• 12.08.2009

Strategie gegen sexuelle Gewalt

Vergewaltigung als Kriegsführung

Die UNO und die USA wollen ein international koordiniertes Vorgehen gegen sexuelle Gewalt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert eine durchdachte Strategie.von Dominic Johnson

  • 12.08.2009 13:27 Uhr

    von Britt:

    Danke an die taz, dass sie als eine der wenigen Zeitungen in Deutschland regelmäßig den Gebrauch von Vergewaltigungen als Kriegswaffe thematisiert.

  • 12.08.2009 02:17 Uhr

    von Pippi Langstrumpf:

    Sexuelle Gewalt ist mindestens schon seit Jahrhunderten Kriegsstrategie. Nur weil sie erst seit kurzer Zeit auch in den Köpfen meist männlicher Politiker angelangt ist - zumindest teilweise, halbherzig und zähneknirschend - heißt das nicht, dass sexuelle Gewalt, wie z.B. Vergewaltigung, als Strategie in Kriegen ein neueres Phänomen ist.

    Fragt sich nur warum Vergewaltigung erst seit ca. einem Jahr als Kriegsverbrechen definiert wird, konsequent tabuisiert wurde und wird* und warum in Kriegsverbrechensverfahren gegen Menschen wie Slobodan Milosevic die massenhafte und organisierte sexuelle Gewalt dennoch nicht als Anklagepunkt auftaucht.
    Weil maßgeblich Frauen betroffen sind und es - wie immer gern proklamiert - "wichtigere Probleme" gibt als deren "Wehwehchen"?


    * Was ist z.B. mit den deutschen Soldaten, die im 2. Weltkrieg Osteuropa überfallen haben? Noch mehr Tabu, weil hochgradig idealisiert: Was ist mit den Soldaten der Alliierten aus Großbritannien, UDSSR, Frankreich und USA?

  • 11.08.2009 18:45 Uhr

    von aso:

    „...Was hat denn Vergewaltigung mit diesen religiösen Konflikten zu tun?
    Unglücklicherweise alles. Das von der Al-Azhar Universität – der am meisten respektierten Autorität innerhalb des sunnitischen Islam – gebilligte islamrechtliche Manual ’Umdat al-Salik setzt folgendes fest: “Wenn ein Kind oder eine Frau gefangen genommen werden, so befinden sie sich kraft ihrer Gefangennahme unverzüglich im Sklavenstatus und die vorgängige Ehe der Frau wird aufgelöst.“
    Warum? Damit sie „frei“ sind, die Nebenfrauen ihrer Besitzer zu werden. Der Koran erlaubt muslimischen Männern Geschlechtsverkehr mit ihren Frauen und ihren Sklavenmädchen zu haben: “Verboten sind für euch ... verheiratete Frauen außer denen welche ihr als Sklavinnen besitzt“ (Sure 4, Vers 23 und 24)...“:

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