• 12.05.2009

Streit über Paintball

Wiefelspütz zweifelt an Verbot

Kurz vor dem entscheidenden Gespräch über die Verschärfungen beim Waffenrecht kann sich einer der SPD-Verhandler vorstellen, Paintball doch nicht zu verbieten.von Daniel Schulz

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von vic:

    Tja, nun ist es verschoben.
    Wie so vieles.
    Man will sich schließlich vor den Wahlen mit niemandem mehr anlegen.
    Man darf gespannt sein auf 2010.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Maximilian Buss:

    Ich bin ein Leidenschaftlicher Paintball Szenario Spieler ( Im wald hinter büschen verstecken und die fahne ergattern)
    Ich bin 18 Jahre, und habe auch "Ballerspiele" wie CounterStrike gespielt!
    Bin ich jetzt ein Potenzieller Amokläufer weil ich noch zur Schule gehe und Paintball spiele?

    ICH GLAUBE KAUM! Immerhin haben schon verschiedene Studien und gutachten bewiesen das Paintball ein AGRESSIONS ABBAUENDES spiel ist!

    Diesbezüglich könnte man hier auch gleich Fechten verbieten,
    immerhin wird hier ein "erstechen" des Gegners simuliert was einen punkt gibt.
    Im Paintball hingegen wird man MAKIERT und nicht erschossen..

    Soviel dazu
    MfG
    Maximilian Buss

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Chris:

    "Was das IPSC-Schießen anbetrifft, bei dem auch zwischen angedeuteten Häuserwänden und Fenster trainiert wird, befürwortet Wiefelspütz zumindest eine Änderung der Regeln. "Ich habe erhebliche Probleme mit dieser Sportart, weil sie in Teilen den Übungen von Sicherheitskräften ähnelt", sagt der Innenexperte."

    Irritierend - einerseits ist die BRD mW der letzte NATO-Staat, der an der Allgemeinen Wehrplicht, d.h. an der soldatischen Ausbildung grundsätzlich jeden jungen Deutschen, festhält; andererseits erscheint es einigen Politikern verdächtig, wenn diese erworbene "Kampfausbildung" im Privatbereich nachgestellt wird.

    Ein Bekannter erzählte mir, dass der Bundesgrenzschutz noch in den 1960er Jahren Übungen durchgeführt hat, in denen bewaffnete Arbeiteraufstände niederkartäscht wurden. Und einer meiner Jura-Professoren meinte einmal, dass die Pflicht, immer und überall einen Ausweis mit sich zu führen sowie ein Verbot privater Schußwaffen Kennzeichen einer Diktatur wären.
    An beides muss ich in diesen Tagen denken ...

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Hans Kempner:

    Man vergleiche einmal §7 AWaffV (von 2003!!) mit den Anmerkungen des Innenexperten Grindel:

    (1) Im Schießsport sind die Durchführung von Schießübungen in der Verteidigung mit Schusswaffen (§ 22) und solche Schießübungen und Wettbewerbe verboten, bei denen
    ...

    3.
    das Schießen im deutlich erkennbaren Laufen erfolgt.

    Da kann man nur sagen, Sachkenntnis, die begeistert! Das Schiessen aus dem Laufen ist jetzt schon verboten, und wird auch nicht gemacht.
    Und jetzt?

    Das zeigt wieder einmal auf, wie genau die "Expertenkommission" informiert ist.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Simon:

    Ich könnte alles darauf verwetten, dass all die Politiker, die Paintball verbieten wollen, es selbst noch nie gespielt haben.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Shrike:


    Wo kommen wir denn langsam hin, wenn Politiker ihre Ämter und Mandate dazu missbrauchen, anderen ihre persönlichen Vorstellungen von Sitte und Moral einfach aufzuwingen ?

    Sieht so eine freiheitliche Demokratie von mündigen Bürgern aus ?

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Eddi:

    Der größte Waffenexporteur Europas und der drittgrößte weltweit will Paintball den Garaus machen.

    Aufgepasst: Deutschland verbietet ein Spiel(!!!) bei dem man mit Farbkügelchen schießt. Aber die tödliche Munition, die Menschen weltweit zerfetzt, das ist selbstverständlich erlaubt.

    Leute, Hand auf's Herz: Ist das nicht mehr als lächerlich?

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von roman:

    nachdem wiefelspütz es sich nach einer flut von anfragen auf abgeordnetenwatch.de nochmal überlegt zu haben scheint, halte es ich für sinnvoll, herrn hans-peter uhl auch einem ähnlichen anfrageschwall zu "unterziehen". irgendwann gehen einem doch die argumente aus.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von amp:

    wenn es um schlechte Vorbilder geht sollte doch vielleicht endlich mal das verbot von nationaler und globaler Kriegsführung (etwa der bundeswehr oder der Uno) einen Weg in die Diskussion finden.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Griesgram999:

    Habe ich dass jetzt richtig gelesen? Die zitierten Politiker sind jetzt gegen das IPSC-Schießen und wollen jetzt die Regeln ändern, haben diese aber noch gar nicht gelesen? Oder wie soll ich eine Aussage wie "Da sollte man sich das Regelwerk anschauen." verstehen?
    Nach meiner Kenntnis ist es bei IPSC verboten im Laufen zu schießen. Und selbst wenn nicht, was ist daran so schlimm?

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Tut nichts zur Sache:

    Spannender Beitrag, doch ich denke, dass Paintball trotzdem verboten wird. Ich finde es bedenklich, wenn Gesetze nach Moralvorstellungen gestaltet werden und nicht mehr auf der freiheitlich-liberalen-Grundordnung der Bundesrepublik basieren. Von den Vorstellungen eines Gottesstaates ist man dann nicht mehr weit entfernt. Und mit dem Finger in islamische Länder zu deuten und dort deren eingeschränkte Freiheit zu kritisieren wirkt hohl. Auch dort herrscht nicht Anarchie, sondern tradierte Moralvorstellungen dienen als Gesetzesgrundlage. Wir haben in unserem Grundgesetz die persönliche Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung über jedes andere Recht gestellt. Doch mit derartiger gesetzlicher Gestaltung unterlaufen wir das Ansinnen unserer Verfassungsväter. Die hatten aus gutem Grunde und mit der schlimmsten deutschen Erfahrung genau jene subjektiven Moralvorstellungen als Maßstab geächtet.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Christoph Vogler:

    Ich vestehe die Aufregung über Paintball nicht.
    Zu meiner Person, ich bin 43 Jahrfe alt, berufstätig und habe studiert, trotzdem spiele ich Paintball, denke es wird mir keiner schädliche Neigungen nachsagen.
    Hat Herr Uhl mal an einem Paintball Game teilgenommen? Mal eines gesehen? Oder kennt er nur die wilden Videos aus den USA?

    Ich spiele seit 6 Jahren Paintball, Gewalt Habe ich dort nie gesehen oder davon gehört, im Gegensatz zu meinem einmaligen Bescuh eines Fussballmatches Frankfurt vs Bayern München.

    Beim Paintball wird kein Töten simuliert, es werden Gegenspieler markiert, damit das eigene Team den Hauptzweck erfüllen kann, die Punkte zu holen und das Match zu gewinnen (gegnerische Fahne erobern).

    Ich finde es anmassend von solchen Politikern, mir zu unterstellen, ich würde die Menschenwürde anderer antasten, im einem Spiel.

    Ich fühle mich persönlich in meiner Ehre und Würde verletzt, mir als Teilnehmer eines Paintball Spiels das ewig Gestrige zu unterstellen...

    Ansonsten bleibt mir einfach zu sagen, dass Herr Uhl vielleicht mal da regulieren sollte, wo es nötig wäre, im schönen ländlichen bayern gibt es so viele durchlöcherte Verkehrsschilder, Paintballs waren das sicher nicht.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von bEn:

    Sittenwidrig ist vor allem die Ahnungslosigkeit und realitätsferne durch die sich unsere "Volksvertreter" immer mehr auszeichnen.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Robert:

    Toll, scheinbar haben die vielen Protestaktionen und Anrufe in den Büros der Verantwortlichen mal etwas genützt. Besteht etwa noch Hoffnung, dass die Meinung der Wähler einigen Politikern nicht vollkommen egal ist? Ich bin sehr überrascht, dass grade Herr W. plötzlich anfängt zu zweifeln.

  • 04.04.2011 19:17 Uhr

    von Marc:

    Da ich kein Paintball-Spieler bin, habe ich mich bisher auch nicht mit dem Thema beschäftigt und bin daher recht überrascht, auch hier den Reglementierungswahnsinn anzutreffen!
    Was wenn sich (Gott bewahre) ein Schüler igrgendwo auf ein Turnhallendach legt und von dort oben mit einem Gewehr auf Mitschüler schiesst??? Werden dann, weil man ja überraschender Weise nicht nur im Laufen schiessen kann, daraufhin die Schiessbuden auf jeder Kirmes auch verboten???
    Dürfen Kinder im Karneval ihre Cowboypistolen nur noch ziehen, wenn Sie sich vorher (wie beim Biathlon) flach auf den Boden gelegt haben???
    Wie sieht es mit Wasserpistolen-Gefechten aus?
    Auch dort werden die "Gegner" rennend verfolgt und aus dem Lauf raus anvisiert und getroffen!
    Sollte nicht auch hier schnellsten etwas unternommen werden, um unsere Kinder vor diesen potientiellen Amokläufern zu schützen? Oder ist hier Zivilcourage gefragt?
    Das nächste Kleinkind, das ich mit einer Wasserpistole durch ein Freibad laufen sehe, werde ich wohl zu Boden zerren, entwaffnen und danach einer psychologischen Betreuung aushändigen, da mit dort geklärt werden kann, ob dieses Kind gefährdet ist als Amokläufer zu enden oder sich bereits im Training für eine solche Tat befindet!
    Diese Jugend!!! Sollte doch eigentlich sehen können, das Waffen in der Bundesrepublik weder gewünscht noch geduldet sind:
    Schliesslich hat der Bundestag schon vor Jahren beschlossen, die Produktion von Waffen und deren Export strengstens zu verbieten!
    Es lebe der Frieden!

  • 11.02.2011 17:52 Uhr

    von vic:

    Tja, nun ist es verschoben.
    Wie so vieles.
    Man will sich schließlich vor den Wahlen mit niemandem mehr anlegen.
    Man darf gespannt sein auf 2010.

  • 11.02.2011 17:52 Uhr

    von Maximilian Buss:

    Ich bin ein Leidenschaftlicher Paintball Szenario Spieler ( Im wald hinter büschen verstecken und die fahne ergattern)
    Ich bin 18 Jahre, und habe auch "Ballerspiele" wie CounterStrike gespielt!
    Bin ich jetzt ein Potenzieller Amokläufer weil ich noch zur Schule gehe und Paintball spiele?

    ICH GLAUBE KAUM! Immerhin haben schon verschiedene Studien und gutachten bewiesen das Paintball ein AGRESSIONS ABBAUENDES spiel ist!

    Diesbezüglich könnte man hier auch gleich Fechten verbieten,
    immerhin wird hier ein "erstechen" des Gegners simuliert was einen punkt gibt.
    Im Paintball hingegen wird man MAKIERT und nicht erschossen..

    Soviel dazu
    MfG
    Maximilian Buss

  • 11.02.2011 17:52 Uhr

    von Simon:

    Ich könnte alles darauf verwetten, dass all die Politiker, die Paintball verbieten wollen, es selbst noch nie gespielt haben.

  • 11.02.2011 17:52 Uhr

    von Shrike:


    Wo kommen wir denn langsam hin, wenn Politiker ihre Ämter und Mandate dazu missbrauchen, anderen ihre persönlichen Vorstellungen von Sitte und Moral einfach aufzuwingen ?

    Sieht so eine freiheitliche Demokratie von mündigen Bürgern aus ?

  • 11.02.2011 17:52 Uhr

    von Tut nichts zur Sache:

    Spannender Beitrag, doch ich denke, dass Paintball trotzdem verboten wird. Ich finde es bedenklich, wenn Gesetze nach Moralvorstellungen gestaltet werden und nicht mehr auf der freiheitlich-liberalen-Grundordnung der Bundesrepublik basieren. Von den Vorstellungen eines Gottesstaates ist man dann nicht mehr weit entfernt. Und mit dem Finger in islamische Länder zu deuten und dort deren eingeschränkte Freiheit zu kritisieren wirkt hohl. Auch dort herrscht nicht Anarchie, sondern tradierte Moralvorstellungen dienen als Gesetzesgrundlage. Wir haben in unserem Grundgesetz die persönliche Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung über jedes andere Recht gestellt. Doch mit derartiger gesetzlicher Gestaltung unterlaufen wir das Ansinnen unserer Verfassungsväter. Die hatten aus gutem Grunde und mit der schlimmsten deutschen Erfahrung genau jene subjektiven Moralvorstellungen als Maßstab geächtet.

  • 11.02.2011 17:52 Uhr

    von Marc:

    Da ich kein Paintball-Spieler bin, habe ich mich bisher auch nicht mit dem Thema beschäftigt und bin daher recht überrascht, auch hier den Reglementierungswahnsinn anzutreffen!
    Was wenn sich (Gott bewahre) ein Schüler igrgendwo auf ein Turnhallendach legt und von dort oben mit einem Gewehr auf Mitschüler schiesst??? Werden dann, weil man ja überraschender Weise nicht nur im Laufen schiessen kann, daraufhin die Schiessbuden auf jeder Kirmes auch verboten???
    Dürfen Kinder im Karneval ihre Cowboypistolen nur noch ziehen, wenn Sie sich vorher (wie beim Biathlon) flach auf den Boden gelegt haben???
    Wie sieht es mit Wasserpistolen-Gefechten aus?
    Auch dort werden die "Gegner" rennend verfolgt und aus dem Lauf raus anvisiert und getroffen!
    Sollte nicht auch hier schnellsten etwas unternommen werden, um unsere Kinder vor diesen potientiellen Amokläufern zu schützen? Oder ist hier Zivilcourage gefragt?
    Das nächste Kleinkind, das ich mit einer Wasserpistole durch ein Freibad laufen sehe, werde ich wohl zu Boden zerren, entwaffnen und danach einer psychologischen Betreuung aushändigen, da mit dort geklärt werden kann, ob dieses Kind gefährdet ist als Amokläufer zu enden oder sich bereits im Training für eine solche Tat befindet!
    Diese Jugend!!! Sollte doch eigentlich sehen können, das Waffen in der Bundesrepublik weder gewünscht noch geduldet sind:
    Schliesslich hat der Bundestag schon vor Jahren beschlossen, die Produktion von Waffen und deren Export strengstens zu verbieten!
    Es lebe der Frieden!

  • 15.05.2009 07:02 Uhr

    von vic:

    Tja, nun ist es verschoben.
    Wie so vieles.
    Man will sich schließlich vor den Wahlen mit niemandem mehr anlegen.
    Man darf gespannt sein auf 2010.

  • 13.05.2009 18:18 Uhr

    von Maximilian Buss:

    Ich bin ein Leidenschaftlicher Paintball Szenario Spieler ( Im wald hinter büschen verstecken und die fahne ergattern)
    Ich bin 18 Jahre, und habe auch "Ballerspiele" wie CounterStrike gespielt!
    Bin ich jetzt ein Potenzieller Amokläufer weil ich noch zur Schule gehe und Paintball spiele?

    ICH GLAUBE KAUM! Immerhin haben schon verschiedene Studien und gutachten bewiesen das Paintball ein AGRESSIONS ABBAUENDES spiel ist!

    Diesbezüglich könnte man hier auch gleich Fechten verbieten,
    immerhin wird hier ein "erstechen" des Gegners simuliert was einen punkt gibt.
    Im Paintball hingegen wird man MAKIERT und nicht erschossen..

    Soviel dazu
    MfG
    Maximilian Buss

  • 13.05.2009 13:04 Uhr

    von Chris:

    "Was das IPSC-Schießen anbetrifft, bei dem auch zwischen angedeuteten Häuserwänden und Fenster trainiert wird, befürwortet Wiefelspütz zumindest eine Änderung der Regeln. "Ich habe erhebliche Probleme mit dieser Sportart, weil sie in Teilen den Übungen von Sicherheitskräften ähnelt", sagt der Innenexperte."

    Irritierend - einerseits ist die BRD mW der letzte NATO-Staat, der an der Allgemeinen Wehrplicht, d.h. an der soldatischen Ausbildung grundsätzlich jeden jungen Deutschen, festhält; andererseits erscheint es einigen Politikern verdächtig, wenn diese erworbene "Kampfausbildung" im Privatbereich nachgestellt wird.

    Ein Bekannter erzählte mir, dass der Bundesgrenzschutz noch in den 1960er Jahren Übungen durchgeführt hat, in denen bewaffnete Arbeiteraufstände niederkartäscht wurden. Und einer meiner Jura-Professoren meinte einmal, dass die Pflicht, immer und überall einen Ausweis mit sich zu führen sowie ein Verbot privater Schußwaffen Kennzeichen einer Diktatur wären.
    An beides muss ich in diesen Tagen denken ...

  • 13.05.2009 12:00 Uhr

    von Hans Kempner:

    Man vergleiche einmal §7 AWaffV (von 2003!!) mit den Anmerkungen des Innenexperten Grindel:

    (1) Im Schießsport sind die Durchführung von Schießübungen in der Verteidigung mit Schusswaffen (§ 22) und solche Schießübungen und Wettbewerbe verboten, bei denen
    ...

    3.
    das Schießen im deutlich erkennbaren Laufen erfolgt.

    Da kann man nur sagen, Sachkenntnis, die begeistert! Das Schiessen aus dem Laufen ist jetzt schon verboten, und wird auch nicht gemacht.
    Und jetzt?

    Das zeigt wieder einmal auf, wie genau die "Expertenkommission" informiert ist.

  • 13.05.2009 11:57 Uhr

    von Simon:

    Ich könnte alles darauf verwetten, dass all die Politiker, die Paintball verbieten wollen, es selbst noch nie gespielt haben.

  • 13.05.2009 07:53 Uhr

    von audio001:

    Irgendwie ist dieses Diskussion und Entscheidung über das "paintball Verbot" irritierend.- Wir kennen (richtigerweise) in Deutschland eine Wehrpflicht. Ein Teil dieser Ausbildung dient dem Beherrschen von Waffen.

    Ziel dieser Ausbildung ist es, Soldaten die Fähigkeit zu vermitteln einen potentiellen Gegner "kampfunfähig" zu machen!

    Ich denke keiner in diesem Lande würde auf die Idee kommen die Bundeswehr zu verbieten, nur weil dort junge Menschen im Umgang mit der Waffe ausgebildet werden!

    Und ich bin gleichfalls davon überzeugt, dass durch die Tatsache, dass junge Menschen bei der Bundeswehr lernen eine Waffe zu beherrschen, das Risiko für Bürger in diesem Land zum Opfer einer Straftat mit Waffeneinsatz zu werden, nicht geringer oder größer ist!?


    Meiner Ansicht nach, hat die Politik - scheinbar in Ermangelung andere politischer Tätigkeitsfelder (?) - mit den „paintball Verbot“ wieder nur ein neues Themenfeld eröffnet was (frei nach Franz-Josef Strauß) „so überflüssig ist, wie ein Kropf“!

  • 12.05.2009 22:23 Uhr

    von Shrike:


    Wo kommen wir denn langsam hin, wenn Politiker ihre Ämter und Mandate dazu missbrauchen, anderen ihre persönlichen Vorstellungen von Sitte und Moral einfach aufzuwingen ?

    Sieht so eine freiheitliche Demokratie von mündigen Bürgern aus ?

  • 12.05.2009 20:03 Uhr

    von Michael:

    Das ist zumindest schonmal ein Hoffnungsschimmer ... ich habe herzhaft gelacht, dass Herr Wiefelspütz auf einmal zweifelt, wo er doch vorher total argumentationsresistent auf ein Verbot gepocht hat.
    Ihm sei seine Überzeugung gegönnt, aber Gesetze sollten wohl eher aufgrund von Fakten und nicht des Bauchgefühls verborter Politiker gemacht werden.
    Was Leute wie den Herrn Uhl betrifft, fällt mir dazu nix ein, als zu hoffen, dass so ein Schlag von urspießigen und weltfremden Politikern langsam ausstirbt. Aber es wird wohl eher immer schlimmer werden?! Noch einige Zeit, dann ist's hier, wie unter den Mullas zu leben ... alles, was Spaß bringt ist dann verboten!

  • 12.05.2009 19:51 Uhr

    von Eddi:

    Der größte Waffenexporteur Europas und der drittgrößte weltweit will Paintball den Garaus machen.

    Aufgepasst: Deutschland verbietet ein Spiel(!!!) bei dem man mit Farbkügelchen schießt. Aber die tödliche Munition, die Menschen weltweit zerfetzt, das ist selbstverständlich erlaubt.

    Leute, Hand auf's Herz: Ist das nicht mehr als lächerlich?

  • 12.05.2009 17:52 Uhr

    von roman:

    nachdem wiefelspütz es sich nach einer flut von anfragen auf abgeordnetenwatch.de nochmal überlegt zu haben scheint, halte es ich für sinnvoll, herrn hans-peter uhl auch einem ähnlichen anfrageschwall zu "unterziehen". irgendwann gehen einem doch die argumente aus.

  • 12.05.2009 16:49 Uhr

    von David:

    Bei Sittenwidrigkeit fällt mir nur Doppelmoral ein.
    Nach unten treten und nach oben buckeln – Hauptsache ICH bekomme dadurch einen Vorteil.
    Fängt da nicht schon unser gesellschaftliches Problem an?
    Nicht Problemorientiert, sondern Vorteilsorientiert handeln.
    Denkt doch bitte mal solidarisch!

  • 12.05.2009 16:44 Uhr

    von fabi:

    Es ist doch immer wieder schön, das die Union einen im Wahlkampf mit den hauseigenen Vorstellungen von Anstand und guten Sitten beglücken will und einem dabei auch noch ihre vorstellung vom begriff der Freiheit demonstrieren.

  • 12.05.2009 15:51 Uhr

    von amp:

    wenn es um schlechte Vorbilder geht sollte doch vielleicht endlich mal das verbot von nationaler und globaler Kriegsführung (etwa der bundeswehr oder der Uno) einen Weg in die Diskussion finden.

  • 12.05.2009 15:21 Uhr

    von simon:

    Die verqueren Moralvorstellungen überalterter, volksferner Politiker ohne jedwede sachliche Kompetenz sind traurige Fakten.
    Noch mehr schreit zum Himmel, dass diese Subjekte mal wieder eine beliebige Minderheit als Sündenbock für die Massen zu gebrauchen versuchen und die Beschneidung von Freiheitsrechten als Erfolge ihres politischen "Wirkens" dienen werden.
    Hat Deutschland, Europa und die Welt nicht wichtigere Probleme? Nein! soll suggeriert werden.

    Kasperletheater - nur wer kann da noch lachen?

  • 12.05.2009 15:09 Uhr

    von Griesgram999:

    Habe ich dass jetzt richtig gelesen? Die zitierten Politiker sind jetzt gegen das IPSC-Schießen und wollen jetzt die Regeln ändern, haben diese aber noch gar nicht gelesen? Oder wie soll ich eine Aussage wie "Da sollte man sich das Regelwerk anschauen." verstehen?
    Nach meiner Kenntnis ist es bei IPSC verboten im Laufen zu schießen. Und selbst wenn nicht, was ist daran so schlimm?

  • 12.05.2009 14:48 Uhr

    von Tut nichts zur Sache:

    Spannender Beitrag, doch ich denke, dass Paintball trotzdem verboten wird. Ich finde es bedenklich, wenn Gesetze nach Moralvorstellungen gestaltet werden und nicht mehr auf der freiheitlich-liberalen-Grundordnung der Bundesrepublik basieren. Von den Vorstellungen eines Gottesstaates ist man dann nicht mehr weit entfernt. Und mit dem Finger in islamische Länder zu deuten und dort deren eingeschränkte Freiheit zu kritisieren wirkt hohl. Auch dort herrscht nicht Anarchie, sondern tradierte Moralvorstellungen dienen als Gesetzesgrundlage. Wir haben in unserem Grundgesetz die persönliche Freiheit und Persönlichkeitsentfaltung über jedes andere Recht gestellt. Doch mit derartiger gesetzlicher Gestaltung unterlaufen wir das Ansinnen unserer Verfassungsväter. Die hatten aus gutem Grunde und mit der schlimmsten deutschen Erfahrung genau jene subjektiven Moralvorstellungen als Maßstab geächtet.

  • 12.05.2009 14:44 Uhr

    von Christoph Vogler:

    Ich vestehe die Aufregung über Paintball nicht.
    Zu meiner Person, ich bin 43 Jahrfe alt, berufstätig und habe studiert, trotzdem spiele ich Paintball, denke es wird mir keiner schädliche Neigungen nachsagen.
    Hat Herr Uhl mal an einem Paintball Game teilgenommen? Mal eines gesehen? Oder kennt er nur die wilden Videos aus den USA?

    Ich spiele seit 6 Jahren Paintball, Gewalt Habe ich dort nie gesehen oder davon gehört, im Gegensatz zu meinem einmaligen Bescuh eines Fussballmatches Frankfurt vs Bayern München.

    Beim Paintball wird kein Töten simuliert, es werden Gegenspieler markiert, damit das eigene Team den Hauptzweck erfüllen kann, die Punkte zu holen und das Match zu gewinnen (gegnerische Fahne erobern).

    Ich finde es anmassend von solchen Politikern, mir zu unterstellen, ich würde die Menschenwürde anderer antasten, im einem Spiel.

    Ich fühle mich persönlich in meiner Ehre und Würde verletzt, mir als Teilnehmer eines Paintball Spiels das ewig Gestrige zu unterstellen...

    Ansonsten bleibt mir einfach zu sagen, dass Herr Uhl vielleicht mal da regulieren sollte, wo es nötig wäre, im schönen ländlichen bayern gibt es so viele durchlöcherte Verkehrsschilder, Paintballs waren das sicher nicht.

  • 12.05.2009 14:20 Uhr

    von Christoph Vogler:

    Zu dem Verbotsverfahren frage ich mich (43 jahre alt, berufstätiger Akademiker und Paintball-Spieler), ob Herr Uhl jemals ein Paintball Game gesehen hat?
    Würde er auch gegen die im Freistaat sehr starke Fraktion der Jäger vorgehen? Ich schaue mir immer wieder gerne die durchschossenen Verkehrsschilder im ländlichen an... Paintballs waren das sicher nicht, dass aber nur am Rande.

    Die Frage, ob ein Spiel "menschenverachtend" sei, bleibt den freiwilligen Teilnehmern überlassen, Einzig ist hier klar zu sagen, dass es keine "symbolische" oder "simulierte Tötung" in diesem Spiel gibt.
    Spielzweck ist das reissen der Fahne der gegnerischen Mannschaft und nicht das Markieren der Gegenspieler.

    Ich jedenfalls habe mich nie in meiner Würde verletzt gesehen, höchstens im meinem Stolz, wenn ein Spielzug daneben gegangen ist.
    Ich freue mich, immer wenn ich auf ein Spielfeld fahre und dort die angenehme Umgebung unter Gleichgesinnten allen Alters geniessen kann.
    Feindschaft? Schlechte Neigungen? In den 6 Jahren meiner Hobbyausübung kam mir so etwas nicht unter, meine Kinder werden später auch PB spielen, weil es ein guter Sport ist und besser als alleine vor dem Computer oder TV zu versauern.

    Herr Uhl hat sich mit Verboten des Trendsports schon vor Jahren einen Namen gemacht, vielleicht sollte er bedenken, dass es gerade Demokratie ausmacht einen Andersdenkenden frei wählen zu lassen, was er macht, wenn er andere dabei nicht stört.
    Von Störungen kann wohl nur in Herrn Uhls Kopf gesprochen werden, ich glaube kaum, dass er jemals durch ein Painball-Game gestört oder sich gar in seiner Menschenwürde verletzt gesehen hat.

    Wir, und ich denke ich spreche für alle, die PB spielen, wollen unseren Sport bzw unsere Freizeitaktivität in Frienden auf zugelassenen Spielfeldern geniessen, im Rahmen der Regeln und aller Sicherheitsmassnahmen, die nötig sind.

    Dabei fällt mir auf, dass ich in 6 Jahren, nie Zeuge von Gewalt oder ähnlichem geworden bin, auf einem PB Feld.
    Bei meinem ersten Besuch eines Fussballstadions Frankfurt vs Bayern München aber schon.

    Sorry, mir will diese Diskussion nicht in den Kopf, unter allem Neuen das ewig Gestrige zu vermuten, verletzt mich in meiner Ehre und meiner Menschenwürde zutiefst.
    Dies sei den Herren mit auf den Weg gegeben, vielleicht kommt späte Einsicht...

    MfG

    Christoph Vogler

  • 12.05.2009 14:03 Uhr

    von bEn:

    Sittenwidrig ist vor allem die Ahnungslosigkeit und realitätsferne durch die sich unsere "Volksvertreter" immer mehr auszeichnen.

  • 12.05.2009 13:50 Uhr

    von P. B.:

    Da könnte man ja gleich so einige Kampfsportarten verbieten, wie z.B. Boxen, Karate, Fechten. All diese sind zivilisierte und stilisierte Formen des Kräftemessens. Ihre Vorbildtechniken waren dagegen immer schon zur Kampftechniken zur Unschädlichmachung von Gegnern, weshalb sie nicht weniger Simulation des Tötens sind als das Schießen mit Farbkugeln beim Paintball.

    Warum denkt man in der Politik eigentlich immer nur an Verbote und Verschärfungen? Welches Maß entscheidet darüber, wann es vielleicht mal wieder Zeit für Lockerungen ist? Gibt es so ein Maß überhaupt?

  • 12.05.2009 13:49 Uhr

    von Robert:

    Toll, scheinbar haben die vielen Protestaktionen und Anrufe in den Büros der Verantwortlichen mal etwas genützt. Besteht etwa noch Hoffnung, dass die Meinung der Wähler einigen Politikern nicht vollkommen egal ist? Ich bin sehr überrascht, dass grade Herr W. plötzlich anfängt zu zweifeln.

  • 12.05.2009 13:39 Uhr

    von Marc:

    Da ich kein Paintball-Spieler bin, habe ich mich bisher auch nicht mit dem Thema beschäftigt und bin daher recht überrascht, auch hier den Reglementierungswahnsinn anzutreffen!
    Was wenn sich (Gott bewahre) ein Schüler igrgendwo auf ein Turnhallendach legt und von dort oben mit einem Gewehr auf Mitschüler schiesst??? Werden dann, weil man ja überraschender Weise nicht nur im Laufen schiessen kann, daraufhin die Schiessbuden auf jeder Kirmes auch verboten???
    Dürfen Kinder im Karneval ihre Cowboypistolen nur noch ziehen, wenn Sie sich vorher (wie beim Biathlon) flach auf den Boden gelegt haben???
    Wie sieht es mit Wasserpistolen-Gefechten aus?
    Auch dort werden die "Gegner" rennend verfolgt und aus dem Lauf raus anvisiert und getroffen!
    Sollte nicht auch hier schnellsten etwas unternommen werden, um unsere Kinder vor diesen potientiellen Amokläufern zu schützen? Oder ist hier Zivilcourage gefragt?
    Das nächste Kleinkind, das ich mit einer Wasserpistole durch ein Freibad laufen sehe, werde ich wohl zu Boden zerren, entwaffnen und danach einer psychologischen Betreuung aushändigen, da mit dort geklärt werden kann, ob dieses Kind gefährdet ist als Amokläufer zu enden oder sich bereits im Training für eine solche Tat befindet!
    Diese Jugend!!! Sollte doch eigentlich sehen können, das Waffen in der Bundesrepublik weder gewünscht noch geduldet sind:
    Schliesslich hat der Bundestag schon vor Jahren beschlossen, die Produktion von Waffen und deren Export strengstens zu verbieten!
    Es lebe der Frieden!

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder