Hamburger Abiturientenquote auf Allzeithoch, Ganztagsschulen stehen vor Rekordausbau, aber auch sonderpädagogischer Förderbedarf steigt sprungartigvon Marco Carini
Es ist schon deprimierend, wie unkritisch die TAZ in BEzug auf die Hamburgs Schulpolitik vorgeht!
Schonmal was davon gehört, dass nicht immer das drin ist was draufsteht? Bei Lebensmitteln ist das ja inzwischen allgemein bekannt, meinen Sie, bei der Aufschrift "Abitur" ist das anders? Glauben Sie ernsthaft, dass, nachdem die Schulen, seitdem sie - jede für sich - um möglichst viele "Kunden" zu werben verpflichtet werden, noch so kritisch Schülerleistungen messen wie zu den Zeiten, zu denen sie völlig unabhängig eine Schülerleistung beurteilen konnten?
Es ist doch inzwischen bundesweit bekannt, was ein Abitur aus Hamburg wert ist!! Mit einem mäßigen Hamburger Abitur kann man beruhigt eine Friseur - Lehre antreten. Mehr bitte aber nicht. Das ist übrigens für meine Begriffe auch in Ordnung so, höhere Bildung für breite Bevölkerungsschichten ist erstrebenswert für eine Demokratie.
Aber das müssen Sie dann bitte auch dazuschreiben: während früher das Abitur in Hamburg Ausweis für die Befähigung für ein Studium war, ist das heute für den größeren Teil der Abiturienten definitiv nicht mehr der Fall!
Das Niveau selbst der besten Abiturienten ist aus meiner Sicht in Hamburg sogar definitiv gesunken, denn die Arbeitsbedingungen der Lehrer haben sich mit dem Lehrerarbeitszeitmodell so horrend verschlechtert, dass zum einen die Besten, soweit sie konnten, längst das Bundesland verlassen haben und die verbliebenen Kollegen ihre inhaltliche Arbeitsqualität, eben auch die zum Abitur führende, gezwungenermaßen erheblich verringern mussten.
Ergebnis: deutlich verringerter Bildungsgrad auch der besten Abiturienten im Vergleich zu Zeiten, als die Lehrer sich noch wirklich Zeit nehmen konnten für die Einzelbetreuung von Schülern oder die Korrektur wirklich anspruchsvoller Klausuren! Für mich wäre das übrigens ein Grund, mit meinen Kindern dieses Bundesland Richtung Schleswig-Holstein oder Niedersachsen zu verlassen! Denn dieses Problem erscheint in keiner Statistik, ist also auch kein Problem der Schulbehörde, auch nicht das der betreffenden Schulen ...
Es ist "nur" das Problem der betreffenden Schüler ... später ...
Leserkommentare
20.01.2012 11:50 Uhr
von Claus Schäfer:
Es ist schon deprimierend, wie unkritisch die TAZ in BEzug auf die Hamburgs Schulpolitik vorgeht!
Schonmal was davon gehört, dass nicht immer das drin ist was draufsteht? Bei Lebensmitteln ist das ja inzwischen allgemein bekannt, meinen Sie, bei der Aufschrift "Abitur" ist das anders? Glauben Sie ernsthaft, dass, nachdem die Schulen, seitdem sie - jede für sich - um möglichst viele "Kunden" zu werben verpflichtet werden, noch so kritisch Schülerleistungen messen wie zu den Zeiten, zu denen sie völlig unabhängig eine Schülerleistung beurteilen konnten?
Es ist doch inzwischen bundesweit bekannt, was ein Abitur aus Hamburg wert ist!! Mit einem mäßigen Hamburger Abitur kann man beruhigt eine Friseur - Lehre antreten. Mehr bitte aber nicht. Das ist übrigens für meine Begriffe auch in Ordnung so, höhere Bildung für breite Bevölkerungsschichten ist erstrebenswert für eine Demokratie.
Aber das müssen Sie dann bitte auch dazuschreiben: während früher das Abitur in Hamburg Ausweis für die Befähigung für ein Studium war, ist das heute für den größeren Teil der Abiturienten definitiv nicht mehr der Fall!
Das Niveau selbst der besten Abiturienten ist aus meiner Sicht in Hamburg sogar definitiv gesunken, denn die Arbeitsbedingungen der Lehrer haben sich mit dem Lehrerarbeitszeitmodell so horrend verschlechtert, dass zum einen die Besten, soweit sie konnten, längst das Bundesland verlassen haben und die verbliebenen Kollegen ihre inhaltliche Arbeitsqualität, eben auch die zum Abitur führende, gezwungenermaßen erheblich verringern mussten.
Ergebnis: deutlich verringerter Bildungsgrad auch der besten Abiturienten im Vergleich zu Zeiten, als die Lehrer sich noch wirklich Zeit nehmen konnten für die Einzelbetreuung von Schülern oder die Korrektur wirklich anspruchsvoller Klausuren! Für mich wäre das übrigens ein Grund, mit meinen Kindern dieses Bundesland Richtung Schleswig-Holstein oder Niedersachsen zu verlassen!
Denn dieses Problem erscheint in keiner Statistik, ist also auch kein Problem der Schulbehörde, auch nicht das der betreffenden Schulen ...
Es ist "nur" das Problem der betreffenden Schüler ... später ...
Claus Schäfer