• 25.04.2010

Seitenblicke auf einen Exzentriker

Leben zwischen den Stühlen

Gespräche mit Krähen, Leben zwischen Eiben: In Berlin-Dahlem lebt der Exzentriker Juergen Jonas. Im Freien zwischen Villen, ohne Konto. Unsere Autorin hat ihn dort besucht.von Gabriele Goettle

  • 07.05.2010 10:52 Uhr

    von Silke:

    ...welcher niemandem gehören dürfte, ich wäre dabei!

    könnt ihr das bitte ändern?

  • 07.05.2010 10:27 Uhr

    von Silke:

    für hollywood wäre es nur ein "thema" (spannerspannend), für bürgerliche ist es "schmarotzertum" (die haben eh immer angst, man könne ihnen ihr bisschen habe nehmen), für altruisten ist es eine "aufgabe" (nach dem motto: es beruhigt das gewissen, etwas für andere zu tun), aber er ist für sich endlich "back to the roots".
    gäbe es nicht diese dämliche landverteilung, die der mensch mittlerweile schon auf den kosmos ausweitet (wie lächerlich) und eine möglichkeit, sich in einem landstrich niederzulassen, welches niemandem gehören dürfte, ich wäre dabei!

    danke für diesen bericht.

  • 29.04.2010 08:36 Uhr

    von Micha:

    Ich finde diesen Bericht, die Ausagen von Juergen Jonas ganz toll. Er versucht mit aller Konsequenz sich dem "bürgerlichen" Leben, dem Streben nach Ansehen, Proftit, Geld zu entziehen. Natürlich ist er dabei nicht ganz losgelöst von seiner Umgebung, vom Kontakt zu Menschen, aber wer bringt denn den Mut auf so zu Leben?
    Wenn ich dann solche Kommentare von "Hans" oder "Martin" lese, weiß ich, dass dies zusammengenommen die Meinung der "bürgerlichen" Menschen im Land ist, die solch ein Lebenseinstellung herabsetzen und herabwürdigen möchten.
    Danke für diesen Artikel, statt eines x-ten Berichts über einen Modeschöpfer, Politiker, ....

  • 28.04.2010 10:49 Uhr

    von aso:

    @ Olli:
    Da der Mensch ein soziales Wesen ist, dürfte ein völlig autarkes Leben in Selbstversorgung für einen Einzelnen eher selten sein.
    Und wenn es einen gäbe, würde er vermutlich nicht gern seinen Aufenthaltsort preisgeben.

    Ein Phänomen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts waren die Schmuckeremiten der englischen Landschaftsparks, professionelle Einsiedler, die während einer
    vertraglich festgelegten Dauer in eigens eingerichteten Eremitagen wohnten und sich zu bestimmten Tageszeiten sehen ließen, um die Eigentümer der Parks
    und deren Gäste mit ihrem Anblick zu unterhalten:

    „...Das Interesse am Schmuckeremiten entsprach in dieser Konstellation demjenigen am „Edlen Wilden“, der die durch keine Zwänge
    des gemeinschaftlichen Lebens zerstörte Unverdorbenheit verkörperte...“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schmuckeremit

    In dem Angestellten-Vertrag wurden Dinge vereinbart, die diesem Bild entsprachen:

    Er mußte ein wollenes Gewand tragen und durfte sich unter gar keinen Umständen die Haare, den Bart und die Nägel schneiden...

  • 28.04.2010 00:17 Uhr

    von Sarah:

    Journalistenpreis hielte ich nun doch für etwas übertrieben. Dafür hätte sie schon 'ne Nacht mit ihm verbringen müssen-und wer ist Elisabeth, die plötzlich Essen vom Chinesen holt?

  • 27.04.2010 19:38 Uhr

    von Hans:

    Über Twitter in diesen Bericht gestolpert. Was genau ist so einzigartig an diesem Typen. Genau gesagt nichts. Nett zu lesen ... und dann ? Ganz zum Schluss hab ich dann gemerkt, dass ich bei taz.de bin. Hätte ich mir auch denken können. Das Organ der "anderen".

  • 27.04.2010 15:01 Uhr

    von BenZol:

    Ich mag den Beitrag auch. Der Artikel lebt von Jonas. Ich danke Gott auf Knien für solche Aussteiger!

    @Olli: Wie sieht es denn mit Jonas' "Freunden" aus? Würdest Du DIE als unabhängig bezeichnen? Leben schließlich auch von unserem Müll und schlafen in unseren Städten.

  • 27.04.2010 13:07 Uhr

    von Martin:

    Sorry, aber eine Sozialromantische Schmonzette.
    Woher kommen die Brötchen? Der Reis? Der Tabak? Die Schlafsäcke? Die Mütze? Und so weiter und so fort.
    Da lebt einer am Rande der Gesellschaft, aber bei weitem nicht losgelöst von ihr, verklärt seinen Abstieg zum Aufstieg und eine Taz-Mitarbeiterin erstarrt in Ehrfurcht.

  • 27.04.2010 12:30 Uhr

    von Felix Rabeler:

    Olli sagte:
    "Ob er wohl darüber nachdenkt, wer den Reis und die Brötchen, die er aus den Mülleimern fischt, herstellt, verarbeitet, kauft?"

    -> Das ist egal, denn mitlerweile sind sie Müll. Dass Müll Privateigentum ist, ist eine deutsche Besonderheit. Nach Ihrer Argumentation wäre auch jener Sozialamtsmitarbeiter im Recht, der einem Obdachlosen sein Erbetteltes von den Sozialleistungen abziehen wollte.

    Spenden und die sinnvolle Verwertung des weggeworfenen Drittels aller produzierten Lebensmittel sind vom ökonomischen Restkreislauf getrennt zu betrachten. Sie werden eh immer ein Randphänomen bleiben, weswegen Ihre Logik ("Wenn das jeder machen würde!") keine ist.

  • 27.04.2010 10:31 Uhr

    von Olli:

    Der Artikel ist gut geschrieben, das stimmt. Interessant finde ich jedoch, wenn "Jonas" sagt, er beziehe keinerlei Leistungen. Ob er wohl darüber nachdenkt, wer den Reis und die Brötchen, die er aus den Mülleimern fischt, herstellt, verarbeitet, kauft? Oder wer seinen Krankenhausaufenthalt, seine OP bezahlt?

    Ich finde es scheinheilig, sich selbst als völlig losgelöst und unabhängig von der Gesellschaft zu bezeichnen, dann aber dennoch von ihren (indirekten) Zuwendungen zu leben.

  • 27.04.2010 09:41 Uhr

    von BreitPaulner:

    Kann mich dem Kommentar von "Leser" nur anschliessen Gerade für so einen Bericht sollten Sie einen "pay-content" einführen. Lese die Taz nicht regelmässig, bin über einen Link von bildblog hier draufgekommen, aber solche Berichte gibt es in der Medienlandschaft viel zu selten, und so etwas würde ich (und scheinbar auch andere dann gern direkt honorieren). Btw. wie kann man denn Herrn Jonas etwas Gutes tun (Kleiderspende, oder etwas für sein Fahrrad)?

  • 27.04.2010 09:24 Uhr

    von letterkerl:

    Liebe Frau Goettle, dieser Beitrag verdient es, weiter verbreitet und gewürdigt zu werden. Ich würde ihn an ihrer Stelle noch an andere Medien verkaufen und mich auch um einen Journalistenpreis bewerben. g l

  • 26.04.2010 18:31 Uhr

    von aso:

    Überzeugendes Aussteigervotum. Gegen halbherzige faule Kompromisse.
    Wie z.B. Jobs, die man gar nicht machen will. Interesse, das man für Jobs heucheln muß, damit das Harz-4 Geld weiterfließt...Liebesschwüre, die nicht von Herzen kommen,...etc.

    Die Zen-Weisheiten und die Mönchsartige Anspruchslosigkeit sind hier Perlen vor die Säue:
    Der Mann ist sprachbegabt, auf nach Indien: dort wäre er z.B. als Sadhu,

    der das weltliche Leben völlig aufgegeben hat, anerkannt:
    „...In Indien werden Sadhus meist sehr respektiert, da ihre Askese nicht nur als persönliche Aufgabe, sondern
    auch als stellvertretende Handlung für viele gesehen wird...“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sadhu

    Auch das Klima wäre insgesamt angenehmer.

    Eine Schande, daß dieser Mann hier unter seinem Potential leben muß, und als Asozialer verachtet wird.

  • 26.04.2010 14:57 Uhr

    von Carlo:

    Dank auch von mir für diesen tollen Beitrag.

  • 26.04.2010 14:03 Uhr

    von rajas:

    Ebenfalls Danke!

  • 26.04.2010 11:46 Uhr

    von Leser:

    Sehr interessantes Interview!
    Deshalb vermisse ich den Knopf, mit dem ich über Paypal oder Flattr oder ein anderes INTERNATIONALES Zahlungssystem einen Kulturbeitrag leisten kann.

  • 26.04.2010 06:45 Uhr

    von Conrado:

    Wegen solche Beitraegen liebe ich die TAZ!

  • 25.04.2010 22:41 Uhr

    von MBa:

    Danke, selten dass ich mir solch einen langen Bericht komplett antue.

    Ach ja, das Foto ist Klasse.

  • 25.04.2010 19:30 Uhr

    von Dirk Wilutzky:


    DANKE.





  • 25.04.2010 17:33 Uhr

    von Fritz:

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!

    Tolles Interview:

    Ein wacher selbstbewußter Mensch, der aus "Otto-Normal-Bürgersicht" zwischen den Stühlen lebt!

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