• 21.01.2009

Stauffenberg-Film "Operation Walküre"

Walkürenritt, Western Style

Trotz Tom Cruise rückt die Figur Stauffenberg in den Hintergrund. Was zählt, ist die Tat. Der Film "Operation Walküre" zerlegt den Mythos in Einzelteile - und hilft ihm so aus der Falle.von Georg Seesslen

  • 21.01.2009 23:34 Uhr

    von Joachim Petrick:

    Wollte Oberst Stauffenberg mit seiner Verschwörergruppe im Bendlerblock einem Komplott deutscher Generalität, Rüstungsminister Albert Speer, Propagandaminister Joseph Goebbels mit SS- Chef Heinrich Himmler und anderen SS- Generälen gegen den Führer mit seinem Attentat gegen Adolf Hitler im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ am 20. Juli 1944 zuvorkommen?, damit nicht Heinrich Himmler „Mir graut vor dir!“ als Bock zum Gärtner gemacht, den Frieden, die Nachkriegsordnung in Deutschland, in Europa mitbestimmt?

  • 21.01.2009 09:40 Uhr

    von michaelbolz:

    Ah! Eine Hausarbeit. Schön, so viel von der privaten Haltung des Journalisten zu erfahren.

  • 20.01.2009 22:13 Uhr

    von Joachim Petrick:

    Was ist, wenn die Verschwörer- Gruppe um Oberst Stauffenberg vor allem 1944 nach der Invasion der Alliierten in der Normandie ausschließlich getriebene „Opfer“ ihrer eigenen Befürchtungen, Vorstellungen von Inneren Unruhen im Deutschen Reich, Aufständen in den besetzten Gebieten, den KZs, Kriegsgefangenenlagern in Europa waren, die die Nazis, voran Joseph Goebbels, Adolf Hitler, verblendet in ihrem Wunderwaffen- Endsieg- Propaganda- Gefasel, robust ignorierten? und nur deshalb, unabgestimmt mit anderen Widerstandsgruppen im Deutschen Reich und besetzten Europa im Kamikaze- Obristen- Stil den Alarm „Wallküre“ für das Heimat- Ersatzheer auslösten?, damit gerade diese Widerstandsgruppen anderer politischer Farben überrumpelt, technisch unterlaufen, dem Nachfolge- NS- Regime ausgeliefert, beim Erfolg des Attentats auf den Führer Adolf Hitler, nicht partizipieren, geschweige denn an verantwortlicher Stelle zum Zuge kämen?
    Was ist mit dem verschollenen sogenannten“Hans von Dohnanyi- Archiv“ der Deutschen Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris, waren darin ausschließlich die Verbrechen der Nazis, der Sondereinheiten, Einsatzgruppen der SS, der Polizeibataillione aus der Heimat dokumentiert, die der Deutschen Wehrmacht als Vollziehender Gewalt im den besetzten Gebieten, den Nahbereichen der Front aber wissentlich ausgespart??

    Ähnlich und ganz anders ist es doch an der Weichsel- Front im Kamikaze- Obristen- Stil verlaufen, wo bestimmte Teile des militärischen Widerstandes polnisch- faschistischer Vorkriegsprägung, unabgestimmt mit anderen, zivilen Teilen des polnischen wie europäischen Widerstandes auf eigene Faust gegen das NS- Besatzungsregime im August 1944 vergeblich den Aufstand in Warschau wagten, während die Rote Armee „Gewehr bei Fuss“ tatenlos?, unbeteiligtt? an den östlichen Ufern der Weichsel stand?, bis dieser polnisch- militärische Aufstand ausgeblutet durch die asymmetrische Übermacht der Deutschen Wehrmacht gescheitert in sich zusammen brach?
    Joachim Petrick

  • 20.01.2009 19:38 Uhr

    von Kürzer:

    Habe nun, ach! Philosophie studiert - aber von der Kritik schlicht nichts begriffen. Eine zusätzliche Filmbesprechung für einfache Leser mich mich, und etwas kürzer - geht das...?

  • 20.01.2009 18:44 Uhr

    von Joachim Petrick:

    "Der Film Operation Walküre" schließt sich bruchlos dem Stauffenberg- Mythos der deutschen Medien als „Gescheiterter Held“, voran im Magazin „Der Spiegel“ an, hat der sich doch über Jahrzehnte auflagenstark in Serie und Aufmachern nachhaltig „Fest & Speer“, „Speer & Fest“ erfolgreich und profitabel geweigert der Tragödie erster Teil des gescheiterten Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 auf den wahren Grund zu gehen, da kommen wir jetzt übergangslos auf den zweiten Teil der Tragödie, in dem über Umstände vielleicht der Grund und das Ausmaß der Tragödie erster Teil unumkehrbar sichtbar wird.

    Vorab:
    Haben Generäle, Obristen der US- Army nicht alle Chancen bisher verpaßt, angesichts der menschenverachtenden Verhältnisse in Gefängnissen der US- Army, CIA, regierungsamtlich zugelassenen wie eingeräumten Foltermerhoden in Guantanamo auf Kuba, im Iraque, anderswo auf der Welt gegen die Maschinerie des militärisch- administrativ- industriellen Komplexes der USA zu „putschen“?

    Nährt der Film "Operation Walküre" die Bereitschaft von Generälen, Obristen in despotischen Regimen, Militärmaschinerien unserer Welt ermittelnd wie ein Film- Kommissar ultimativ exekutiv zu putschen, der allgemeinen Gerichtsbarkeit bis hin zur Anerkennung des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag durch die USA wieder Geltung zu verschaffen, oder, konfrontiert mit Verrat, verbrecherischer Verstrickung in den eigenen Kameraden/innen, Kollegen/innen Reihen, inbeded für alle Zeiten die Finger davon zu lassen?

    Zurück zu der Figur Oberst Stauffenberg:

    Das ungeheure Ausmaß der Tragödie erster Teil der Verschwörer des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler liegt in der zutage getretenen verbrecherischen Komplizenschaft der militärischen Führung der Deutschen Wehrmacht, mit den staatlich organsierten Verbrechen der Nazis.
    Unter den Soldaten/Angehörigen der Deutschen Wehrmacht an der Front und in den besetzten Gebieten Europas, Afrikas war der trügerische Spruch in aller Munde:
    “Wenn wir erst einmal wieder zuhause sind, räumen wir unabdinglich nach unserem Eide und den Gesetzen der Gerichtsbarkeit der Deutschen Wehrmacht auf“.

    Diesen Spruch hatte sich auch Oberst Graf Stauffenberg als kriegsversehrter Angehöriger des Afrika Korps zu Herzen genommen.

    Wie die Deutsche Wehrmacht als vollziehende Gewalt in den besetzten Gebieten und an der Front aufgeräumt hatte, indem sie nicht nur Verbrechen der NS- Administration logistisch billigte, sondern aktiv forcierte, war Claus Schenk Oberst Graf von Stauffenberg längst gegenwärtig.

    Das Attentat am 20. Juli 1944 galt folglich weniger Adolf Hitler, sondern als kriminologischer Beleg der verbrecherischen Komplizenschaft der Generalität der Deutschen Wehrmacht mit den Nazis.
    Was den Verschwörern gelang, was jedoch selbst vom Nürnberger NS-Kriegsverbrecher Tribunal bis heute bar jeder Sorgfaltspflicht geleugnet.

    Warum ist den angeblich gescheiteten Verschwörern des 20. Juli 1944 dieser historische Beleg unumkehrbar gelungen?:
    Oberst Graf Stauffenberg hatte als Angehöriger im General Stab des Heimatersatzheeres den Wallküre Alarm am 20. Juli 1944 ausgelöst, um durch die Mobilisierung des Heimatersatzheeres zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der staatlichen Ordnung die Deutsche Wehrmacht auch im Reich unter Wahrung des Eides auf den Führer und der Gesetzlichkeit in den Stand der politisch vollziehenden Gewalt zu versetzen.
    Was ihm und den patriotischen Verschwörern gelang, egal ob das Attentat gegen Adolf Hitler erfolgreich oder gescheitert war.

    Doch die militärische Führung der Deutschen Wehrmacht wies, verbrecherisch mit den Nazis verstrickt, korrumpiert, mit Rittergütern und anderen Dotationen aus der Reich- Schatz- Schatulle des Führers gekauft,ohne Not die politsch vollziehende Macht und Gewalt als eigene Verantwortung, wie es das Gesetz in der Stunde der Gefahr und der Not der Nation und Europa befahl, zurück, liquidierte patriotische Verschwörer des 20. Juli 1944 wie Oberst Graf Stauffenberg verbrecherisch ohne militärgerichtliches Verfahren als angebliche Verräter am Vaterland, des Abendlandes noch am späten Abend in der frühen Nacht desselben Tages.


    Joachim Petrick.

  • 20.01.2009 16:01 Uhr

    von Alex:

    Uff. Was für ein Kommentar.

  • 20.01.2009 15:39 Uhr

    von siegbart:

    Stauffenberg war auf Hitler per Eid eingeschworener Nazi, der - spät - erst, als das Kriegs-Scheitern unausweichlich war, zum Widerständler mutierte.

    Tragisch ist, dass er dabei noch versagte. Ein mißratener Tyrannenmord, der 100te anderer im Widerstand das Leben kostete.

    Wenn ein Hollywod-Star nun die katastrophale deutsche Geshichte aus Blut, verbrannter Erde und Holocaust durch den Glanz vom aristokratisch Helden-Mytho aufpoliert, ist das doch das beste, was uns Deutschen passieren kann.

  • 20.01.2009 15:13 Uhr

    von H. Schrewe:

    Bleibt noch anzumerken, dass auch Cruise Maschinist einer Machtmaschine ist, oder wohl eher einer der Produktionsleiter einer durchaus gefährlichen Sekte. Deswegen halte ich es für durchaus angebracht jeden seiner Filme und die seiner scientologischen Schauspielerkollegen zu boykottieren.

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