• 26.02.2010

Streit um politischen Einfluss

Bundestag soll Gorleben untersuchen

SPD, Grüne und Linke sind sich einig, dass ein Bundestagsausschuss klären soll, ob und wie die Regierung Kohl Druck bei der Wahl von Gorleben als Atommüll-Endlager ausübte.von Jürgen Voges

  • 02.03.2010 15:39 Uhr

    von t-claudius:

    Die Überschrift sagt doch eigentlich schon alles: "Bundestag soll Gorleben untersuchen". Man stelle sich nur mal vor, wie die da unten rumlaufen und sich kundig umschauen.
    Spaß beiseite! Nicht Politiker haben da zu entscheiden, sondern Wissenschaftler! Und die dürfen sich nicht sagen lassen, was in ihren Berichten drin steht und was nicht!

  • 02.03.2010 13:02 Uhr

    von Jan S.:

    FAKTEN:

    1. weltweiter Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung zur Zeit: 6 - 15% (je nach Quelle)
    2. Dieser Anteil der Kernenergie wird alleine bis 2030 gewaltig sinken, denn der weltweite Stromverbrauch wird maasiv ansteigen.
    3. Reichweite des verfügbaren, überhaupt verwendungsfähigen Urans: 160 Jahre bei gleichbleibenden Verbrauch, also gleichbleiben "kleinen" Atomkraftwerkpark.
    4. ungelöstes Endlagerproblem verschärft sich mit jedem neu gebautem Atomkraftwerk
    5. Sicherheitsrisiko: Auch die in Deutschland stehenden Kraftwerke befinden sich häufig in skandalösen Zuständen - das Risiko Nr. 1 ist definitiv der Mensch - menschliches Versagen lässt sich nicht ausschalten.
    6. Abhängigkeit von Uranlieferungen macht Deutschland und jedes Land ohne nennenswerte Uranvorkommen erpressbar. Die zur Zeit besten Uranvorkommen befinden sich in Kanada, Kasachtan und Australien.
    7. Kernenergie wird unsere Abhängigkeit vom Öl nicht aufheben können, denn für den kompletten Wärme -und Kraftstoffersatz ist die Kapazität der Uranvorkommen nicht ausreichend.

    FAZIT:

    Nur weil andere Länder mehr Kernkraftwerke als Deutschland haben, müssen doch hier zu Lande nicht mehr gebaut werden. Nach dieser Formel kann ich auch genauso argumentieren: "Nur weil in anderen ländern auch rechtsextreme Gewalttäter herumlaufen ist es nicht so schlimm, wenn in Deutschland auch welche herumlaufen!" - Wohin wir mit diesen bagatellisierenden Argumentationstechniken geraten? In sehr gefährliche Wasser!

    Ich glaube mit Hysterie hat die mehrheitliche Einstellung der Bevölkerung hierzulande gegen Kernenergie nichts zu tun, sondern mit dem Wissen, dass wir die Zeit jetzt nutzen müssen um einen Vorsprung auf dem Weltmarkt der regenerativen Energietechniken zu erlangen. So können wir die Zukunft unserer Nachfahren sichern!

    Öl ist bald alle (der Peak of Oil ist schon überschritten), Gas ist auch bald alle, Uran ist bald alle, Kohle ist ebenfalls dem Ende näher als dem Anfang - was bleibt uns denn da übrig, als auf regenerative Energien zu setzen?

    Das Gesabbel von "Brückentechnologie" ist doch quatsch. Hier wird nur die Klientel bedient, die an der Kernenergie kräftig verdienen, und das sind ganz wenige Leute, die noch weniger Arbeitsplätze schaffen! Mit "Brückentechnologie" ist ganz schnell Schluss, wenn der Preis des Urans wegen seiner Endlichkeit ansteigen wird.

    Mein Vorschlag: Die Milliarden nehmen und nicht irgendwelchen Bank-Heinis und Atom-Kapitalisten in den Allerwertesten blasen, sondern schleunigst damit die Entwicklung von Technologien zur erneuerbaren Energieerzeugung massiv finanzieren - auf allen Ebenen (Wissenschaft - Industrie - Verbraucher), denn das schafft Wohlstand und zufriedene Menschen!

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