Das Megasolarprojekt Desertec behindert den Ausbau der Energieversorgung in Afrika, so fürchten Experten. Vor allem die Menschen auf dem Land würden ohne Strom bleiben.von Nadine Michel
Warum sollte ein SolarTHERMIE Projekt in NORDafrika mit PRIVATwirtschaflichen Gebern den Ausbau von off-grid PHOTOVOLTAIK-Anlagen in SUB-SAHARA-Afrika von STAATLICHEN Gebern behindern?!?
Der Artikel weckt ein wenig den Eindruck man wollte unbedingt schlechte Seiten am Desertec-Projekt finden. Die gibt es sicherlich, zum Beispiel bei der technischen Machbarkeit. Aber die Schwierigkeiten die hier Artikel dargestellt werden, sind eher an den Haaren herbeigezogen.
07.08.2009 13:38 Uhr
von Michael Limbach:
In der Überschrift heißt es: "Das Megasolarprojekt Desertec behindert den Ausbau der Energieversorgung in Afrika", diese recht gewagte These wird allerdings in dem Artikel überhaupt nicht belegt. Der Artikel sagt letztendlich nur aus, dass dort wo zentrale Strukturen wirtschaftlicher sind als dezentrale, diese sich auch durchsetzen werden.. was für den (potentiellen) afrikanischen Stromabnehmer ja durchaus positiv ist. Das die Vetreiber von Kleinanlagen nicht begeistert davon sind ist auch nicht verwunderlich, schließlich freut sich niemand über zusätzliche Konkurrenz ;)
06.08.2009 17:36 Uhr
von Bernhard H. Johannes Wagner:
am besten wäre es, b e i d e s zu tun, sowohl solche wüstenkraftwerke zu bauen, als auch dezentrale anlagen zu fördern (wie es z.b. http://www.tiloo.ch und viele andere tun). nordafrika und vorderasien haben immerhin mehrere millionenstädte und viel industrie. aufdachsolaranlagen sollten da ebenfalls gefördert werden, aber wüstenstrom könnte den umstieg auf 100% erneuerbare energien beschleunigen. mir scheint das problem nicht daran zu liegen, ob nun wüstenkraftwerke gebaut werden, oder nicht, sondern wie (und von wem) sie bezahlt werden (erdölmillionäre u. milliardäre gäbe es ja z.b. in den erwähnten regionen mehr als genügend), und welche poltisch-wirtschaftlichen interessen welche konzepte unterstützen bzw. blockieren.
nicht gegen desertec abstrakt sollte sich daher die kritik richten, sondern gegen konkrete formen, es zu realisieren. dazu gehört neben afrika auch die eventuelle behinderung von alternativen technologien in europa, insbesondere z.b. küstendistanzierte hochseewindkraftbojen, vgl. http://www.sway.no und andere, welche speziell für mittel- und nordeuropa den bei weitem größten anteil des strombedarfs decken könnten.
Leserkommentare
12.08.2009 10:56 Uhr
von Reen Canteen:
Warum sollte ein SolarTHERMIE Projekt in NORDafrika mit PRIVATwirtschaflichen Gebern den Ausbau von off-grid PHOTOVOLTAIK-Anlagen in SUB-SAHARA-Afrika von STAATLICHEN Gebern behindern?!?
Der Artikel weckt ein wenig den Eindruck man wollte unbedingt schlechte Seiten am Desertec-Projekt finden. Die gibt es sicherlich, zum Beispiel bei der technischen Machbarkeit. Aber die Schwierigkeiten die hier Artikel dargestellt werden, sind eher an den Haaren herbeigezogen.
07.08.2009 13:38 Uhr
von Michael Limbach:
In der Überschrift heißt es: "Das Megasolarprojekt Desertec behindert den Ausbau der Energieversorgung in Afrika", diese recht gewagte These wird allerdings in dem Artikel überhaupt nicht belegt.
Der Artikel sagt letztendlich nur aus, dass dort wo zentrale Strukturen wirtschaftlicher sind als dezentrale, diese sich auch durchsetzen werden.. was für den (potentiellen) afrikanischen Stromabnehmer ja durchaus positiv ist.
Das die Vetreiber von Kleinanlagen nicht begeistert davon sind ist auch nicht verwunderlich, schließlich freut sich niemand über zusätzliche Konkurrenz ;)
06.08.2009 17:36 Uhr
von Bernhard H. Johannes Wagner:
am besten wäre es, b e i d e s zu tun, sowohl solche wüstenkraftwerke zu bauen, als auch dezentrale anlagen zu fördern (wie es z.b. http://www.tiloo.ch und viele andere tun). nordafrika und vorderasien haben immerhin mehrere millionenstädte und viel industrie. aufdachsolaranlagen sollten da ebenfalls gefördert werden, aber wüstenstrom könnte den umstieg auf 100% erneuerbare energien beschleunigen. mir scheint das problem nicht daran zu liegen, ob nun wüstenkraftwerke gebaut werden, oder nicht, sondern wie (und von wem) sie bezahlt werden (erdölmillionäre u. milliardäre gäbe es ja z.b. in den erwähnten regionen mehr als genügend), und welche poltisch-wirtschaftlichen interessen welche konzepte unterstützen bzw. blockieren.
nicht gegen desertec abstrakt sollte sich daher die kritik richten, sondern gegen konkrete formen, es zu realisieren. dazu gehört neben afrika auch die eventuelle behinderung von alternativen technologien in europa, insbesondere z.b. küstendistanzierte hochseewindkraftbojen, vgl. http://www.sway.no und andere, welche speziell für mittel- und nordeuropa den bei weitem größten anteil des strombedarfs decken könnten.