Ein Emeritus diffamiert Hartz-IV-Empfänger in Großzeitungen: Hans Endl erklärt, warum der Fall Heinsohn allen Demokraten zu denken geben mussvon Interview Von Benno Schirrmeister
"Heinsohn, das ist klar, gefällt der Genpool der deutschen Gesellschaft nicht. Er will "Leistungsträger", wie er es nennt."
Leistung in der Wissensgesellschaft durch Gene? Der täglich kleine Beweis wie dusselig deutsche Professoren sein dürfen. Oder ist das in der Ökonomie schon eine Voraussetzung?
Das Problem ist doch, dass Heinsohnsche Gene dank derartig pseudowissenschaftlicher Spinner im Mnem-Pool vorzufinden sind.
06.04.2010 23:07 Uhr
von Holger Gensicke:
Der Fall Heinsohn zeigt die menschenverachtende Geisteshaltung neoliberaler Eliten auch an der Bremer Universität. Diese Einrichtung ist schon lange keine erste Adresse für kritische Wissenschaft mehr- auch wenn kluge Köpfe in einigen Fachbereichen immer noch den non-konformistischen Geist pflegen. Sie sind heute Randerscheinungen auf dem Campus. Die Rote Uni der innovativen Gründerphase wurde schon seit den achtziger Jahren von Menschen innerhalb wie außerhalb der Universität schlicht verkauft.
06.04.2010 17:43 Uhr
von Naturwissenschaftler:
Gauss (wer war das gleich noch?) war der Sohn eines Tagelöhner (geboren 1777) und einer Analphabetin (der man allerdings eine hohe Intelligenz bescheinigt). Nun mag Dasein eines Tagelöhners und einer Hausfrau des Jahres 1777 nicht ganz genau mit dem eines Hartz IV Empfängers aus dem Jahre 2010 vergleichbar sein, aber alleine die unglaublichen Leistungen des Herrn Gauss lassen ihn als exemplarisches Gegenbeispiel zur These "bildungsferne Mütter gebären bildungsferne Kinder" von diesem im Vergleich zu Gauss doch eher als wissenschaftlichen Analphabeten zu bezeichnenden Heinsohn gelten. Mehr muss man zu Herrn Heinsohn nicht sagen, ausser ihm vielleicht noch ein Zitat von Boethius mit auf den restlichen Lebensweg geben.
Leserkommentare
08.04.2010 18:05 Uhr
von Nordwind:
"Heinsohn, das ist klar, gefällt der Genpool der deutschen Gesellschaft nicht. Er will "Leistungsträger", wie er es nennt."
Leistung in der Wissensgesellschaft durch Gene?
Der täglich kleine Beweis wie dusselig deutsche Professoren sein dürfen. Oder ist das in der Ökonomie schon eine Voraussetzung?
Das Problem ist doch, dass Heinsohnsche Gene dank derartig pseudowissenschaftlicher Spinner im Mnem-Pool vorzufinden sind.
06.04.2010 23:07 Uhr
von Holger Gensicke:
Der Fall Heinsohn zeigt die menschenverachtende Geisteshaltung neoliberaler Eliten auch an der Bremer Universität. Diese Einrichtung ist schon lange keine erste Adresse für kritische Wissenschaft mehr- auch wenn kluge Köpfe in einigen Fachbereichen immer noch den non-konformistischen Geist pflegen. Sie sind heute Randerscheinungen auf dem Campus. Die Rote Uni der innovativen Gründerphase wurde schon seit den achtziger Jahren von Menschen innerhalb wie außerhalb der Universität schlicht verkauft.
06.04.2010 17:43 Uhr
von Naturwissenschaftler:
Gauss (wer war das gleich noch?) war der Sohn eines Tagelöhner (geboren 1777) und einer Analphabetin (der man allerdings eine hohe Intelligenz bescheinigt). Nun mag Dasein eines Tagelöhners und einer Hausfrau des Jahres 1777 nicht ganz genau mit dem eines Hartz IV Empfängers aus dem Jahre 2010 vergleichbar sein, aber alleine die unglaublichen Leistungen des Herrn Gauss lassen ihn als exemplarisches Gegenbeispiel zur These "bildungsferne Mütter gebären bildungsferne Kinder" von diesem im Vergleich zu Gauss doch eher als wissenschaftlichen Analphabeten zu bezeichnenden Heinsohn gelten.
Mehr muss man zu Herrn Heinsohn nicht sagen, ausser ihm vielleicht noch ein Zitat von Boethius mit auf den restlichen Lebensweg geben.