• 16.03.2010

Stadtwerke für Atomausstieg

"Das Zeug muss vom Netz"

Mehr als 150 Stadtwerke fordern ein Festhalten am Atomausstieg. Oder es müssten alte Kohlekraftwerke vom Netz. Geschehe dies nicht, würde der Wettbewerb "gewaltig verzerrt".von R. Rother & N. Michel

  • 16.03.2010 13:19 Uhr

    von m4ld3:

    @toblo:
    An das Moralverständnis des Endverbrauchers zu appelieren ist zwar schön, aber nicht wirkungskräftg. Man muss über den Preis kommen, denn da bekommt man jeden. Oder über die Qualität. Dummerweise haben Strom und Wärme die Eigenart keinen sichtbaren oder fühlbaren qualitativen Mehrwert für den Verbraucher zu generieren. Atomstrom und Windstrom sind von außen her gleich. Das heißt, dass nur der Preis entscheiden kann. Hierzu bedarf es dann aber widerum politischer Steuerung um es den fortschrittlich denkenden kommunalen Versorgern einfacher zu machen. Zumal dies auch den Wettbewerb anheizt, welcher von der Regierung ja gewünscht ist.

    Du hast Recht: Revolution von unten. Erster Anlaufpunkt dafür sollten die Kommunal- und Landespolitiker sein.

  • 16.03.2010 10:43 Uhr

    von toblo:

    Wo bleibt die "Revolution von unten?"

    Es gibt ja viele Abstufungen, eine echte Revolution zu machen. Eine sehr wirksame Form ist "die Macht des Verbrauchers". Ich kann oft nicht glauben, dass wir im aufgeklärten Zeitalter leben: Wie kann es für Stadtwerke immer noch schwer sein, sich mit einem höheren, aber moralisch sauberen Preis, durchzusetzen? Sprich: Warum ist Otto Normalverbraucher nicht bereit, den neuen, sauberen Markt mit einen höheren Preis zu unterstützen? Die Auswirkungen wären doch grandios. Mittelfristig werden dadurch AKWs und KKWs endlich verschwinden und die alternativen Energien rentabel- die Preise sinken. Das wäre doch eine Revolution! Und sind wir mal ehrlich: Das Mehr an Geld hat hier in der BRD jeder übrig!
    Stattdessen höre ich landauf, landab bei fast jedem politischen Thema: "Man kann ja doch nix machen. Die da oben machen doch eh, was sie wollen...".
    Nein! Es braucht manchmal noch nicht mal Mut,um eine Revolution zu machen. Die Chance ist gerade günstig, da sich viele kommunale Stadtwerke wiederbeleben.
    Warum packen wir nicht mit an?

  • 15.03.2010 17:42 Uhr

    von t-claudius:

    "Es gehe nicht, dass ein Teil der Bundesregierung auf Zuruf die Laufzeiten verlängere"
    Nicht auf Zuruf. Auf Parteispende.
    Eine Wettbewerbsverzerrung ist vom Spender ja gewünscht. Traurig offensichtlich das Spiel. Unsere Demokratie ist am Ende.

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