Der Väteranteil beim Elterngeld ist laut Studie gestiegen. Doch trotz des Fortschritts halten die meisten jungen Männer am Ernährermodell fest, kritisiert Soziologe Bertram.
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann. Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Salvatore:
Es gibt keine neuen Männer und es gibt auch keine neuen Frauen. Es gibt einfach keine neuen Menschen. Es gab immer mal wieder Sozialingenieure, die neue Menschen per Dekret schaffen wollten, was der Herr Soziologe ja im Prinzip auch vorhat. Die Ergebnisse waren nicht unbedingt ermutigend. Warum könnt ihr die Menschen nicht so lassen, wie sie sind? Fühlt ihr euch dann überflüssig?
Ciao Salvatore
04.04.2011 18:55 Uhr
von Vater:
Aha, bei den Männern sollen härtere Massnahmen her, obwohl Bertram selbst feststellt, dass die Frauen die sozial über ihnen stehenden Ernährertypen vorziehen.
Da schlage ich doch eine ganz einfache Maßnahme vor, um das nach-oben-heiraten zu bremsen: Abschaffung des Ehegattenunterhalts, des Versorgungs- und Zugewinnausgleichs. So ist es übrigens auch im gelobten Skandinavien, Herr Bertram!
Bertams genialer Vorschlag, "Frauenberufe" wie "Männerberufe" zu bezahlen, ist nicht schlecht. Höchste Zeit, dass die Friseurin dasselbe bekommt wie der Ingenieur.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Querdenker:
Mich kann das Gesagte nicht überzeugen. Sicher ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau richtig und wichtig, doch finde ich es falsch, wenn nun krampfhaft versucht wird, die Welt der persönlichen Idologie anzupassen. Meine Erfahrung als gering Verdiener ist jedenfalls, das Frauen einen finanziell potenten Mann suchen. Viele, nicht alle Frauen, sind nämlich nur dann für Gleichberechtigung wenn sie zum eigenen Vorteil dient. Von Vorschriften für Unternehmen wie in Norwegen halte ich nichts, wenn Frauen in einem Unternehmen aufsteigen wollen, dann müssen sie sich halt lernen duchzusetzen. Ich muss auch schauen, wie ich zu recht komme und habe keine Schutzzaun. Sehr bedenklich finde ich, sind die geäußerten Thesen zur Famillie. Ich habe große Zweifel, ob diese Patchwork-Familiien gut für die Kinder sind und sie sollten nicht zu Ideal erhoben werden.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Jengre:
Als ich in den siebziger Jahren in der Grundschule war (alte Bundesländer), war es völlig normal, daß Kinder, deren Mütter berufstätig waren, einen Wohnungs- oder Hausschlüssel hatten und bis abends selbst auf sich aufpaßten. Für sie und mich war die nachmittägliche Freiheit (Hausaufgaben ausgenommen) das Größte. Wir konnten uns frei bewegen und suchten uns unsere Freunde in der zweiten Tageshälfte selbst aus. Heute wird verlangt, die Schule solle Ganztagesverwahranstalt sein, und obwohl Pisa etc. als Gründe vorgeschoben werden, ist in diesem Interview der eigentliche Kontext klar im Vordergrund: Schule als Betreuungsangebot. Haben heutige Eltern Angst um ihr Designersofa, oder warum müssen die Kinder in der Schule Unselbständigkeit einüben? Bei der heutigen Arbeitslosigkeit sin Ganztagsjobs schon Blösinn; warum Ganztagsschulen? Wie wäre es mit Internaten, dann müssen Mutti und Vati gar nicht mehr auf die Uhr schielen, wenn sie ihrem Chef noch spätabends Leistungsbereitschaft demonstrieren.
11.02.2011 17:57 Uhr
von EricHerzlich:
"24.07.2008 20:21 Uhr: Von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann. Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation. " das finde ich Klasse ausgedrückt. Wenn Gleichheit, Freiheit ... dann für alle. Irgendwie ist die Emanzipation schief geraten und der obengenannte Beitrag bringt es auf den Punkt
11.02.2011 17:46 Uhr
von Sascha Liebermann, "Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung":
Manches ist bedenkenswert, was Herr Bertram im Interview äußert. Doch wenn es darum geht, wie Veränderungen in Gang kommen sollen, setzt er, wie in den letzten Jahren der Tenor, auf Dirigismus. "Härtere Maßnahmen", um Veränderungen zu bewirken, prägen nun gerade die Arbeits- und Sozialpolitik der letzten Jahre. Statt auf Selbstbestimmung zu setzen, indem wir den Bürgern Freiräume zum Aushandeln verschaffen, wie es ein bedingungsloses Grundeinkommen täte, halten wir noch immer an der Maxime fest: Kontrollieren geht vor Vertrauen, Aufsicht geht vor Selbstbestimmung. Diese Haltung durchzieht alle Bereiche unseres Gemeinwesens bis zur Bildungspolitik, wie an den Umgestaltungen der Universitäten abzulesen ist. An einer Stelle im Interview wird genau dieses Aushandeln in Freiräumen aufgeworfen, aber dann doch den "härteren Maßnahmen" geopfert. Wie einfach wäre es stattdessen, den Bürgern mehr Möglichkeiten in die Hand zu geben, statt ihre Lebenswege definieren zu wollen. Mit einem BGE wäre dazu ein großer Schritt getan.
11.02.2011 17:46 Uhr
von Jengre:
Als ich in den siebziger Jahren in der Grundschule war (alte Bundesländer), war es völlig normal, daß Kinder, deren Mütter berufstätig waren, einen Wohnungs- oder Hausschlüssel hatten und bis abends selbst auf sich aufpaßten. Für sie und mich war die nachmittägliche Freiheit (Hausaufgaben ausgenommen) das Größte. Wir konnten uns frei bewegen und suchten uns unsere Freunde in der zweiten Tageshälfte selbst aus. Heute wird verlangt, die Schule solle Ganztagesverwahranstalt sein, und obwohl Pisa etc. als Gründe vorgeschoben werden, ist in diesem Interview der eigentliche Kontext klar im Vordergrund: Schule als Betreuungsangebot. Haben heutige Eltern Angst um ihr Designersofa, oder warum müssen die Kinder in der Schule Unselbständigkeit einüben? Bei der heutigen Arbeitslosigkeit sin Ganztagsjobs schon Blösinn; warum Ganztagsschulen? Wie wäre es mit Internaten, dann müssen Mutti und Vati gar nicht mehr auf die Uhr schielen, wenn sie ihrem Chef noch spätabends Leistungsbereitschaft demonstrieren.
13.09.2009 10:04 Uhr
von EricHerzlich:
"24.07.2008 20:21 Uhr: Von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann. Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation. " das finde ich Klasse ausgedrückt. Wenn Gleichheit, Freiheit ... dann für alle. Irgendwie ist die Emanzipation schief geraten und der obengenannte Beitrag bringt es auf den Punkt
24.07.2008 20:21 Uhr
von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann. Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation.
24.07.2008 11:29 Uhr
von Salvatore:
Es gibt keine neuen Männer und es gibt auch keine neuen Frauen. Es gibt einfach keine neuen Menschen. Es gab immer mal wieder Sozialingenieure, die neue Menschen per Dekret schaffen wollten, was der Herr Soziologe ja im Prinzip auch vorhat. Die Ergebnisse waren nicht unbedingt ermutigend. Warum könnt ihr die Menschen nicht so lassen, wie sie sind? Fühlt ihr euch dann überflüssig?
Ciao Salvatore
24.07.2008 09:41 Uhr
von RTheurer:
Wer sucht denn den partner aus? Es sind doch die Frauen die sich die Männer aussuchen. Und es sind die Frauen die so gerne nach oben heiraten. Warum zum Teufel brauchen wir dann bei den Männern härtere Maßnahmen? das Bild das die Frauen vom Mann als Ernährer der familie haben muß sich ändern, dann werden ganz von allein mehr Männer die Kindererziehung übernehmen. Und wenn die Frauenberufe sooo schlecht bezahlt sind, sollten die Frauen vielleicht mal ihre Berufswahl überdenken. UNd wieviel Ärztinnen, Managerinnen, Professorinnen und andere sozial und beruflich hochstehende Frauen heiraten denn Lastwagenfahrer, Bauarbeiter, kleine Angestellte oder gar Arbeitslose?
24.07.2008 08:34 Uhr
von Vater:
Aha, bei den Männern sollen härtere Massnahmen her, obwohl Bertram selbst feststellt, dass die Frauen die sozial über ihnen stehenden Ernährertypen vorziehen.
Da schlage ich doch eine ganz einfache Maßnahme vor, um das nach-oben-heiraten zu bremsen: Abschaffung des Ehegattenunterhalts, des Versorgungs- und Zugewinnausgleichs. So ist es übrigens auch im gelobten Skandinavien, Herr Bertram!
Bertams genialer Vorschlag, "Frauenberufe" wie "Männerberufe" zu bezahlen, ist nicht schlecht. Höchste Zeit, dass die Friseurin dasselbe bekommt wie der Ingenieur.
23.07.2008 13:02 Uhr
von Sascha Liebermann, "Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung":
Manches ist bedenkenswert, was Herr Bertram im Interview äußert. Doch wenn es darum geht, wie Veränderungen in Gang kommen sollen, setzt er, wie in den letzten Jahren der Tenor, auf Dirigismus. "Härtere Maßnahmen", um Veränderungen zu bewirken, prägen nun gerade die Arbeits- und Sozialpolitik der letzten Jahre. Statt auf Selbstbestimmung zu setzen, indem wir den Bürgern Freiräume zum Aushandeln verschaffen, wie es ein bedingungsloses Grundeinkommen täte, halten wir noch immer an der Maxime fest: Kontrollieren geht vor Vertrauen, Aufsicht geht vor Selbstbestimmung. Diese Haltung durchzieht alle Bereiche unseres Gemeinwesens bis zur Bildungspolitik, wie an den Umgestaltungen der Universitäten abzulesen ist. An einer Stelle im Interview wird genau dieses Aushandeln in Freiräumen aufgeworfen, aber dann doch den "härteren Maßnahmen" geopfert. Wie einfach wäre es stattdessen, den Bürgern mehr Möglichkeiten in die Hand zu geben, statt ihre Lebenswege definieren zu wollen. Mit einem BGE wäre dazu ein großer Schritt getan.
23.07.2008 12:26 Uhr
von Ludwig Paul Häußner:
Grundeinkommen als gemeinsames Fundament für eine sozioökonomische Gleichstellung der Geschlechter
-----------------------------------------
Ich kann Herrn Bertram in vielen Dingen beipflichten. Doch sind "härtere Maßnahmen" wirklich der richtige Weg in einer freiheitlich verfassten Gesellschaft?
Wie würde die ganze Diskussion um Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Erziehungsarbeit und Lernarbeit verlaufen, wenn wir ein bedingungsloses Grundeinkommen hätten?
Das ist keine Utopie! Wenn der u topos der jenseitige Ort ist, dann ist die Frage zu beantworten wie kommen wir von hier nach dort?
In der Tat können wir von Schweden und Dänemark lernen. Schweden und Dänemark haben heute schon einen MwSt-Satz von EU-konformen 25%.
Würden wir die MwSt schrittweise auf 25% erhöhen, so hätten wir praktisch die erforderlichen Finanzmittel, um ein substitutives und bedingungsloses Grundeinkommen realisieren zu können. Im Realtraum können wir uns schon einmal an den u topos begeben.
Mehr Infos unter: www.unternimm-die-zukunft.de
Ludwig Paul Häußer Universität Karlsruhe (TH) –IEP
23.07.2008 11:09 Uhr
von Querdenker:
Mich kann das Gesagte nicht überzeugen. Sicher ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau richtig und wichtig, doch finde ich es falsch, wenn nun krampfhaft versucht wird, die Welt der persönlichen Idologie anzupassen. Meine Erfahrung als gering Verdiener ist jedenfalls, das Frauen einen finanziell potenten Mann suchen. Viele, nicht alle Frauen, sind nämlich nur dann für Gleichberechtigung wenn sie zum eigenen Vorteil dient. Von Vorschriften für Unternehmen wie in Norwegen halte ich nichts, wenn Frauen in einem Unternehmen aufsteigen wollen, dann müssen sie sich halt lernen duchzusetzen. Ich muss auch schauen, wie ich zu recht komme und habe keine Schutzzaun. Sehr bedenklich finde ich, sind die geäußerten Thesen zur Famillie. Ich habe große Zweifel, ob diese Patchwork-Familiien gut für die Kinder sind und sie sollten nicht zu Ideal erhoben werden.
22.07.2008 22:01 Uhr
von molinocampo:
"Auch die Frauen halten am alten Männerbild fest?
Die wollen den erfolgreichen, berufstätigen Mann. Wenn man sich das Heiratsverhalten anguckt, die heiraten eher nach oben in die sozialen Positionen hinein."
Jenau!
Lösung? Ganz einfach: züchtet neue Frauen, dann kanns ja klappen mit der Kulturumstellung - -
sicher noch viel Gelegenheit, auf Jahrhunderte sinnlose Forschungsprojekte als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für "GenderforscherInnen" zu finanzieren!
22.07.2008 17:06 Uhr
von Jengre:
Als ich in den siebziger Jahren in der Grundschule war (alte Bundesländer), war es völlig normal, daß Kinder, deren Mütter berufstätig waren, einen Wohnungs- oder Hausschlüssel hatten und bis abends selbst auf sich aufpaßten. Für sie und mich war die nachmittägliche Freiheit (Hausaufgaben ausgenommen) das Größte. Wir konnten uns frei bewegen und suchten uns unsere Freunde in der zweiten Tageshälfte selbst aus. Heute wird verlangt, die Schule solle Ganztagesverwahranstalt sein, und obwohl Pisa etc. als Gründe vorgeschoben werden, ist in diesem Interview der eigentliche Kontext klar im Vordergrund: Schule als Betreuungsangebot. Haben heutige Eltern Angst um ihr Designersofa, oder warum müssen die Kinder in der Schule Unselbständigkeit einüben? Bei der heutigen Arbeitslosigkeit sin Ganztagsjobs schon Blösinn; warum Ganztagsschulen? Wie wäre es mit Internaten, dann müssen Mutti und Vati gar nicht mehr auf die Uhr schielen, wenn sie ihrem Chef noch spätabends Leistungsbereitschaft demonstrieren.
Leserkommentare
04.04.2011 18:55 Uhr
von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann.
Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Salvatore:
Es gibt keine neuen Männer und es gibt auch keine neuen Frauen. Es gibt einfach keine neuen Menschen. Es gab immer mal wieder Sozialingenieure, die neue Menschen per Dekret schaffen wollten, was der Herr Soziologe ja im Prinzip auch vorhat. Die Ergebnisse waren nicht unbedingt ermutigend. Warum könnt ihr die Menschen nicht so lassen, wie sie sind? Fühlt ihr euch dann überflüssig?
Ciao
Salvatore
04.04.2011 18:55 Uhr
von Vater:
Aha, bei den Männern sollen härtere Massnahmen her, obwohl Bertram selbst feststellt, dass die Frauen die sozial über ihnen stehenden Ernährertypen vorziehen.
Da schlage ich doch eine ganz einfache Maßnahme vor, um das nach-oben-heiraten zu bremsen: Abschaffung des Ehegattenunterhalts, des Versorgungs- und Zugewinnausgleichs. So ist es übrigens auch im gelobten Skandinavien, Herr Bertram!
Bertams genialer Vorschlag, "Frauenberufe" wie "Männerberufe" zu bezahlen, ist nicht schlecht. Höchste Zeit, dass die Friseurin dasselbe bekommt wie der Ingenieur.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Querdenker:
Mich kann das Gesagte nicht überzeugen. Sicher ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau richtig und wichtig, doch finde ich es falsch, wenn nun krampfhaft versucht wird, die Welt der persönlichen Idologie anzupassen. Meine Erfahrung als gering Verdiener ist jedenfalls, das Frauen einen finanziell potenten Mann suchen. Viele, nicht alle Frauen, sind nämlich nur dann für Gleichberechtigung wenn sie zum eigenen Vorteil dient.
Von Vorschriften für Unternehmen wie in Norwegen halte ich nichts, wenn Frauen in einem Unternehmen aufsteigen wollen, dann müssen sie sich halt lernen duchzusetzen. Ich muss auch schauen, wie ich zu recht komme und habe keine Schutzzaun.
Sehr bedenklich finde ich, sind die geäußerten Thesen zur Famillie. Ich habe große Zweifel, ob diese Patchwork-Familiien gut für die Kinder sind und sie sollten nicht zu Ideal erhoben werden.
04.04.2011 18:55 Uhr
von Jengre:
Als ich in den siebziger Jahren in der Grundschule war (alte Bundesländer), war es völlig normal, daß Kinder, deren Mütter berufstätig waren, einen Wohnungs- oder Hausschlüssel hatten und bis abends selbst auf sich aufpaßten. Für sie und mich war die nachmittägliche Freiheit (Hausaufgaben ausgenommen) das Größte. Wir konnten uns frei bewegen und suchten uns unsere Freunde in der zweiten Tageshälfte selbst aus. Heute wird verlangt, die Schule solle Ganztagesverwahranstalt sein, und obwohl Pisa etc. als Gründe vorgeschoben werden, ist in diesem Interview der eigentliche Kontext klar im Vordergrund: Schule als Betreuungsangebot. Haben heutige Eltern Angst um ihr Designersofa, oder warum müssen die Kinder in der Schule Unselbständigkeit einüben? Bei der heutigen Arbeitslosigkeit sin Ganztagsjobs schon Blösinn; warum Ganztagsschulen? Wie wäre es mit Internaten, dann müssen Mutti und Vati gar nicht mehr auf die Uhr schielen, wenn sie ihrem Chef noch spätabends Leistungsbereitschaft demonstrieren.
11.02.2011 17:57 Uhr
von EricHerzlich:
"24.07.2008 20:21 Uhr:
Von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann.
Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation.
" das finde ich Klasse ausgedrückt. Wenn Gleichheit, Freiheit ... dann für alle. Irgendwie ist die Emanzipation schief geraten und der obengenannte Beitrag bringt es auf den Punkt
11.02.2011 17:46 Uhr
von Sascha Liebermann, "Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung":
Manches ist bedenkenswert, was Herr Bertram im Interview äußert. Doch wenn es darum geht, wie Veränderungen in Gang kommen sollen, setzt er, wie in den letzten Jahren der Tenor, auf Dirigismus. "Härtere Maßnahmen", um Veränderungen zu bewirken, prägen nun gerade die Arbeits- und Sozialpolitik der letzten Jahre. Statt auf Selbstbestimmung zu setzen, indem wir den Bürgern Freiräume zum Aushandeln verschaffen, wie es ein bedingungsloses Grundeinkommen täte, halten wir noch immer an der Maxime fest: Kontrollieren geht vor Vertrauen, Aufsicht geht vor Selbstbestimmung. Diese Haltung durchzieht alle Bereiche unseres Gemeinwesens bis zur Bildungspolitik, wie an den Umgestaltungen der Universitäten abzulesen ist. An einer Stelle im Interview wird genau dieses Aushandeln in Freiräumen aufgeworfen, aber dann doch den "härteren Maßnahmen" geopfert. Wie einfach wäre es stattdessen, den Bürgern mehr Möglichkeiten in die Hand zu geben, statt ihre Lebenswege definieren zu wollen. Mit einem BGE wäre dazu ein großer Schritt getan.
11.02.2011 17:46 Uhr
von Jengre:
Als ich in den siebziger Jahren in der Grundschule war (alte Bundesländer), war es völlig normal, daß Kinder, deren Mütter berufstätig waren, einen Wohnungs- oder Hausschlüssel hatten und bis abends selbst auf sich aufpaßten. Für sie und mich war die nachmittägliche Freiheit (Hausaufgaben ausgenommen) das Größte. Wir konnten uns frei bewegen und suchten uns unsere Freunde in der zweiten Tageshälfte selbst aus. Heute wird verlangt, die Schule solle Ganztagesverwahranstalt sein, und obwohl Pisa etc. als Gründe vorgeschoben werden, ist in diesem Interview der eigentliche Kontext klar im Vordergrund: Schule als Betreuungsangebot. Haben heutige Eltern Angst um ihr Designersofa, oder warum müssen die Kinder in der Schule Unselbständigkeit einüben? Bei der heutigen Arbeitslosigkeit sin Ganztagsjobs schon Blösinn; warum Ganztagsschulen? Wie wäre es mit Internaten, dann müssen Mutti und Vati gar nicht mehr auf die Uhr schielen, wenn sie ihrem Chef noch spätabends Leistungsbereitschaft demonstrieren.
13.09.2009 10:04 Uhr
von EricHerzlich:
"24.07.2008 20:21 Uhr:
Von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann.
Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation.
" das finde ich Klasse ausgedrückt. Wenn Gleichheit, Freiheit ... dann für alle. Irgendwie ist die Emanzipation schief geraten und der obengenannte Beitrag bringt es auf den Punkt
24.07.2008 20:21 Uhr
von qed:
Erstaunlich, mit wie wenig Verstand man heutzutage Professor werden kann.
Ein komplettes Streichen irgendwelches Ehegattenunterhaltes würde den Hunger nach Erwerbstätigkeit und Karriere der Damen eminent fördern. Kompensatorisch natürlich die Pflicht der Männer, sich um die Brut zu kümmern, zu gleichen Teilen verteilte Betreuung beispielsweise. Mit allen Rechten und Pflichten. Und da die Damen so gerne nach oben heiraten: den Versorgungs- und Vermögensausgleich gleich mit zu kippen, wäre Mittel der Wahl. Nur so erreicht man die ökonomische Emanzipation.
24.07.2008 11:29 Uhr
von Salvatore:
Es gibt keine neuen Männer und es gibt auch keine neuen Frauen. Es gibt einfach keine neuen Menschen. Es gab immer mal wieder Sozialingenieure, die neue Menschen per Dekret schaffen wollten, was der Herr Soziologe ja im Prinzip auch vorhat. Die Ergebnisse waren nicht unbedingt ermutigend. Warum könnt ihr die Menschen nicht so lassen, wie sie sind? Fühlt ihr euch dann überflüssig?
Ciao
Salvatore
24.07.2008 09:41 Uhr
von RTheurer:
Wer sucht denn den partner aus? Es sind doch die Frauen die sich die Männer aussuchen. Und es sind die Frauen die so gerne nach oben heiraten. Warum zum Teufel brauchen wir dann bei den Männern härtere Maßnahmen?
das Bild das die Frauen vom Mann als Ernährer der familie haben muß sich ändern, dann werden ganz von allein mehr Männer die Kindererziehung übernehmen.
Und wenn die Frauenberufe sooo schlecht bezahlt sind, sollten die Frauen vielleicht mal ihre Berufswahl überdenken.
UNd wieviel Ärztinnen, Managerinnen, Professorinnen und andere sozial und beruflich hochstehende Frauen heiraten denn Lastwagenfahrer, Bauarbeiter, kleine Angestellte oder gar Arbeitslose?
24.07.2008 08:34 Uhr
von Vater:
Aha, bei den Männern sollen härtere Massnahmen her, obwohl Bertram selbst feststellt, dass die Frauen die sozial über ihnen stehenden Ernährertypen vorziehen.
Da schlage ich doch eine ganz einfache Maßnahme vor, um das nach-oben-heiraten zu bremsen: Abschaffung des Ehegattenunterhalts, des Versorgungs- und Zugewinnausgleichs. So ist es übrigens auch im gelobten Skandinavien, Herr Bertram!
Bertams genialer Vorschlag, "Frauenberufe" wie "Männerberufe" zu bezahlen, ist nicht schlecht. Höchste Zeit, dass die Friseurin dasselbe bekommt wie der Ingenieur.
23.07.2008 13:02 Uhr
von Sascha Liebermann, "Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung":
Manches ist bedenkenswert, was Herr Bertram im Interview äußert. Doch wenn es darum geht, wie Veränderungen in Gang kommen sollen, setzt er, wie in den letzten Jahren der Tenor, auf Dirigismus. "Härtere Maßnahmen", um Veränderungen zu bewirken, prägen nun gerade die Arbeits- und Sozialpolitik der letzten Jahre. Statt auf Selbstbestimmung zu setzen, indem wir den Bürgern Freiräume zum Aushandeln verschaffen, wie es ein bedingungsloses Grundeinkommen täte, halten wir noch immer an der Maxime fest: Kontrollieren geht vor Vertrauen, Aufsicht geht vor Selbstbestimmung. Diese Haltung durchzieht alle Bereiche unseres Gemeinwesens bis zur Bildungspolitik, wie an den Umgestaltungen der Universitäten abzulesen ist. An einer Stelle im Interview wird genau dieses Aushandeln in Freiräumen aufgeworfen, aber dann doch den "härteren Maßnahmen" geopfert. Wie einfach wäre es stattdessen, den Bürgern mehr Möglichkeiten in die Hand zu geben, statt ihre Lebenswege definieren zu wollen. Mit einem BGE wäre dazu ein großer Schritt getan.
23.07.2008 12:26 Uhr
von Ludwig Paul Häußner:
Grundeinkommen als gemeinsames Fundament für eine sozioökonomische Gleichstellung der Geschlechter
-----------------------------------------
Ich kann Herrn Bertram in vielen Dingen beipflichten. Doch sind "härtere Maßnahmen" wirklich der richtige Weg in einer freiheitlich verfassten Gesellschaft?
Wie würde die ganze Diskussion um Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Erziehungsarbeit und Lernarbeit verlaufen, wenn wir ein bedingungsloses Grundeinkommen hätten?
Das ist keine Utopie! Wenn der u topos der jenseitige Ort ist, dann ist die Frage zu beantworten wie kommen wir von hier nach dort?
In der Tat können wir von Schweden und Dänemark lernen. Schweden und Dänemark haben heute schon einen MwSt-Satz von EU-konformen 25%.
Würden wir die MwSt schrittweise auf 25% erhöhen, so hätten wir praktisch die erforderlichen Finanzmittel, um ein substitutives und bedingungsloses Grundeinkommen realisieren zu können. Im Realtraum können wir uns schon einmal an den u topos begeben.
Mehr Infos unter: www.unternimm-die-zukunft.de
Ludwig Paul Häußer
Universität Karlsruhe (TH) –IEP
23.07.2008 11:09 Uhr
von Querdenker:
Mich kann das Gesagte nicht überzeugen. Sicher ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau richtig und wichtig, doch finde ich es falsch, wenn nun krampfhaft versucht wird, die Welt der persönlichen Idologie anzupassen. Meine Erfahrung als gering Verdiener ist jedenfalls, das Frauen einen finanziell potenten Mann suchen. Viele, nicht alle Frauen, sind nämlich nur dann für Gleichberechtigung wenn sie zum eigenen Vorteil dient.
Von Vorschriften für Unternehmen wie in Norwegen halte ich nichts, wenn Frauen in einem Unternehmen aufsteigen wollen, dann müssen sie sich halt lernen duchzusetzen. Ich muss auch schauen, wie ich zu recht komme und habe keine Schutzzaun.
Sehr bedenklich finde ich, sind die geäußerten Thesen zur Famillie. Ich habe große Zweifel, ob diese Patchwork-Familiien gut für die Kinder sind und sie sollten nicht zu Ideal erhoben werden.
22.07.2008 22:01 Uhr
von molinocampo:
"Auch die Frauen halten am alten Männerbild fest?
Die wollen den erfolgreichen, berufstätigen Mann. Wenn man sich das Heiratsverhalten anguckt, die heiraten eher nach oben in die sozialen Positionen hinein."
Jenau!
Lösung? Ganz einfach: züchtet neue Frauen, dann kanns ja klappen mit der Kulturumstellung - -
sicher noch viel Gelegenheit, auf Jahrhunderte sinnlose Forschungsprojekte als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für "GenderforscherInnen" zu finanzieren!
22.07.2008 17:06 Uhr
von Jengre:
Als ich in den siebziger Jahren in der Grundschule war (alte Bundesländer), war es völlig normal, daß Kinder, deren Mütter berufstätig waren, einen Wohnungs- oder Hausschlüssel hatten und bis abends selbst auf sich aufpaßten. Für sie und mich war die nachmittägliche Freiheit (Hausaufgaben ausgenommen) das Größte. Wir konnten uns frei bewegen und suchten uns unsere Freunde in der zweiten Tageshälfte selbst aus. Heute wird verlangt, die Schule solle Ganztagesverwahranstalt sein, und obwohl Pisa etc. als Gründe vorgeschoben werden, ist in diesem Interview der eigentliche Kontext klar im Vordergrund: Schule als Betreuungsangebot. Haben heutige Eltern Angst um ihr Designersofa, oder warum müssen die Kinder in der Schule Unselbständigkeit einüben? Bei der heutigen Arbeitslosigkeit sin Ganztagsjobs schon Blösinn; warum Ganztagsschulen? Wie wäre es mit Internaten, dann müssen Mutti und Vati gar nicht mehr auf die Uhr schielen, wenn sie ihrem Chef noch spätabends Leistungsbereitschaft demonstrieren.