• 02.08.2010

Sicherheitsvorschriften bei Partys

Jeder Spaß ist illegal

Nach der Katastrophe in Duisburg wird über die Nichteinhaltung von Vorgaben gestritten. Die Gesellschaft braucht beides: die Befolgung von Regeln wie den Regelbruch.von Deniz Yücel

  • 03.08.2010 10:07 Uhr

    von Elvenpath:

    Danke, für diesen Kommentar. Endlich mal jemand, der ausspricht, daß Regeln in gewissen Fällen auch mal übertreten werden müssen. Nämlich dann, wenn sie nur um ihrer Selbst willen gelten sollen.


    So long...

    P.S.: Und ja, es macht Spaß, Regeln zu übertreten :-)

  • 03.08.2010 09:47 Uhr

    von j.schiffmann:

    >>Der Veranstalter Rainer Schaller mag eine laxe Auslegung von Sicherheitsvorschriften gefordert haben; er mag versucht haben, für sich selbst Aufwand und Kosten niedrig zu halten. Aber das war sein Job. Er verfolgte seine legitimen Interessen, die im Übrigen nicht allein aus dem eigenen Profit bestanden, sondern auch aus dem Interesse, dem Publikum eine gute Party zu bieten.<<

    Wie bitte? Es ist legitim, wenn der Veranstalter mit dem Leben seiner Gäste spielt - drum kümmern müssen sich allein die Behörden? Hackt es? Sicherheit und Spaß schließen sich eben NICHT aus, und wer fühlt sich bei einer Party wohl die sich nicht um meine Sicherheit schert?

  • 03.08.2010 02:00 Uhr

    von Johan:

    "Er verfolgte seine legitimen Interessen, die im Übrigen nicht allein aus dem eigenen Profit bestanden, sondern auch aus dem Interesse, dem Publikum eine gute Party zu bieten."
    Er hat es zumindest geschafft, eine "Party" zu bieten, die so schnell nicht vergessen werden wird. In seinem Interesse ist es sicher nicht, dass man in Zukunft seinen Namen mit diesem Ereigniss in einem Satz nennen wird. Er wollte sicher nicht der Veranstalter der "Todesparty" sein.

    In seinem legitimen Interesse wär es gewesen, die Sicherheit der Teilnehmer zu gewärleisten und im Zweifel eben woanders oder gar nicht zu feiern.

    Ich glaube dem Autor des Artikels nicht wirklich, dass er glaubt, dass Rainer Schallers legitimes Interesse die Veranstaltung einer "Deathparade" war. Dass er Komplizen in der Politik hatte, mindert seine Schuld nicht.

  • 03.08.2010 00:52 Uhr

    von vic:

    Friedrich Küppersbusch hat es in der Süddeutschen auf den Punkt gebracht.
    All jene, die sich nach einer friedlichen und gelungenen Party auf die Schulter geklopft, in die erste Reihe auf`s Siegerphoto gedrängt hätten.
    Die sollten sich nun ihrer Verantwortung stellen.

  • 02.08.2010 23:25 Uhr

    von zalog:

    Schön zu lesen, dass auch bei der TAZ die gute deutsche Tugenden "Besserwisserei" und "Der muss weg" gepflegt werden. Die Toten von Duisburg hier aber zu missbrauchen, um eine krude These von guter linker Sicherheit und schlechter rechter Sicherheit zu verbreiten, ist mehr als unpassend.

  • 02.08.2010 23:01 Uhr

    von Martino:

    Das ist hanebüchener Unsinn!

    Schaller hat kein legitimes Interesse bei der Vernachlässigung von Sicherheitsvorschriften!

    Und natürlich wurde zwischen Stadt und Veranstalter ein Kompromiß geschlossen: Nur war der genauso untauglich wie dieser taz-Artikel.

    Und wer überhaupt nicht vorkommt in der ganzen Diskussion: Wer hat eigentlich von hinten gedrängelt, geschubst, gedrückt? Wer hat zuerst Ordner überrannt, um dann auch 2 Polizeiketten, die gebildet wurden, um den Druck nicht weiter ansteigen zu lassen, durchbrochen?

    Durchbrochen - nur weil´s Spass macht und weil man den eigenen Spass als wichtiger empfand als Leben und Gesundheit derer, die ein Stück weiter vorn in der Schlange standen.

    Diese Selbstoptimierer sind das eigentliche Problem in unserer Gesellschaft, egal ob die sich auf der LP herumtreiben oder in Banken zocken - Hauptsache es geht mir gut. Sch.. auf die Anderen!

  • 02.08.2010 18:47 Uhr

    von Sebastian:

    Logisch, wenn Linke Regeln brechen ist das was gutes, wenn die anderen machen sind das dann die Bösen...

    Ich hoffe aber mal das am nächsten ersten Mai die Demonstrationen verboten werden, für die Sicherheit der normalen Bürger kann dort nicht gesorgt werden.

    Ich als Bürger dieses Landes verlange das, es kann nicht angehen das mein Geschäft und mein Auto zerstört wird. Es kann nicht angehen das man von Linksextremisten terrorisiert wird weil man etwas mehr Geld zur Verfügung hat und sich den Traum eines schönen Autos oder einer Traumreise leistet.

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