• 06.08.2009

Soziologin über Krise der Ökobranche

"Bio ist zu normal geworden"

Biolebensmittel zu kaufen bringe keinen Distinktionsgewinn mehr, meint die Soziologin Eva Barlösius. Deshalb brauche die Branche neue Herausforderungen.von Anna Mauersberger

  • 17.08.2009 17:10 Uhr

    von Michel D:

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    Mitte der 80er Jahre hatte ich ein Naturkostgeschäft. Und immer gab es Diskussionen weil ich keine Bio-Tomaten aus beheizte Gewächshäuser kaufen wollte, oder Bio-Erdbeeren aus Süd-Frankreich, etc. Heut zu Tage finde ich Trockenbohnen aus China,etc. Im Naturkostladen guckt man mich komisch an weil ich Brot ohne Tüte will.
    Offensichtlich bezieht Bio sich nur auf das verkaufte Endprodukt. Auch wenn es mittels Sklaverei entstanden ist.

  • 09.08.2009 23:45 Uhr

    von Wolfgang Böhm:

    Früher - ja früher - da wurden statements a la Frau Barlösius als Vulgärsoziologie gebrandmarkt! Leider nur Halbwissen aus dem veröffentlichten Dienst an einem Fach, dass weit mehr zu bieten hätte...
    die vorstehenden Kommentare sind ja durch die bank reflektierter, als die Erkenntnisse der Fachfrau!

  • 06.08.2009 15:24 Uhr

    von Anonym:

    Warum wurde das Interview zu dem Thema mit dieser Gespächspartnerin geführt? Was sollte der Gewinn dieser Unterhaltung sein? Es erschließt sich mir leider in keiner Weise.
    Um zu ergründen, was nach Bio kommen sollte oder wird oder was die Biobranche tun könnte, um nicht verdrängt zu werden, böte sich sicher eine Vielzahl anderer InterviewpartnerInnen an, die zu kompetenteren Aussagen in der Lage sein dürften als "Hauptsache, es schmeckt"!!!
    Eine riesige Enttäuschung! Erfreulicher wäre es doch gewesen, lesen zu dürfen, welche Maßnahmen Bio wieder den nötigen Wind unter die Segel treiben könnten, um - gerade in Zeiten des Klimawandels, der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosenzahlen - als zukunftsweisende Branche zu bestehen!

  • 06.08.2009 14:56 Uhr

    von Sunstreet:

    Genau das wollte die Politik und die Lobbyisten doch mit den EU-Bio-Richtlinien erreichen.
    Mit diesem "Bio"-Label darf sich doch fast jeder Hersteller schmücken - und dann stellt man fest, wissenschaftlich natürlich, dass es so gut wie keine Unterschiede zwischen biologisch und konventionell hergestellten Lebensmitteln gibt. Wo soll der bei diesen Praktiken auch herkommen.

  • 06.08.2009 12:42 Uhr

    von Klaus Hoffmeister:

    BIO kann überhaupt nicht normal genug werden!!! Egal ob Menschen, Tiere oder Pflanzen ausgebeutet werden, wenn wir unseren Planeten langfristig erhalten wollen, müssen wir so schnell wie möglich mit jeglicher Ausbeutung aufhören. Davon sind wir noch meilenweit entfernt. Und dass eine Frau und Soziologin dafür heute immer noch keine Antenne hat, ist für mich einfach unbegreiflich.

  • 06.08.2009 09:55 Uhr

    von Michel:

    @Kai: Die Kaltschnäuzigkeit der Soziologin hat mich auch sehr befremdet. Wie so viele andere hat sie womöglich noch gar nicht alle Bio-Bewußtseinsinhalte gecheckt, schon gar nicht die tierschützerischen. Da waren die vegetarischen Männer des 19. Jahrhunderts, die sie erwähnt, schon sehr viel offener und bewußter als Millionen von vermeintlichen Bio-Hausfrauen, die sich heute immer noch keine "großen" Gedanken machen wollen.
    Die Taz könnte dieser letzten großen Erkenntnisverweigerung der Bio-Szene entgegenwirken, in dem sie sich des Themas Ethik im Umgang mit Tieren gründlicher und gedanklich breiter als bislang geschehen annähme.

  • 05.08.2009 17:02 Uhr

    von Kai (Amsterdam):

    Das letzte Antwort... 'Egal wo es herkommt...' Schrecklich, das ein Mensch Bio untersucht, und alle Informationen unter Augen bekommt über das Tierleid in die herkommlichen Tierbetrieben. Und dann so ein Antwort gibt. 'Egal wo es herkommt'.

    Also 'wenns nur schmeckt'? Psychopatisch.

    Das wichtigste um für Bio zu wählen ist doch ein Gutes Leben für Allen. Verzichten auf Tierleid, auf Gesundheidschäde für Uns und die Planet. Aber diese Sociologe versteht das noch immer nicht!

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