• 25.10.2009

Serie "Neue Ökonomie" (IV)

Ein Selbstversuch auf dem Lande

Kastration des Geldes: Es gibt vielfältige Versuche, sich dem kapitalistischen Verwertungsprozess und seinen Folgen zu entziehen. Imma Harms tauscht und gibt.von Gabriele Goettle

  • 26.10.2009 15:10 Uhr

    von nona sumy:

    Hallo,
    interessiere mich sehr für diese Tauschsysteme etc., bin aber mit dem Umgang der Daten beim Kreuzberger Tauschring nicht einverstanden und daher auf der Suche nach Alternativen. Gibt's (schon) einen Link zu den im Artikel angesprochenen Versuchen im Internet?

    Danke + ciao
    nomy

  • 25.10.2009 21:33 Uhr

    von vagabundin:

    @Michael

    Dein Kommentar macht mich nachdenklich.
    Zum Einen hast du Recht: Für Hartz IV-Empfänger ist die Gründung einer solchen Kommune sicherlich nicht drin, weil es am Geld scheitern würde. Zum Anderen aber könnten "Arbeitslose" sich einem dieser Projekte anschließen. Dass die Vision einer Landkommune also nicht umsetzbar wäre, wie du behauptest, ist falsch, denn es gibt sie ja schon (und nicht nur diese eine).

    Nun bringst du das Argument ins Spiel, eine solche Gemeinschaft würde ihre Mitglieder selektieren. Das müsste man mal ausprobieren, wenn man sich als Hartz IV-Empfänger bei ebendieser vorstellt... (Oder noch einfacher: Mal nachfragen, per E-Mail. Wäre doch interessant, oder?) Immerhin sieht sich das Projekt als solidarisches Gegenmodell zum "kapitalistischen Verwertungsprozess", da sollte die Aufnahme von Arbeitslosen doch an erster Stelle stehen!? Also, mich drängt es, dem mal auf den Zahn zu fühlen.

  • 25.10.2009 19:48 Uhr

    von avelon:

    Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung?

    Sie helfen bei der Kartoffelernte und erhalten dafuer einen Sack Kartoffeln.

    Sie gehen auf einen Geschenke-Markt und tauschen Dinge, die Sie nicht mehr benoetigen gegen Dinge, die Sie brauchen.

    Mal ganz ehrlich. Ist es nicht bewundernswert, wenn Menschen noch an ´eine andere Welt ist moeglich´ glauben und sie versuchen zu praktizieren?

  • 25.10.2009 19:16 Uhr

    von Samuel:

    ich denke, für den großteil der gesellschaft wäre so eine art von leben nicht möglich. aber ich glaube es gibt viele, die die sehnsucht nach einer gemeinschaft haben, welche auf gegenseitigkeit basiert. ich auch.

    sehr gut! alternativen zum system schaffen!

  • 25.10.2009 17:09 Uhr

    von Norbert:

    Wenn man das ganze Drumherum wegnimmt, ist das doch auch nur anders bezeichnetete Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit. Und in dieser Konsequenz dann auch noch Steuerhinterziehung!
    Grüße
    Norbert

  • 25.10.2009 16:34 Uhr

    von Michael:

    Die Ideen der Dame und anderer Visionäre sind daher natürlich begrüßenswert - in der heutigen Lebensrealität aber nicht umsetzbar. Denn das Geld und dessen Großbesitzer regieren nun mal leider die Welt, daher auch die aktuellen Wahlergebnisse. Die gesellschaftliche Anerkennung geht in der Arbeitslosigkeit / H4 auch ganz schnell flöten - nur ist dann da niemand, der einem die Studiengebühren u.ä. finanziert...Dann leidet auch der, insbesondere in der BRD über alles geschätzte, Lebenslauf - ein Teufelskreis. Sich all dem Wahnsinn entziehen und zu einer besseren, vielleicht auch wieder etwas bodenständigeren, Welt beizutragen, ist sicherlich reizvoll. Nur: Diese teilweise verschworenen Gemeinschaften selektieren ihre erwünschten Mitglieder ebenso, eine eigene "Kommune" o.ä. zu gründen, scheitert dann doch oft wieder am lieben Gelde....

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