• 25.06.2010

Slavoj Zizek über Disziplin

"Alles ist Fake"

Die Linke sei zu oft Opfer liberaler Erpressung und braucht dringend Disziplin, meint Slavoj Zizek. Im Interview spricht er über Coca Cola, Rammstein und das Leiden der Kubaner.von Doris Akrap / Tania Martini

  • 25.11.2011 23:21 Uhr

    von Stefan Wehmeier:

    »Aus dem offenkundigen Versagen des historischen Liberalismus erwuchs die sozialistische Bewegung mit dem Ziel, die missbrauchten Freiheitsrechte einzuschränken zugunsten der Gesamtheit und besonders zugunsten der wirtschaftlich Schwachen. Diese Zielsetzung beruht jedoch auf einem Denkfehler; denn der historische Liberalismus versagte nicht, weil er zuviel, sondern weil er zuwenig Freiheit verwirklichte.«

    Dr. Ernst Winkler (»Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung«, 1952)

    Mehr gibt es zum »Denkfehler Sozialismus« nicht zu sagen.

    http://www.deweles.de/files/nwo_politisch.pdf

  • 03.05.2011 18:42 Uhr

    von Dada Adolf:

    Wer sich hierauf bloß mit den ehemaligen Ideologien beschäftigt, hat völlig das Ziel verpasst.
    Es handelt sich vor allem um die übelste aller Ideologien bis jetzt: liberal-kapitalistischen, die es angeblich gar nicht giebt.

  • 27.01.2011 12:36 Uhr

    von Moishe Eberhard:

    @ Peter: Ja, ja, wie schön simpel wir heute wieder stricken, gell. Ich liebe Leute die vom bösen Kommunismus reden und nicht mal definieren könnten was "Kommunismus" ist ... außer Massenmorden natürlich.
    Karl wer? Marx? Hat der nicht Winnetou geschrieben?
    Und nur weil Peter sich etwas nicht denken kann, kann es natürlich niemals funktionieren. Zum Glück funktioniert Kapitalismus ja so hervorragend.

  • 28.06.2010 23:10 Uhr

    von Peter:

    Wie oft wird man noch versuchen den "wahren Kommunismus" zu etablieren bevor man merkt dass es nicht funktioniert?

  • 28.06.2010 00:02 Uhr

    von Theobald Tiger:

    Greift einfach zu ein, zwei Büchern* von Zizek und gebt euch nicht mit einem einzigen Interview zufrieden. Es ist doch bekannt, das Interviews in erster Linie der Popularisierung und Verkürzung von theoretischen Aussagen. Soviel ist wahr: Zizek ist Dialektiker und insofern schwer erträglich für die Freunde der empirischen Analytik und des Positivismus. der Eklektizismus seiner Bücher hat ja einen mehr als nur pädagogischen Zweck: Z. versucht die an und für sich alles andere als banale Thematik (z.B. Hegelsche Anerkennungsphilosophie u. Neomarximus) anschaulich darzustellen. Das hat allemal den Vorteil, dass einen weiteren Zuhörerkreis findet, wohingegen Fachoublikationen oft genug "Briefe unter befreundeten Wissenschaftlern" bleiben, deren Erkenntnisgewinn sich also schwer in die Gesellschaft hinein vermittelt.

    Hier wieder die reichlich bornierten Geschütze des Antikommunismus aufzufahren ist das Allerletzte und ein weiterer Beleg für die intellektuelle Verflachung dieser Zeitung und ihrer neu gewonnenen Leserschaft. Das ist mehr als nur ärgerlich!

    *Ich denke da aus politikwissenschaftlicher/kulturwissenschaftlicher Perspektive in erster Linie an "Die Revolution steht bevor. 13 Versuche über Lenin" (2002) und aktuell "Auf verlorenem Posten" (2009), das die Finanzkrise seit 2007 in die Analyse mit einbezieht und Anschluss bietet für dekonstruktivistische Theorien der Politik. Beide Bücher sind in der Edition Suhrkamp, Frankfurt/Main, erschienen. Lest es nach!

  • 27.06.2010 23:17 Uhr

    von Ihr Name Herr Rollbiegel:

    Ihren Kommentar hier eingeben
    hmmm... warum sind es so viele die da den Slavoy Zizek einfach abtun? Faktum ist es, das Herr Zizek mit seiner etwas unkonventionellen, jedoch begründeten Kritik am bestehenden globalen System, vielerorts die Stagnation im Bereich Geisteswissenschaften und Philosophie wieder in Schwung bringt. Ausserdem sieht Herr Zisek sich selbst als Theoretiker und erhebt keinen Absolutheitsanspruch !!! Und zum Glück ist ihm das "deutsche Denken" fremd... Als Kind Sloveniens, des ehemaligen Ostblocks hinter dem eisernen Vorhang... hat er, in kreativer kosmopolitischer weise seine eigene Theorie- plattform entwickelt !!!
    Ich bin gespannt auf sein Werk um HEGEL !!!

  • 27.06.2010 14:24 Uhr

    von Karl Marx:

    @Peter: Überleg nochmal bitte, der Nationalsozialismus hat nur geringere Opferzahlen verursacht weil er schon 45 zerschlagen wurde! gemessen an der kurzen zeit die er wütete war er weitaus schlimmer stell dir vor Deutschland hätte den Weltkrieg gewonnen! Wie sähe es dann aus?
    Abgesehen davon ging es beim "real existierenden Sozialismus" anfangs wenigstens der Intention nach um die Abschaffung von Hunger, Elend und Krieg(was natürlich keinen Mord rechtfertigt), beim NS dagegen um die Globalisierung der Barbarei.

  • 26.06.2010 15:06 Uhr

    von AlexsZander:

    Was für ein Idiot

    und @ Peter:

    Und wieviele Tote produzierte der Kapitalismus. Momentan alle 5 sek mind. einen - das ist nämlich das Intervall indem tagtäglich jede Woche, jeden Montat, jedes Jahr Menschen verhungern.

  • 26.06.2010 09:51 Uhr

    von hto:

    Wahre Linke müssen vor allem den zeitgeistlichen Vorgang der parlamentarischen "Demokratie" ablehnen - Kreuzchen auf dem Blankoscheck, was eine leichtfertige Übertragung von Verantwortung an die "Treuhänder" dieses "freiheitlich-fortschrittlichen" Systems bedeutet, schaffen nur konfusionierte Blödheit / gehören zur bewußtseinsbetäubenden Bildung von leicht manipulierbarer Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche.

    Ein wirkliches Zusammenleben, in eindeutiger Wahrhaftigkeit, ist absolut machbar, auf der GLOBALEN Basis eines bedingungslosen MENSCHENRECHTS auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit, mit allen daraus MENSCHENWÜRDIG resultierenden Konsequenzen / Möglichkeiten - um den Kreislauf dieser mal wahn- mal stumpfsinnig-faschistoiden Welt- und "Werteordnung" zu verändern, brauchen wir eine ganz andere Kommunikation.

    Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen gehört, kann PRINZIPIELL alles gerechter / wahrhaftiger ORGANISIERT werden - Nichts gehört dem "Einzelnen" allein. Sogar seine Gedanken nicht, weil ...!?

  • 26.06.2010 06:10 Uhr

    von kines:

    @Peter: Ich stimme voll zu, dieser Punkt wird leider viel zu oft uebersehen. Linksdiktatur und Rechtsdiktatur unterscheidet sich nur dadurch, wer umgebracht wird.

  • 26.06.2010 01:22 Uhr

    von JeanPaulRamone:

    @ Peter: Was soll das sein "Der" Kommunismus?
    Wer Dubcek und Stalin, Marx und Mao, Dutschke und Pol Pot in einen Topf wirft, kann sowieso nicht mitreden.
    Ähnlich unsachlich könnte man vorrechnen, dass der Kapitalismus die Ideologie sei, die überhaupt die meisten Todesopfer gefordert hat. Damit ist ja keinem geholfen.
    Was die Opfer hervorgebracht hat, sind ja erstmal autoritäre Strukturen und Charaktere, totalitäre Machtmechanismen usw. die von ideologischem Gefasel gerechtfertigt wurden, sei es dialektischer Materialismus oder liberalistisches Ökonomengebrabbel. Und diese Strukturen und autoritären Masken finden sich ja auch heute noch in Afghanistan, im Gaza-Streifen oder in Guantanamo und Abu-Ghraib, im Kreml oder an der Wall-Street.
    Von daher entspricht diese Form von Ent-Differenzierung auch genau der von Zizek -bei aller Clownerie- doch noch recht treffend beschriebenen Diktatur der Mitte im "liberalen" Kapitalismus.

    Herr Zizek sollte allerdings aufpassen, wenn er noch ernst genommen werden will und rufe ihn mit Wittgenstein zu: Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen! Und: nicht alle Rammsteinhörer haben Universitätsabschluss, dadurch verschieben sich auch die Grenzen der Ironie. Das sollte der Slowene eigentlich schon von Laibach kennen. Die wurden auch von Nazis gehört, obwohl das bei genauerer Betrachtung vollkommen abwegig erscheinen müsste.

  • 26.06.2010 00:46 Uhr

    von Nico:

    Seltsames Interview, aber interessante Ansätze.

    Warum aber bei jedem Thema aus allen Löchern irgendwelche blöde extremismustheoretischen Beiträge kommen müssen versteh ich nicht. Das hier ist doch nicht die Parteihomepage der CDU. Wie langweilig muss einem sein, zum politischen "Gegner" zu gehen und da zu stänkern?!

  • 26.06.2010 00:27 Uhr

    von dubo:

    @ Peter:
    wenn Sie schon zählen und zuweisen, wie sieht den die gleiche Statistik im Kapitalismus aus? - würde mich interessieren, ich kenne hier keine Zahlen.

  • 25.06.2010 23:48 Uhr

    von gerome:

    mein gott ... jetzt darf der intellektuelle dampfplauderer mal wieder ran ... kinder wann kommt mal wieder substanz bei euch an. das einzige was man momentan lesen will sind die fußballtexte - und das sag ich als vollkommen an fußball uninteressierter mensch

  • 25.06.2010 23:43 Uhr

    von Kommunist:

    "(Mao 50 Millionen, Stalin 20 Mio usw.)" (Peter)

    "Usw.", köstlich! Und die restlichen 30 Millionen (waren es nicht doch Milliarden? Ich tippe mal auf mehrere hundert Milliarden, mindestens) hat Honecker im Alleingang brutal zu Tode gerichtet.

    SO schlimm ist der Kommunismus, Kinder!

    http://lyziswelt.blogsport.de/2009/08/12/ein-weiteres-mal-linker-antikommunismus-und-geschichtsfaelschung/

  • 25.06.2010 22:22 Uhr

    von Friddi:

    Ich würde gerne auch mal mit derlei Worthülsen meine Brötchen verdienen können.

  • 25.06.2010 20:56 Uhr

    von Charlotte:

    Dem brennt doch der Kittel.

  • 25.06.2010 18:45 Uhr

    von sub:

    Peter, hinsetzten, 6! Größter Blödsinn.. Das Interview war ja schon schwach, weil Zizek einfach schlau redet, aber eigentlich zu verrückt ist, um zu verstehen, womit er sich befasst.. Aber wer es dann auch noch schafft zu diesem Artikel (nur weil Faschismus und Kommunismus irgendwie drin erwähnt werden) gleich mit so einem Blödsinn anzufangen wie Peter, der hat echt nicht mehr alle Tassen im Schrank.

  • 25.06.2010 18:27 Uhr

    von carsten:

    gewerkschaftler der 833000 millionäre in deutschland:kirche und politik.
    stalin und mao waren übrigens auch millionäre, blos halt irgendwo anders
    also schaffe schaffe alte millionärsbuhle närr das milliö

  • 25.06.2010 18:19 Uhr

    von Non:

    Ich glaube sie meinen den Maoismus und den Stalinismus, die so viele Tode produziert haben. Diese Regieme haben Marx falsch "interpretiert".

    Der Begriff "Kommunismus" wird in verschiedenen Kontexten verwendet und bedarf oft einer Erläuterung.

    Ist nicht auch Kommunismus ohne einer Diktatur des Proletariats möglich; in einer basisdemokratischen Gesellschaft? Marx hat vielleicht nicht mit allem Recht?


  • 25.06.2010 18:08 Uhr

    von Kommentator:

    Ganz Schlau werde ich aus dem Menschen nicht - auch wenn das nicht das erste Interview ist, dass ich gelesen habe.

    - Das zum Beispiel ist verständlich geschrieben und trifft den miserablen Zustand der deutschen Linken (kranke Antiimps und Antideutsche) auf den Punkt:

    "Chávez war der Erste, der all jene in den Favelas und Slums integriert hat. Später hat er verloren. Den Iran, wo ich verboten bin, halte ich nicht für meinen Freund, nur weil er antiamerikanisch oder antikolonialistisch ist. Wir kommen in eine multizentrische Ära, was bedeutet, dass die USA nicht immer der böse Bube sind. Wenn die Linke sich nicht neu erfindet, wird die dschihadistische Bewegung unsere Zukunft sein. Deren Ziel aber ist nicht die Abschaffung des Kapitalismus, sondern religiöser Fundamentalismus."

    Sehr klug und nachvollziehbar.
    (die Frage des Interviewers klingt hingegen übel!)

    - Seine sonstigen Ausführungen sind oft derart sophisticated aufgebläht und zum Teil sehr fragwürdig (Robespierre etc.), dass man seine Intention nicht ganz verstehen kann.

    Sein Einfluss bleibt also beschränkt





    --------
    @Peter (ironisch): Das war also "Kommunismus" in Rotchina und der Sowjetunion?
    Aha, und Nordkorea und China heute wohl auch, oder wie?
    Ernsthaft: Mao, Stalin & Co. hat nicht wirklich zu einer solchen Utopie, deren Begriff sie hier missbrauchen, beigetragen. Oder?

  • 25.06.2010 17:55 Uhr

    von Tanko:

    Kommunismus hat es historisch (noch) nicht gegeben, dabei handelt es sich um Sozialismus. Zudem hat nicht das System, sondern der jeweilige Diktator bzw. Regierung die Menschen getötet. Anders ist es beim Kapitalismus. Es sterben täglich über 25 000 Menschen an den Folgen von Hunger, obwohl wir genügend Essen zur Vefügung hätten. Unterlassene Hilfeleistung nenne ich so etwas.

  • 25.06.2010 17:18 Uhr

    von Robert:

    Dieser Beitrag ist voller Radikalität, die nicht mit Inhalt gefüllt wurde. Provokation ersetzt Reflektion und erzeugt mit dieser Gewaltverherrlichung ein düsteres Bild.

    "Sie fordern, die Linke müsse Disziplin, Ordnung und Opfer bringen und potenzielle Straftäter überwachen."

    Vielleicht hat der Herr Zizek George Orwells Roman 1984 auch unter einem anderen Blickwinkel gelesen, so wie es scheint als Vorbild.

    Ich bin schockiert und entsetzt das Leute versuchen die Probleme von heute mit Ideologien von gestern zu lösen. Wenn das nicht klappt nehmen sie eben das Brecheisen, anstatt ihre Ideologie zu modifzieren.
    Es ist traurig, dass immer den Leuten Gehör geschenkt wird die am lautesten brüllen.

  • 25.06.2010 17:05 Uhr

    von Linker:

    Was für ein Sp.....*

    *alternativ: Schwätzer

  • 25.06.2010 16:13 Uhr

    von Dirk:

    Theorieabgewöhnungstheorie

  • 25.06.2010 15:58 Uhr

    von rad Reichelt:

    Blödsinn!

  • 25.06.2010 15:55 Uhr

    von Peter:

    "Wirklich fundamentale Gewalt bedeutet waghalsig zu sein und grundlegende soziale Beziehungen zu verändern. Der Faschismus hat das nicht getan. Er hat Millionen Tote produziert, um den Kapitalismus zu retten. "

    Genau, aber vergessen sie nicht dass der Kommunismus ca. 100 Millionen Menschen getötet hat als er den Kapitalismus abschaffen wollte.
    (Mao 50 Millionen, Stalin 20 Mio usw.)

    Darum verachte ich nicht nur den Faschismus sondern auch den Kommunismus.

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