Bis zu einer Million Jahre werden die 17.200 Tonnen Atommüll weiter stahlen. Längere AKW-Laufzeiten treiben deren Menge noch weiter in die Höhe, ein Endlager fehlt.von Raimar Paul
Nun ja, man kann über das Thema "Atomkraft" sagen / denken was man will. Aber es ist nun mal so das der Strom zwar aus der Steckdose kommt, da aber erstmal rein muss.
Soll heißen, mit Öko-Strom allein ist es derzeit NOCH nicht zu schaffen, also bleibt Kohle (hat auch nicht viel mit Umweltfreundlich zu tun) und Atomkraft zu tun.
Gruß Sven
27.09.2010 20:43 Uhr
von Sebas:
Noch als Ergänzung zu JanG: Wussten Sie, dass ALLEINE das Quecksilber NUR aus Herfa-Neuferode bereits rechnerisch ausreicht, um die gesamte Menschheit mehrfach auszulöschen? Übrigens werden die quecksilberhaltigen, ökologisch hoch angepriesenen Energiesparlampen nach Aussage eines großen Herstellers nachdem man sie brav in den Baumarkt gebracht hat "verpackt und in einen Salzstock eingelagert". Gerade dass er sich das ENDgelagert verbissen hat. Eine andere Quelle von hochgiftigem Schrott, von dem JEDES JAHR in Deutschland etwa soviel eingelagert wird (ca. 300.000to) wie wir INSGESAMT schwach- mittel- und hochradioaktive Abfälle in 50 Jahren angesammelt haben, ist übrigens die Halbleiterindustrie, wo allerlei giftige Substanzen zur Herstellung von Reinstsilizium und zu Dotierung verwendet werden.
Ich finde es sehr bezeichnend für unseren hochgelobten "investigativen" Journalismus, dass die vier seit Jahrzehnten existierenden Endlager in Deutschland, die Müll für alle Ewigkeit sicher einschließen sollen, nie auch nur mit einer silbe erwähnt werden. Oder auch die Naturreaktoren in Oklo (Gabun), deren Zerfallsproduckte trotz Wassereinbruch und ohne Verglasung in zwei Milliarden Jahren gerade mal 50 Meter weit migriert sind.
06.09.2010 13:40 Uhr
von JanG:
Nun ist doch aber der Müll schon da und muss entsorgt werden. Aktuell rund 12.000 Kubikmeter. Steigen wir jetzt und sofort aus, muss der entsorgt werden. Steigen wir erst in 20 Jahren aus, sind es eben ca. 20.000 Kubikmeter mehr. So what???
Mal zum Vergleich: der chemisch-toxische Müll der alleine im Endlager Herfa-Neurode gelagert wird, wird nicht nur in einer Mio Jahre noch hpchgradig gefährlich sein, nein, er wird es auch in einer Mrd Jahre noch sein. Und hier reden wir von ca. 42 Mio Kubikmetern Abfall. Das sind mehr als 2.000 mal mehr als der radioaktive Müll. Aber hier schimpft irgendwie niemand.
06.09.2010 08:38 Uhr
von tystie:
Ich stimme in allem den (sinngemäßen) Angaben zu, welche zum Atommüll gemacht werden. Nur eine Einschätzung teile ich nicht: Der ganze Atombetrieb ist keinesfalls "eines der größten Probleme der Regierung." Wenn wir TV-Beiträge vom Anfang dieses Sommers über die Mietmäuler ansehen, die für Atomkraft pöbelten, dann fällt bereits einige Monate später auf: Die FDP-Fraktionsvorsitzende wurde schon entsorgt, die Restlaufzeit des hessischen Ministerpräsidenten ist bereits abgelaufen. Im Vergleich zu der Dauer der Probleme, welche schon die nächste Generation hat, mit den psychopathischen Aktionen heutiger Politiker 'umzugehen', bzw., sie zu erleiden, ist die Restlaufzeit der gemieteten Merkelbande ein Fingerschnippen. Ein wirkliches weiteres Problem besteht allerdings darin, wenn eine demnächst gewählte Regierung die Atomkraftnutzung einstellen will und sich nicht traut, wie das bereits der Fall war! All diese Umgangsformen mit Technologien, die weder eine Zukunft haben, noch irgendwelchen Nutzen erbringen, der in einem halbwegs vertretbaren Verhältnis zum angerichteten Schaden stehen, untergraben jegliche Selbsteinschätzung, dass Zivilisierte zu rationalem, vorausschauendem Handeln fähig wären. Und deshalb geht es nicht alleine darum, ob man den verlogenen Vorständen von Raffgierkonzernen wirkungsvoll das asoziale Handwerk legen muss.
Leserkommentare
24.03.2011 20:50 Uhr
von Sven:
Nun ja, man kann über das Thema "Atomkraft" sagen / denken was man will. Aber es ist nun mal so das der Strom zwar aus der Steckdose kommt, da aber erstmal rein muss.
Soll heißen, mit Öko-Strom allein ist es derzeit NOCH nicht zu schaffen, also bleibt Kohle (hat auch nicht viel mit Umweltfreundlich zu tun) und Atomkraft zu tun.
Gruß Sven
27.09.2010 20:43 Uhr
von Sebas:
Noch als Ergänzung zu JanG:
Wussten Sie, dass ALLEINE das Quecksilber NUR aus Herfa-Neuferode bereits rechnerisch ausreicht, um die gesamte Menschheit mehrfach auszulöschen?
Übrigens werden die quecksilberhaltigen, ökologisch hoch angepriesenen Energiesparlampen nach Aussage eines großen Herstellers nachdem man sie brav in den Baumarkt gebracht hat "verpackt und in einen Salzstock eingelagert". Gerade dass er sich das ENDgelagert verbissen hat.
Eine andere Quelle von hochgiftigem Schrott, von dem JEDES JAHR in Deutschland etwa soviel eingelagert wird (ca. 300.000to) wie wir INSGESAMT schwach- mittel- und hochradioaktive Abfälle in 50 Jahren angesammelt haben, ist übrigens die Halbleiterindustrie, wo allerlei giftige Substanzen zur Herstellung von Reinstsilizium und zu Dotierung verwendet werden.
Ich finde es sehr bezeichnend für unseren hochgelobten "investigativen" Journalismus, dass die vier seit Jahrzehnten existierenden Endlager in Deutschland, die Müll für alle Ewigkeit sicher einschließen sollen, nie auch nur mit einer silbe erwähnt werden.
Oder auch die Naturreaktoren in Oklo (Gabun), deren Zerfallsproduckte trotz Wassereinbruch und ohne Verglasung in zwei Milliarden Jahren gerade mal 50 Meter weit migriert sind.
06.09.2010 13:40 Uhr
von JanG:
Nun ist doch aber der Müll schon da und muss entsorgt werden. Aktuell rund 12.000 Kubikmeter. Steigen wir jetzt und sofort aus, muss der entsorgt werden. Steigen wir erst in 20 Jahren aus, sind es eben ca. 20.000 Kubikmeter mehr. So what???
Mal zum Vergleich: der chemisch-toxische Müll der alleine im Endlager Herfa-Neurode gelagert wird, wird nicht nur in einer Mio Jahre noch hpchgradig gefährlich sein, nein, er wird es auch in einer Mrd Jahre noch sein. Und hier reden wir von ca. 42 Mio Kubikmetern Abfall. Das sind mehr als 2.000 mal mehr als der radioaktive Müll. Aber hier schimpft irgendwie niemand.
06.09.2010 08:38 Uhr
von tystie:
Ich stimme in allem den (sinngemäßen) Angaben zu, welche zum Atommüll gemacht werden.
Nur eine Einschätzung teile ich nicht: Der ganze Atombetrieb ist keinesfalls "eines der größten Probleme der Regierung." Wenn wir TV-Beiträge vom Anfang dieses Sommers über die Mietmäuler ansehen, die für Atomkraft pöbelten, dann fällt bereits einige Monate später auf: Die FDP-Fraktionsvorsitzende wurde schon entsorgt, die Restlaufzeit des hessischen Ministerpräsidenten ist bereits abgelaufen. Im Vergleich zu der Dauer der Probleme, welche schon die nächste Generation hat, mit den psychopathischen Aktionen heutiger Politiker 'umzugehen', bzw., sie zu erleiden, ist die Restlaufzeit der gemieteten Merkelbande ein Fingerschnippen.
Ein wirkliches weiteres Problem besteht allerdings darin, wenn eine demnächst gewählte Regierung die Atomkraftnutzung einstellen will und sich nicht traut, wie das bereits der Fall war!
All diese Umgangsformen mit Technologien, die weder eine Zukunft haben, noch irgendwelchen Nutzen erbringen, der in einem halbwegs vertretbaren Verhältnis zum angerichteten Schaden stehen, untergraben jegliche Selbsteinschätzung, dass Zivilisierte zu rationalem, vorausschauendem Handeln fähig wären.
Und deshalb geht es nicht alleine darum, ob man den verlogenen Vorständen von Raffgierkonzernen wirkungsvoll das asoziale Handwerk legen muss.