Die Deutsche Fußballliga verabschiedet ihr umstrittenes Sicherheitspaket. Fans protestieren weiter, aber die Macher sehen nur ein „Kommunikationsproblem“.von Frank Hellmann
Der FC Bayern München zahlt pro Geschäftsjahr rund 110 Mio. € Steuern. Da werden wohl ein paar Polizeieinsätze drin sein.
Anders sieht es aus bei Dritt- und Viertligisten, die regelmäßig durch ihre gewaltbereite Fanschaft Polizeieinsätze auslöst, die Unsummen verschlingen.
13.12.2012 11:48 Uhr
von kroete:
Nichts anderes ist von den gewinngeilen Eventmanagern der Konsum- und Kapitalistenliga zu erwarten gewesen. Dass beim Fußball die Verhältnismäßigkeiten in jeder Beziehung aus dem Ruder gelaufen sind, sollte jetzt auch dem letzten versoffenen wie gewaltbereiten Fan klar sein. Im Grunde stören diese grölenden lästigen Fans nur den Spielbetrieb, die anderen stillen, vor allem zahlenden Zuschauer/innen sollen brav weiterhin angstfrei ihr Portemonnai öffnen. Diese Maßnahmen zeigen, daß das Publikum im Zweifelsfall verzichtbar ist, man es erst gar nicht nötig hat, sich mit diesen Leuten an einen Tisch zu setzen. Daher sollte doch das ignorierte Publikum darüber nachdenken, die dekandenten Millionäre ein Weilchen in leeren Stadien den Ball zu spielen.
13.12.2012 08:21 Uhr
von Karl K :
Ich glaube, daß unter dem Strich der professionelle Fußball als Gewinner aus der Veranstaltung herausgeht!" Diesen Satz des Schmuddel- und Glamourkindes einer berühmten Juristendynastie kann man deshalb getrost wörtlich und sehr ernst nehmen. Gutes verheißt er " für den Rest" erkennbar nicht.
13.12.2012 04:22 Uhr
von Mixed Zone:
Leider sind einige Relationen, die doch nachdenklich stimmen, im Artikel nicht aufgeführt. Nimmt man die Statistik, gibt es pro Spiel unter zwei Verletzte am Fussballwochenende. Dass bei rund vierzigtausend Besuchern im Durchschnitt für die erste Liga.
Weder das Oktoberfest noch irgend eine andere Kirmes, vermutlich noch nicht mal ein Trödelmarkt, sind auch nur annähernd so sicher, wie es ein Fussballstadion ist. Kein Wunder, die Vereine haben ja auch horrende Summen dafür ausgegeben. Während sich Länder und Kommunen vollständig aus deren Unterhaltung zurückgezogen haben, was früher Gang und Gäbe war (aus Bayern München wäre ohne dem Olympiastadion nie was geworden, hat Hoeness sinngemäss noch vor Kurzem im Fernsehen gesagt).
Die Politiker zahlen also weniger, partizipieren über Steuern aber gewaltig zunehmend vom derzeitigen Boom. Es macht viele Fans wütend, angesichts dessen Rechnungen bezüglich Unkosten unter die Nase gehalten zu kriegen. Krasser ist aber die Attitüde, mit der sich Friedrichs und andere gerieren, als sei akute Gefahr in Verzug.
Hier wird der Fussballanhänger instrumentalisiert, damit sich Innenminister in Zeiten permanenten Wahlkampfes auf billige Art und Weise profilieren können. Oder ablenken von der Unfähigkeit, ihre Bürger gegen tatsächliche Gewalt, wie etwa Terror von Rechts, zu schützen.
Auch wenn das, was heute beschlossen wurde, ohne gravierende Auswirkungen bleibt, muss dies deutlich gemacht werden. Die Fangruppen haben hier schon vorbildliche Aktionen gemacht, die Politiker können damit anscheinend nicht im geringsten umgehen. Und ein Friedrich droht sogar mit dem Stehplatzverbot, obwohl hierzu die Rechtsgrundlage fehlt. Leider sind die Vereinsbosse überwiegend wohl nicht zu Helden geboren, sondern beschränken sich darauf, in launigen Talkrunden wie "Doppelpass" das grosse Wort zu führen. Aber lobenswerte Ausnahmen gibt es ja.
12.12.2012 20:00 Uhr
von Hab Ich:
"Weiträumige Polizeiabsperrungen"
So sieht er aus, der Dialog von DFL/DFB mit dem verhassten Pöbel auf den Stehplätzen.
Leserkommentare
14.12.2012 07:22 Uhr
von Karl:
Der FC Bayern München zahlt pro Geschäftsjahr rund 110 Mio. € Steuern. Da werden wohl ein paar Polizeieinsätze drin sein.
Anders sieht es aus bei Dritt- und Viertligisten, die regelmäßig durch ihre gewaltbereite Fanschaft Polizeieinsätze auslöst, die Unsummen verschlingen.
13.12.2012 11:48 Uhr
von kroete:
Nichts anderes ist von den gewinngeilen Eventmanagern der Konsum- und Kapitalistenliga zu erwarten gewesen.
Dass beim Fußball die Verhältnismäßigkeiten in jeder Beziehung aus dem Ruder gelaufen sind, sollte jetzt auch dem letzten versoffenen wie gewaltbereiten Fan klar sein.
Im Grunde stören diese grölenden lästigen Fans nur den Spielbetrieb, die anderen stillen, vor allem zahlenden Zuschauer/innen sollen brav weiterhin angstfrei ihr Portemonnai öffnen.
Diese Maßnahmen zeigen, daß das Publikum im Zweifelsfall verzichtbar ist, man es erst gar nicht nötig hat, sich mit diesen Leuten an einen Tisch zu setzen.
Daher sollte doch das ignorierte Publikum darüber nachdenken, die dekandenten Millionäre ein Weilchen in leeren Stadien den Ball zu spielen.
13.12.2012 08:21 Uhr
von Karl K :
Ich glaube, daß unter dem Strich der professionelle
Fußball als Gewinner aus der Veranstaltung herausgeht!"
Diesen Satz des Schmuddel- und Glamourkindes einer
berühmten Juristendynastie kann man deshalb getrost
wörtlich und sehr ernst nehmen.
Gutes verheißt er " für den Rest" erkennbar nicht.
13.12.2012 04:22 Uhr
von Mixed Zone:
Leider sind einige Relationen, die doch nachdenklich stimmen, im Artikel nicht aufgeführt. Nimmt man die Statistik, gibt es pro Spiel unter zwei Verletzte am Fussballwochenende. Dass bei rund vierzigtausend Besuchern im Durchschnitt für die erste Liga.
Weder das Oktoberfest noch irgend eine andere Kirmes, vermutlich noch nicht mal ein Trödelmarkt, sind auch nur annähernd so sicher, wie es ein Fussballstadion ist. Kein Wunder, die Vereine haben ja auch horrende Summen dafür ausgegeben. Während sich Länder und Kommunen vollständig aus deren Unterhaltung zurückgezogen haben, was früher Gang und Gäbe war (aus Bayern München wäre ohne dem Olympiastadion nie was geworden, hat Hoeness sinngemäss noch vor Kurzem im Fernsehen gesagt).
Die Politiker zahlen also weniger, partizipieren über Steuern aber gewaltig zunehmend vom derzeitigen Boom. Es macht viele Fans wütend, angesichts dessen Rechnungen bezüglich Unkosten unter die Nase gehalten zu kriegen. Krasser ist aber die Attitüde, mit der sich Friedrichs und andere gerieren, als sei akute Gefahr in Verzug.
Hier wird der Fussballanhänger instrumentalisiert, damit sich Innenminister in Zeiten permanenten Wahlkampfes auf billige Art und Weise profilieren können. Oder ablenken von der Unfähigkeit, ihre Bürger gegen tatsächliche Gewalt, wie etwa Terror von Rechts, zu schützen.
Auch wenn das, was heute beschlossen wurde, ohne gravierende Auswirkungen bleibt, muss dies deutlich gemacht werden. Die Fangruppen haben hier schon vorbildliche Aktionen gemacht, die Politiker können damit anscheinend nicht im geringsten umgehen. Und ein Friedrich droht sogar mit dem Stehplatzverbot, obwohl hierzu die Rechtsgrundlage fehlt. Leider sind die Vereinsbosse überwiegend wohl nicht zu Helden geboren, sondern beschränken sich darauf, in launigen Talkrunden wie "Doppelpass" das grosse Wort zu führen. Aber lobenswerte Ausnahmen gibt es ja.
12.12.2012 20:00 Uhr
von Hab Ich:
"Weiträumige Polizeiabsperrungen"
So sieht er aus, der Dialog von DFL/DFB mit dem verhassten Pöbel auf den Stehplätzen.