Ecuadors Regierung entzieht der Organisation Acción Ecológica die Zulassung, beugt sich aber ihrem Protest. Das Verhältnis zwischen Präsident Correa und den Aktivisten ist angespannt.von G. Dilger
als mittlerweile "Halb-Ecuatorianer" aufgrund meiner Heirat bin ich relativ gut mit den dortigen Verhältnissen vertraut und befand mich auch gerade wieder in Ecuador. Daher ist mir die Diskussion um die ONG (NGO) Acción Ecológica gut bekannt. Über Correa kann man geteilter Meinung sein, und auch meine Meinung, insbesondere was die Nichtbedienung von Auslandsschulden angeht, ist daher nicht die beste. Bezueglich der erwähnten NGO sei aber anzumerken, dass es einzig und allein darum geht, dass die Organisation ihre Papiere in Ordnung bringt und sich an bestimmte Regeln hält. Der Entzug der Erlaubnis ist daher nichts ungewöhnliches und auch nichts Ecuador-typisches. Es sei auf den Fall UNICEF in Deutschland verwiesen. Friedensorganisationen sind ebenso verpflichtet Rechenschaft über ihr Handeln abzulegen und ihr Handeln ordnungsgemäss zu dokumentieren wie Rüstungskonzerne. Ich bin mir sicher, dass, wenn Correa einem amerikanischen Bergbaukonzern die Lizenz entzogen haette, waere die Zustimmung Ihrerseits oder der TAZ natürlich auf Correa´s Seite. Messen Sie daher bitte nicht mit zweierlei Mass.
Leserkommentare
18.03.2009 14:36 Uhr
von Alexander Pohl:
Hallo Herr Dilger,
als mittlerweile "Halb-Ecuatorianer" aufgrund meiner Heirat bin ich relativ gut mit den dortigen Verhältnissen vertraut und befand mich auch gerade wieder in Ecuador. Daher ist mir die Diskussion um die ONG (NGO) Acción Ecológica gut bekannt. Über Correa kann man geteilter Meinung sein, und auch meine Meinung, insbesondere was die Nichtbedienung von Auslandsschulden angeht, ist daher nicht die beste. Bezueglich der erwähnten NGO sei aber anzumerken, dass es einzig und allein darum geht, dass die Organisation ihre Papiere in Ordnung bringt und sich an bestimmte Regeln hält. Der Entzug der Erlaubnis ist daher nichts ungewöhnliches und auch nichts Ecuador-typisches. Es sei auf den Fall UNICEF in Deutschland verwiesen. Friedensorganisationen sind ebenso verpflichtet Rechenschaft über ihr Handeln abzulegen und ihr Handeln ordnungsgemäss zu dokumentieren wie Rüstungskonzerne. Ich bin mir sicher, dass, wenn Correa einem amerikanischen Bergbaukonzern die Lizenz entzogen haette, waere die Zustimmung Ihrerseits oder der TAZ natürlich auf Correa´s Seite. Messen Sie daher bitte nicht mit zweierlei Mass.
Viele Gruesse