Der Übernahmekandidat Microsol will die Produktion beim insolventen Solarunternehmen Solon weiterführen. Somit würden deutlich weniger Mitarbeiter entlassen als bisher erwartet.

Eine Investition der indisch-arabischen Fotovoltaikfirma Microsol würde beim insolventen Berliner Konkurrenten Solon die meisten Arbeitsplätze sichern. Bild: dpa
BERLIN dpa | Beim insolventen Berliner Solarunternehmen Solon will der mögliche Investor Microsol im Fall einer Übernahme die Produktion fast unverändert weiterführen. Laut Unternehmenskreisen soll etwa zwei Dutzend der gut 450 Beschäftigten in Berlin gekündigt werden. "Wir hatten mit viel mehr gerechnet", hieß es von Arbeitnehmerseite. Microsol wolle jedoch den Solon-Standort in Greifswald mit etwa 18 Beschäftigten schließen.
Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg wollte sich nicht dazu äußern. Aus dem Unternehmen hieß es, in Greifswald werde seit dem Herbst nicht mehr produziert. An dem Standort waren zeitweise bis zu 300 Leiharbeiter beschäftigt. Dem Vernehmen nach gibt es noch einen zweiten Interessenten für Solon.
In Berlin sind die Beschäftigten von dem Vorschlag des indisch-arabischen Solarunternehmens Microsol überrascht. "Die Stimmung ist hoffnungsvoll," hieß es. Der Investor wolle dem Unternehmen sogar höhere Produktionsziele verordnen.
Es seien auch deshalb nicht so viele betriebsbedingte Kündigungen notwendig wie befürchtet, weil ein Teil der Beschäftigten sich ohnehin nach neuen Stellen umsehe. Befürchtet wird aber, dass der Investor zu einem späteren Zeitpunkt mehr Personal abbaut.
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