Streit um Finanztransaktionssteuer
FDP will Steuerfreiheit für Zocker
Im Streit über die Finanztransaktionssteuer beharren die Koalitionspartner auf ihren Positionen. Die FDP lehnt eine Kompromisslösung für den Euroraum strikt ab. von A. Maier & U. Schulte
Leserkommentare
18.01.2012 23:10 Uhr
von Karin:
Der arme Prof. Dr. Dr. Dr. hc. mult. Tobin. Er erfindet eine Steuer, die die allen Märkten innewohnende Tendenz zu Ungleichgewichten abfedern möge, eine wirtschaftstheoretische, hochkomplexe Großtat. Und was macht man draus? Die Linken bejubeln reflexartig eine "Irgendwie-Steuer" auf Finanzprodukte (was immer da drunter fallen mag), weil "die da oben" "angemessen an den Kosten der Krise beteiligt werden sollen", die sog. "Konservativen" sehen schon die Steuermilliarden rollen und stimmen fröhlich mit ein in den monotonen Singsang der Steuererhöhungsfraktion.
In Singapur jubelt die aufstrebende Unterschicht schon - da kommen viele neue Jobs aus dem verrottenden Europa in die freie Märkte Asien. Freiheit ist nämlich eine gute Sache - aber das sahen die Deutschen in den 30er Jahren schon anders. Und dass beide großen rechtsradikalen Parteien im Bundestag (Linke und Grüne) die Steuer schon immer gefordert haben, zeigt noch einmal deutlich, wes Geistes Kind diese Parteien.
99,99 % der Wähler dieser Parteien dürften nicht wissen, was ein Logarithmus ist - aber wollen die Tobin-Tax. Der arme Professor.
18.01.2012 20:36 Uhr
von yberg:
war grad in london
wo bei uns werbung von konsumgütern rumstrahlt,machen dort hedge fonds,versicherungen, banken,rechtsanwaltsfabriken,beratungsunternehmen in sachen unternehmen ,in sachen von steuern usw. werbung.
selbst themse schiffe tragen werbung von unternehmensberatungen,theater elektronische streifbandwerbung von hedge fonds.allerosten treten finanzunternehmen als sponsoren auf
big london als weltfinanzplatz hängt am tropf der verschiedenen finanzindustrien mit ihren zulieferern und dienstleistern.
die engländer können diese steuer nicht brauchen,genausowenig wie deutschland auflagen oder sondersteuern für die autoindustrie.
was solls,gibts eben eine intelligente börsenumsatzsteuer die am unternehmenssitz alle weltaktivitäten besteuert.
jeder ami egal wo in der welt,zahlt seine steuern doch ooch in den UHESSAH,gods oun kaundrie
allet machbar frau nachbar...
18.01.2012 17:45 Uhr
von HamburgerX:
Gut so, die Finanztransaktionssteuer ist Blödsinn und Attac-Ideologie. Sie ist kontraproduktiv, da sie besonders risikoarme Investments bestraft (z.B. Geldmarktfonds), die Steuereinnahmen daraus sind lächerlich (siehe Beispiel Skandinavien) und letzten Endes muss doch alles wieder der kleine Bürger zahlen. Wie immer.
Wir haben genug Steuern!! Reformiert endlich das Bankensystem vernünftigt, reduziert Risikoklumpen! Wo bleibt die Kreativität für solche Maßnahmen?? Es reicht nicht, kreativ zu sein, wenn es darum geht, die Bürger mit neuen schönen Begrifflichkeiten in die Tasche zu greifen.