4.000 exzellente ForscherInnen sollten seit 2006 die neue Elite der deutschen Wissenschaft bilden. Doch erst ein Drittel der Stellen ist besetzt. Grund: zu wenig BewerberInnen.von Anna Lehmann
Das größte Problem dürfte sein, dass die Stellen genau wie die Exzellenzinitiative zeitlich begrenzt sind. Es ist deshalb auch falsch von "Lehrstühlen" zu sprechen, in der Lehre sollen die Forscher_innen gar nicht tätig sein und die Sicherheit die mit einem Lehrstuhl verbunden ist (Professur quasi auf Lebenszeit) gibt's auch nicht. Die strukturellen Probleme von wissenschaftliche Karrieren in Deutschland sind durch die Exzellenzinitiative nicht behoben worden, es sollte daher nicht verwundern, dass ein Bewerber_innenansturm ausbleibt. Das Ausland bleibt einfach attraktiver, wer weiß schon, ob die nächsten Bundesregierungen in einer möglicherweise weiterhin schlechten wirtschaftlichen Lage eine "Exzellenzinitiative" weiterfördern.
Leserkommentare
11.01.2009 00:49 Uhr
von Hans Kuminall:
Das größte Problem dürfte sein, dass die Stellen genau wie die Exzellenzinitiative zeitlich begrenzt sind. Es ist deshalb auch falsch von "Lehrstühlen" zu sprechen, in der Lehre sollen die Forscher_innen gar nicht tätig sein und die Sicherheit die mit einem Lehrstuhl verbunden ist (Professur quasi auf Lebenszeit) gibt's auch nicht.
Die strukturellen Probleme von wissenschaftliche Karrieren in Deutschland sind durch die Exzellenzinitiative nicht behoben worden, es sollte daher nicht verwundern, dass ein Bewerber_innenansturm ausbleibt. Das Ausland bleibt einfach attraktiver, wer weiß schon, ob die nächsten Bundesregierungen in einer möglicherweise weiterhin schlechten wirtschaftlichen Lage eine "Exzellenzinitiative" weiterfördern.