Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin

Solidarity City, Recht auf Stadt ... von der Hausbesetzerei zur Rückeroberung des öffentlichen Raums

Auf der einen Seite Verdrängung durch Gentrifizierung, Wohnungsmangel, Obdachlosigkeit und Illegalität in Städten, deren öffentliche Räume durch Verbote und Werbung für immerwährenden Konsum gekennzeichnet sind ... auf der anderen Seite neue Bewegungen, Recht auf Stadt, Mietshäuser Syndikat, Solidarity City, Rudimente der alten Hausbesetzerinnenszene, Stadtteilprojekte, die langen Atem bewiesen haben und wuchernde Street Art. Doch es wird eng für alle die nicht zu den uniformen Megacitybewohnern des Turbokapitalismus der Jetztzeit gehören wollen und können. Solche Erkenntnisse, allein im stillen Kämmerlein hin und her zu wälzen nützt nix, also fragen wir uns gemeinsam: Was können wir aktuell bewegen in unseren Kiezen? Wie öffnen wir Stadträume? Wie geht Revolte heute? Diese und andere Fragen stellen sich, in einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit euch, Niels Boeing (Physiker, Journalist /Buchautor & Aktivist in den urbanen Auseinandersetzungen) und Lorna Johannsen (Aktivistin, Autorin, Filmemacherin). Zur Einführung ein kurzer Abriss der geschichtlichen Entwicklung der Hausbesetzerei in Ost- und Westberlin und in Hamburg mit Bild- und Filmausschnitten. In die Diskussion einfließen werden die Strategien, die Nils Boeing in seinem Buch "Von Wegen. Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft" beschreibt. Gesprochen wird über das, was taugt im Kampf für eine Alternative zum urbanen Kapitalismus, gegen Mietenwahnsinn, prekäre Dienstleistungen und Gated Communities? Experimente dazu laufen allerorten. Der Weg zu dieser Utopie erfordert List und Entschlossenheit. Das Ziel lohnt: die freie Stadt der Zukunft ...