgebildet.
Die Israelis haben mit den Amerikanern die am besten gerüstete und ausgebildete Armee.
Eine Frage noch: was ist daran schlimm antiZIONISTISCH zu sein?
03.08.2010 02:43 Uhr
von David Serebrjanik:
Zitat:
"Sondern so, wie die Holländer Deutsch lernen. Aber wir Israelis verachten die arabische Kultur, ohne viel von ihr zu wissen. Dafür bewundern die meisten die deutsche Kultur, die sie vernichtet hat. Das ist verrückt."
Erlauben Sie die Frage: Was ist es für ein Schwachsinn mit den deutsprechenden Holländern? Ich habe mal in Amsterdam auf Deutsch nach dem Weg gefragt und wurde einfach überhört, und zwar sichtlich absichtlich überhört. Und: Wieviele Deutsche können wirklich gut holländisch? Zahlen bitte. Und: wenn die Holländer anfangen würden, Duetschland zu beschießen und Terroranschläge auszuführen, wie würde dann der Demokratische Staat Deutschland wohl reagieren?
Desweiteren: Was haben Beethoven, Mozart, Goethe, Schiller, Kant, und viele anderen Großen der Deutschen Kultur mit der Vernichtung der Juden im Nazdeutschland zu tun? Was ist das schon wieder für ein idiotischer Vergleich?
30.07.2010 00:04 Uhr
von altermedia Leser:
echt luschtig , da muss man altermedia lesen um wieder bei der taz zu landen
15.07.2010 17:46 Uhr
von Pontius Pilatus:
"Mein Eindruck ist, dass Israel mit dieser Regierung auf dem Weg in einen Staat ist, in dem ultraorthodoxe und ultranationalistische Kräfte immer mehr an Einfluss gewinnen."
Nicht nur in Israel.
Auch in den USA, Russland, Iran und anderen Ländern gewinnen diese Kräfte immer mehr Einfluss. Ich habe den Eindruck, auch hier in Westeuropa.
In Deutschland werden Pfarrer, Bischöffe und andere Geistliche vom Staat bezahlt, die sich erdreisten sich auch in die Leben der Nicht-Gläubigen einzumischen.
Die "rechte Gesinnung" erfreut sich immer größeren Zulaufs in vielen gesellschaftlichen Bereichen.
14.07.2010 12:53 Uhr
von @hemberger:
herr hemberger, ihre unterstellungen kann ich nur unverschämt nennen. beschäftigen sie sich doch bitte mal mit ihrem eigenen balken im auge. ich komme aus einer sogenannten "opferfamilie" und kenne persönlich menschen, die im gazastreifen ausharren müssen. ich bin selbst schon von rechtsradikalen vermöbelt worden und habe anzeigen erstattet wegen antisemitischen umtrieben im www. was treibt sie eigentlich an, außer andere zu diskreditieren im gewand des gutmenschentums? ehrlich gesagt: behalten sie es lieber für sich, ich möchte es gar nicht wissen .... suz.
(liebe redaktion, ich darf mich ja wohl wehren?)
14.07.2010 01:36 Uhr
von Sturm:
Danke fuer diesen Beitrag.
Das Gespraech zeigt gut, das es vielleicht falsch ist zu glauben, in diesem Konflikt koennte man einfach definieren was gut und was boese ist.
Ich kann gut nachvollziehen, das es eine Gratwanderung ist, Israel aus juedischer Sicht zu kritisieren, weil Antisemitismus Realitaet ist, nicht nur in der extremen Rechten.
Persoenlich kann ich nur davon sprechen, was bei mir ablief, als ich mich als Deutscher in London mit Juden anfreundete - teils Briten, teils Exil-Israelis.
Nette Leute, aber sobald das Thema Israel auftauchte, ein zweiseitiges Problem: Einerseits merkte ich, wie sehr meine Israel-Kritik von dem deutschen Schuldkomplex gepraegt war, d.h. dem Verlangen, auch, und trotz allem, endlich mal Recht zu haben (und dies sehe ich durchaus auch praesent im "Antizionismus" der Linken), andererseits in den von mir nicht genuegend wahrgenommenen Sensibilitaeten von Leuten, die einfach mit der Realitaet von einem militaerischen Konflikt leben.
Meine Rat an alle, die schlaue Dinge sagen zum Thema "Israel und seine Politik" , ist, mal mit Israelis und Juden anderer Nationalitaeten zu diskutieren.
Natuerlich ist vieles an Israels Politik voellig unakzeptabel - auf der anderen Seite hat Hamas sehr zur Eskalation des Konflikts beigetragen, was der sogenannten Linken oft entgeht. Hier im UK war ich auf Demonstrationen gegen den Gaza-Krieg vor 1 1/2 Jahren : eine Menge antizionistisches Bla Bla, doch kein Wort der Kritik an HaMAS, die den Angriff durch ihre Raketenattacken provoziert haben. Natuerlich wat die israelische Reaktion voellig unangemessen - trotzdem ist es eine andere Situation in einem Land, das mitten im Wahlkampf 50-100 Raketenattacken pro Tag erdulden muss - auch wenn es nur Amateurraketen sind ohne Sprengkopf.
Um darauf zurueckzukommen, was meine israelischen/juedischen Freunde hier sagen: Ich hoere oft eine Muedigkeit heraus, einem ablehnenden
Reflex "Israel" gegenueber, der allzu selbstgerehct endlich einen Boesewicht als Projektionsflaehce gefunden hat. Ich kenne einige Israelis, die sich selber eigentlich als links verorten, und in den 90ern aus politischen Gruenden nach UK emigrert sind, doch hier und im Laufe der Zeit nach "rechts" rutschen, weil sie einfach von den Anti-Israel Reflexen die Nase voll haben.
Das ist sehr schade: In der Diskussion sollten wir nie vergessen dass Identitaeten sich aendern koennen, und das "der andere" - sei er/sie jetzt Palestinenser oder Israeli oder Deutscher - vielleicht mit unerwarteten Dimensionen und Entwicklungspotentialen aufwarten kann.
13.07.2010 20:39 Uhr
von @suzette:
"... vielleicht haben sie es immernoch nicht mitbekommen: israel stellt eine besatzungsmacht dar. kritik ist in diesem kontext richtig."
Meine Frage, warum Iris Hefets, Sie und manch andere Zeitgenossen, im rechtsextremen Antisemitismus unbedingt eine legitime Kritik an Israel erkennen wollen, haben Sie bezeichnenderweise weder inhaltlich zurückgewiesen, noch beantwortet.
Statt dessen reagieren Sie auf meine Fragen mit einem kruden Mix aus einseitig-moralinsaurer Pseudoempörung und vorgestanzt-ressentimentbehafteten Leersätzen.
Nun, Sie wissen sicher am Besten, warum Sie konkrete Inhalte meiden und statt dessen nur ausweichend und ablenkend reagieren.
"... es geht um nichts geringeres als um gerechtigkeit."
Genau diesen Eindruck habe ich weder bei Frau Hefets, noch bei Ihnen, Susette.
Denn es geht Ihnen erkennbar einzig und allein um das willkürliche Ausagieren eines quasi als Monstranz vor sich hergetragenen, pauschalen, selbstgerechten und völlig faktenresistenten antiisraelischen Ressentiments.
Die Palästinenser scheinen Ihnen (und anderen) dabei herzlich gleichgültig zu sein.
Sie dienen Ihnen wohl lediglich als ein Mittel zum Zweck.
Und dieser Zweck ist ganz offenkundig das ritualhafte Ausagieren des antiisraelischen Ressentiments, nicht jedoch das ehrliche und empathische Streben nach mehr Gerechtigkeit auf der Welt.
12.07.2010 10:10 Uhr
von suzette:
herr hemberger, vielleicht haben sie es immernoch nicht mitbekommen: israel stellt eine besatzungsmacht dar. kritik ist in diesem kontext richtig. mich in die antizionistische ecke drücken zu wollen, ist reine zeitverschwendung. es geht hier nicht um ihren guten glauben und auch nicht um meinen. es geht um nichts geringeres als um gerechtigkeit. iris hefets gehört zur "stimme für einen gerechten frieden im nahen osten", schon vergessen? offenbar sind sie fixiert auf aussagen, die ihr weltbild zementieren. ihr gutes recht, tut hier bloß nichts zur sache.
12.07.2010 06:05 Uhr
von vic:
"Wie weit darf Israelkritik gehen?"
So weit wie nötig!
09.07.2010 21:21 Uhr
von Thomas Hemberger:
@suzette
Aus welcher Perspektive ist denn Ihrer Ansicht die Aussage zutreffend, dass der Antisemitismus der hiesigen rechtsextremen Szene eine legitime Kritik an Israel darstellt?
Aus der "antizionistischen" Perspektive?
08.07.2010 23:42 Uhr
von Exilantin:
@ Otto Max:
was ist so komisch dabei? Exilanten aud Südafrika, Kuba, Spanien damals usw. über die Politik ihrer Herkunftsländer gesprochen haben. Warum darf Frau Hefets es nicht?
Es gibt anscheinend in Berlin eine immer großere werdende israelische Exil-Szene. Betrachten Sie mal dieses Phänomen, statt den einzelnen Menschen zu kritisieren. Wollen Sie, dass Ihre Kinder zur Armee gehen? in Frieden leben? oder in einer Kultur, die die Opferung des Lebens pflegt?
http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.2408.html
08.07.2010 21:15 Uhr
von Alex:
Respekt den Diskutanten sowie der TAZ als Plattform: Ein wirklich gutes Streitgespräch!
08.07.2010 10:27 Uhr
von suzette:
@max
das interview wurde spät an prominente stelle gesetzt. davon abgesehen: ich teile deine meinung, erstaunlich konstruktiv das interview. wie kommt es aber zu diesem beinah vollständigen gesinnungswechsel des herrn kramer? wozu war ein kommentar wie "feiger hass" eigentlich gut? ich hoffe, es handelt sich jetzt bei dem bemühen um eine (längst überfällige) langfristige auseinanderseztung des zentralrats mit (jüdischen) kritikerInnen der israelpolitik nicht um eine reine image-kampagnie. aller skepsis zum trotz, verdient kramers gesprächsbereitschaft anerkennung: das ist ein schritt in die richtige richtung, hoffen wir, dass ihnen noch viele weitere folgen werden.
@ th. hemberger
alles eine frage der perspektive, betont sehe ich den satz: "Es ist immer falsch, legitime Kritik zu unterdrücken." wohl wahr!
@m. otto
c'est la vie!
07.07.2010 14:18 Uhr
von Max Otto:
Tja, eine Israelkritikerin, die aus Israel ausgewandert ist und ein Deutscher, der aus Gründer des Karrierismus zum Judentum konvertiert ist, sprechen über Politik und Zukunft Israels... Komisch...
07.07.2010 00:34 Uhr
von Thomas Hemberger:
"Wenn man Kritik an Israel nur der rechten Szene überlässt, wird es gefährlich. Es ist immer falsch, legitime Kritik zu unterdrücken."
Solche Sätze finde ich doch sehr selbstentlarvend.
Frau Hefets sieht also im Antisemitismus der "rechten Szene" eine "legitime Kritik" an Israel, die man den Rechtsextremen nicht allein überlassen dürfe, und die leider fälschlicherweise unterdrückt sei.
Und kaum wer in unserer Bundesrepublik scheint sich an solchen Ungeheurlichkeiten aus dem Mund von Frau Hefets auch nur im Geringsten zu stören.
Dies stimmt mich dann doch sehr besorgt und nachdenklich.
Weniger in Bezug auf die Frau Hefets, sondern vor allem in Bezug auf uns Deutsche!
06.07.2010 21:38 Uhr
von H. Paul:
Ja ja - Israel und der arabische Judenhass haben eine Ursache - Israel
Deshalb gab es ja auch schon 1929 ein Massaker an Juden in Hebron. Angestiftet wurde das Ganze von einem entfernten Verwandten von Herrn Arafat - Amin al-Husaini - das ist dieselbe Person die Bosnier für die SS-Mörder anwarb.
http://www.youtube.com/watch?v=OCAVJo7qX6s
Die Nachfolger dieses Herren regieren heute in Gaza und Westjordanland und haben - wie sie täglich erklären - keinerlei Interesse an einer friedlichen Koexistenz mit Israel oder überhaupt mit einem Nicht-Muslim. Wie soll es da Frieden geben? Die hören erst auf mit morden wenn sie so zerstört am Boden liegen wie Deutschland nach W II.
06.07.2010 20:25 Uhr
von nicolaus:
Wer, Frau Hefets, ist denn jemals in ein Land gekommen, das "seines" war ? Jede Nationenbildung der letzten 200 Jahre hatte leider ihre Opfer hervorgebracht - warum aber schlagen Sie und andere "Antizionisten" stets so besonders auf Israel ein ? Sehen sie nicht, wie Sie durch ihre antiisraelische Propaganda islamischen Faschisten und Neonazis in die Hände arbeiten ? Sie betreiben die totale Delegitimierung Israels - warum fordern Sie nicht etwa die "weißen" Australier auf den Kontinent zu verlassen ? Bearbeiten Sie Ihren Selbsthass lieber beim Psychoanalytiker anstatt weiterhin gegen Israel zu hetzen, in einer Zeit, in der eine jüdische Tanzgruppe (!) von Muslimen mit Steinen beworfen wird, in der Juden den Davidstern im Alltag verstecken, in der die Kommentarfunktion der online-Foren beim Thema Israel nach kürzester Zeit geschlossen werden müssen, weil die Leser förmlich ausrasten. Heute müssen pro-israelische Demonstranten jederzeit mit massiven Angriffen auf der Straße rechnen und stehen einer oft schwer unterscheidbaren Phalanx von „Friedensbewegten“, Islamisten, linken Antizionisten oder Neonazis gegenüber. Israel wird zum Weltschurkenstaat Nr. 1 hochstilisiert, obwohl es in den letzten 60 Jahren Konflikte gab, die unvergleichlich mehr Opfer gefordert haben als der gesamte Palästina-Konflikt auf allen Seiten.Wie leben denn Millionen von Muslimen, die nicht unter der "israelischen Knute" stöhnen, sondern unter dem ganz normalen Terror ihrer korrupten und gößenwahnsinnigen Führer vegetieren müssen ?
06.07.2010 13:21 Uhr
von max:
einige tage nach dem erscheinen des artikels bin ich doch sehr erstaunt, wie ein interview mit den beiden personen, deren artikel zum thema israel in der taz wirklich hohe wellen geschlagen haben, so wenige kommentare nach sich zieht. vielleicht haben beide einfach mit zu wenig schaum vor dem mund gesprochen und nun fällt das übliche gebashe der üblichen verdächtigen aus, oder woran kann's liegen?
weiterhin erfreut über dieses interview
max
06.07.2010 00:45 Uhr
von Peter Maas:
Guter Artikel. Ich halte die Diskussion für sehr wichtig, denn der Nahe Osten braucht Vernunft und Pragmatismus. Ich möchte die taz übrigens ausdrücklich für ihre Artikelreihe über Israel loben. Die taz ist eine gute Gesprächsplattform.
05.07.2010 17:59 Uhr
von Schura:
Israelkritikerin Iris Hefets hat Israel aus politischen Gründen verlassen und lebt in Berlin.
Israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer schloss aus Potest ihre Kanzlei in Tel - Aviv und übersiedelte nach Deutschland. Die Tendenz steigt. Jüdische Israelkritik als Grund für Aufenthaltserlaubnis? Hat sich Deutschland langsam zum Israelkritik - Mekka entwickelt?
04.07.2010 00:33 Uhr
von max:
danke für das interview, das war erstaunlich konstruktiv.
03.07.2010 02:49 Uhr
von Alex B.:
"Man kann den israelischen Soldaten dort nicht einfach pure Mordlust vorwerfen. Sie waren einem Mob ausgesetzt, der, mit Eisenstangen und Messern bewaffnet, versucht hat, sie zu lynchen."
Den Besatzungen der Schiffe kann man natürlich pure Mordlust vorwerfen - kollektiv und in ihrer Gesamtheit. Wenn das alles so klar und schwarz-weiß wäre, hätte man auch eine internationalen Untersuchung zugestimmt. Da hätte man auch international klären können, wie man eigentlich einen bewaffneten Lynchmob mit Kopfschüssen aus nächster Nähe und Schüssen in den Rücken überwältigen kann.
"Mein Eindruck ist, dass Israel mit dieser Regierung auf dem Weg in einen Staat ist, in dem ultraorthodoxe und ultranationalistische Kräfte immer mehr an Einfluss gewinnen."
Leider allzu wahr. Diese unheilvolle Entwicklung sehe ich auch. Es wäre sehr erfreulich, wenn Herr Kramer mehr Kraft auf solche vernünftigen Analysen verwenden würde, statt auf Hetzereien und Rundumschläge, wie sie bisher den Großteil seiner öffentlichen Auftritte ausmachen (siehe Artikel "Feiger Hass").
03.07.2010 00:14 Uhr
von Martin:
Frau Hefes spricht viele Wahrheiten aus und Herr Kramer kam dann auch nicht umhin, die groteske Medienveranstaltung eines von allen Seiten bedrohten Staates in Zweifel zu ziehen. Bis an die Zähne bewaffnet, auch mit Massenvernichtungsmitteln, mit einer Vielzahl von Atombomben. Und mit dem Ritual von Suff und Sex und Auschwitz, immer wieder.
02.07.2010 19:24 Uhr
von ned flanders:
In der Opferrolle ist die Gleichsetzung Israel-Judentum jederzeit erwünscht, aber wenn's gerade mal passt, sind es zwei unter keinen Umständen zu vermischende Begriffe?
Ja, klar.
Und wer einen Moslem beleidigt, beleidigt alle Moslems, doch jeder Ehrenmord hat nichts mit dem Islam zu tun.
Beide Argumentationen, die meinen Intellekt beleidigen, da ich mich für dumm verkauft fühle.
02.07.2010 19:15 Uhr
von Peter:
"Als wir zum Beispiel eine Anzeige gegen den Angriff auf Gaza verfasst haben, gab es Leute, die sie kostenlos veröffentlichen wollten. Das waren dunkelbraune Gruppen, deshalb haben wir entschieden Nein gesagt. Natürlich wollen Nazis uns benutzen."
Nazis die Israel unterstützen?
Machen sie sich bitte nicht lächerlich.
PS: Ich sehe viele Nazis die mit Palituch rumlaufen...