ich wüsste gerne einmal, was genau die 12 indikatoren sind, die anzeigen, ob sich ein sogenanntes problemviertel auf einem aufsteigenden ast befindet. ich habe ja die befürchtung, dass es mit einem quartier bergauf geht, wenn die bevölkerung ausgetauscht wird. ich weiß nicht, ob die maßnahmen zur verbesserung der qualität eines quartieres wirklich den dort lebenden menschen zu gute kommt, oder ob dadurch eine aufwertung von immobilien stattfindet, die dazu führt, dass ärmere menschen weiter richtung stadtrand ziehen müssen.
21.01.2010 11:16 Uhr
von Karla Kater:
Durchmischung von Kiezen? Schön und gut, aber was solls, die Verdrängung führt nicht zur Beseitigung von Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg nach einem Jahr in Hartz IV. Die Aufwertung der Sanierungsgebiete vertreibt jene die vorher dort wohnten. "Im östlichen Teil der Gropiusstadt wiederum ist der Aufschwung vielerorts dem Zuzug von Migranten mit überdurchschnittlich hoher Bildung zu verdanken - ein Großteil von ihnen kommt aus Nordneukölln." Die Bildungsoffensive ist sicherlich sinnvoll - aber wer als Arbeitsloser in einer x-beliebigen Maß nahme steckt und Computerkurs, Pflegehelfer und Berwerbungstraining mitgemacht hat, merkt schnell die Begrenztheit der Bildungsoffensiven. Wichtig ist, daß nicht auch noch die Wohnung durch Umwandlung in Eigentum, Sanierungsverteuerung oder Betriebskostenerhöhung genommen wird.
21.01.2010 00:11 Uhr
von Oblomow:
Kein Wunder, dass es mit dm Wrangelkiez bergauf geht, denn seit ein paar Jahren steigen hier kräftig die Mieten. Wer sie nicht mehr bezahlen kann, muss sich verabschieden und umziehen. Ob aber die "neuen Kreativen" mit den Laufbier-Flaschen in der Hand tatsächlich langfristig eine Bereicherung für den Wrangelkiez darstellen, bleibt abzuwarten.
Leserkommentare
21.01.2010 16:20 Uhr
von Sabine Krüger:
ich wüsste gerne einmal, was genau die 12 indikatoren sind, die anzeigen, ob sich ein sogenanntes problemviertel auf einem aufsteigenden ast befindet. ich habe ja die befürchtung, dass es mit einem quartier bergauf geht, wenn die bevölkerung ausgetauscht wird. ich weiß nicht, ob die maßnahmen zur verbesserung der qualität eines quartieres wirklich den dort lebenden menschen zu gute kommt, oder ob dadurch eine aufwertung von immobilien stattfindet, die dazu führt, dass ärmere menschen weiter richtung stadtrand ziehen müssen.
21.01.2010 11:16 Uhr
von Karla Kater:
Durchmischung von Kiezen?
Schön und gut, aber was solls, die Verdrängung führt nicht zur Beseitigung von Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg nach einem Jahr in Hartz IV. Die Aufwertung der Sanierungsgebiete vertreibt jene die vorher dort wohnten.
"Im östlichen Teil der Gropiusstadt wiederum ist der Aufschwung vielerorts dem Zuzug von Migranten mit überdurchschnittlich hoher Bildung zu verdanken - ein Großteil von ihnen kommt aus Nordneukölln."
Die Bildungsoffensive ist sicherlich sinnvoll - aber wer als Arbeitsloser in einer x-beliebigen Maß nahme steckt und Computerkurs, Pflegehelfer und Berwerbungstraining mitgemacht hat, merkt schnell die Begrenztheit der Bildungsoffensiven.
Wichtig ist, daß nicht auch noch die Wohnung durch Umwandlung in Eigentum, Sanierungsverteuerung oder Betriebskostenerhöhung genommen wird.
21.01.2010 00:11 Uhr
von Oblomow:
Kein Wunder, dass es mit dm Wrangelkiez bergauf geht, denn seit ein paar Jahren steigen hier kräftig die Mieten. Wer sie nicht mehr bezahlen kann, muss sich verabschieden und umziehen.
Ob aber die "neuen Kreativen" mit den Laufbier-Flaschen in der Hand tatsächlich langfristig eine Bereicherung für den Wrangelkiez darstellen, bleibt abzuwarten.