• 13.12.2010

Schwere Fußball-Randale in Moskau

Pogromstimmung in Moskau

Nach dem Mord an einem Fan von Spartak Moskau schließen sich Fußball-Hooligans und rechte Schläger zusammen. Auf ihrer Hatz verprügeln sie alle, die nicht slawisch aussehen.von Klaus-Helge Donath

  • 15.12.2010 17:20 Uhr

    von Arno Nym:

    Oh man... Jetzt muss ich mich als Skinhead wieder mit diesen Trotteln von Nationalsozialisten, Nazis und Arschgeigen in einen Topf stecken lassen.
    Ich hätte ja gedacht, dass die TAZ da aufgeklährter ist.

  • 15.12.2010 12:01 Uhr

    von Petersburger:

    Jetzt machen die nationalistisch gestimmten Gruppen aus Egor Swiridow, der obwohl 28 Jahre alt, hier als "Junge" bezeichnet wird, eine Art Horst Wessel. Sicherlich ist der Mord an dem Spartak Fan durch nichts zu rechtfertigen, allerdings gehoerte er zu einer der agressivsten Ultra Fangruppen, der "Union", die leider im Kaukasus beruechtigt ist, und bei Spielen z.B. in Wladikawkas oder Nalchik mit Hassparolen und Randalen aufgefallen ist. Was mich als Russen fassungslos macht ist die Tatsache, dass es diesen, die Hand im Hitlergruss hochreissenden Poebel gar nicht geben wuerde, wenn der Krieg nach dem, von Ihnen verehrten Mein Kampf Autor verlaufen waere. Wie man gegen die korrupte und verlogene Staatsgewalt (auch auf der Strasse) vorgeht, haben die Leute in der DDR bei den Montagsdemos gezeigt, aber da hiess es ja auch "Keine Gewalt".

    Alles gute aus Petersburg

  • 14.12.2010 23:13 Uhr

    von Inter:

    Ach, wäre die Welt ja so einfach.
    In der rechten Ecke die Nazis und in der linken die Antifa. Die rechte selbstverständlich finanziert vom Kreml.
    Fakt ist aber, dass es in erster Linie bei dieser Revolte um die Kritik an dem bestehenden, korrupten Regime, an der Polizei, die den Mörder am nächsten Tag laufen lässt,an der Staatsanwaltschaft, die erst auf massiven öffentlichen Druck hin Anklage erhebt.

    Am besten du machst deine eigenen Erfahrungen mit den Leuten, dann könnten wir ja uns noch mal unterhalten. Hier zu hocken und zu schwadronieren die Nazis hier,die rechtsradikalen da. Die üblichen Schablone passen hier nicht.

    Aber hier gehts nicht um meine Meinung, sondern ich wollte die Taz-Leser einfach über die Stimmung in RU informieren.

  • 14.12.2010 14:26 Uhr

    von Marc:

    "Die vom Kreml großzügig
    finanzierten Gruppen scheuten den Schulterschluss mit Skinheads und
    Fußball-Hooligans nicht." Ihr kriegt das auch nicht in den Kopp! Skinheads = Rechtsradikale! ???

  • 14.12.2010 13:17 Uhr

    von straight to hell:

    @Inter: ja, wohl keine 'fußball'-randale. aber auf was willst du hinaus? dürfen rechtsextremistische gruppierungen, es ist auch nicht der erste überfall von rechtsextremisten in russland in den letzten jahren, durch die strassen laufen und 'fremde' zusammenprügeln und töten? ist das deine antwort auf den autoritäten und nationalistischen russischen staat?
    solche staaten bereiten eher den boden für rassisten, antisemiten und andere gestörte. der staat hat offensichtlich kein interesse die dummen vorurteile gegenüber 'fremden' zu bekämpfen, denn er profitiert von den dummen horden die für nation und vaterland zu kämpfen bereit sind.

  • 13.12.2010 20:21 Uhr

    von Inter:

    Keine Fussballrandale!

    Ich lese die Internetkommentare in den russ. E-medien und es ist erschreckend, wie massiv sich Wut und Aggresionen gegen die korrupten staatlichen Organe auf allen Ebenen ausbreiten. So rufen viele zu Gewalt, ja, es mangelt nicht an Vergleichen zu vorrevolutionärer Zeit, die einen Umsturz der bestehenden Ordnung heraufbeschwören.
    Und jetzt zur Vorgeschichte dieses Falls: der Junge wurde verprügelt und während die anderen Täter ihn festgehalten haben, schoss der Haupttäter ihm 4 mal ins Genick. Die Miliz liess alle frei bis der enorme öffentlicher Druck nach und nach zu Verhaftungen führte.
    Allein in der letzten Woche sind 4 russische junge Leute durch Nordkaukasier ermordet worden, so z.B. einen 20-jährigen Medizinstudenten.

  • 13.12.2010 17:00 Uhr

    von abc:

    Bitte nicht alles in einen Topf werfen Mr. Sergej.Guatemala mit Moskau an Hand von Überschriften miteinander abzuwiegen, und somit sich das eigene rechte Weltbild noch schöner reden zu wollen, ist eine undifferenzierte Meinungsäusserung und hat mit inhaltlichem Wissen aber auch rein gar nichts zu tun !Nur schade , d. Sie hier als Kommentator von rechtspopulistischen Inhalten immer wieder neu entlarvt werden müssen.

  • 13.12.2010 16:47 Uhr

    von Flipper:

    @Sergej:
    "Aber komische Überschrift hier, hätte nicht "Brutaler Mord an Fussball-Fan" besser gepasst?

    Und wie wäre es mit "Brutaler Mord an unbeteiligtem Kirgisen" gewesen? Wenn Sie die "Russland den Russen"-Parolen so toll finden, na dann nichts wie hin!
    Da können Sie gleich noch ein paar deutsche Nazis mitnehmen (fällt ja in der Menge in Russland nicht weiter auf), und ihr könnt euch drum prügeln, wer das eigentliche Herrenvolk ist!
    пока!

  • 13.12.2010 15:49 Uhr

    von Sergej:

    Immerhin hielt sich die Polizeigewalt diesmal zurück, schonmal ein kleiner Anfang!

    Aber komische Überschrift hier, hätte nicht "Brutaler Mord an Fussball-Fan" besser gepasst?

    Auf jeden Fall schade das die Täter nicht zu nem Ortstermin gebracht wurden. Da hätte dann vielleicht das gleiche passieren können wie mit den Mördern einer Aktivistin in Guatemala.

    R.I.P. Jegor Swiridow

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